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Buenos Aires, 1994: Der Anschlag auf die AMIA – eine bis heute umstrittene Wahrheit
2026-10-22 · 35:44
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Buenos Aires, 1994: Der Anschlag auf die AMIA – eine bis heute umstrittene Wahrheit
2026-10-2235:44Original: FR
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Zusammenfassung
In dieser Folge von **Affaires sensibles**, moderiert von Fabrice Drouelle, geht es um den antisemitischen Anschlag vom 18. Juli 1994 auf die AMIA, die Asociación Mutual Israelita Argentina, in Buenos Aires. Die Explosion zerstörte das Gebäude, tötete 85 Menschen und verletzte mehr als 250. Sie traf einen bedeutenden Ort des jüdischen gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Argentinien. Die Sendung ordnet den Anschlag in den Kontext des Attentats von 1992 auf die israelische Botschaft, der regionalen Spannungen und der Beziehungen zwischen Argentinien und Iran ein, insbesondere mit Blick auf Verträge über nukleare Ausrüstung. Anschließend zeichnet sie Ermittlungen nach, die von iranischen und lokalen Spuren, Festnahmen, Korruptionsvorwürfen und Gerichtsverfahren geprägt waren, ohne über Jahrzehnte hinweg eine unumstrittene Wahrheit zu etablieren.
Im Mittelpunkt steht auch der Tod des Staatsanwalts Alberto Nisman im Januar 2015. Er hatte zum Anschlag ermittelt und kurz zuvor Präsidentin Cristina Kirchner und Minister Héctor Timerman der Behinderung der Justiz beschuldigt. Die Umstände seines Todes führten zu widersprüchlichen Hypothesen und großen öffentlichen Mobilisierungen. Die Sendung verfolgt die späteren Entwicklungen, darunter die gerichtliche Schlussfolgerung von 2018 zugunsten der These eines Mordes und die Entscheidung von 2024, die Iran und die Hisbollah für die Anschläge von 1992 und 1994 verantwortlich machte, die von der argentinischen Justiz als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft wurden. Zugleich betont sie, dass der Fall größtenteils rätselhaft bleibt. Als Gast der Sendung wird Sébastien Tankstorper vorgestellt, Forschungsdirektor am CNRS und Autor von *Juifs d’Argentine, une histoire de justice*; als Moderator der Sendung ist Fabrice Drouelle angegeben.
Kernaussagen
01
Der Anschlag auf die AMIA
Am 18. Juli 1994 zerstörte eine Explosion das AMIA-Gebäude im Stadtteil Once in Buenos Aires. Die im Bericht genannte Bilanz beträgt 85 Tote und mehr als 250 Verletzte; der Anschlag richtete sich gegen ein bedeutendes Zentrum der argentinisch-jüdischen Gemeinschaft.
02
Alberto Nismans Tod bringt den Fall erneut ins Zentrum
Staatsanwalt Alberto Nisman wird im Januar 2015 tot aufgefunden, wenige Tage nachdem er Vorwürfe gegen Cristina Kirchner und Héctor Timerman angekündigt hatte. Der Bericht schildert Indizien, die mit mehreren Deutungen vereinbar sind, und erinnert daran, dass Fragen zu seinem Tod weiterhin im Mittelpunkt des Falls stehen.
Die wichtigsten Learnings
01
Die AMIA war ein bedeutendes Gemeinschaftszentrum
Der Bericht beschreibt die AMIA als kulturellen, sozialen und schulischen Ort sowie als Anlaufstelle für gegenseitige Hilfe. Außerdem beherbergte sie eine Bibliothek und Archive zur Geschichte der Juden in Argentinien. Die Explosion zerstörte somit nicht nur ein Gebäude, sondern auch einen bedeutenden Teil des gemeinschaftlichen Gedächtnisses.
02
Dem Anschlag auf die AMIA ging der Anschlag von 1992 voraus
Zwei Jahre vor dem Anschlag von 1994 traf eine Explosion die israelische Botschaft in Buenos Aires. Der Bericht nennt 28 Tote und 240 Verletzte; dieser Anschlag lenkte die Aufmerksamkeit auch auf regionale Spannungen und Iran.
03
Die argentinisch-jüdische Gemeinschaft hat eine lange Migrationsgeschichte
Der Bericht führt ihre Entwicklung auf die argentinische Einwanderungspolitik von 1880 bis 1930 zurück, in deren Rahmen zahlreiche Migranten aus Mittel- und Osteuropa aufgenommen wurden, darunter Juden. Argentinien wird als eine der größten jüdischen Diasporagemeinschaften der Welt und als die größte jüdische Gemeinschaft im spanischsprachigen Raum beschrieben.
04
Für die Ermittlungen wird eine Sonderstaatsanwaltschaft eingerichtet
Nachdem 2004 das Verfahren gegen die fünf wegen logistischer Unterstützung angeklagten Argentinier eingestellt worden war, erkannte Präsident Néstor Kirchner die Verantwortung des Staates an und richtete eine Sonderstaatsanwaltschaft ein. Deren Leitung wurde Staatsanwalt Alberto Nisman übertragen.
05
Demonstrationen fordern Gerechtigkeit
Nach Nismans Tod beteiligen sich im Februar 2015 Hunderttausende an einer Demonstration in Buenos Aires. Laut Bericht fordern die Teilnehmenden Gerechtigkeit; einige bezeichnen ihn als 86. Opfer des Anschlags.
Spannende Aussagen und Diskussionen
01
Die Umstände von Nismans Tod
Der Bericht stellt Indizien nebeneinander, die gegensätzliche Deutungen nähren: Die Badezimmertür war von innen verschlossen und es gab keine Einbruchsspuren, zugleich fehlten ein Abschiedsbrief und Pulverrückstände an den Händen, während eine Servicetür offenstand. Der Bericht legt sich nicht auf Suizid, Mord oder äußeren Druck fest.
02
Die Hypothese von Vergeltung im Zusammenhang mit Nuklearverträgen
Der Bericht stellt Argentiniens Aufkündigung von Verträgen über die Lieferung nuklearer Ausrüstung an Iran als eine Erklärung dar, die die Richter 2024 für die Anschläge anführten. Früher in den Ermittlungen wurde iranische Rache als Hypothese erwähnt, nicht als damals bereits feststehende Schlussfolgerung.
03
Die den Geheimdiensten zugeschriebene Rolle
In ihrer Reaktion auf die Vorwürfe behauptet Cristina Kirchner, Nisman sei von den argentinischen Geheimdiensten manipuliert und anschließend geopfert worden. Der Bericht hebt Jaime Stiuso hervor, einen Informanten des Staatsanwalts, stellt die Deutung der Präsidentin jedoch nicht als erwiesene Tatsache dar.
04
Korruptionsvorwürfe im ersten Prozess
Der 2001 eröffnete Prozess betrifft unter anderem Carlos Telleldín, den Besitzer des Fahrzeugs, und Polizisten, die der Mittäterschaft verdächtigt wurden. Ein im folgenden Jahr bekannt gewordenes Video zeigt laut Bericht, wie Staatsanwalt Galeano Telleldín Geld für eine Aussage anbietet, die Polizisten belasten sollte.
05
Die Opfer und ihre Angehörigen halten an der Forderung nach Wahrheit fest
Der Bericht betont die Rolle von Opferverbänden, Journalisten und Familien bei anhaltenden Mobilisierungen und rechtlichen Bemühungen. Jedes Jahr erinnern Kundgebungen an den Anschlag; Nismans Angehörige schließen sich den Opferverbänden an.
Kontroverse Aussagen
01
Suizid oder Mord: Nismans Tod bleibt umstritten
Die ersten im Apartment beschriebenen Befunde werden als mit einem Suizid vereinbar interpretiert, doch andere Einzelheiten nähren Zweifel. 2018 kam der mit den Ermittlungen betraute Richter zu dem Schluss, dass es sich um einen Mord handelte. Diese gerichtliche Entwicklung beseitigt nicht die allgemeinen Unsicherheiten, auf die der Bericht hinweist.
02
Vorwürfe gegen Cristina Kirchner und politischer Widerspruch
Nisman beschuldigt Cristina Kirchner und Héctor Timerman, durch eine Vereinbarung mit Iran die Justiz behindert zu haben. Kirchner entgegnet, die Vorwürfe seien opportunistisch und Nisman sei von den Geheimdiensten manipuliert worden. Der Bericht stellt diese gegensätzlichen Positionen dar, ohne die Wahrheit des Vorwurfs einer Absprache hier festzustellen.
03
Die Verantwortung Irans: Verdachtsmomente und spätere Gerichtsentscheidung
Jahrelang richten Ermittler und Staatsanwalt ihre Ermittlungen auf iranische Verantwortliche, doch die internationalen Haftbefehle führen zu keinen Festnahmen. 2024 beschuldigt die argentinische Justiz Iran, hinter den Anschlägen zu stehen, und bezeichnet die Hisbollah als Täter. Die Sendung erinnert dennoch daran, dass der Fall größtenteils rätselhaft bleibt.
Fragen und Antworten
Wann fand der Anschlag auf die AMIA statt und wie viele Opfer gab es?
Laut Bericht ereignete sich der Anschlag am Montag, dem 18. Juli 1994, um 9:53 Uhr in Buenos Aires. Er forderte 85 Tote und mehr als 250 Verletzte.
Was war die AMIA?
Die AMIA, die Asociación Mutual Israelita Argentina, war ein Kultur- und Sozialzentrum, eine Anlaufstelle für gegenseitige Hilfe und eine Schule im Herzen der jüdischen Viertel von Buenos Aires. Sie beherbergte außerdem eine Bibliothek und Archive zur Geschichte der Juden in Argentinien.
Wer war Alberto Nisman?
Alberto Nisman war der Staatsanwalt, der seit mehr als zehn Jahren mit den Ermittlungen zum Anschlag auf die AMIA betraut war. Er wurde am 18. Januar 2015 tot in seiner Wohnung aufgefunden, wenige Tage nachdem er Vorwürfe gegen Cristina Kirchner und Héctor Timerman angekündigt hatte.
Welche Spuren untersuchten die Ermittler zum Anschlag?
Der Bericht erwähnt unter anderem eine iranische Spur, der zufolge Verantwortliche verdächtigt wurden, den Anschlag über die Hisbollah geplant oder finanziert zu haben, sowie eine lokale Spur zu Polizisten und zur Bereitstellung eines Fahrzeugs. Die Ermittlungen waren außerdem von Korruptionsvorwürfen geprägt.
Warum bleibt der Fall umstritten?
Der Bericht schildert behinderte Ermittlungen, konkurrierende Spuren, Korruptionsvorwürfe und Meinungsverschiedenheiten über Nismans Tod. Trotz der Gerichtsentscheidung von 2024 bleibe der Fall größtenteils rätselhaft.
Themen und Fachgebiete
Affaires sensibles
Anschlag auf die AMIA
Buenos Aires
Argentinisch-jüdische Gemeinschaft
Antisemitismus
Ermittlungsverfahren
Alberto Nisman
Iran und Hisbollah
Cristina Kirchner
Politische Korruption
Übersetzte Originalaussagen
“Warum Argentinien? Warum der Terror? Warum dieser Montag?”
“Ein kleiner Trost in einem Fall, der auch heute noch größtenteils rätselhaft bleibt.”
Vollständiges Originaltranskript
FR · 89 Abschnitte · nicht übersetzt
Vollständiges Originaltranskript · 35:33
0:00Speaker A
France Inter. Aujourd'hui dans Affaires sensibles, l'attentat contre Lamia ou l'impossible vérité argentine. 2 attentats en plein centre-ville de Buenos Aires, des centaines de morts et de blessés, le conflit au Proche-Orient et le nucléaire iranien en arrière-plan. Un juge est retrouvé mort dans d'étranges circonstances. Puis des présidents qui se succèdent, une corruption généralisée et surtout un mystère toujours entier 32 ans après la tragédie.
0:38Speaker A
Le lundi 18 juillet 1994, dans la capitale argentine, une explosion détruit l'immeuble de l'AMIA, un centre culturel juif, et fait 85 morts et plus de 250 blessés. Cet attentat antisémite, le plus meurtrier en dehors d'Israël depuis la Seconde Guerre mondiale et la plus grande attaque terroriste sur le continent américain avant le 11 septembre 2001, choque le monde entier et la blessure de tout un pays reste entière jusqu'à ce jour.
1:06Speaker A
Notre invité aujourd'hui, Sébastien Tankstorper, directeur de recherche au CNRS, auteur de Juifs d'Argentine, une histoire de justice, ouvrage publié aux éditions Calmann-Lévy en 2025. L'attentat contre l'AMIA, un récit documentaire de Simon Maisonneuve, réalisation Stéphane Combes. Fabrice Drouelle, Affaires sensibles sur France Inter.
1:37Speaker B
Bonsoir, il faudrait qu'une ambulance vienne en urgence.
1:40Speaker C
Qu'est-ce qui se passe?
1:42Speaker B
Je suis chez mon fils, je suis venue ici et il est mort.
1:46Speaker C
Comment ça, il est mort?
1:47Speaker B
Je viens à peine d'arriver, il ne répondait pas au téléphone, j'appelais. On a ouvert la porte et peut-être qu'il a été frappé, je sais pas ce qui s'est passé.
1:55Speaker C
On peut pas vérifier s'il respire?
1:58Speaker B
Non, il est couvert de sang, il y en a plein l'appartement.
2:00Speaker C
Au-delà du fait qu'il soit couvert de sang, Non, non. Vous pouvez vérifier ce qu'il respire, s'il vous plaît?
2:08Speaker B
Le sang au sol est presque sec. Vous ne pouvez pas m'envoyer une ambulance?
2:12Speaker C
Si, si, l'ambulance arrive, l'ambulance arrive.
2:18Speaker A
Ce 18 janvier 2015, à Buenos Aires, en Argentine, alors que la chaleur de l'été austral accable la capitale, un homme est mort. Son cadavre gît dans l'appartement chic situé au 13e étage d'un building du luxueux quartier de Puerto Madero. C'est sa mère qui le découvre et qui appelle les secours. Un homme est mort et c'est tout un pays qui retient son souffle, car la personne qui baigne dans son sang, un trou dans la tempe, n'est pas n'importe qui.
2:47Speaker A
Il s'appelle Alberto Nisman. Il est le procureur en charge depuis plus de 10 ans de la plus grande affaire du pays: l'attentat contre Lamia, un centre culturel juif, en 1994. Il est donné 2h19 du matin, ce 18 janvier 2015, quand les médecins légistes pénètrent dans la salle de bain où est mort Alberto Nisman. Ils découvrent un pistolet sous l'épaule gauche du cadavre. Ils retirent les balles de l'arme, vérifient le modèle et le numéro de série.
3:22Speaker A
La scène est filmée par les caméras des policiers et des médecins. Il s'en dégage une improbable cohue dans l'appartement. Une cinquantaine de personnes vont et viennent sans gants ni protection pour les chaussures. Ils posent leurs affaires, allument la clim, autant de gestes irresponsables qui peuvent altérer les premiers éléments: traces d'ADN, empreintes, heure de la mort. En bas de l'immeuble, journalistes et reporters se sont déjà massés devant les grilles du bâtiment.
3:51Speaker A
L'information a circulé très vite. Il faut dire qu'Alberto Nisman vient de créer une incroyable tempête médiatique. Lors d'une interview télévisée 3 jours plus tôt, Il a annoncé qu'il portait plainte contre la présidente de la République, Christina Kirchner, et le ministre des Affaires étrangères, Hector Timerman, pour entrave à la justice dans l'affaire dont il s'occupe: l'attentat contre Lamia. Il devait présenter son rapport devant le Parlement le lendemain.
4:20Speaker A
Il n'en aura pas le temps.
4:22Speaker E
Il y a de nombreux éléments qui l'indiquent. Il y a deux ans, deux ans et demi, lié à cette affaire, la personne du secrétariat du renseignement, le personnel du secrétariat du renseignement, y répondait. Répond à Christina Kirchner, agit pratiquement comme un agent iranien, informe les Iraniens de tout ce qui se passe dans la maison. Il se moque du procureur. Le procureur va se retrouver piégé quand il verra cette nouvelle piste qu'on lui glisse. Il va devoir démissionner. On va se débarrasser de ce Russe, pour employer certains termes. Tout cela, c'est ce que disent les gens du renseignement, les gens qui répondent directement à la présidence. C'est absolument prouvé.
5:02Speaker A
Évidemment, découvrir le cadavre du procureur quelques jours seulement après cette interview ébranle tout le pays. Dans l'appartement, on répertorie les premiers éléments. D'un côté, la porte de la salle de bain était fermée de l'intérieur. Le coup a été tiré à bout portant. Il n'y a aucune autre trace ADN, aucun signe d'intrusion ni de lutte. La position du corps qui bloque la porte, cela concorde avec la thèse du suicide.
5:29Speaker A
Mais Alberto Lissman n'a laissé aucun mot d'adieu. Pas même à ses deux filles. Une porte de service est restée ouverte, elle donne accès à l'appartement. On ne retrouve pas de trace de poudre sur ses mains et curieusement, les caméras de surveillance du quartier ne fonctionnent pas ce jour-là. Nisman avait également rédigé une liste de courses pour le lendemain adressée à la femme de ménage. Enfin, une journaliste raconte avoir reçu un texto de Nisman, un texto la veille qui disait relax, accompagné d'un smiley.
6:01Speaker A
Tout cela ne correspond pas à l'idée d'un homme qui s'apprête à mettre fin à ses jours. Alors, que s'est-il passé? Aurait-il subi des pressions et, acculé, se serait-il suicidé? Des hommes seraient-ils intervenus sans laisser de traces? S'il se sentait aussi menacé, pourquoi ses gardes du corps l'ont-ils laissé seul pratiquement tout un week-end? Et puis il ne répondait pas au téléphone. Pourquoi ont-ils attendu si longtemps avant de s'inquiéter?
6:32Speaker A
Au-delà des questions qui s'accumulent sur ce mystérieux décès, c'est surtout une plaie qui se rouvre et pour tout un pays avec la mort du magistrat Alberto Nisman. Une plaie qui nous ramène vingt ans plus tôt, en 1994.
6:47Speaker D
Terrible, por Dios, terrible.
6:52Speaker A
¿Por qué la Argentina?
6:54Speaker F
Por qué el terror? Por qué el lunes?
6:56Speaker C
Pourquoi l'Argentine? Pourquoi la terreur? Pourquoi ce lundi?
7:01Speaker F
Sept étages pulvérisés, la panique dans ce quartier très commercial de Buenos Aires, dévasté par une bombe de très forte puissance. L'immeuble visé était le principal point de rassemblement des Juifs argentins. Il abritait l'organisation caritative centrale de la communauté. Au moment de l'explosion, il y avait quatre-vingts personnes à l'intérieur.
7:21Speaker A
Le lundi 18 juillet 19 1994, à 9h53, un attentat suicide frappe la capitale argentine dans le quartier de Once, en plein centre. L'explosion détruit entièrement l'immeuble de la AMIA et le choc est considérable. C'est le plus grave attentat qui ait touché l'Argentine, voire toute l'Amérique du Sud depuis des siècles. Et surtout, c'est le pire attentat antisémite en dehors d'Israël depuis la Seconde Guerre mondiale. Les aéroports sont fermés, Et 3 jours de deuil national sont déclarés.
7:59Speaker A
Face à ces images de ruines et de corps disparus sous les décombres, l'émotion touche la planète entière. Il faut dire que le lieu même de cet attentat n'est pas anodin. La Mina de Yahya est un lieu historique et central pour les Argentins d'origine juive. L'Association Mutuelle Israélienne d'Argentine existe depuis plus d'un siècle à Buenos Aires. Elle est à la fois un lieu culturel et social, un espace d'entraide et d'école en plein cœur des quartiers juifs de la capitale.
8:30Speaker A
Et la DAIA, la Délégation des Associations Israéliennes Argentines, est une sorte d'organe politique de la communauté juive argentine. En plus des nombreuses victimes, ce sont donc aussi des institutions, des représentations de cette population qui sont visées et qu'il fallait faire disparaître avec cet attentat. Pendant ce temps, les secouristes s'affairent toujours sur les lieux de la tragédie.
8:54Speaker G
Le sauvetage du concierge de l'immeuble qui abritait l'association juive vient de redonner confiance aux pompiers et aux secouristes. Depuis lundi, ils travaillent sans se reposer au milieu des décombres. Ils ont déjà évacué 150 blessés. Alors que les équipes s'affairent, une partie du bâtiment toujours debout se met à bouger. Fracas, cris, plusieurs pompiers disparaissent. C'est la stupeur. L'immeuble de 7 étages vient de finir de s'écrouler. Avec leurs chiens, des spécialistes venus d'Israël tentent de dégager les survivants. Les sauveteurs ont entendu des appels. Plusieurs personnes ensevelies pourraient encore être en vie 48 heures après l'attentat.
9:34Speaker A
Au total, il y aura 85 morts et 250 blessés. À la AMIA se trouvait également la grande bibliothèque et les archives de l'histoire des Juifs d'Argentine. Toute cette mémoire s'est éteinte d'un coup dans l'explosion. Une mémoire particulière, tant la présence juive dans ce pays épouse une histoire et des contours singuliers. De 1880 jusqu'à 1930, la toute jeune République argentine mène une politique favorable à l'immigration.
10:07Speaker A
Elle accueillera jusqu'à 3 millions d'immigrants, principalement venus d'Europe centrale et orientale, parmi lesquels on compte de nombreux Juifs. Dont la population atteint environ 200 000 à 300 000 personnes, auxquelles s'ajoutent bientôt des dizaines de milliers de réfugiés pendant la Seconde Guerre mondiale. Au total, ce pays d'Amérique latine compte la première population juive de langue espagnole et l'une des principales diasporas du monde.
10:34Speaker A
Ici, les Juifs ont connu des périodes de pogroms et d'antisémitisme importants, notamment pendant la dictature, à la fin des années 70 et au début des années 80. Où l'on compte sur une représentation de victimes et de disparus d'origine juive sous le régime de Videla très importante. Ainsi, l'attentat contre la AMIA touche en plein cœur la communauté et au-delà, il fait rejaillir une part sombre de l'histoire du pays.
11:01Speaker A
Cet attentat fait également écho à un autre événement terrible. D'ailleurs, le président de l'époque, Carlos Nemen, s'empresse de joindre le gouvernement israélien pour présenter ses excuses. Parce que seulement 2 ans plus tôt—
11:22Speaker H
Hier, une énorme explosion secoue la capitale argentine. Des images terrifiantes filmées par un habitant de la ville. L'ambassade israélienne venait d'être détruite par une voiture piégée. Les immeubles avoisinants, une crèche, une école, une maison de repos sont touchés. Plus de 230 civils, des enfants et des vieux, grièvement blessés. La représentation diplomatique d'Israël était une véritable forteresse. Il n'en reste désormais que les murs latéraux et l'arrière de l'immeuble. Ce soir, les secouristes ont perdu tout espoir de retrouver des survivants. Le djihad islamique, mouvement intégriste pro-iranien basé au Liban, a revendiqué l'attentat.
12:03Speaker A
Le 17 mars 1992, en plein Buenos Aires déjà, un attentat frappe le pays. Il touche l'ambassade israélienne et fait 28 morts, dont 11 Israéliens, et 240 blessés. L'attentat est rapidement revendiqué, 2 fois même, par une obscure organisation palestinienne inconnue et par une organisation nazie en lien avec des militaires d'extrême droite. Cet attentat met en lumière une étendue des attaques contre l'État d'Israël à travers le monde.
12:32Speaker A
Le conflit régional entre ce pays et ses voisins arabes prend dans les années 90 une dimension mondiale, donc, avec des attaques et des attentats ciblés Celui contre l'ambassade met aussi en lumière la zone de la triple frontière entre le Paraguay, le Brésil et l'Argentine, qui derrière le haut lieu touristique des chutes d'Izagu est un centre majeur de trafic de contrebande et aussi, moins connu, un point de passage du terrorisme djihadiste dans la région.
13:04Speaker A
À partir de là, question que tout le monde se pose: C'est pourquoi l'Argentine? Après avoir sollicité l'aide du Mossad et des États-Unis, l'enquête de l'attentat contre l'ambassade en 92 dessine l'hypothèse suivante: il s'agirait de punir le gouvernement argentin et le président Carlos Menem d'avoir suspendu l'envoi de matériel nucléaire à l'Iran. Un an plus tard, en 93, Shimon Peres, alors ministre des Affaires étrangères, déclare connaître l'identité des auteurs de l'attentat Et surtout, il confirme qu'ils auraient été téléguidés par l'Iran.
13:41Speaker A
Alors, inévitablement, quand 2 ans plus tard, en juillet 94, l'Argentine est de nouveau frappée contre l'AMIA, cet attentat contre l'AMIA, tous les regards se tournent de nouveau en direction de l'Iran.
13:54Speaker I
Ces 4 visages à la une de la presse argentine sont ceux de 4 anciens diplomates iraniens en poste à Buenos Aires, recherchés par la justice. Ils font l'objet depuis quelques heures de mandats d'arrêt internationaux. Ils sont tous les 4 soupçonnés de complicité dans l'attentat perpétré le 18 juillet dernier contre l'immeuble abritant une association juive à Buenos Aires. L'explosion d'une camionnette piégée avait fait 88 morts et 159 blessés.
14:17Speaker I
Au total, ce sont 7 Iraniens qui sont dans le collimateur du juge antiterroriste argentin, car Juan José Galeano a également mis en cause 3 diplomates actuellement en poste à la mission diplomatique iranienne. Après 3 semaines d'enquête, la piste iranienne semble donc se confirmer. Téhéran a officiellement protesté aujourd'hui contre la mise en cause de ses diplomates. Mais ce soir, le président argentin Carlos Menem laisse entendre que l'ambassadeur d'Iran à Buenos Aires pourrait être expulsé.
14:45Speaker A
Évidemment, Israël est furieux contre le gouvernement argentin. Il l'accuse de ne pas avoir pris la mesure de l'attentat précédent. Aucune sécurité spécifique n'était prévue sur les lieux de confession juive. Est-ce que la signature des accords d'Oslo un an plus tôt a eu un rôle dans ce second attentat? Quoi qu'il en soit, Israël rappelle que quelques semaines plus tôt, le Mossad avait alerté que le Hezbollah pouvait mener des opérations anti-israéliennes à l'étranger suite à l'enlèvement le 21 mai 1994 de son leader Abbas Moussaoui et le raid meurtrier opéré le 2 juin 94 par l'aviation israélienne contre une base du Hezbollah au Liban, provoquant la mort de 35 personnes.
15:27Speaker A
Ainsi, Israël avait alerté. Mais une fois encore, la question que tout le monde se pose, c'est pourquoi viser l'Argentine? Et là encore, c'est de nouveau la question du nucléaire iranien qui revient. Carlos Menem avait adhéré au Traité de non-prolifération. Pourtant, il continuait une coopération avec Téhéran avec la livraison de nucléaire enrichi. Confronté à une dette abyssale et à une crise économique sans fin, le président argentin ne pouvait pas se passer des contrats à plusieurs centaines de millions de dollars de l'Iran.
16:04Speaker A
Mais en ce début d'année 90, sous la pression des États-Unis et d'Israël, le gouvernement de Menem revoit sa stratégie et annule les contrats. L'attentat contre Lamia serait-il une vengeance de l'Iran? Possible. Le 21 juillet 1994, 3 jours après l'attentat, une immense manifestation est organisée devant le Congrès argentin. Plus de 150 000 personnes se réunissent pour demander justice et mettre la pression sur le gouvernement de Carlos Menem.
16:37Speaker A
En réponse, les autorités essaient de montrer qu'elles avancent. Le 27 juillet, 3 premiers suspects sont arrêtés à Buenos Aires, dont un certain Carlos Tel El Din, le vendeur présumé de véhicules piégés. Il aurait refourgué à un Argentin d'origine syro-libanaise, Jacinto Cano Redoul, dont on découvre qu'il a un lien avec Mohsen Rabbani, chef spirituel de la communauté chiite en Argentine depuis 1983 et conseiller culturel à l'ambassade iranienne de Buenos Aires.
17:09Speaker A
La piste iranienne prend de l'épaisseur. Un mandat d'arrêt international est lancé contre Rabbani. Et puis plus rien. L'enquête s'enlise, patine, n'avance plus. Il faudra attendre juillet 96, 2 ans après le drame, pour noter une première avancée sur le terrain judiciaire.
17:29Speaker H
18 juillet 1994, un attentat à la voiture piégée est perpétré contre le centre de la communauté juive argentine à Buenos Aires. Le bilan est très lourd: 86 morts et près de 200 blessés. Aujourd'hui, on se policier de Buenos Aires ont été arrêtés dans le cadre de l'enquête. Sur la liste, des officiers et des sous-officiers. Accusation à leur encontre: la revente de véhicules volés dont l'un aurait été utilisé par les auteurs de l'attentat. Les policiers devraient être présentés lundi au juge chargé d'instruire le dossier. Certains d'entre eux avaient déjà été interpellés peu après l'attentat. 6 autres policiers sont encore recherchés dans le cadre de cette enquête.
18:14Speaker A
Cette piste locale, constituée de policiers d'extrême droite qui auraient aidé les terroristes, est due en grande partie à la pression des associations de victimes de l'attentat. Depuis 2 ans, elles mettent des actions en place, lancent des appels pour que la vérité soit établie. Les journalistes, eux aussi, enquêtent et d'autres pistes émergent. Bon an, mal an, l'enquête avance et en novembre 2001 s'ouvre un premier procès de l'attentat contre Lamia.
18:42Speaker A
Sur le banc des accusés, une vingtaine de personnes, toutes argentines, mais plutôt des personnalités de second plan. Parmi elles, Carlos Telleldín, le propriétaire de la voiture, et des policiers qui auraient été de mèche. Finalement, ce procès mène à quelques condamnations, mais il est rapidement relancé par deux nouvelles révélations qui bouleversent l'affaire. En juillet 2002, Le New York Times accuse Carlos Menem d'avoir empoché 10 millions de dollars de la part de Téhéran pour éloigner la responsabilité iranienne.
19:15Speaker A
L'année suivante, une vidéo entache l'affaire. On y voit le procureur chargé de l'enquête, Juan José Galeano, proposer 400 000 dollars au principal suspect, Carlos Telvín, en échange d'un témoignage contre des policiers locaux. Tous les ingrédients du labyrinthe sont donc en place autour de la tragédie de l'attentat de la Mia. Les méandres de la corruption, de l'antisémitisme, les enjeux politiques et les pressions internationales plus larges, tout cela se mêle.
19:48Speaker A
Et cette impasse va durer plus de 10 ans pour finalement ressurgir ce 18 janvier 2015 avec la découverte du corps d'Alberto Nisman dans la salle de bain de son appartement. Ce jour-là, un homme est mort et c'est toute la mémoire d'une tragédie qui se réveille, celle d'une véritable affaire d'État.
20:31Speaker J
Búsquenme donde se esconde el sol, donde exista una canción. Búsquenme a orillas del mar. Besándoles espuma y la sal. Búsquenme, me encontrarán en el país de la libertad. Búsquenme, me encontrarán en el país de la libertad. Libertad de la libertad. Búsquenme donde se detiene el viento, donde haya paz o no existe el tiempo, donde el sol seca las lágrimas. De las nubes en las mañanas, de la libertad.
22:34Speaker A
Vous écoutez Affaires sensibles sur France Inter. Aujourd'hui, l'attentat antisémite de Buenos Aires.
22:39Speaker K
Affaires sensibles. Fabrice Drouel.
22:44Speaker F
L'immense rassemblement a commencé de jour et sans parapluie. Quelques heures plus tard, ils sont des centaines de milliers, 400 000 personnes au moins, à braver les intempéries pour une marche silencieuse en hommage au procureur Alberto Nisman, dont la mort suspecte ébranle les murs du palais présidentiel. Dans le cortège, des magistrats et des opposants à l'actuel pouvoir, mais le mouvement rassemble surtout la classe moyenne argentine qui aujourd'hui réclame justice.
23:17Speaker L
Fíjate, este es el pueblo.
23:18Speaker H
Ici c'est le peuple et le peuple veut la justice, rien de plus.
23:22Speaker A
Todo el mundo viene a la calle hoy.
23:25Speaker C
Ils viennent ici non pas parce qu'ils aiment la pluie, mais pour se mouiller et pour montrer le mécontentement qui gagne la population.
23:38Speaker A
18 février 2015, sous la pluie, à l'initiative des procureurs, juges et avocats du pays, une manifestation monstre est organisée à Buenos Aires. Des centaines de milliers de personnes envahissent les rues. Le nom du juge est tagué sur tous les murs. Les manifestants arborent des t-shirts Je suis Nisman, en écho au Je suis Charlie, le Français victime de l'attentat annoncé quelques semaines auparavant. D'autres scandent que Nisman est la 86e victime de l'attentat contre la Mia.
24:09Speaker A
Cette mort, justement, que dit-elle? Reprenons l'enquête où elle a été laissée, c'est-à-dire au stade des questions. Suicide? Assassinat? Pression extérieure? Les enquêteurs et la juge chargée de l'affaire reprennent tout dans l'ordre. Tout d'abord, l'arme du crime. Elle appartient à un certain Diego Lagomarsino, un informaticien qui travaille pour Alberto Nisman. Il affirme que le procureur lui a demandé la veille de sa mort s'il avait une arme et si oui, s'il pouvait lui apporter, car il se savait menacé.
24:40Speaker A
Cette découverte et ce témoignage renforcent le trouble. Et puis inévitablement, tous les regards se tournent vers Cristina Kirchner, la présidente de l'Argentine. 3 jours avant sa mort, Alberto Nisman, avait annoncé qu'après des milliers d'heures d'écoutes téléphoniques et d'une enquête de plus de 10 ans, il était arrivé à la conclusion que Cristina Kirchner était, et a été élue depuis 2007, et son ministre des Affaires étrangères Hector Timerman, tous les deux ont fait entrave à la justice par un pacte d'impunité conclu avec l'Iran.
25:17Speaker A
En échange d'une reprise des échanges commerciaux entre les deux pays, notamment sur le pétrole, l'Iran ne serait plus inquiété dans l'enquête sur Lamia. Pour masquer cette réorientation, Cristina Kirchner et les autorités iraniennes ont annoncé le lancement d'une commission de la vérité. Alberto Nisman, lui, soupçonnait un écran de fumée et voulait le prouver. D'ailleurs, dans la poubelle de l'appartement où il est retrouvé mort, on retrouve des documents qui montrent qu'Alberto Nisman voulait placer la présidente argentine en détention.
25:50Speaker A
Ou lui interdire de quitter le territoire. Sous pression, tout le monde scrute la réaction de la présidente. Après avoir parlé de suicide dans une première réaction sur les réseaux sociaux, elle semble ensuite changer d'avis dans une déclaration à la télé.
26:04Speaker M
On ne m'intimide pas, on ne me fait pas peur. Qu'ils disent ce qu'ils veulent, que les juges me convoquent, que les procureurs présentent leur plainte, mais je ne peux permettre sous aucun prétexte qu'on menace la démocratie à travers la peur et l'extorsion. Et je crois que nous avons une magnifique opportunité non seulement d'éclaircir la mort du procureur Nisman, de démontrer en même temps qu'il est possible de reconstruire la confiance des Argentins dans le pouvoir judiciaire, mais aussi que cet éclaircissement peut nous conduire comme le fil d'Ariane à la sortie du labyrinthe.
26:40Speaker A
Face aux soupçons, Cristina Kirchner décide donc de contre-attaquer. Selon elle, ces accusations tombent à pic. L'élection présidentielle a lieu dans un an. Quoi de mieux pour la déstabiliser qu'une accusation dans la plus grande affaire du pays depuis 10 ans? Elle met en avant la faiblesse des preuves et des éléments contre elle dans le dossier. Elle rappelle que depuis 10 ans, Alberto Nisman a changé plusieurs fois de version, de piste, d'hypothèse.
27:07Speaker A
Pour la présidente, le magistrat aurait été manipulé puis sacrifié par les services secrets argentins. Un homme en particulier se retrouve en pleine lumière: Jaime Stiuso, surnommé le roi des espions ou le James Bond argentin. Cet homme de 61 ans, dont 43 passés dans les renseignements argentins, était l'informateur principal d'Alberto Nisman. Après le procureur et la présidente, il ne manquait plus qu'un espion dans notre puzzle.
27:35Speaker A
Alors, qui est ce Jaime Stiuso et pourquoi Cristina Kirchner décide-t-elle de s'en prendre à lui? Élue en 2007, Cristina Kirchner prend la suite de son mari Néstor Kirchner, président argentin de 2003 à 2007. Donc ensemble, ils s'inscrivent dans l'héritage du péronisme argentin, du nom du premier président de la République argentine. L'un et l'autre incarnent une rupture franche avec les années libérales et conservatrices de Carlos Menem et de l'intermède Roua, emportés par la crise économique qui frappe le pays au début des années 2000.
28:10Speaker A
Cette rupture, Nestor Kirchner entend l'illustrer par la relance de l'enquête sur l'attentat de la MIA. Un premier procès de l'affaire s'était achevé le 2 septembre 2004 dans un climat de frustration, car un non-lieu avait été prononcé pour les 5 Argentins poursuivis pour avoir fourni un soutien logistique. En rupture avec ce jugement, Nestor Kirchner commence par reconnaître la responsabilité de l'État. Et crée un parquet spécial, l'UFIAMIA, dont la direction est confiée au procureur Alberto Nisman.
28:45Speaker A
C'est à partir de là que le jeune procureur entre en jeu pour établir la vérité sur l'attentat. Nisman hérite d'un véritable mini-ministère: 40 employés, de vastes locaux, un budget quasi illimité, et surtout Nestor Kirchner le met en lien avec Antonio Horacio Sousa, alias Jaime, le fameux espion argentin. Avec cette nouvelle équipe, le procureur arrive bientôt à des conclusions et nomme un suspect le 10 novembre 2005.
29:14Speaker C
Nous sommes parvenus à identifier l'auteur matériel de l'attentat contre la mine, plus précisément qui était le conducteur suicide. Il s'agit du citoyen libanais militant Hezbollah Ibrahim Hussein Bero.
29:29Speaker A
Pour Alberto Nisman, la piste à suivre, c'est donc la piste iranienne. Une conviction renforcée par les rapports que lui remet l'agence Stiuso, qui tous accusent Ali Rafsanjani, le président iranien au moment des faits, et 7 membres de son cabinet, responsables selon Nisman et Stiuso d'avoir financé et planifié l'attentat par le biais du Hezbollah. Ainsi, en 2006, Alberto Nisman obtient que soient émis des mandats d'arrêt internationaux et des notices rouges d'Interpol à l'encontre des principaux suspects.
29:59Speaker A
Des 11 fonctionnaires iraniens, parmi lesquels l'ex-président Hassan Djiani et l'attaché culturel Mohsen Rabani. Mais là encore, cela ne débouche sur aucune arrestation à l'étranger, aucune collaboration à l'international. Et Christina Kirchner dans tout ça? Lorsqu'elle prend la suite de son mari en 2007, un grand bouleversement survient, et rapidement. Car en 2008, Barack Obama est élu président des États-Unis et engage des discussions inédites avec l'Iran sur la question nucléaire.
30:33Speaker A
Une révolution diplomatique est en cours, souvent liée au grand voisin états-unien. L'Argentine doit s'adapter. C'est dans cette logique que Cristina Kirchner lance un projet de mémorandum avec la République islamique. Conséquence directe, ce projet met un frein à l'enquête de Nisman. Et quelques mois plus tard, Jaime Stuccio est débarqué. Alors Nisman contre-attaque et passe à l'offensive. Il veut relancer l'enquête avec ses révélations contre Cristina Kirchner et Hector Timerman, le ministre des Affaires étrangères.
31:07Speaker A
Mais il ne pourra pas aller jusqu'au bout. Et de nouveau, l'affaire de la Mia, désormais liée à la mort suspecte du procureur Nisman, rejoint le théâtre des ombres de la justice argentine. Face à cette situation, l'ex-femme d'Alberto Disman, sa famille, ses filles rejoignent les associations des victimes de Lamia et continuent le chemin vers la vérité. Et de nouveau, des actions sont lancées ainsi que des manifestations et des hommages.
31:35Speaker A
Chaque année notamment, ils se retrouvent pour honorer la mémoire de l'attentat contre Lamia. Au cours de l'un de ces rassemblements, un participant témoigne.
31:44Speaker L
Berta Kosup de Loche. Luis Kupczyk. Agustín Diego Leu. Andrés Gustavo Malamud.
31:55Speaker A
Rita Borona.
31:56Speaker B
Encore un anniversaire qui traverse les méandres de la justice, de la politique. Cette affaire Amiens qui n'en finit pas de provoquer des secousses. Les audiences du procès ont lieu une ou deux fois par semaine. Là-bas, dans la salle AMIA, au sous-sol où la justice argentine est tombée au plus bas. Comme dans une réalité parallèle où se tissent des histoires et de nouvelles dissimulations.
32:33Speaker A
Cette lutte pour la vérité finit par payer. Premier coup de théâtre le 3 janvier 2018, près de 3 ans après la mort suspecte du procureur Alberto Nisman. Le magistrat argentin en charge de l'enquête conclut un assassinat. Le juge précise avoir recueilli suffisamment de preuves pour affirmer qu'on a tiré une balle dans la tête du procureur. Quelque temps plus tard, c'est Diego Lagomarsino, l'informaticien qui a donné l'arme à Alberto Nisman, qui est suspecté sans que cette piste n'aboutisse.
33:03Speaker A
Et finalement, en 2024, près de 10 ans après la mort d'Alberto Nisman et après l'élection de Javier Milei, qui avait lui aussi promis d'établir la vérité sur cette affaire qui hante l'Argentine, l'information tombe.
33:15Speaker M
L'Iran accusé par la justice argentine d'être derrière les attentats de Buenos Aires, ceux commis en 1992 et 94 contre la communauté juive. La Chambre fédérale de cassation a également désigné le Hezbollah comme l'auteur des attaques et a qualifié les deux attentats de crimes contre l'humanité. Explications de notre correspondante à Buenos Aires, Caroline Wick.
33:38Speaker K
Une décision historique pour la communauté juive en Argentine, victime en 92 d'un attentat contre l'ambassade d'Israël qui a fait 29 morts, et en 94 d'une attaque à la voiture piégée à Lamia, la mutuelle juive, faisant 85 morts et 300 blessés. Depuis près de 30 ans, l'enquête piétine et a même été entravée. Les raisons de ces attaques pour les juges: la décision unilatérale du gouvernement argentin en début des années 90 d'annuler 3 contrats de fourniture de matériel nucléaire à l'Iran.
34:08Speaker K
Hier soir, le président Milei, en voyage aux États-Unis, a publié un communiqué célébrant la décision de la Chambre de cassation qui met fin, je cite, à des décennies de prorogations et d'entraves, avant d'affirmer que depuis son élection, c'est terminé l'ère de l'impunité en Argentine.
34:28Speaker A
Légère consolation dans une affaire qui aujourd'hui encore reste en grande partie mystérieuse. Et qui révèle les méandres et complexités de la corruption et du poids de l'histoire en Argentine. Une mémoire contrariée au cœur de laquelle l'antisémitisme tient une place particulière dans un pays qui a longtemps peiné à panser ses plaies. Face à cela, la classe politique et les institutions n'ont pas toujours été à la hauteur des enjeux.
34:51Speaker A
Elles ont laissé pendant près de 2 décennies des attentats antisémites sans résolution. Une situation qui rappelle cette phrase d'Adolfo Pérez Esquivel, prix Nobel de la paix pour la défense des droits de l'homme sous la dictature argentine. Nous n'avons pas lutté pour cette médiocrité. C'était Affaires sensibles aujourd'hui, l'attentat antisémite de Buenos Aires. Une émission que vous pouvez réécouter en podcast, bien sûr.
35:21Speaker A
Récit documentaire Simon Maisonneuve, rédaction chef Franck Cognard, chargé de programme Rebecca Donnant, Programmation musicale Valentine Cheudebois, réalisation Stéphane Combes. À la technique aujourd'hui, il y avait Florian Dorimini.
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