{ungeskriptet} - Der Meinungsfreiheit verpflichtet.
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#345 – Wir dürfen seinen Film nicht sehen: Uwe Boll über Citizen Vigilante
#345 – Wir dürfen seinen Film nicht sehen: Uwe Boll über Citizen Vigilante
2026-10-243:20:15Original: DE
Das Originaltranskript bleibt auf DE. Kein Audio-Player.
Zusammenfassung
In dieser Folge des Podcasts „{ungeskriptet} – Der Meinungsfreiheit verpflichtet.“ spricht Host Ben mit dem Filmemacher Uwe Boll. Im Mittelpunkt steht Bolls Film „Citizen Vigilante“ und die Entscheidung der FSK, dem Film kein Kennzeichen für die Heimkinoverwertung zu geben. Boll empfindet das als politische Zensur: Ohne Kennzeichen könnten deutsche Händler den Film nicht regulär verkaufen und Streamingdienste ihn nicht anbieten. Nachdem Elon Musk den Film für 48 Stunden auf X zugänglich gemacht hatte, erreichte er laut Boll in den USA Spitzenplätze bei mehreren digitalen Verkaufsplattformen. Ein deutsches Rechtsgutachten ermöglichte später eine Veröffentlichung im Streaming; DVDs und Blu-rays seien weiterhin nur über einen österreichischen Anbieter erhältlich.
Boll erzählt außerdem von seinem Weg zum Regisseur: von frühen Super-8-Filmen über „German Fried Movie“, „Barschel“ und „Amoklauf“ bis zu internationalen Produktionen und Videospielverfilmungen. Ausführlich schildert er, wie private Filmfonds seine Hollywood-Karriere ermöglichten, und kritisiert die deutsche Filmförderung. Seine Einschätzungen zu Förderstrukturen, Medien, Diversity und dem Einfluss von Showrunnern verbindet er mit einer grundsätzlichen Kritik an einer Filmbranche, die seiner Ansicht nach zu wenig publikumsorientierte oder kontroverse Geschichten hervorbringt.
Ein längerer Gesprächsteil behandelt die politischen Thesen, die Boll mit „Citizen Vigilante“ verbindet: Migration, Integration, Gewalt und die Rolle des Rechtsstaats. Host Ben hinterfragt und ergänzt diese Sichtweisen; die Gesprächspartner vertreten dabei nicht durchgehend dieselbe Position. Zum Schluss geht es um Bolls Einschätzung des Ukrainekriegs, seine Pläne für eine Fortsetzung des Films und die App Trebella, die nach seiner Darstellung problematische Inhalte für junge Nutzer filtern soll. Die Folge wird von Ben moderiert; der bestätigte Gast ist Uwe Boll.
Kernaussagen
01
Boll beschreibt seine FSK-Erfahrung als Zensur
Uwe Boll sagt, die FSK habe „Citizen Vigilante“ dreimal nicht freigegeben. Die Begründung, der Film könne Gewalt gegen Migranten anregen, wertet er als politische Zensur und nicht bloß als Jugendschutzentscheidung.
Uwe Boll· Gast
02
Fehlendes Kennzeichen schränkt die Verwertung ein
Uwe Boll erklärt, dass deutsche Händler DVDs ohne FSK-Kennzeichen nicht regulär verkaufen könnten und Streamingdienste den Film nicht zeigen dürften. Für ihn machte das die Entscheidung zu einer Beschränkung der öffentlichen Verfügbarkeit, auch für Erwachsene.
Uwe Boll· Gast
03
Musk stellte den Film für 48 Stunden auf X
Uwe Boll berichtet, Elon Musk habe den Film weltweit für 48 Stunden auf X zeigen wollen. Boll schildert, dass der US-Vertrieb den Kontakt verifizierte und die Veröffentlichung anschließend organisierte.
Uwe Boll· Gast
04
Boll verbindet die FSK-Aufmerksamkeit mit dem Verkaufserfolg
Uwe Boll sagt, die öffentliche Meldung, der Film sei in Deutschland gebannt, habe die Aufmerksamkeit erhöht. Er führt den späteren Erfolg in US-Verkaufscharts auch auf die Verbreitung über X zurück.
Uwe Boll· Gast
05
Boll nennt Zuschauerreaktionen positiver als Kritiken
Uwe Boll zufolge fielen die Kritiken überwiegend negativ aus, während die Zuschauerreaktionen sehr positiv gewesen seien. Er nennt eine positive Rotten-Tomatoes-Zuschauerwertung von 92 Prozent und berichtet von Spitzenplätzen bei digitalen US-Verkaufsdiensten.
Uwe Boll· Gast
06
Boll schildert seinen frühen Filmwunsch
Uwe Boll sagt, er habe schon mit zehn Jahren Regisseur werden wollen. Als Jugendlicher drehte er mit Frank Lustig Super-8-Filme und experimentierte mit selbstgebauten Action-Szenen.
Uwe Boll· Gast
07
„German Fright Movie“ entstand mit begrenzten Mitteln
Uwe Boll erzählt, dass er und Frank Lustig rund 60.000 Mark für ihren Film aufbrachten und über acht Monate einzelne Szenen drehten. Der Film lief in Kölner und Berliner Kinos und wurde später von der UFA gekauft.
Uwe Boll· Gast
08
Boll hält die Produktionspraxis für seine Filmschule
Uwe Boll sagt, frühe Filme hätten ihn gelehrt, sämtliche Produktionsaufgaben selbst zu lösen. Gerade die Arbeit ohne Geld und ohne große Ausstattung sei für ihn eine Filmschule gewesen, die er nie besucht habe.
Uwe Boll· Gast
09
Der „Barschel“-Film vertrat eine Mordthese
Uwe Boll berichtet, sein Film habe die Möglichkeit eines Mordes an Uwe Barschel untersucht, während die damalige verbreitete Erklärung Selbstmord lautete. Boll nennt Indizien, die er für seine Deutung wichtig fand; seine Darstellung ist seine Einschätzung der Spurenlage.
Uwe Boll· Gast
10
Boll promovierte über Fernsehserien
Uwe Boll sagt, seine Diplomarbeit habe sich mit der Serie „Dallas“ beschäftigt und er habe über Fernsehserien promoviert. Danach arbeitete er unter anderem in der Projektentwicklung und Produktion, bevor er wieder selbst Regie führen wollte.
Uwe Boll erklärt, dass deutsche Filmfonds mit steuerlichen Vorteilen private Investitionen in seine frühen US-Filme ermöglichten. Er schildert, wie er zunächst deutlich weniger als die erhofften 100 Millionen Mark beziehungsweise Euro einsammelte und mit einem kleineren Fonds begann.
Uwe Boll· Gast
12
Der Erfolg früher Fonds brachte weitere Anleger
Uwe Boll sagt, Rückzahlungen aus frühen Produktionen hätten das Vertrauen von Anlegern gestärkt. Er beschreibt, dass später immer mehr Zeichnungsscheine per Fax eingingen und das Geld für weitere Filme eingeplant werden musste.
Uwe Boll· Gast
13
Boll unterscheidet Kritikerurteile von kommerziellem Erfolg
Uwe Boll führt „House of the Dead“ als Beispiel für einen Film an, der sehr schlechte Kritiken erhielt, aber wirtschaftlich erfolgreich gewesen sei. Er nennt dabei Kino- und Videoeinnahmen als Beleg für seine Unterscheidung zwischen Rezensionen und Geschäftsergebnis.
Uwe Boll· Gast
14
Boll kritisiert den Einfluss von Showrunnern
Uwe Boll beschreibt Showrunner als Verantwortliche, die bei Serien die kreative und organisatorische Oberhand hätten und den Zugang zu Geld kontrollierten. Nach seiner Einschätzung würden Regisseurinnen und Regisseure dadurch häufiger zu Ausführenden vorgegebener Konzepte.
Uwe Boll· Gast
15
Boll bezeichnet den Film als Warnbild, nicht als Gewaltverherrlichung
Uwe Boll sagt, er verstehe „Citizen Vigilante“ als drohende Utopie: Der Film solle zeigen, was passieren könne, wenn staatliche Institutionen versagten und Gewalt eskaliere. Zugleich beschreibt er den Protagonisten als jemanden, der politische Fehler mit Gewalt korrigiert.
Uwe Boll· Gast
16
Boll befürwortet eine Fortsetzung
Uwe Boll sagt, eine Fortsetzung sei für das nächste Jahr geplant und solle in den USA spielen. Er beschreibt ein verändertes Konzept mit mehreren Vigilantes statt einer bloßen Wiederholung des ersten Films.
Uwe Boll· Gast
17
Boll erklärt die Filteridee hinter Trebella
Uwe Boll stellt Trebella als App für junge Nutzer vor, die nach seiner Darstellung problematische Bilder, Pornografie und beleidigende Nachrichten filtern soll. Er sagt, die App sei zunächst für Apple-Geräte verfügbar und habe bisher keine ausreichende Finanzierung gefunden.
Uwe Boll· Gast
Die wichtigsten Learnings
01
Boll sagt, erste Filmverkäufe schufen Vertrauen bei Anlegern
Uwe Boll erklärt, dass frühe Rückzahlungen Anlegern und Vermittlern einen greifbaren Grund gaben, weitere Filmfonds zu zeichnen. In seiner Darstellung wurde dadurch die Finanzierung größerer Folgeprojekte möglich.
Uwe Boll· Gast
02
Boll unterscheidet Filmförderung von automatischen Steuererstattungen
Uwe Boll setzt einem Auswahlverfahren durch Fördergremien das kanadische Modell gegenüber, das er als Rückerstattung eines Kostenanteils nach Nachweis der Ausgaben beschreibt. Er meint, ein solches Modell würde den Zugang weniger von Gremienentscheidungen abhängig machen.
Uwe Boll· Gast
03
Boll betont den Wert finanzieller Sicherheit beim Pitchen
Uwe Boll vermutet, dass seine Gespräche mit Mickey Rourke und Jean-Claude Van Damme auch deshalb zustande kamen, weil er Finanzierung für den Film vorweisen konnte. Er hält es in Hollywood für wichtig, nicht nur mit einem prominenten Namen, sondern mit gesichertem Geld aufzutreten.
Uwe Boll· Gast
04
Boll beschreibt den Handlungsspielraum bei Filmarbeit als wichtig
Uwe Boll schildert, dass Showrunner und Streamingdienste Drehbücher und genehmigte Vorgaben eng überwachen könnten. Seine Beispiele beziehen sich auf Erfahrungen, von denen er berichtet, und auf seine Kritik an eingeschränkter Improvisation am Set.
Uwe Boll· Gast
05
Boll führt die Veröffentlichung in Deutschland auf ein Rechtsgutachten zurück
Uwe Boll erklärt, dass ein Rechtsgutachten die spätere Streaming-Veröffentlichung ermöglicht habe. Die DVD- und Blu-ray-Verwertung in Deutschland sei seiner Aussage nach davon weiterhin zu unterscheiden.
Uwe Boll· Gast
Spannende Aussagen und Diskussionen
01
Bolls Weg ins Filmgeschäft
Uwe Boll erzählt, dass er als Kind mit Super 8 drehte und Filme mit seinem Schulfreund Frank Lustig machte. Nach der Ablehnung durch Filmhochschulen studierte er in Köln und arbeitete parallel weiter an eigenen Projekten.
Uwe Boll· Gast
02
Finanzierung des ersten Films
Uwe Boll berichtet, dass der WDR, Filmausrüster, ein Kameramann und ein Materiallieferant zur Finanzierung von „German Fright Movie“ beitrugen. Ein Anlageberater brachte nach seiner Darstellung weitere 20.000 Mark ein.
Uwe Boll· Gast
03
Der verlorene GmbH-Umschlag
Uwe Boll erinnert sich, dass 12.500 Mark für eine GmbH auf dem Autodach lagen und unterwegs davonflogen. Er sagt, ein Teil sei später von Finderinnen und Findern zurückgegeben worden, der größere Teil jedoch nicht.
Uwe Boll· Gast
04
Erste Kinovorführungen und Kontakt zur UFA
Uwe Boll erzählt, dass er und sein Team Kinos selbst anriefen und den Film vor Ort präsentierten. Die Vorführungen in Köln, Leverkusen und München hätten dazu beigetragen, dass die UFA auf den Film aufmerksam wurde.
Uwe Boll· Gast
05
Bolls Darstellung der Barschel-Indizien
Uwe Boll verweist in seiner Schilderung auf fehlende Medikamentenreste, Wein und zwei Gläser im Hotelzimmer sowie die von ihm angeführten Befunde der Obduktion. Er nutzt diese Punkte, um seine Zweifel an einem allein begangenen Suizid zu begründen.
Uwe Boll· Gast
06
Keine Fernsehausstrahlung für „Barschel“
Uwe Boll sagt, kein Sender habe den Film bis heute ausgestrahlt, selbst nachdem er meinte, mit seiner Deutung recht bekommen zu haben. Der Film stelle mehrere mögliche Abläufe dar, darunter Suizid, Suizid mit Sterbehelfer und Mord.
Uwe Boll· Gast
07
„Amoklauf“ als persönlicher Film
Uwe Boll beschreibt „Amoklauf“ als düsteren und für ihn sehr persönlichen Film, der lange bei einem Serienmörder bleibt. Er erzählt von der Gestaltung des Schlusses mit Musik von Richard Strauss und einer wiederholten VHS-Aufnahme von „Der Preis ist heiß“.
Uwe Boll· Gast
08
Bolls eigene Stimmung in der frühen Karrierephase
Auf die Nachfrage des Hosts sagt Uwe Boll, er würde die damalige Zeit nicht als schwere Depression bezeichnen, aber als unzufrieden und einsam. Sport, Studium und das Leben bei den Eltern prägten nach seiner Erzählung diese Phase.
Uwe Boll· Gast
09
Vom Kleinstbudget zu einem Film mit zwei Millionen
Uwe Boll schildert den Sprung von Filmen mit sehr wenig Geld zu einer Produktion mit rund zwei Millionen Budget. Er sagt, der größere Etat habe mehr Möglichkeiten eröffnet, während frühere No-Budget-Arbeit ihm praktische Erfahrung gab.
Uwe Boll· Gast
10
Erfolg der Videospielverfilmungen
Uwe Boll sagt, „House of the Dead“ habe trotz schlechter Kritiken durch Kino- und Videoerlöse Geld eingebracht. Er nutzt das Beispiel, um zu erklären, warum er den kommerziellen Erfolg seiner Filme anders bewertet als manche Kritiker.
Uwe Boll· Gast
11
Bolls Einschätzung deutscher Filmkritik
Uwe Boll beklagt, deutsche Medien beschrieben ihn wiederholt als erfolglosen oder schlechten Regisseur. Er hält diese Darstellung für unvereinbar mit seiner Einschätzung der internationalen Verkäufe und des Umfangs seiner Filmproduktionen.
Uwe Boll· Gast
12
Diversity-Vorgaben in der Filmbranche
Uwe Boll behauptet, Streamingdienste und Filmfestivals verlangten bestimmte Besetzungen oder Diversity-Kriterien. Das ist seine Kritik an Auswahlverfahren und Repräsentationsvorgaben, nicht eine im Gespräch unabhängig belegte Beschreibung aller Einreichungsregeln.
Uwe Boll· Gast
13
Showrunner als zentrale Serienverantwortliche
Auf die Frage des Hosts erklärt Uwe Boll, Showrunner hätten bei Serien die Gesamtverantwortung, arbeiteten mit Streamern zusammen und kontrollierten häufig Regie und Autorenteam. Er sieht ihren Einfluss auf den Zugang zu Finanzierung als besonders groß.
Uwe Boll· Gast
14
Förderung und die Auswahl von Genres
Uwe Boll beklagt, dass Horror, Science-Fiction und Action in Deutschland aus seiner Sicht zu wenig gefördert würden. Er argumentiert, gerade Horror könne auch ohne große Stars international erfolgreich sein.
Uwe Boll· Gast
15
Bolls Treffen mit Jean-Claude Van Damme
Uwe Boll berichtet, er habe Jean-Claude Van Damme ein Drehbuch angeboten und sei zu einem Treffen mit Produzent Bob Evans eingeladen worden. Laut Boll wollte Van Damme stattdessen Geld für ein anderes Projekt, weshalb es zu keiner Zusammenarbeit kam.
Uwe Boll· Gast
16
Bolls Verhandlung mit Kevin Costner
Uwe Boll erzählt, Kevin Costner habe für ein Treffen mit seinem Privatjet nach Vancouver kommen wollen und dafür 42.000 Dollar verlangt. Boll lehnte ab und schlug stattdessen vor, selbst zu fliegen und das Essen zu bezahlen.
Uwe Boll· Gast
17
Bolls Film „Hanau“ und die öffentliche Reaktion
Uwe Boll sagt, „Hanau“ habe die Tatnacht nachgestellt und ein Psychogramm des Täters zeigen sollen. Er kritisiert, dass Angehörige und Medien den Film öffentlich verurteilt hätten, bevor sie ihn gesehen hätten.
Uwe Boll· Gast
18
„Run“ als Teil der Trilogie
Uwe Boll beschreibt „Run“ als Film über eine italienische Insel, Fluchtboote und Konflikte um Tourismus und Migration. Er schildert eine Eskalation, in der ein Kind stirbt und der Vater Vergeltung androht.
Uwe Boll· Gast
19
Bolls politische Deutung des Vigilanten
Uwe Boll beschreibt den Protagonisten als jemanden, der staatliches Versagen durch Selbstjustiz beantwortet. Er sagt zugleich, er wolle, dass der Rechtsstaat am Ende gewinnt, befürchte aber, die gegenwärtige Politik könne ihn schwächen.
Uwe Boll· Gast
20
Unterschiedliche Einschätzungen zu Migration und Kriminalität
Host Ben verweist auf Aussagen eines von ihm interviewten forensischen Psychiaters über Zusammenhänge zwischen Migration und Kriminalität. Uwe Boll widerspricht daraufhin mit der Behauptung, Deutsche begingen dieselben Straftaten in ähnlicher Zahl; die beiden setzen den Streit fort.
21
Boll fordert konsequente Durchsetzung von Regeln
Uwe Boll stimmt dem Host teilweise zu, dass Regeln und staatliche Angebote verändert werden müssten. Er betont, dass Vorschriften etwa zu Kleidung in bestimmten Situationen konsequent durchgesetzt werden sollten.
Uwe Boll· Gast
22
Bolls Kritik an öffentlicher Debatte und Medien
Uwe Boll sagt, frühere öffentlich-rechtliche Sendungen hätten aus seiner Sicht unterschiedliche Positionen stärker berücksichtigt. Heutige Talkshows seien seiner Meinung nach oft von wiederkehrenden Gästen und einseitiger Behandlung abweichender Stimmen geprägt.
Uwe Boll· Gast
23
Bolls Zweifel an der Berichterstattung über den Ukrainekrieg
Uwe Boll kritisiert die deutsche Berichterstattung über ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen und führt eine strategische Erklärung an, die er in US-Medien gelesen haben will. Er präsentiert diese Deutung als seine Einschätzung der politischen Zusammenhänge.
Uwe Boll· Gast
24
Boll plädiert für ein Ende der Kämpfe
Uwe Boll fordert Verhandlungen und ein Ende des gegenseitigen Beschusses, möglicherweise entlang der gegenwärtigen Frontlinie. Er begründet seine Position mit den menschlichen Verlusten und den finanziellen Kosten des Kriegs.
Uwe Boll· Gast
25
Bolls Begründung für die Besetzung Hammers
Uwe Boll sagt, er habe Armie Hammer als talentierten Schauspieler betrachtet und ihn über Instagram kontaktiert. Er schildert, dass Hammer nach einem Gespräch per Video das Drehbuch erhielt und für eine geringere Gage mitspielte.
Uwe Boll· Gast
26
Die Amnesiefrage und Bolls Antwort
Auf die Abschlussfrage des Hosts sagt Uwe Boll, er würde auf einen Zettel schreiben, das Buch zu lesen, das er selbst getippt habe. Dadurch, erklärt er, könne er sich daran erinnern, wer er sei und woher er komme.
Uwe Boll· Gast
Kontroverse Aussagen
01
FSK-Entscheidung und der Vorwurf politischer Zensur
Uwe Boll bewertet die verweigerte Freigabe als politische Zensur und argumentiert, die FSK solle Jugendliche schützen, nicht Erwachsenen den Zugang nehmen. Die Entscheidung der FSK, wie Boll sie schildert, begründete die Ablehnung mit der möglichen Anregung von Gewalt gegen Migranten. Seine Zensur-Deutung ist eine Wertung; die FSK-Begründung wird im Gespräch von Boll wiedergegeben.
Uwe Boll· Gast
02
Bolls weitreichende Kritik an Filmförderung und Medien
Uwe Boll behauptet, Förderentscheidungen beruhten oft auf Beziehungen, wiederkehrenden Auftragnehmern und Absprachen und bezeichnet das System als korrupt. Das sind seine Vorwürfe und Einschätzungen im Gespräch; die Folge liefert dafür keine unabhängige Prüfung oder vollständige Belege.
Uwe Boll· Gast
03
Migration, Kriminalität und gesellschaftliche Deutungen
Uwe Boll vertritt weitreichende, teils pauschale Aussagen zu Migration, Kriminalität und Integration und fordert unter anderem Abschiebungen. Host Ben widerspricht an mehreren Stellen oder ergänzt eine andere Perspektive, etwa zur kulturellen Anpassung und zur Verantwortung des Aufnahmelands. Die strittigen Aussagen sind politische Positionen der Gesprächspartner und werden hier nicht als bestätigte Tatsachen dargestellt.
Uwe Boll· Gast
04
Bolls Einschätzung zu Krieg und Verhandlungen
Uwe Boll fordert ein Ende des Ukrainekriegs und äußert die persönliche Befürchtung, Putin könne Kiew nuklear angreifen, bevor er eine Niederlage akzeptiere. Er unterstellt europäischen Spitzenpolitikern mangelnden Einsatz für Verhandlungen; diese Bewertungen sind seine Positionen im Gespräch, keine unabhängig bestätigten Feststellungen.
Uwe Boll· Gast
Fragen und Antworten
Warum bekam „Citizen Vigilante“ laut Uwe Boll keine FSK-Freigabe fürs Heimkino?
Uwe Boll sagt, die FSK habe den Film dreimal abgelehnt. Als Begründung sei ihm mitgeteilt worden, der Film könne zu Gewalt gegen Migranten anregen; Boll wertet die Entscheidung als politische Zensur.
Uwe Boll· Gast
Wie kam Elon Musk laut Uwe Boll mit dem Film in Kontakt?
Uwe Boll berichtet, dass sein Podcast-Partner eine Direktnachricht von Musk erhielt. Nach einer Verifizierung über den US-Vertrieb wurde vereinbart, den Film für 48 Stunden auf X zu zeigen.
Uwe Boll· Gast
Wo kann man „Citizen Vigilante“ in Deutschland sehen oder kaufen?
Uwe Boll sagt, ein Rechtsgutachten habe den Weg für eine Streamingveröffentlichung in Deutschland geebnet. DVDs und Blu-rays würden laut ihm über Gameware in Österreich bestellt und nach Deutschland versandt, nicht regulär im deutschen Handel verkauft.
Uwe Boll· Gast
Was war die frühe finanzielle Grundlage für Uwe Bolls Hollywoodfilme?
Uwe Boll führt seine frühen US-Filme auf private Filmfonds zurück, die damals steuerliche Vorteile boten. Für einen ersten Fonds habe ein Vermittler nach seiner Darstellung vier Millionen eingesammelt, deutlich weniger als die zuvor erhofften 100 Millionen.
Uwe Boll· Gast
Was plant Uwe Boll als Fortsetzung von „Citizen Vigilante“?
Uwe Boll sagt, er wolle den zweiten Teil im Winter drehen und in den USA spielen lassen. Das Drehbuch sehe mehrere Vigilantes und weitere Handlungsstränge vor.
Uwe Boll· Gast
Was ist Trebella nach Uwe Bolls Beschreibung?
Uwe Boll beschreibt Trebella als App für Kinder und Jugendliche, die Nachrichten und Videos ermöglicht und bestimmte explizite Inhalte sowie beleidigende Nachrichten automatisch filtern soll. Er sagt, die App sei zunächst nur für Apple-iPhones verfügbar.
Uwe Boll· Gast
Themen und Fachgebiete
Uwe Boll
Ben, Host von {ungeskriptet}
Citizen Vigilante
FSK und Filmfreigabe
Filmförderung und private Filmfonds
Deutsche und internationale Filmproduktion
Migration und Integration
Medien und Meinungsfreiheit
Ukrainekrieg und Friedensverhandlungen
Trebella und digitaler Jugendschutz
Originalaussagen
“ich wollte mit 10 schon Filmregisseur werden.”
Uwe Boll· Gast
“die wirkliche Filmschule, die ich nie besucht habe.”
Uwe Boll· Gast
“Wie kann man gegen Frieden sein, nur um zu zeigen, ja, wir haben die dickeren Eier”
Uwe Boll· Gast
Vollständiges Originaltranskript
DE · 518 Abschnitte · nicht übersetzt
Vollständiges Originaltranskript · 3:20:12
0:00Uwe Boll
Heldenfilme haben immer Migranten als Helden. Das wird ja verzweifelt versucht vom Öffentlich-Rechtlichen, auch von der Filmförderung, Minoritäten positiv darzustellen, um ja nicht das Volk zu instruieren: Auch Transen können Mörder sein. Filme haben früher viel schneller oder auch stärker die Realität mal widergespiegelt. Vor Apokalypse Now, Vietnamkrieg und so. Heutzutage, das ist alles so belanglos.
0:27Speaker B
Es gibt einfach in den Redaktionen keine kantigen Typen mehr, sondern alle haben irgendwie Angst.
0:32Uwe Boll
Filmanmeldung. Wenn man da ankreuzt weiß und heterosexuell, braucht man gar nicht mehr weiter auszufüllen. Egal, was für ein Meisterwerk man hat, man wird da nicht mehr abgespielt. Wo sind denn andere Filme? Wie ist das mit Gigi Land? Die gibt's ja gar nicht. Also ich finde schon, ein Film muss auch so in die Magengrube schlagen können. Hollands wieder in der Richtigkeit. Das ist aber so mein Stil.
0:55Speaker B
Ich glaube, es gibt so einen Schwelbrand in der Bevölkerung, den man nicht sieht. Dann ist halt die Frage, was passiert, wenn das Volk mal wirklich sauer ist und wenn es so einen Zündmoment gibt?
1:07Uwe Boll
Ich glaube schon, unsere Staatsform ist die beste, die es gibt. Das ist, was wir erhalten sollten. Aber wir machen alles, um es zu zerstören.
1:14Speaker B
Gab es schon mal so viel Theater wie zu Citizen Vigilante?
1:16Uwe Boll
Nein. Das war wie politische Zensur. Und das hat Elon Musk gelesen.
1:23Speaker B
Wie ging es dann weiter?
1:24Uwe Boll
Also auch eine Story kann man eigentlich keinem erzählen.
1:29Speaker B
Er hat einen der kontroversesten und erfolgreichsten deutschen Filme gemacht, die jemals gemacht worden sind. Uwe Boll hat mit seinem Film Citizen Vigilante alle Rekorde gebrochen, wurde von Elon Musk gepusht und das alles, weil der Film eigentlich verboten werden sollte. Ich wollte wissen, wie das alles passiert ist und was im Hintergrund wirklich abgegangen ist. Und wenn du mich dabei unterstützen willst, weiterhin so spannende, kontroverse und ehrliche Gäste an diesen Tisch zu bekommen, dann abonniere gern Ungeskriptet auf YouTube, Spotify, oder überall, wo es Podcasts gibt.
1:57Speaker B
Das kostet dich keinen Cent, hilft mir aber mega, hier eine Riesenplattform für die Meinungsfreiheit zu bauen. Und damit gute Erkenntnisse mit Uwe Boll, ungeskriptet. So, aber du bist viel in dieser amerikanischen Filmwelt drin, ne? War das immer schon so, dass es jetzt erst mit deinem aktuellen Film und Elon und so, das ist ja alles verrückt hochgekocht?
2:22Uwe Boll
Ja, aber das war vorher schon.
2:25Speaker B
Das war vorher schon?
2:25Uwe Boll
Ja, ja. Im Jahr 2000 habe ich schon meinen ersten amerikanischen Film gemacht und seit dem Jahr, wie viel? 35? Also zig Filme gemacht. Von daher war das jetzt auch nicht so, die Leute tun immer so, als ob jetzt dieser erste Film, also dieser Citizen Vigilante, das ist jetzt der einzige Film, den du jemals gemacht hast. Ganz genau. Ja, ich bin schon länger im Geschäft und habe eben auch viele andere Filme gemacht mit deutlich höherem Budget und Kinostarts in Amerika und so weiter.
2:52Speaker B
Ja, wie hast du so die— du bist ja eigentlich deutsch, offensichtlich, ne? Aber es gibt die deutsche Medienszene und ich lerne die jetzt gerade von außen so ein bisschen kennen und ich habe so das Gefühl, die mögen mich nicht. Da gibt mir die Erfahrung möglicherweise auch recht. Wie hast du die Medienbranche kennengelernt? Wie ist die?
3:15Uwe Boll
Ja gut, ich meine, wenn man Fangen wir richtig an jetzt, oder? Okay, so, nein, also ich wollte mit 10 schon Filmregisseur werden. So, meine Eltern, Buchscheid im Rheinland, mein Vater Chemotechniker bei Bayer Leverkusen, haben natürlich gedacht, ja gut, lass mal machen, ne, sozusagen. Und dann Super 8 damals eben war die einzige Möglichkeit, überhaupt was zu filmen. Dann kam VHS, SVHS, Betamax, so diese Videos. Das war nicht wie heute, wo ich alles mit dem Handy quasi drehen kann.
3:47Uwe Boll
Und zum Zum Glück hatte ich in der Schule Frank Lustig, war mein Kumpel in derselben Schulklasse, der auch Filmregisseur werden wollte. Und zu zweit macht man dann schon eher so weiter. Man denkt sich, komm, machen wir hier mal mit Actionfilm Figürchen und so weiter. Diese Big-Jim-Figuren haben wir in die Luft gesprengt, immer Weltschiffe gebaut, in die Luft gesprengt. So, also den Traum, Filmregisseur zu werden, hatte ich sehr früh.
4:14Uwe Boll
Habe Filme geliebt, viele Filme geguckt damals. Oft auch ARD/ZDF, Western, John Wayne und so, total begeistert. Und dann ging man Richtung Abitur. Dann dachte ich mir, komm, ich bewerbe mich bei diesen Filmhochschulen, damals nur Berlin und München. Haben mich beide nicht genommen. Was für eine Überraschung. Ich hatte keine Kontakte.
4:36Speaker B
Aber ich meine, du hattest ja schon, du hast gesagt, Revellschiffe in die Luft gesprengt. Da brauchst du schon ein bisschen Mut und Erfahrung für, um die Geschichte zu erzählen. Wenn du dann 18 bist und 19, Guck mal, das mache ich übrigens und hier ist mein Film. Ist ja was anderes als irgendwie so ein Schnösel, der sagt, ich würde gerne Film machen. So, du hattest eigentlich belastbare Erfahrungen und die haben dich trotzdem nicht genommen.
4:57Uwe Boll
Nee, aber die hatten ja damals zum Beispiel die Tochter von Bernd Eichinger wurde genommen und solche. Also das war in München und Berlin gab es glaube ich insgesamt pro Jahr nur glaube ich insgesamt 30 Studienstellen für Film. Kölner Filmhochschule gab es nicht, diese Ludwigsburg gab es nicht. Es gab nur München und Berlin und die wurden natürlich unter der Hand vergeben in der Filmbranche. Ja, so Außenseiter. Ich weiß aber noch, wie der Oswald von Richthofen hieß, der in München bei der Filmhochschule Professor, der meinte: Kommen Sie doch mal vorbei.
5:27Uwe Boll
Und dann bin ich nach München getrampt und bin da bei dem vorbeigegangen. Da meinte er: Sie können ja mal so ein Praktikum machen. Ich kenne eine, die macht gerade ihren Finish-Film, also den Abschlussfilm sozusagen in den Bavaria Studios. Bonnie und Clyde, ganz neue Story, hat die gedreht. Und da durfte ich dann aushelfen. Und da habe ich dann irgendwie gemerkt nach zwei drei Tagen, nee, das ist die lag nur auf der Erde rum immer und war so am Überlegen, was sie macht.
5:51Uwe Boll
Also rein wirklich künstlerisch tiefst was weiß ich involviert. Und ich bin dann wieder nach Hause getrampt. Zwei Mädchen haben mich mitgenommen und dann hat mich einer mitgenommen aus Belgrad. Der hat mich bis Buchstadt vor der Haustür gefahren. So und dann habe ich gesagt, da ist alles Scheiße. Ich studiere jetzt in Köln, aber ich mache Film. Kann ich in Köln ja nicht studieren. Ich habe ja Deutsch und Sozialwissenschaft und Wirtschaft studiert und habe Habe dann aber immer weitergemacht mit besseren Videokameras und so weiter und auch mit Frank Lustig weitergemacht.
6:23Uwe Boll
Und wir haben so eine Altersheim-Doku gemacht. Ich habe eine Doku gemacht über Boxen. Ich habe ja bei Bayer Leverkusen auch geboxt lange Zeit und also Boxen-Doku gemacht. Und dann haben wir irgendwann gesagt, das Studium ging so langsam vorwärts, also wenn wir jetzt nicht wirklich einen richtigen Film machen, ist es vorbei. Dann wird es nichts mehr. Und dann haben wir 60.000 Mark geraised und haben wirklich auf 16 und 35 Millimeter, so ein Mix war das, German Fright Movie gedreht.
6:52Uwe Boll
Es gab damals mal Kentucky Fright Movie. Das ist ein bisschen so wie heute Show, aber witziger. Ja, so, wo dann eben man dreht eine Szene, die ist lustig, wie so Ali G oder irgendwas, eine Verarschung von einer Fernsehsendung. Und dann dreht man eben die nächste Szene 2 Wochen später, wenn man wieder neue Schauspieler hat, neues Setup. Und über 8 Monate haben wir dann diesen Film zusammengestückelt, Szene nach Szene nach Szene, und haben unglaublich viel hier in Köln gedreht, hier im Puff und so weiter.
7:22Uwe Boll
Ja, laufen, wir haben jeden Scheiß gedreht, aber es hat total Spaß gemacht. Und der Film ist dann zum Beispiel im CC Rex in Köln 4 Wochen gelaufen, ist in Berlin wochenlang gelaufen im Kino. Der lief wirklich im Kino und die Leute sind auch gekommen, obwohl es totaler Trash war. Und die UFA hat uns den dann abgekauft.
7:41Speaker B
Wie ist das passiert? Weil du hast gesagt, wir haben 60.000 Mark geraised. Das war damals im Studium. Dann bist du halt, du bist ja dann nicht vernetzt gewesen.
7:49Uwe Boll
Genau.
7:49Speaker B
Und da kannst du deine Kommilitonen fragen, hast du 60.000? Und sagen alle nein. So, wie kommt man, und ich meine, 60.000 Mark sind mehr als 60.000 damals, sind mehr als 60.000 € heute. Wie habt ihr das gemacht?
8:01Uwe Boll
Also ich habe damals, war ich freier Mitarbeiter beim WDR. Für so Radioreportagen. Da haben die mich manchmal rausgeschickt, Leute interviewen. Bo Derek habe ich mal interviewt hier bei einer Premiere. Und dann war ich in der Budengasse, das war beim WDR 2. Und da hat er mich dann mal interviewt. Ich weiß gar nicht mehr, wie der Moderator hieß, aber der hat dann gesagt: Hier, Uwe, du willst jetzt auch mal selber einen Film drehen?
8:24Uwe Boll
Du hast immer für uns Reportagen gemacht und du brauchst Geld und Hilfe. Ja, so, und diese Budengasse-Sendung, Hat wirklich damals was losgetreten. Rodde Filmequipment, wir geben dir das Equipment als Investor. Jumpcut hier aus Köln auch, Venloer Straße, der Kameramann, ich mache Kamera, ich kann den Film schneiden als Investor. Aqua Bayer Leverkusen damals noch hat uns Filmmaterial geschenkt. Also es war wirklich so, es kam aus allen Ecken sozusagen.
8:51Uwe Boll
Und einer, der hieß Boxleitner, der meinte, ich bin Anlageberater. Und ich kann dir vielleicht so 20.000 besorgen. Ich will eine Kommission, meinte er, so 20% von dem, was ich raise. Und der hat uns 20.000 gebracht. Ach was. Ja, ich hatte 10.000. Dann hat der lustig, das war auch eine Story, kann man eigentlich gerne mal erzählen. Wir haben eine GmbH dann gegründet, weil wir gedacht haben, ja gut, haftungsmäßig kann ja was passieren.
9:18Uwe Boll
Und da musste man damals ja 12.500 einzahlen bei der Bank. Und der lustig hat mir 12.500 gegeben. Und ich habe die auf dem Autodach liegen lassen, als ich zur Sparkasse nach Burscheid gefahren bin. Und ich steige bei der Sparkasse aus, stehe da in der Sparkasse, ich so: Wo ist denn der Umschlag? Wo ich den Umschlag hingetan habe, um die einzuzahlen wegen der GmbH. Und ich so: Das gibt's doch nicht, den habe ich bestimmt zu Hause vergessen.
9:42Uwe Boll
Dann bin ich zurückgefahren und bin im Tunnelblick an den Leuten vorbeigefahren, die mein Geld gerade am Aufheben waren. Weil es auf der Straße auf dem Weg zur Sparkasse aus diesem Umschlag verweht ist. So, und dann, als ich dann den Lustig, da werde ich nie vergessen, wo ich den Lustig angerufen habe, meinte ich, ja, die sind weg. Und das war ja quasi unser alles, fast, ja, also genau. Und der, ich, er war Totenschlösserleiter, also nach dem Motto, er ist tot.
10:13Uwe Boll
Und ich so, ich werde es wieder reinarbeiten, ich werde, wie auch immer. Aber wir haben es trotzdem irgendwie zusammengestückelt. Es stellte sich dann übrigens raus, man muss das Geld gar nicht wirklich einzahlen bei der GmbH direkt Cash. Man kann es auch später bringen. Also war alles Quatsch. Also leider nützt mir nichts. Und 3 Leute haben Geld wieder abgegeben bei der Stadt. Also von den 12.500 kamen glaube ich 3.000 wieder zurück.
10:35Uwe Boll
Die wurden freiwillig abgegeben. Der Rest war weg.
10:39Speaker B
So ehrliche Leute sind 25% der Leute.
10:42Uwe Boll
Ja, und so ging das dann. Dann war der Film fertig gehabt. Die UFA hat es gekauft. Wer hat die UFA das gekauft?
10:47Speaker B
Also die, das passt.
10:49Uwe Boll
Gesehen im Kino.
10:50Speaker B
Ja, und dabei auch, das sind ja die wichtigen Schritte aus meiner Sicht. Also Nummer 1, wie kommt man an 60.000 €? Und dann, wie kriegt man das Ding in die Kinos?
10:58Uwe Boll
Anrufen. Das war damals echt noch besser. Also heute geht das ja gar nicht mehr, ne? Aber früher, wir haben die Kinos angerufen selber. Wieso wollen Sie mal unseren Film spielen? Haben wir in Köln gedreht. War natürlich in Köln erstmal am einfachsten und in Leverkusen. Also da sind wir zuerst rausgegangen, im Rex hier in Köln und im Scala in Leverkusen. Und da, 4 Wochen war die Bude voll. Das war wirklich besucht. Wir kannten natürlich auch viele, die ganzen Schauspieler, die mitgespielt haben, viele von der Lindenstraße, Martin Armknecht und solche Leute haben mitgespielt.
11:27Uwe Boll
Und dann haben natürlich andere Kinos auch in anderen Städten gesagt, das können wir eigentlich auch mal einsetzen. Und wir sind sehr viel durch die Gegend gefahren, natürlich selber anwesend. Werkstattkino in München bin ich dann hingefahren, habe mit den Zuschauern geredet. Da ist er auch ein paar Wochen gelaufen. Dadurch hat, glaube ich, die UFA, ist ja in München, UFA Universum damals gewesen, die haben den da mitgekriegt.
11:52Uwe Boll
Und es gab auch gute Kritiken. Also ich glaube, für den ersten Film ist der einzige Film, den ich gut gekriegt habe. Und hier City Magazin in Berlin, Film des Monats, German Thrive Movie. So, also es war wirklich da positiv, sodass die UFA, und die haben damals, gab es ja Videotheken noch ohne Ende, da konnte man auch ohne Probleme so einen Film auf Video rekruten. VHS-Kassetten damals. Also die haben mit dem Film auch Gewinn gemacht und haben dann gefragt, was wollt ihr denn jetzt machen?
12:22Uwe Boll
Und dann haben wir den Fehler gemacht, muss man sagen, den Barschel-Film zu drehen über Uwe Barschel, der tot in der Genfer Badewanne lag damals. Und alle waren ja am Rätseln, Selbstmord oder Mord, wie auch immer. Da haben sie uns 150.000 für gegeben, die UFA, also vorher schon, damit wir einen Film drehen konnten. Und der Film ist total gefloppt. Muss man leider feststellen, aber ist gut und hat auch recht gehabt. Also Barschel, damals gab es diesen Film Die Staatskanzlei von Heinrich Brüller, der dafür alle Filmförderung gekriegt hat, Filmpreis Deutschland, alles gekriegt hat.
13:00Uwe Boll
Und er hat gesagt, Barschel hat sich umgebracht. Und wir haben gesagt, wir glauben eher, aufgrund der Beweislage auch, dass Barschel umgebracht worden ist, dass er nach Genf gelockt wurde, eingeschläfert wurde und dann in die Badewanne gelegt wurde. Was ich ja in die Jahre später, kam ja immer klarer, dass der alleine Selbstmord gemacht ging gar nicht, weil er ja so viel Medikamente im Blut hatte schon, die verdaut waren, dass er eigentlich schon hätte tot sein müssen.
13:30Uwe Boll
Und trotzdem war der Magen auch noch voll mit Barbituraten und so weiter. Also vom Obduktionsbericht alleine hätte er nur mit Selbstmord mit Sterbehelfer hätte machen können. Und da haben alle gedacht, ja, in Genf hat sein Bruder gewohnt, der hat ihm geholfen, sich umzubringen. Ich habe mit dem Bruder geredet, also mit dem Bruder auch. Wissen Sie, ich schläfe vor meinem Bruder ein, der hat 4 kleine Kinder gehabt und natürlich hat der politischen Skandal gehabt, der hat ja den Engholm überwachen lassen, seinen Kontrahenten und so weiter.
14:01Uwe Boll
Niemals hätte er geholfen, den umzubringen. Totaler Schwachsinn. So, also auch so eine Sache, wo man im Nachhinein eigentlich dann sagen muss, wir haben deutlich besser recherchiert und eigentlich den besseren Film gemacht, aber leider hat es keinen interessiert, die Sender nicht gekauft.
14:18Speaker B
Aber warum glaubst du, dass sie da— weil ihr wart ja das junge Team auf einer heißen Story sozusagen mit einer auch spannenden Geschichte. Also er ist ermordet worden, ist eine spannendere Geschichte, als er hat sich einfach selbst das Leben genommen. Lass mal eine Dokumentation über einen Suizid gucken. So, warum ist der gefloppt?
14:37Uwe Boll
Ja, weil das Budget war nicht hoch genug, das sowieso. Aber weil wir auch keine Lobby hatten in dem Sinne, die dieses Thema damals fanden, ja, es macht Sinn. All dieser Engholm-Skandal, Björn Engholm musste ja später zurücktreten, also der Nachfolger von Barschel und sein politischer Kontrahent, ist dann Ministerpräsident geworden. Und dann stellt sich raus, er wusste alles mit der Überwachung. Der hat das alles nur geschauspielert, dass er so, oh mein Gott, ich wurde überwacht.
15:05Uwe Boll
Dabei wusste er alles. Also er hat geschaut, um den Barschl abzusägen, kann man sagen. Und er musste ja dann auch zurücktreten, Jahre später. Aber als wir den Film gedreht haben, da gab es das alles noch gar nicht, sondern das war ziemlich aktuell zu dem Thema. Und wir fanden einfach, dass es zu viele Indikationen gab, wie soll das gehen? Also wir haben ja im Beau-Rivage in diesem Hotel tatsächlich gedreht in Genf. Das war so ein Ding, wo nur Klimaanlagen sind.
15:36Uwe Boll
Man kann kein Fenster aufmachen. Und der Barschel hatte Rotwein bestellt aufs Zimmer mit 2 Gläsern. Als sie den gefunden haben, waren in dem Raum keinerlei Medikamentenreste mehr. Nichts. Also wenn ich jetzt alleine Selbstmord begehe und bin dann komplett durch quasi, wie soll ich denn da— soll ich die essen, die Packungen oder die Syringe oder irgendwas? Keine Medikamentenreste. Nichts. Die Rotweinflasche war weg. Ja, so, wie, wo soll sie denn sein, wenn ich das Fenster nicht aufmachen kann?
16:06Uwe Boll
Ich kann sie schlecht im Klo runterspülen. Das sind ja alles so Sachen, wo Miss Marple auch sagen würde, ey Leute, das macht doch gar keinen Sinn, das ist doch total absurd, was hier abgeht. Aber komischerweise Spiegel damals, klarer Selbstmord und so weiter und so, alles so ganz, ganz klar, korrupter CDU-Politiker bringt sich um. Und das fand ich schon beängstigend, wie der Film da im Endeffekt kleingeredet wurde. Oder die Spinner, junge Filmemacher haben doch keine Ahnung.
16:38Uwe Boll
Wir von der ARD wissen es besser. Der war hochgradig depressiv und sah keinen Ausweg mehr und hat sich umgebracht. Wie gesagt, die Spurenlage allein, das zeigen wir in dem Film sehr gut. Die Spurenlage war einfach eindeutig, dass da jemand entweder Tatortcleaner war, Und so, und er hatte komischerweise ja in der Obduktion überhaupt keinen Alkohol im Blut. Also wer denn jetzt den Rotwein, also was soll das? Also ich bestelle auch nur einen Rotwein mit 2 Gläsern, wenn ich jemanden erwarte, mit dem ich mich vielleicht unterhalten will, der mich vielleicht entlasten kann.
17:14Uwe Boll
Weil wenn damals er das schon erfahren hätte, dass Engholm das alles gewusst hat, dass ein Detektiv auf ihn angesetzt war, hätte er doch die Bombe platzen lassen können. Dann wäre der Engholm nämlich direkt— die Medien hätten sich wieder gedreht gegen Engholm. So, und für mich ist Barschel so ein bisschen— ist ja sehr lange her jetzt auch, aber so ein wirkliches Urgestein dieser: Man soll nicht alles glauben, was man so liest in der Zeitung und selber auch ein bisschen diggen, wo man sich dann überlegt: So, warum nach Genf?
17:49Uwe Boll
Seine Frau sagte: Wir waren ja im Urlaub, Mallorca. Da kam der Anruf, er soll bitte nach Genf kommen. Und einen Herrn Pfeiffer treffen. Also so ein Synonym war natürlich nicht Herr Pfeiffer, aber irgendein Treffen, mit dem man dann eben Informationen geben will. Und im selben Hotel am selben Tag war der Khashoggi, der Waffenhändler, also alle möglichen. Also es war so viel los da. Im Endeffekt ist ja auch ein gutes Drehkreuz für Neutralität, Waffendeals, Schwarzgeld etc.
18:16Uwe Boll
So, um einen loszuwerden, ist es vielleicht der richtige Ort gewesen auch, ne. Also Khashoggi hat vielleicht gar nichts damit zu tun gehabt, aber er war ja auch involviert in Waffendeals. Howaldt Deutsche Werft AG damals, die über die Stasi Waffen verkauft haben mit der DDR zusammen nach Südafrika. Also Barschel hatte schon Dreck am Stecken, 100%, aber er war damit natürlich auch irgendwo eine politische Gefahr für einige Abteilungen Stasi, BND etc.
18:49Uwe Boll
etc.
18:51Speaker B
Das heißt, es gab damals schon so eine Art Mainstream-Narrativ und das Narrativ damals war, es war kein Mord. Und ihr habt eigentlich aus deiner Sicht eine glaubhafte Story geliefert, warum das Mainstream-Narrativ Quatsch ist. Und da hat aber welche Mächte auch immer gemacht, dass das nicht aufgegriffen worden ist, weil eure Story wäre cool gewesen. Junges Team, verrückte Idee, irgendwie auch logisch möglicherweise nachvollziehbar, weil wie du sagst, dann nachher Hattet ihr dann doch scheinbar recht. Das wurde aber dann damals schon klein gemacht.
19:24Uwe Boll
Genau. Und auch als wir Recht bekommen haben, haben wir nie— kein Sender hat den jemals bis heute ausgestrahlt, den Film. Und wir zeigen in dem Film Selbstmord. Wir zeigen das wirklich. Er macht ganz alleine Selbstmord. Und dann kommt die zweite Variante Selbstmord mit Sterbewerfer und die dritte Variante Mord. Wir zeigen, haben das voll inszeniert. Und um zu zeigen, wie absurd das ist zu glauben, dass der nicht umgebracht worden ist.
19:50Speaker B
Viele Leute hier am Tisch beklagen sich über den Wirtschaftsstandort Deutschland, die hohen Steuern, die hohe Bürokratie und so weiter. Aber es gibt einen Vorteil, den tatsächlich viele übersehen, nämlich es gibt viele staatliche Förderungen, zum Teil mit enorm hohen Summen. Die meisten werden jetzt an Fahrradwege in der EU denken. Ich meine aber Förderung für Unternehmen in und aus Deutschland. Da gibt es ein Innovationsförderungsprogramm und da lassen sich bis zu 4,2 Millionen Euro pro Jahr pro Unternehmen fördern, und das sogar rückwirkend bis 2022.
20:27Speaker B
Wenn du also Unternehmer bist und in irgendeiner Weise Forschung, Entwicklung betreibst, dann mach doch gerne einen Erstcheck mit Fundloop. Da kannst du erfahren, ob du möglicherweise die Chance hast, Teile deiner Investition rückwirkend für die letzten Jahre wieder zurückzubekommen. Und wahrscheinlich, wenn du jetzt Unternehmer bist, wirst du sagen, ja, ja, es gibt 3 Millionen Förderprogramme, aber das Problem ist halt die Bürokratie.
20:50Speaker B
Und genau da kommt Fundloop ins Spiel. Die nehmen dir nämlich die ganze Bürokratie und die Probleme damit ab. Aber du bist derjenige, der das Geld bekommt. Wenn das mal kein guter Pitch ist, weiß ich auch nicht. Möchtest du Geld zurückbekommen, dann trag dich hier unten ein. Also den Link zu Fundloop und zum Fundloop-Formular findet ihr in der Videobeschreibung und im Linktree.
21:07Uwe Boll
So, ja, und von sich her, ich war sehr Fan, ein großer Fan von JFK. Der Oliver-Stone-Film, der kam ungefähr zur gleichen Zeit und deshalb bin ich auf die Idee gekommen, das kann man mit Barschel machen. Und ich fand das eigentlich eine geniale Idee, so einen aktuellen Fall zu nehmen und so einen kritischen Film zu machen, wo sich die Leute zumindest Gedanken machen müssen: Macht das wirklich Sinn, dass der sich da alleine umgebracht hat?
21:30Uwe Boll
Warum ist er nicht in Mallorca vom Berg gesprungen? Also wenn ich mich umbringen will und mir ist meine Familie egal, dann brauche ich doch gar nicht erst nach Genf zu fliegen. Dann gehe ich surfen in Mallorca und komme nie mehr wieder. Also ich meine, das macht wirklich bis heute keinen Sinn. Aber auch dieses Verfahren Warschau ist ja schon längst erledigt. In den deutschen Geschichtsbüchern war das einfach Selbstmord.
21:55Uwe Boll
Ende.
21:56Speaker B
Ist ja verrückt. Aber das war für dich dein erster Moment, wo du so sagst: Glaube nicht alles, was in der Zeitung steht. Vorher hast du möglicherweise mehr geglaubt. Dann hast du dich damit beschäftigt, hast gemerkt: Ah, Das ist irgendwie, irgendwas ist hier komisch und das hat sich vermutlich bis heute nicht unbedingt um 180 Grad gewendet. Genau. Wie ging es dann weiter?
22:17Uwe Boll
Ja gut, dann war für mich quasi, ich dachte, das war's. Also der Film ist gefloppt, die UFA hat uns kein Geld mehr gegeben für irgendwelche anderen Filme und ich könnte jetzt ja 10 Stunden Podcast machen, aber wir hatten 2 Taxiunternehmer in München, Die haben uns 100.000 gegeben für den Barschel-Film, um den zu promoten. Kann man auch gerne mal erzählen.
22:42Speaker B
Die haben euch den abgekauft?
22:45Uwe Boll
Nee, nee, die wollten, dass wir Werbung machen, mehr Werbung für den Kinostart und so weiter. Es waren ja ein paar Kinos, die den gespielt haben. Und wir so, den Deal machen wir. Ja, ich meine, was das für Taxiunternehmer waren, weiß ich auch nicht. Aber wir hatten das Geld. Jetzt war aber ja der Film gefloppt und daher haben wir dann auch nur einen Teil von dem Geld ausgegeben. Man kann quasi sagen, wir hatten noch 50.000 übrig.
23:05Uwe Boll
Lustig war dann sehr am Ende irgendwie und meinte, es bringt alles nichts, ich studiere. Der ist Journalist geworden und macht Theater heute. Und ich war dann allein. Und dann habe ich gedacht, das war's, meine Karriere ist beendet. Ich war auch nicht unbedingt, sagen wir mal, ich bin sehr zynisch und sehe immer das Ende. Und habe mir dann gedacht, jetzt mache ich noch einen Film. Mit den 50.000 übrig geblieben sind.
23:31Uwe Boll
Amoklauf. Ja, so, und den habe ich auch in Köln hier gedreht. Da zeige ich quasi einen Serienmörder, aber keinerlei polizeiliche Ermittlungen, sondern wir bleiben bei dem Serienmörder durch den ganzen Film durch. Also, und das ist wirklich auch der persönlichste Film, den ich je gemacht habe. Also der bringt seinen eigenen Vater um und so weiter. Es ist wirklich hart. Und am Schluss habe ich Richard Strauss Tod und Verklärung gespielt.
23:58Uwe Boll
Das ist eine Riesensymphonie von Richard Strauss, einfach so geklaut, der Musik scheißegal. Und er läuft im Stadtpark hier Amok und einer, den er erschießt, der schafft es aber noch, ihn abzustechen. Ja, und er nimmt dann das Messer raus und sticht sich selber noch mal ab. Also es interessiert ihn gar nicht. Also so eine Zeitlupen, Zeitlupending. Ich liebe den Film immer noch, weil er so total artifiziell ist. Und dann geht er ins Licht.
24:22Uwe Boll
Das war's. So, und Harry Weinfurt ist dabei immer mit Preis ist heiß. Er guckt immer Preis ist heiß, aber immer dieselbe Folge. Das wird dem Zuschauer auch dann erst klar, sozusagen nach einer gewissen Zeit, dass der ja nicht Preis ist heiß Fan ist, sondern einfach so depressiv. Der hat eine VHS-Kassette laufen und guckt immer Preis ist heiß, dieselbe Folge, weil das die Folge ist, die sein Vater geguckt hat, als er den umgebracht hat.
24:48Uwe Boll
Also wer mal so richtig runtergezogen werden will, Amoklauf. Aber es gerade gibt so eine Firma Ultra Visuals, die haben den gerade noch mal neu aufgelegt, den Film, weil die da auch der hat der hat einen tiefen inneren Impact auf die Leute, weil es einfach so ein Film ist, der überhaupt nicht mehr auf Zuschauer zielt, sondern eben so ein Film ist, der kommt aus dem tiefsten Innern, so nach dem Motto: Das ist, was ich der Welt noch zum Schluss mitteilen will.
25:15Uwe Boll
Wenn ich auch weg bin. Also zur damaligen Zeit. Jetzt bin ich viel fröhlicher. Aber das war für mich so wirklich so: Tret ich ab.
25:26Speaker B
Das heißt, du warst selbst auch depressiv?
25:28Uwe Boll
Ja, also depressiv, ich würde nicht sagen richtig depressiv, aber ich war schon, sagen wir mal, nicht unbedingt das glücklichste Kind. Ich habe immer gedacht: Scheiße! Ich wollte immer mehr, als ich hatte und habe mir gedacht: Das wird nichts mit den Filmen. Wie soll das denn klappen?
25:44Speaker B
Und dann bin ich am Schluss leer.
25:46Uwe Boll
Oder irgendwas, so eine Scheiße. Also ich war sozusagen nicht wirklich zufrieden mit meiner Situation und hatte auch— es war so, dass ich, ich habe ziemlich hoch Handball gespielt, habe auch Geld dafür gekriegt in Wermelskirchen. Und in Köln habe ich ja studiert und im Bürgschaftsheim meiner Eltern so, also, und bin immer zu Hause wohnen geblieben. Ich bin nie nach Köln gezogen, habe das tolle Studentenleben gehabt, weil ich jeden Tag quasi wieder zurück musste zum Training.
26:13Uwe Boll
Und dann war ich ja bei Leverkusen auch geboxt und Das hat natürlich aber auch meiner Entwicklung geschadet, wenn man immer bei der Mutti bleibt. So, ja, stimmt schon. Und dann, ich war immer an der Schreibmaschine, meine Drehbücher am Tippen damals. Klack, klack, klack. Und das Buch, was ich da mitgebracht habe, das sind meine alten Aufzeichnungen. In diesem Buch Tabula rasa habe ich die 800 mit der Schreibmaschine getippten Seiten vor 2, 3 Jahren noch mal gefunden über meine Jugend.
26:41Uwe Boll
Also, und das habe ich dann gescannt und dann noch mal überarbeitet. Und das ist dieses Buch. Und das ist, sage ich auch immer allen, das ist eigentlich das Buch, was man über mich lesen muss, wenn man wissen will, wer ist Uwe Boll. So, und ich war sehr isoliert. Ich habe unglaublich viel gelesen, unglaublich viele Bücher gelesen. Gab kein Social Media. Und das hat mich sehr geprägt, sehr einsam. Für mich rumgemuschelt.
27:09Uwe Boll
Aber gleichzeitig war ich eben extrem sportlich. Mein Vater war deutscher Meister im Handball bei Bayer Leverkusen. Also wir kommen aus so einer sportlichen Familie. Das heißt, ich sah jetzt nie aus wie der total depressive Künstler, sondern habe immer weitergemacht mit Sport und so. Aber das heißt ja nicht, wie es im Innern bei einem ist. So, also das war schon so eine Zeit, da ich war jetzt nicht unbedingt der Happy Ganz spät erst eine Freundin gefunden, wo ich in Köln studiert habe.
27:39Uwe Boll
Da hatte ich meine erste Freundin. Ich hatte nie eine Freundin, wo ich 16, 17 war. Also Krankenwagen gefahren, also statt Armee bin ich hier zum Zivildienst gegangen, habe ich Krankenwagen gefahren und so weiter. Es war schon, sagen wir mal, ich kann nicht sagen, dass ich eine unglückliche Kindheit hatte oder so, aber ich war jetzt auch nicht die Spaßkanone, sagen wir es mal so.
28:04Speaker B
Ja, und dann hast du quasi deinen Abtrittsfilm mit Amoklauf direkt in den jüngsten Jahren gemacht. So, wenn ich nur einen Film machen kann, dann muss ich einen düsteren machen, wie es in mir aussieht. Genau. Und dann ist was passiert?
28:16Uwe Boll
Ja, dann war es so, dass das Studium fertig war.
28:19Speaker B
Aber war der irgendwie kommerziell erfolgreich?
28:21Uwe Boll
Nein, der ist dann von Jelinski Budgereit— Jörg Budgereit war so ein deutscher Splatterfilmer und die hatten selber— der hat so Filme gemacht wie Schramm und so auch so Serienmörder-Sachen und die waren total begeistert von dem Film im Gegensatz zu allen anderen. Die haben den dann auf VHS rausgebracht und sonst war der ja nicht verwertbar. Also den hat ja keiner im Kino gespielt oder so. Aber ich habe eine Festivaleinladung gekriegt im Max-Ophüls-Preis, also im richtigen deutschen Festival.
28:48Uwe Boll
Die haben Amoklauf eingeladen, wo die auch den Schramm eingeladen hatten vom Budgereit. Und die sind total fertiggemacht worden dafür. Also von der Saarbrücker Zeitung und so, weil ja normalerweise deutsche Nachwuchsfilme sind ja sagen wir mal, Dramen, ne. Und dann haben die diesen Film da gezeigt, und da ist auch eine Szene drin, er spielt ein Porno ab und masturbiert sozusagen, ja, so auf dem Bett. Und die Nachbarin kommt, um sich zu beschweren, dass der Porno zu laut ist.
29:17Uwe Boll
Die sticht er auch ab, und die stirbt dann so langsam, während er weiter masturbiert. Also zum Thema FSK. So, und der wurde natürlich gar nicht erst dahin geschickt, aber Ja, wie gesagt, richtig brutal durchgezogen. Also so wirklich so, ich scheiße auf alles, so sieht's aus, das war Uwe Boll, goodbye. Und dann habe ich in Köln das Studium fertig gemacht und sogar promoviert am Schluss über Fernsehserien. Hast du promoviert?
29:48Uwe Boll
Ja, aber über Fernsehserien. Und meine Diplomarbeit war über Dallas, über diese Fernsehserie Dallas, Filmanalyse und so. Und dann habe ich angefangen zu bewerben bei irgendwelchen Filmfirmen und so weiter. Und die Firma, die heute die Heute-Show macht, die Westcom in Dortmund, die haben mich geheuert. Ja, ein tödlicher Fehler. Aber die haben mich geheuert, so als Projektentwickler und so weiter. Und mit denen zusammen hatte ich dann die Idee, die haben ja eben, wie sie jetzt machen, Comedy und so weiter, das erste Semester.
30:24Uwe Boll
Also eine lustige Studentenkomödie, ganz gegen mein Naturell. Und das haben wir da zusammen entwickelt in NRW und wurde auch in der tatsächlich gedreht. Da haben wir Filmförderung gekriegt, RTL, VOX eingestiegen und dadurch konnte ich auf einmal in Köln einen Film drehen mit 2 Millionen Budget. Universal hat den ins Kino gebracht und während dieser Zeit bin ich aber auch in Wiesbaden, habe ich auch ein Jobangebot gekriegt bei Taunusfilm, eine Tochterfirma der ARD.
30:57Uwe Boll
Und ich habe dann gekündigt bei der Westcom und habe gesagt, ich gehe nach Wiesbaden, weil die haben ein richtiges Studio mit Filmkopierwerk, Filmstudios, die machen viel mehr Fiction wie ihr sozusagen. Und wir machen trotzdem das erste Semester zusammen, also wir sind dann so Freunde geblieben, aber ich bin dann nach Wiesbaden gezogen. Und da bin ich ja heute in Mainz, wohne ich jetzt. Also da bin ich im Endeffekt ja geblieben in dem Sinne.
31:25Speaker B
Wie war dieser Sprung von für 50k einen Film produzieren versus 2 Millionen?
31:31Uwe Boll
Der war super. Auf einmal kann man sich alles leisten. Und trotzdem ist natürlich die beste Filmschule, Sachen zu machen ohne Geld, wenn man einfach alles selber machen muss. Wir hatten keinen Production Designer. Sondern so, wir müssen eine Küche finden, wo irgendeiner sitzt. Und diese Zeit war die wirkliche Filmschule, die ich nie besucht habe. War natürlich German Fried Movie, Barschel, Amoklauf, dass man einfach alles selber machen muss von A bis Z.
31:59Uwe Boll
Bei dem 2 Millionen, das war schon, ja, man denkt auf einmal, wir hatten ja Gildo Horn, Sissi Perlinger, Tanja Schanzara, so diese ganzen Kölner Comedy-Urgescheine, Ralf Morgenstern. Also Viele Comedians drin, bekannte Schauspieler, Rados Bokel, Christian Kamann, Sissi Perlinger. Ja, also da war man auf einmal so irgendwie drin.
32:24Speaker B
Und dann warst du ja auch, ich meine, du hattest einmal den medialen Mainstream erlebt von der Seite von sozusagen, ihr seid Abweichler. Und dann warst du aber Teil dessen, warst vermutlich auf die Champagnerpartys eingeladen. Hattest dann irgendwie die Stars mit am Set und das ist ja häufig eine Frucht, wenn man einmal von dieser süßen Frucht gekostet hat, will man die nicht mehr loslassen.
32:49Uwe Boll
Ja, aber leider war der Film nur auf Video und im Fernsehen erfolgreich, nicht im Kino. Also es im Kino hat nicht funktioniert und dann habe ich bei Taunusfilm im Endeffekt gar keine Regie mehr geführt, sondern nur noch Sachen produziert oder mitproduziert und also Die haben Kurklinik Rosenau gedreht. Natalie Endstation Baby für Sat.1. Urlaub vom Alltag habe ich produziert mit Karel Gott. Da war ich auf Teneriffa, stehe mit den Dünen, Karel Gott singt und irgendwelche, diese ganzen Volksmusiker und so weiter.
33:21Uwe Boll
Und klar, zum ersten Mal verdient man Geld. Man kriegt jeden Monat Geld und denkt sich: Ja, besser als gar keinen Job. So, und von daher Habe ich das erst mal wirklich so 4, 5 Jahre gemacht, habe gemerkt, gut, aber habe natürlich auch für mich selber gemerkt, das ist natürlich jetzt nicht mein Endgame. Ich will schon wieder Filme selber machen. Wie kann ich das machen? Hier sicherlich nicht in dem Sinne, weil als Produktionsfirma hat man eben eigentlich nie einen Regisseur inhouse, sondern immer nur Producer im Endeffekt.
33:58Uwe Boll
Und damals sah ich, also Ich will eigentlich nach Amerika. Ich will eigentlich in Amerika Filme machen. Englischsprachige Filme waren auch meine persönlichen Favoriten. Welche Filme guckt man? Meistens amerikanische Filme. Und ich sah, dass damals gab es Filmfonds, also Cinerenta, Videal, die gab es so, konnte man von der Steuer absetzen. Also das Geld im ersten Jahr konnte man als Zahnarzt, sagen wir mal, ich verdiene 300.000 als Zahnarzt, Ich tue 200.000 in Film, habe ich schon mal 100.000 Steuern gespart, die brauche ich nicht zu bezahlen.
34:32Uwe Boll
Aber habe ja trotzdem 200.000 bezahlt, also ich kann schon noch Geld verlieren. Aber das ging damals ab wie Schmidts Katze. Und ich habe zu Taunus Film gesagt, wieso machen wir das denn nicht? Ja, wir sind eine Tochterfirma des Hessischen Rundfunks, die Menschen vertrauen uns, also um es mal so zu sagen. Ja, so, warum legen wir keinen Filmfonds auf? Mit 100 Millionen, wo man Filme mitmachen kann. Und wir haben eine Bank, die uns das Geld einsammelt.
34:59Uwe Boll
Fanden alle scheiße die Idee, außer der Finanzchef vom Hessischen Rundfunk. Mit dem konnte ich gut, weil der hat sich auch für den Content, den der Hessische Rundfunk produziert hat, einen kompletten Scheiß interessiert. Der hat nur auf die Zahlen geguckt und der so: Die Idee ist gut. 100 Millionen aus der Privatwirtschaft. Und dann bin ich mit dem nach München gefahren zur Hannover Leasing. Auch Tochterfirma Hessischer Rundfunk und so weiter.
35:24Uwe Boll
Und die so: 100 Millionen, können wir uns schon vorstellen. Und wir so: Ja, wir auch. Und dann müssen wir so ein Termsheet machen. Unter welchen Bedingungen? Was muss ich erfüllen, damit sie 100 Millionen einsammeln quasi? Und dann haben die gesagt: 60% Vertriebsgarantie. Also das heißt, ich muss irgendeinen Vertrieb finden in Hollywood oder so, die sagen, Wenn ihr diese Filme dreht, geben wir euch 60% von dem Geld wieder, auch wenn die Filme floppen.
35:55Uwe Boll
Also dass man sozusagen dieses unternehmerische Risiko so ein bisschen abwälzt auf die Vertriebe. Das heißt, der Druck war natürlich dann— ich war noch nie in Hollywood zu dem Zeitpunkt, noch nie in Amerika vorher. Und dann der Born, hieß der Finanzchef, und der meinte: Sie müssen jetzt nach Amerika fliegen. Wir zahlen alles und sehen, dass wir irgendwelche Firmen kriegen, die dieses Termsheet erfüllen, sodass wir dann tatsächlich 100 Millionen hätten, um Filme zu drehen.
36:24Uwe Boll
So, und dann bin ich dahin geflogen. Die Details kann ich noch erzählen, aber der Punkt war, ich habe tatsächlich Vertriebsfirmen gefunden, die das Geld gebankt hätten, die 60%, ne. Und dann hat Nova Leasing, oh nee, wir haben Deal mit Universal jetzt gemacht für 200 Millionen, wir machen euren Deal nicht Und ich dann so, ja, wir haben ja unterschriebenes Termsheet, das Geld muss kommen. Und dann Hessischer Rundfunk, können wir nicht mal ans eigene Unternehmen, wo dann eben die Hessische Landesbank mit drin hängt?
36:53Uwe Boll
Da ist dann so Government, ne? Also da haben die sich, Alter, der Geschäftsführer von Towns 5 auch, der meinte, boah, können wir nicht verklagen? Ich so, das sind 100 Millionen, ich reiß mir da den Arsch auf und dann kommt nichts, ne? Und dann hat er hat der Grassis, der Geschäftsführer von Towns Film, meinte, machen Sie doch selber. Also als Bolu Film, unsere GmbH, die wir damals gegründet haben, die mir dann mittlerweile alleine gehörte.
37:17Uwe Boll
Machen Sie doch so einen Fonds auf. Und ich so, ja gut, aber wer gibt mir das Geld? Weißt du, interessiert doch keinen. Bolu hat nichts, meine ich, außer Amoklauf. Aber jetzt gut, dann habe ich gesagt, ich versuch's mal und habe wie so ein Fondsprospekt gemacht mit Bolu Film und Nichts. Es kam nichts.
37:38Speaker B
Und der Fondsprospekt hat den— was du brauchtest quasi, um so einen Filmfonds aufzulegen, eine Bank, die den auflegt mit dir. Und es war dann dein Fonds. Und dann haben die ihren Anlegern gesagt, guck mal hier, geh doch da rein. Du hättest auch noch Anleger bringen können. Aber sinngemäß hast du gesagt, wenn ich die 100 Millionen hätte, dann mache ich einen Alienfilm und noch den und den und den. Und das wird doch ein riesen kommerzieller Erfolg. Willst du rein? Willst So ungefähr.
38:03Uwe Boll
So ungefähr. Aber bei meinem eigenen, also man musste eine GmbH haben und dann eine GmbH Co. KG aufmachen. Kommanditisten waren dann die Anleger, ne? So, dass also in der GmbH konnten die nicht anlegen. Das heißt, man musste so ein bisschen noch notariell was nacharbeiten. Und dann gab es Zeichnungsscheine, wo steht, Sie treten bei mit 50.000, mit 100.000 oder so. Jetzt war es aber bei mir natürlich so, die Banken haben alle gesagt, machen wir nicht.
38:28Uwe Boll
Und dann habe ich überlegt, so wie damals der Boxleitner, der bei 20.000 gebracht hat bei German Fright Movie, habe ich gedacht, ja gut, dann gehe ich an private Anlagevermittler und sag, guck mal, du verkaufst Windanlagen, du verkaufst sonst irgendwas, Solardinger, verkauf doch auch einen Filmfonds. Und bin dann wirklich rumgetourt, habe fast keinen gefunden, habe dann aber einen gefunden, Wömpener aus Bielefeld, der so, wie viel brauchen Sie denn wirklich für so einen Film?
38:56Uwe Boll
Habe ich natürlich viel kleiner dann gedacht. Ich so, ja gut, was weiß ich, 3 Millionen, 4 Millionen müssen wir schon haben, ne? Und der so, die besorge ich dir, meinte er, aber ich will 25% Provision. Und ich so, von mir aus, ja. So, und der hat tatsächlich die 4 Millionen, hat er gebracht, die hat er eingesammelt kurz vor Weihnachten, ne? Das war immer vor Weihnachten, müssen die Leute, der Steuerberater sagt, oh, du musst so und so viel bezahlen.
39:19Uwe Boll
Und dann hat er die 4 Millionen gebracht, und so konnte ich überhaupt in Hollywood meinen ersten Film machen, aber natürlich auf deutlich kleinerem Level, als ich vorher geträumt habe. Und was natürlich im Nachhinein vielleicht gut war, dass man klein anfängt und jetzt nicht da mit 100 Millionen reinläuft, weil dieses stupid German money, wie man damals gesagt hat, hat ja leider die ganzen anderen Filmfonds komplett vernichtet hinterher.
39:44Uwe Boll
Die sind ja alle verarscht worden und sind pleite gegangen.
39:47Speaker B
Das musst du gleich noch mal erklären, was da mit überhaupt deutschen Filmfonds passiert ist.
39:52Uwe Boll
Das, also die Schnellfassung ist ja dann: Es lief bei mir super. Ich habe diesen ersten Film gedreht, Sanctimony, einen Serienmörderfilm mit Casper von Dien. Der hat sich gut verkauft. Wir haben sehr schnell sehr viel Geld an die Anleger zurückbezahlen können und dann wurde mein Fonds immer größer, wo die dann gesagt haben: Na gut, aber guck mal hier, der Boll hat schon 30% ausgezahlt innerhalb von 6 Monaten. Ihr zahlt mir noch nichts aus.
40:19Uwe Boll
Und dann kamen immer mehr, auch wirklich Sparkassen und so, haben den Fonds empfohlen. Dann habe ich einen zweiten Film gemacht, Blackwoods. Dann haben wir genau auch so wenig Geld eingesammelt. Da war eine Situation, der Würmner meinte, ich will 25% für den nächsten Film. Und ich sage, es ist einfach zu viel. Ich habe ihm gesagt, also die Anleger sind doch, sagen wir mal, Ich will das maximal an die Anleger zurückgeben.
40:46Uwe Boll
Und wenn einer 25% für die Geldbeschaffung kriegt, das ist schon heftig. Ja, also dann habe ich gesagt 15, und er so: Leck mich am Arsch. Und dann hatte ich aber ein paar andere, die das auch, aber die deutlich schlechter waren wie der Wömpner im Geldeinsammeln, muss ich schon sagen. Die haben es dann für 15 gemacht, aber wir haben noch, glaube ich, 3 Millionen nur eingesammelt für den zweiten Film Blackwoods. So, und der Film Hat sehr schnell 55 oder so Prozent Ausschüttung gebracht.
41:13Uwe Boll
Die hatten ja schon die Hälfte vom Finanzamt wieder so 55 Prozent Ausschüttung und dann ging's los. Ist wie bei dir im Podcast. Auf einmal ging's los. Ganz genau. Dann riefen mich immer mehr an. Schicken Sie mir Prospekte zu. Schicken Sie mir Prospekte zu. Zack, 30 Millionen. Dann da sitzt man zu Hause.
41:30Speaker B
Wer gibt dir 30 Millionen?
41:31Uwe Boll
Die ganzen Anleger. Weil er hat auf einmal so viele Finanzleute, die draußen rumlaufen kurz vor Weihnachten und sagen: Pass auf, du brauchst Verluste zum Metzger, zum Zahnarzt. Zahnarzt, hier ist was, der Filmfonds hat wirklich Geld zurückgezahlt, guck dir das an. So, dadurch haben viele dieser anderen Fonds dann gedumpt und haben gesagt, da verkaufe ich gar nicht mehr, der andere Scheiß, die labern nur, aber es kommt kein Geld zurück.
41:55Uwe Boll
Guck mal hier, der Ball, zweimal hintereinander 30, 40, 50% Ausschüttung. Und dann kam dieser Schlag. Ich saß zu Hause, muss man sich wirklich so vorstellen, ich sitze zu Hause, Feldbergstraße in Mainz, in so einem kleinen Apartment. Und damals auch noch keine E-Mails, sondern Fax. Und die Zeichnungsscheine kamen immer per Fax. Die musste ich dann unterschreiben und zurückfaxen, damit die gültig waren. Und es muss alles vor dem 31.12.
42:22Uwe Boll
passieren. Und immer kurz vor Weihnachten ging dann so der Hype langsam los. Und dann auf einmal bei diesem dritten Fonds, 2002 war das dann ungefähr, Die Maschine hörte nicht mehr auf. 20.000, 30.000, 40.000. Und ich lag nachts im Bett und ich hörte so: Rrrrrrrr. Und ich so: Das kann nicht wahr sein! Weil dann hatte ich natürlich auch die Sache: Was drehe ich denn jetzt, was auch dem Budget entspricht? Ich kann ja jetzt nicht 20 Filme, ich muss ja jetzt quasi 2, 3 Filme machen, aber mit deutlich höherem Budget, mit bekannteren Schauspielern und so weiter und so fort.
43:02Uwe Boll
Da kommen dann so gewisse logistische Probleme. Auch rein, wo man dann überlegt, so, was, wie setze ich das jetzt um? Und so kam es dann zu diesen Videospielverfilmungen, die mich dann bekannt gemacht haben, weil man dann mehr Geld hatte und hat gedacht, was ist kommerziell, was kann ich machen? Mach doch House of the Dead, mach doch Alone in the Dark, diese Videospielverfilmung, die damals noch fast keiner gemacht hat und heutzutage alle machen.
43:24Uwe Boll
So, und das war wie so eine Wave, ne? Und wo man, wo man dann, viele haben es damals versucht, Geld einzusammeln, und die haben es aber nicht geschafft. Auch Filmfirmen und so, die haben es einfach nicht geschafft. Und so bin ich dann da reingekommen. Und dann kurz und knapp, 2005 wurde alles abgeschafft.
43:46Speaker B
Diese Steuerprivilegien?
43:47Uwe Boll
Genau, da hat der Staat gesagt, kann man nicht mehr absetzen. Und das war das komplette Ende von Privatfinanzierung in Filme, kann man sagen, in Deutschland. Weil ich meine, man kennt die Deutschen, wenn man nicht von der Steuer absetzen kann, da gibt es kein Risikokapital sozusagen. Und ohne diesen steuerlichen Kicker war das eben Ja, es ging auf null für alle Beteiligten, kann man sagen. So, und das war natürlich schade, weil ich war so richtig auf dem Hype, ne, die einen großen Film nach dem anderen, Studio-Release in Amerika, im Kino auch und so weiter.
44:21Uwe Boll
Also nur, ich hatte zu dem Zeitpunkt eben schon genug Filme gemacht, damit ich irgendwie im Business war. Die Leute kannten mich, wir haben die Dinger weltweit verkauft, und dadurch ging es weiter. Ne, also dadurch habe ich dann eben noch zig andere Filme machen können durch reale Verkäufe der Filme und so weiter und so fort.
44:42Speaker B
Ja, du hast vorhin gesagt, dein erster Film wäre der einzige Film, wo du gute Kritiken für bekommen hast, und trotzdem hat's aber monetär super funktioniert. Wie erklärst du das?
44:51Uwe Boll
Na gut, die Filme, ich habe eben sehr stark Genre gemacht oder diese Videospielverfilmung, die eben reine Entertainment-Sachen waren, und Bei House of the Dead, ich glaube, das war der Film, für den ich die allerschlechtesten Kritiken gekriegt habe. 2 Punkte bei IMDb oder so. Aber der hat am allermeisten Profit gemacht. So ein Film, der 7 Millionen gekostet hat, hat 13 Millionen in den USA im Kino eingespielt, aber hat 38 Millionen Video gemacht.
45:16Uwe Boll
38 Millionen Dollar Umsatz im Videobereich. Und da war ich natürlich auch immer so emotional in so einer Zwicklage. Die Leute taten immer so, gerade auch in Deutschland, Weil in Deutschland waren sie dann neidisch. Ich habe dann so gemerkt: Scheiße, der Boll dreht jetzt richtige Filme, große Filme. Christian Slater, Ben Kingsley und so weiter. Das gibt es doch nicht. Diese Lusche von German Fried Movie und so weiter.
45:41Uwe Boll
Es war viel Neid, habe ich gespürt in Deutschland. Bin dann auch nie mehr zu Festivals eingeladen worden in Deutschland oder sonst irgendwas. Also da war dann wirklich so, dass der da war. Wie konnte das sein, dass dieser Fehler der Geschichte, dass Uwe Boll auf einmal doch eine Filmkarriere gemacht hat? Und aber die Filme, wie eben die meisten amerikanischen Filme, verkaufen sich einfach weltweit und werden einfach überall— kennt die, ne?
46:07Uwe Boll
Das ist einfach so. Die meisten deutschen Filme, wenn man dann darüber liest, die haben Venedig gewonnen oder sonst irgendwas, aber es interessiert ja anders. Nein, genau, es interessiert einfach keinen, sondern was zählt, ist: Kennen die dich? Kennen die die Filme? Und wollen die sowas sehen? So. Und auch bei Filmen, die im Kino oft schlecht gelaufen sind, ne? Also Schwerter des Königs mit Stesser ist im Kino schlecht gelaufen.
46:33Uwe Boll
So, aber der macht jedes Jahr siebenstellig noch zwanzig Jahre später. Er ist immer wieder im Fernsehen, RTL oder welt also weltweit ja dann auch darf man ja nicht nur auf Deutschland dann begrenzen, sondern der ist dann im Primetime im spanischen TV. So und das sind natürlich Sachen, da können ja andere nur von träumen. Ne? Deshalb ist auch immer so lustig, wenn über mich Leute schreiben in der deutschen Presse, egal welcher Film kommt.
46:56Uwe Boll
Es ist immer dasselbe. Man sagt, er ist der schlechteste Regisseur der Welt, hat die Goldenen Möwen, hat die Kritiker k.o. geschlagen, sozusagen, und blablabla. Und er ist ein Billigfilmer, ein B-Filmer. Und man denkt sich irgendwie, ja, aber was seid ihr denn dann? Also ich meine, wenn ich einen Film für 25 Millionen Dollar mit Christian Slater drehe, was ist denn dann der deutsche Film? Der F-Film, oder was? Ich meine, hier kostet alles 2 Millionen oder 3 Millionen und es passiert nichts.
47:25Uwe Boll
Das ist ja, die Definition stimmt einfach nicht, wenn man die Geschäftssituation nimmt oder die tatsächlich den weltweiten Impact, den so ein Film hat oder die Filme haben, die Verkäufe und wie die gerne es wollen, wie es ist. Also ich hatte in Deutschland schon immer den Eindruck, die schreiben so, wie sie wollen, dass ich rezipiert werde. Der Billigfilmer, man sagt der trashigste, der schlimmste und so weiter. Und dieses Narrativ versuchen sie dann irgendwie aufrechtzuerhalten, wo ja, ich meine, ich habe 40 Filme gedreht mittlerweile, 400, 500 Millionen Produktionsvolumen und so weiter.
48:09Uwe Boll
Also da jetzt zu sagen, der Typ ist die absolute B-Trash-Nummer, ist ja komplett absurd irgendwo.
48:18Speaker B
Also hast du das mal gemacht? Hast du geguckt, was haben deutsche Filmemacher an Umsatz gemacht und dann gerankt nach Lifetime-Umsatz? Wo stehst du da?
48:28Uwe Boll
Ja, deutsche Regisseure, Roland Emmerich, Wolfgang Petersen, ich. Also vom Umsatz her, aber absolut. Man muss überlegen, nehmen wir mal Lola rennt, Tom Tikwors Karrierestart, den ich übrigens damals beim Max-Ophüls-Preis, wo ich war mit Amoklauf, war Tom Tikwor mit Tödliche Maria, seinem allerersten Film auch, und hat mich bei der Pressekonferenz verteidigt. Und hat gesagt, jetzt lass mal den Molli in Ruhe. Also primitive Horrorfilme wie Amoklauf, kann man sich ja vorstellen, was die mir da gesagt haben.
48:59Uwe Boll
Und der war super nett immer, Tom Thicke, weißt du, super netter Typ. Auch Babylon Berlin finde ich super. Andere Filme von ihm finde ich nicht so gut. Aber Lola rennt wurde ja absolut weltweit gefeiert. Und dann guckt man Lola rennt, USA Box Office 5,3 Millionen. Also Kinohitspiel. Und House of the Dead, der total floppte, schlimmster aller Zeiten, 13,2.
49:21Speaker B
Krass.
49:21Uwe Boll
Also ich bin jetzt die absolute Nullnummer.
49:25Speaker B
Du bist der schlechteste Filmemacher der Welt, der aber irgendwie mit am meisten Erfolg hat aus Deutschland.
49:29Uwe Boll
Ja, aber das schreiben die ja noch nicht mal, sondern die schreiben ja auch, ich bin erfolglos.
49:33Speaker B
Die schreiben aber wahrscheinlich auch ganz viel voneinander ab. Das heißt, wenn keiner schreibt, was der an Umsatz gemacht hat, dann wissen die das im Zweifel nicht, weil die gucken ganz, ganz viel. Ja, was haben denn meine Kollegen links und rechts gemacht?
49:44Uwe Boll
Dann mache ich das auch und dann Genau, das ist aber, aber da zählt dann mehr so dieser Festivalerfolg oder so. Aber man muss ja trotzdem im Leben immer, gerade auch wenn man Produzent ja auch ist, es bringt ja alles nichts, wenn kein Geld zurückkommt. Und ich habe auch immer gesagt bei so Diskussionen, auch was ich für eine Lusche wäre, so, wenn 2005, also vor 21 Jahren, die Filmfonds kaputt waren, wieso habe ich denn noch 21 Jahre weiter Filme drehen können, wenn ich doch nur die deutschen Steuerabschreibungsmodelle ausgenutzt habe und anscheinend keine Sau auf der Welt meine Filme kauft oder guckt?
50:29Uwe Boll
Wo ist das Geld her? Ja, so, also das gibt's doch gar nicht. Und da denkt man auch irgendwie, ja, natürlich ist das Geld aus den Erlösen der Filme, aus den Erlösen, Vorverkäufe etc. Ja, und natürlich auch Tax Breaks. Kanada kriegt man ja 38% wieder, wenn man da dreht und so weiter. So, aber diese Idee, dass keiner, dass ich das quasi nur von deutschen Steuergeldern gelebt habe, was ja auch Quatsch ist, stand auch oft, ich hätte quasi Geld vom Staat gekriegt.
51:00Uwe Boll
Das also in Amerika schreiben das viele, dass der deutsche Steuerzahler Also nicht Investoren, sondern der Staat hat mir das Geld gegeben für Steuerabschreibung. Was natürlich auch komplett absurd ist, weil warum? Warum soll ein Staat einem direkt Geld geben, ums Geld loszuwerden, oder was? Das ist so viel Quatsch. Wikipedia auch total verkehrt geschrieben über mich. Nur man kann sich da nicht mehr auf— also man über die Jahre denkt man sich dann auch, komm, ist doch alles scheißegal, Hauptsache ich kann weiter irgendwie Filme machen.
51:30Speaker B
Wie erklärst du dir das, dass irgendwie so negativ geschrieben wird, obwohl der Erfolg so groß ist?
51:37Uwe Boll
Weil denen die Filme natürlich überhaupt nicht gefallen. Also diese— ich bin eher so Genre-Film-Fan und ich bin auch kein Fan von zweieinhalbstündigen Dramen, sondern so 90 bis 100 Minuten und es muss was passieren. Am allerschlimmsten ist, wenn ein Film nicht unterhaltsam ist. Also am wichtigsten ist, finde ich, dass ein Film unterhaltsam ist und dann kann es mal politisch sein. Dafur habe ich gemacht, Auschwitz habe ich gemacht, oder aber auch mal wie Alone in the Dark, BloodRayne, einfach nur reines Entertaining.
52:10Uwe Boll
Und ich glaube einfach, der Stil, dass ich so direkte Filme mache, gefällt den Leuten überhaupt nicht, den Kritikern. Also ich versuche einfach, die Story zu erzählen und nicht noch in Symbolen zu reden, sondern eben Straight to the face. Das jetzt bei meinem Film jetzt über die Citizen-Vigilante, wenn der dann eben irgendwelche migrantischen Vergewaltiger umbringt. Das ist dann eben nicht, wird nicht erzählt über irgendwelche Symboliken, sondern ihr habt die vergewaltigt und jetzt seid ihr tot.
52:49Uwe Boll
Also so, und das ist natürlich für die meisten Leute der Schock überhaupt. Selbstjustiz etc. Pech. So ist eben Selbstjustizfilm in der wirklichen Welt und Ich bin dann eben Freund von Tacheles und nicht, wie gesagt, wir haben genug Stories, wie Migranten in Deutschland die Helden sind und wie auch immer, Tatortkommissare. Bei mir mal einmal nicht. Ich habe mir lieber einen Film gemacht für die Kriminalstatistik. Aber das habe ich auch bei Sound of Wall Street.
53:16Uwe Boll
Da geht es um die Banker, die der Typ platt macht. 2008, wo 4000 Amerikaner Selbstmord begangen haben, weil sie alles verloren haben. Und die Banker kriegen 300 Millionen Bailout habe ich auch einen Film gegen die Finanzverwaltung quasi gemacht, wo der da abräumt. Das ist aber so mein Stil. Und das vielleicht auch die Filme, die mich so geprägt haben. Taxi Driver, so die frühen Scorsese-Filme, Oliver Stone, fand ich einfach geil.
53:45Uwe Boll
Also deshalb kann ich auch mit den vielen jetzigen Filmen nicht so viel anfangen. Also ich finde schon, ein Film muss auch so in die Magengrube schlagen können.
53:56Speaker B
Ja, ich verstehe das jetzt mit, ich sag mal, dem aktuellen Film. Aber wenn ich mich an meine Jugend und Erwachsenenalter erinnere, und ich bin '84 geboren, so 2004, 2005, als dann diese Filmförderung ausgelaufen ist, da gab es halt noch geile Filme. Also so ein Independence Day war ein krasser Film, selbst Harry Potter. Es gab auch gute deutsche Filme. Und gefühlt, wenn ich jetzt überlege, was gab es in den letzten 10 Jahren, für einen guten Film?
54:26Speaker B
Weniger, weiß ich jetzt nicht, ob es überhaupt irgendwas— König der Löwen gucken wir heute noch, weil es einfach ein grandioses Meisterwerk ist. Aber wie viel grandiose Meisterwerke hatten wir in den letzten 10 Jahren? Und gefühlt ist ja dieses ganze Woke überall drin. Dann haben wir auf einmal keine schwarze Ritter, und also nicht schwarz— früher gab es den Schwarzen Ritter, der hat halt eine schwarze Rüstung, niemand wusste, wer der war, und alle umgebracht.
54:49Speaker B
Heute sind schwarze Ritter Da ist ja die Frage, das ist irgendwie historisch schwierig, gab es wenig von. Aber in jedem Film gibt es dann auch noch, keine Ahnung, dann sind doch alle irgendwie nonkonform, nonbinär Gedöns. Und es ist irgendwie so in your face geworden, dass es zum Teil schwer ist auszuhalten und so politisch korrekt. Wann hast du das das erste Mal gemerkt, dass das in der Filmbranche, dass es mehr da reingedriftet ist?
55:15Uwe Boll
Ja, die letzten 10 Jahre auch. Also es ist sozusagen, also diese Quotennummern immer. Also man braucht jetzt bei Netflix immer einen LGBTQ, einen Chinesen, einen Farbigen, wie auch immer.
55:28Speaker B
Braucht man das wirklich?
55:29Uwe Boll
Ja, absolut. Diversity Rider, sonst hat man verloren. Und das haben auch Filmfestivals. Also ich empfehle jedem, mal so auf Sundance, also Sundance Film Festival gehen, Filmanmeldung. Wenn man da ankreuzt weiß und heterosexuell, braucht man gar nicht mehr weiter auszufüllen. Also da ist egal, was man gedreht hat. Dances with Wolves oder so weiter. Egal was für ein Meisterwerk man hat, man wird da nicht mehr abgespielt.
55:56Uwe Boll
Das ist einfach so. Wie viele Natives sind dabei und so weiter. Das ist einfach so und das macht natürlich indirekt alles kaputt. Die Kreativität oder auch diesen Drive, gerade in der Filmindustrie, ist ja ähnlich wie als Schriftsteller oder so. Ich finde schon, ich bin aufgewachsen, man orientiert sich am Filmemacher. Finde ich den geil, gucke ich mir den nächsten Film an. Aber der muss dann eben auch freischalten können, ne.
56:21Uwe Boll
Man hat ja jetzt nicht Oliver Stone am Anfang seiner Karriere gesagt, pass mal auf, muss jetzt mal irgendwie der Alte drehen oder so, sondern ich mache JFK, dann mache ich Natural Born Killers, dann mache ich Salvador oder so. Der hat einfach damals richtig abgeräumt, Platoon und so weiter. Der war wirklich einer so meiner, meiner Heroes, ne. Und Scorsese natürlich auch, Raging Bull. Also der hat ja früher auch viel radikalere Filme haben die alle gemacht, ne.
56:45Uwe Boll
Die sind jetzt eben Scorsese oder Coppola oder so, sind eben jetzt auch alt und dementsprechend auch so ein bisschen wachsweich geworden, sind froh, wenn sie überhaupt noch 200 Millionen kriegen, um zu drehen. Aber diese Art Filmemacher haben mich sehr beeinflusst, dieses 80er-, 90er-Jahre-Kino, Hollywood. Der weiße Hai und so ist mein Platz 5 of all times. Aber das sind geile Filme gewesen, die auch nicht altern, die sind immer noch ein super, ne?
57:14Uwe Boll
French Connection und so weiter. Und die letzten 10 Jahre ist es wirklich so, wer kennt jetzt noch Regisseure überhaupt? Da steht immer eine Netflix-Show, Ende. Ja, als ob der ein Netflix-Typ heißt Netflix und dreht alles für Netflix. So, aber diese Filmemacher-Idee ist durch Streaming auch extremst verschwunden, dass es egal ist, wer da Regie führt, weil die ja alle Showrunner haben mittlerweile. Leute, die dafür sorgen, dass das eben so eins zu eins immer dasselbe ist.
57:45Speaker B
Was ist ein Showrunner?
57:46Uwe Boll
Ja, ein Showrunner gerade bei Serien ist eigentlich der, der die Oberverantwortung hat, der den Deal auch mit dem Streamer mal hat, ne? Und die sagen, du machst für uns 3 Serien im Jahr. Die führen nicht Regie, die, die, aber, aber die haben quasi, die kontrollieren die Regisseure, die Autoren, die haben alles im Griff. Die sind sozusagen der Oberproducer, kann man sagen. Und die prägen eigentlich so die das Filmgeschehen mittlerweile auch, weil die den Zugang zum Geld haben, einfach in dem Sinne.
58:14Uwe Boll
Und die Filmemacher sind eigentlich nur noch so Umsetzer, ne? Der passt da, den nehmen wir, der konnte schon immer so Episoden drehen. Mobland oder so mit Tom Hardy, wer führt Regie bei Mobland mit Tom Hardy? Keine Ahnung. So, ne? Und aber das sind dann eben so Sachen, wo das verschiebt sich so weg vom Filmemacher weg zu industrieller Produktion. Aber alles unter der Ägide: Folgende Punkte müssen erfüllt werden.
58:43Speaker B
Das ist so ein bisschen wie, also so verstehe ich dich, früher war Filmemachen halt eine Kunst und jetzt ist das auch immer noch theoretisch eine Kunst, aber es ist mehr so eine Auftragskunst. Es ist nicht mehr das Bild, wo Picasso gesagt hat: Tada, so ist es! Sondern es ist quasi IKEA, das sagt: Pass auf, es muss so und so groß sein, es muss in ein Wartezimmer eines Arztes passen, aber auch in ein Wohnzimmer eines mittelständischen Gedöns.
59:07Speaker B
Und kannst du noch ein bisschen mehr Blau reinmachen, ein bisschen mehr Grün und nicht ganz so abstrakte Motive? Und dann machen die das auch, weil die das handwerklich malen können. Und dann ist der Regisseur von heute weniger der Künstler als mehr der Handwerker. Und der Showrunner heißt die Position, ist so ein bisschen der, böse gesagt, Zensor, aber eigentlich ja der, ja auch nicht Einkäufer, sondern der Beauftragte sozusagen.
59:32Uwe Boll
Genau, der muss ja dann auch noch vom Sender oder Streamer, wer es auch immer da in Amerika dann ist, die nehmen natürlich auch auch die Sachen dann noch ab, ne? Und die intervenieren auch. Also das heißt, wenn man dann— ich kenne Leute, die haben für Netflix gearbeitet, da sitzen dann öfter so Netflix-Leute neben einem am Video und gucken auch, was man da dreht. Und wenn man jetzt kommt, zum Beispiel anfängt zu improvisieren, da werden die aber ganz nervös, ne?
59:56Uwe Boll
Wenn man dann einfach sagt, die Szene funktioniert so nicht, ich muss das jetzt anders machen. So, da wissen die gar nicht, ob sie direkt Ted Sarandos anrufen sollen, der weicht vom Drehbuch ab. Also solche Sachen passieren, und das bringt natürlich enormen Druck, wenn man da sitzt und da ist da einer, der Also genau guckt, was steht da, was approved ist und was dreht er jetzt. Nicht, dass er jetzt hier komplett Amok läuft.
1:00:18Speaker B
Das heißt, das Drehbuch ist approved vom Streamingdienst und dann hast du schon die Vorgabe, das musst du ja machen, weil sonst wäre es ja nicht approved. Und dann haben wir wahrscheinlich alle die Sorge, wir drehen jetzt hier den Film, Netflix hat gesagt, bezahlt den. Und jetzt haben wir was gemacht, was vorher nicht abgesprochen war. Jetzt kann es sein, dass sie sagen, nee, so nehmen wir den nicht, weil das habt ihr ja vorher nicht gesagt.
1:00:43Uwe Boll
Ganz genau. Und die Angst hat der Showrunner, weil er müsste dann ja quasi Geld zurückbezahlen oder kriegt die letzte Rate nicht und so weiter. Und deshalb passen die da immer auf. Eine Freundin von mir, die macht The Last of Us, diese Serie bei HBO mit den Zombies, die überall rumlaufen. Da kostet jede Episode 28 Millionen Dollar. Also die kriegen dann 300 Millionen von HBO und drehen das. Und die drehen oft so in der kanadischen Wildnis im Schnee.
1:01:11Uwe Boll
Und die Showrunner sind dann einfach nur über Satellit zuschauen. Weil denen das zu kalt ist. Die haben keinen Bock. Die sitzen dann quasi im Office in LA und die sagen, so geht das nicht, der Schlitten da nach links und so weiter. Und dann ist das natürlich für die Leute, die dann da am Set sind, aber gar nichts zu kamellen haben, eine absolute Katastrophe, weil dann Zoom-Call weg und alle so, jetzt sind sie weg, jetzt drehen wir was anderes.
1:01:38Uwe Boll
Aber so läuft es auch. Also wo man wirklich sagt, so kann ja keiner arbeiten in Wirklichkeit. Aber das zeigt eben auch diese Power, von diesen Showrunnern, dass die zum Beispiel denken, ich brauche gar nicht mehr dahin zu fahren. Hauptsache, der macht das so, wie ich das vorher gesagt habe und so weiter. Und da waren dann auch Situationen, wo einfach alles auseinandergefallen ist, weil der Regisseur mit denen gar nicht mehr geredet hat.
1:02:02Uwe Boll
Der so, ich drehe jetzt hier einfach, ihr seid weg und so weiter. Dann gab es Riesenärger. Das sind nur so Einzelbeispiele. So was passiert natürlich auch, aber es ist mehr so dieses Strukturierte, dass es eben auch zum Beispiel bei Amazon, auch wenn man bei Amazon was einreicht, dann gibt es 2 Varianten. Man kriegt direkt die Absage, sondern antwortet, das passt sowieso nicht. So, oder man kriegt eine Schablone zugeschickt, so ein Link, bitte ausfüllen, und der geht in KI.
1:02:27Uwe Boll
Da muss man dann für die KI quasi dieses Drehbuch mal runterbrechen, ne? Hauptdarsteller schwarz, weiß, wie auch immer. So, also alle Varianten, ne? Story in 2 Sätzen zusammenfassen und so weiter. Und dann geht das automatisch durch so einen Algorithmus. Der alle Amazon-Produktionen aller Zeiten beinhaltet mit Einschaltquoten und allem Drum und Dran. Und dann kommt zurück, ja, gucken wir uns mal genauer an. Und dann sagen die, wir gucken uns das ganze Drehbuch jetzt mal an.
1:02:56Uwe Boll
Das geht auch durch KI. So, und wenn man dann Glück hat, dann geht's noch mal weiter, wo dann gesagt wird, so, wer soll da mitspielen, ne? Also passt das? Das sind also die, die Steps. So, aber wenn ich jetzt Brett Pitt bin, gehe ich einfach mit Ted Sarandos essen. Ich sage, ich brauche 60 Millionen. Also machen wir. So werden natürlich auch die Hälfte der Aufträge werden nach wie vor mit Star Appeal, die Leute kennen die Leute, vergeben.
1:03:25Uwe Boll
Nur für die anderen, für die kleineren Producer, die Leute, die verzweifelt versuchen, auch was zu launchen, die gehen den harten Weg. Die müssen allem entsprechen und werden dann oft trotzdem am Schluss noch abgeschossen. Und Aber die großen Stars, man fragt sich ja oft, wie konnte der Scheiß gedreht werden? Und da weiß man wie. Indem das einfach so zusammengedealt wurde. Nach dem Motto, ich kann dem doch nicht absagen.
1:03:51Uwe Boll
Ich bin jetzt hier mit Tom Cruise. Also dem müssen wir dann schon 250 Millionen greenlighten. So läuft das.
1:03:58Speaker B
Das heißt aber, würde ja auch heißen, dass die großen Stars theoretisch in der Position wären, weniger woke, mehr künstlerische Filme zu machen. Aber machen sie ja nicht.
1:04:09Uwe Boll
Nee, da fallen sie gerne in Line, ne. Also so dieses, da sind sie eigentlich alle einer Meinung. Also ich glaube schon, dass in Hollywood auch 90% der Leute in der Filmbranche sind streng Demokratenwähler und sehr weit links, ne. Und 10% vielleicht nicht, aber die wollen das auch nicht unbedingt sagen, ne. Man hat jetzt Mel Gibson, Sylvester Stallone, die sind so reich, denen ist das scheißegal, die sagen, ich vote for Trump, so, ne.
1:04:35Uwe Boll
Und die sind ja so auch alt, Und denken sich auch, das ist mir egal. Aber viele andere, die— James Woods war ja auch ein super Schauspieler, aber der ist eben ganz klar auch ziemlich rechts, der hat da seit 10 Jahren nichts mehr mitgespielt, ne? Und die wird dann gar nicht mehr gefragt. Also dass da irgendwelche Leute, die man sonst kennt aus vergangenen Zeiten oder so, merkt man, der spielt auch nirgendwo mehr mit, weil der, nee, lass mal lieber hier Leute, die uns wo mehr so politisch gesonnen sind.
1:05:07Uwe Boll
Und ich glaube, dieses übergepfropfte Political Correctness ist enormst wichtig, um da auch bei den Agenten und so weiter überhaupt anzukommen. Auch wenn jetzt einer, ein Schauspieler, sagen würde, ich liebe Donald Trump, die Agentur wird den— hohe Chance, dass sie den fallen lässt. Sein Agent, nein, geht nicht. Lass mal, tschüss. Na ja, geht zu einer anderen Agentur oder so. Also da ist schon eine ganz klare Linie, dass die Leute wirklich eher so woke links sind.
1:05:45Speaker B
Wie glaubst du, das passiert, dass Film und Kunst, vor allem Kunst als Ganzes, so politisch geworden ist?
1:05:51Uwe Boll
Ja, ich sag mal, in Deutschland, ich bin ja schon immer sozusagen wetter ich gegen die deutsche Filmindustrie. Förderung auch, weil es ist natürlich in Deutschland so dieses: Wir zahlen GEZ, wir haben die öffentlich-rechtlichen Sender und die Filmförderung mit, kann man sagen, insgesamt Auftragsvolumen pro Jahr im Fiction-Bereich mit Förderung ARD/ZDF 2 Milliarden, 2,5 Milliarden. Ist ja schon mal ordentlich.
1:06:14Speaker B
Kann man schon was mit drehen.
1:06:15Uwe Boll
Genau. Und man macht ungefähr so 110 deutsche auch Kinofilme pro Jahr, wo man aber selber am Schluss 5 von kennt. Und 105 verpuffen im All, ja, bei Arte um 3 Uhr nachts. So, die werden einfach nur gefördert, so als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Die Leute kriegen immer wieder Geld, obwohl keiner guckt, die sich auch nicht verkaufen oder so. Und diese Blase habe ich immer total verurteilt. Deshalb habe ich auch dann hinterher auch keinen Filmförderer mehr gekriegt, natürlich, weil— oder auch keine Festivaleinladung, weil Festivals, Berlinale und so, werden ja auch eigentlich vom Steuerzahler subventioniert und da halten die dann alle zusammen.
1:06:55Uwe Boll
Da denken die sich auch, wollen wir nicht mehr, dann ist man raus aus diesem deutschen, aus dieser deutschen Filmblase. Und ich habe immer sozusagen gepusht, warum machen wir es in Deutschland nicht wie in Kanada? Wenn man 100€ ausgibt, kriegt man 38 wieder. Fertig. Keine Gremien mehr, keine reine Transaktion quasi. Man beweist, man hat die Kosten gehabt, Bankauszüge. Ein Accountant macht das fertig, zack, kommen 38% Tax zurück, also Labor Tax, also Refund.
1:07:27Uwe Boll
So, das würde ja eine Riesengerechtigkeit auch herstellen, weil dann die Leute würden natürlich, sagen wir mal, entweder kann ich irgendwie Geld raisen oder habe schon Geld, wie auch immer, aber total Amateure hätten dann ja auch keine Chance in dem Sinne. Aber es wäre ein Playing Field, ne, wo man eben nicht einer sagt, ich habe das Drehbuch gelesen, mit dem Boyka zurück Ja, so, und das ist dann schon dieselben Leute in Deutschland, kriegen kontinuierlich Geld.
1:07:53Uwe Boll
Es gibt ja zig deutsche Regisseure, die ohne Filmförderung hätten die nie einen Film gedreht, und ohne Filmförderung würde auch der neue Film nie gedreht werden. Und wenn man das jetzt so lange beobachtet wie ich, dann ist es einfach basierend auf dem Misserfolg des deutschen Films. Ja, auch man muss einfach sagen, deutsche Filme kauft im Ausland keiner. So ist es einfach.
1:08:15Speaker B
Ist das wirklich so?
1:08:15Uwe Boll
Ja, die deutschen Komödien funktionieren überhaupt nicht im Ausland. Da denken die dann, was ist das denn? Das ist ja überhaupt nicht lustig. Also deutsche Comedy funktioniert in Deutschland, ist Comedy das Einzige, was im Kino ganz gut funktioniert. So hier Elias M. Barek, Fuck You Goethe und so weiter, die haben nachweislichen Erfolg. Aber im Ausland versteht die Filme keiner. Den Humor versteht keiner, auch die Sprache und so.
1:08:38Uwe Boll
Will keiner sehen. So, was haben wir sonst noch? Genrefilme gar nicht. Horror, Sci-Fi, Action wird ja gar nicht gefördert in Deutschland. Also haben wir Melodram. Also entweder wieder Hitlerzeit oder Gebetsmühlen, eigentlich dasselbe Zeug. Sandra Hütter rein, kriege ich Förderung. So, aber das ist auch für die meisten im Ausland einfach zu langweilig. Das wollen die auch nicht sehen. Es sei denn, man hat mal einen deutschen Film, der einen Preis gewinnt.
1:09:05Uwe Boll
Kann Dann gucken auch die Ausländer mal, den zeigen wir jetzt auch mal hier. Und aber das ist der deutsche Film, der limitiert sich natürlich selber, weil diese Auswahlgremien sind ja alle von ARD und ZDF, also Redakteure sitzen da, vom Staat die Leute sitzen da. Und wer diese Gremien kennt, weiß, die haben 100 Anträge und kommen alle in diese Sitzung, und 90 werden sofort abgelehnt, weil die haben keinen am Tisch, der die will.
1:09:30Uwe Boll
Und dann geht's los, der RTL-Typ sagt mal so, Wir haben diesen Film, gibst du uns eine Million, wir stimmen für deinen WDR-Film, der kriegt eine Million. Das ist im Prinzip, wird das Geld unterm Tisch, vorher ist schon jeder klar, ich vote da mit dir, dann kriegst du das, dann kriege ich das für meinen Film. Und so wird immer dasselbe gefördert, dieselben Firmen gefördert. Und Genrefilme, gerade auch, wir wissen ja, Horror ist das Genre, was weltweit am besten geht, auch ohne Stars.
1:10:01Uwe Boll
Einfach erwiesen, boxoffice-mäßig auch im Kino. Obsession dieses Jahr, Backrooms, Hunderte von Millionen eingespielt. Filme, die keiner vorher gekannt hat, wo die Leute keinen Schauspieler kennen, trotzdem gehen die Dinger ab. So, das heißt, für Deutschland wäre das ja auch eine Chance, im Horrorbereich vielleicht was zu machen, weil da braucht man eben nicht Brad Pitt. So, aber wer macht denn in Deutschland Horrorfilm?
1:10:21Uwe Boll
Da kauft kein Streamer, kein Sender, kein Förderer. Also so, und das ist eigentlich so diese Korruption, Und für mich auch im Staat generell, also für mich ist dieses Film, dieser Filmbereich ist so ein Spiegelbild von der ganzen deutschen Politik. Es wird sich einer zurechtgemuschelt, wo dann eben so, ja, wenn du das machst, dann bist du da Staatssekretär und ich werde verbeamtet. So läuft das einfach so. Und das, und sagen wir mal, die Endergebnisse spielen viele Leute ja gar keine Rolle, solange ihr Ergebnis feststeht.
1:10:54Uwe Boll
Sie kriegen weiter ihr Gehalt, Pensionsrückstellungen, ne, sie bleiben, oder bleiben im Geschäft irgendwo. So, und dieses System ist eins zu eins die ganze Zeit da. Dieses Jahr doch die deutsche Filmbranche, wo der Weimar gesagt hat, es muss jetzt so ein bisschen gekürzt werden, ne, wie sie alle ausgeflippt sind. Existenzielles, das ist das Ende! Ja, so, ja, aber warum? Warum ist überhaupt die Mentalität da nach dem Motto Zuschauer kriege ich sowieso nicht.
1:11:25Uwe Boll
Deshalb, wenn diese Fördersummen reduziert werden, bricht für mich die Welt zusammen, weil das Einzige, was mich am Fressen hält, ist ja nicht der Zuschauer, der schon nie einen Film von mir geguckt hat quasi, sondern eben nur diese Situation, dass ich kriege 500.000 Förderung, ich kriege eine Million vom ARD und dann drehe ich meinen Film und ziehe mir mein Gehalt ab und so weiter und so fort. Ich verfolge auch immer so Die Förderentscheidungen, da kriegt man ja mal rumgeschickt.
1:11:52Uwe Boll
Da zum Beispiel in NRW ist ein Film mit 2 Millionen gefördert worden von 2 türkischen Schwestern. Also die weiß ich gar nicht, ob die Regisseure sind oder so, aber 2 türkische Schwestern machen einen Film über irgendeine Türkin, die einen Führerschein machen will, aber weil sie Türkin ist, ist sie ja eine Frau, soll sie wirklich einen Führerschein machen? Das war die Story. 2 Millionen. Und man denkt irgendwie, ah, die Zeit steht nicht still, auch Türkin haben Autoführerschein.
1:12:15Uwe Boll
Total hinterwäldlerisch, diese Idee, dass es eine Sensation ist, wenn so ein Dirk Entenfächer macht. Aber zum Zweiten, was soll die Scheiße? Also ganz ehrlich, das gibt's doch gar nicht, dass dafür über 2 Millionen Euro aus— für was? Den Film könnte ich für 500.000 wahrscheinlich Shot für Shot genauso drehen. Und warum kriegen so viele Leute auch in Deutschland— muss man wirklich studieren, wer kriegt Förderung. In jedem Cast oder Regie oder Buch sind Ausländer.
1:12:44Uwe Boll
Also ausländische Namen in jedem. Wenn ich jetzt Palästinenser, Gaza geflohen bin und will hier einen Film drehen, das Beste, was mir überhaupt passieren kann. Da schreibe ich irgendein Drehbuch, sag ich bin Flüchtling aus Gaza. Ich habe den Holocaust da überlebt oder den Genozid da überlebt. Aber ich bin Künstler. Und überleg mir jetzt mal folgendes Ding: Ein Transvestit in Berlin will auch Moslem werden und es ist schwierig.
1:13:09Uwe Boll
Wir machen es ein bisschen als Komödie bumm. Das wäre so auf dem Reißbrett, was keiner ablehnen könnte. Da würden alle sagen, bist du verrückt, wenn du dem das Geld nicht gibst? Was glaubst du, was da los ist? Die Linkspartei wird uns verfolgen überall hin. So, ja, aber dieser Mindset muss weg. Und in Amerika zählt eben im Prinzip nur Geld. Entweder irgendwas funktioniert oder nicht. Und alles andere ist den Leuten komplett scheißegal.
1:13:38Uwe Boll
Also diese Idee, in Amerika irgendwas zu drehen, wo kein kommerzieller Grund für da ist, oder noch nicht mal die Fitzel einer Chance, dass das eine breite Masse guckt, die ist den Menschen komplett— die existiert bei diesen Leuten nicht, ne. Ich will auch nicht in Hollywood leben. Ich glaube, das Längste, wo ich mal da war, war 4 Wochen. Ich kann Hollywood nicht ertragen. Aber man weiß, woran man ist, ne, nach dem Motto, es geht einfach nur ums Geld.
1:14:02Uwe Boll
Und wenn die denken, mit der Scheiße können wir Geld verdienen, dann sind sie total begeistert. Und wenn nicht, wenn Loser, interessiert uns nicht mehr. Aber in Deutschland ist eben das Geld durch die Förderung, durch die Fernsehsender, hat sich quasi verpulverisiert. Es geht überhaupt nicht um den Erfolg beim Zuschauer oder um die Frage, wer soll das gucken. Wir haben nur eben noch immer ARD/ZDF-Zuschauer zuhauf, die einfach alles gucken, was da läuft.
1:14:31Uwe Boll
Dann können sie immer sagen, ja, aber 2 Millionen Leute gucken mittwochs abends um Viertel nach 8. Ja, aus Not, weil die wissen noch nicht, dass es auch andere Programme gibt. Ja, ja, ja, klar.
1:14:41Speaker B
Ja, das ist mittlerweile— ich habe gerade überlegt, wie meine eigenen Guckgewohnheiten sind, und ist mittlerweile so, dass wenn auf Netflix irgendwie Film da vorgeschlagen wird, dann denke ich, das ist eine coole Story, gucken den an, und dann, wenn so nach 2 oder 3 Minuten klar wird, Das ist doch eine deutsche Produktion. Bin ich und sind wir so abgestumpft, dass wir sagen, das wird bestimmt scheiße und deswegen gucken wir das nicht.
1:15:08Speaker B
Das ist aber was anderes bei einer schwedischen Produktion, bei einer französischen. Früher gab es nur die Filme aus Amerika, aber dank Netflix gibt es ja viele internationale Serien und Filme, die international erfolgreich sind aus verrückten Ländern. Was heißt verrückten Ländern? Einfach kleineren Ländern. Früher hätte man nie ein schwedisches Film gesehen.
1:15:25Uwe Boll
Korea oder so auch.
1:15:26Speaker B
Korea, wie heißt das? Squid Games oder so.
1:15:28Uwe Boll
Squid Games, absurd gut.
1:15:30Speaker B
Absurd gut. Aber dass wir in Deutschland mal so ein Squid Game Level hätten? Niemals.
1:15:35Uwe Boll
Vom Gewaltlevel alleine würden die niemals durchgehen lassen. Die würden sagen, das geht ja gar nicht. Unschuldige würden einfach erschossen und so weiter. Das würde in Deutschland, würden die das nicht machen.
1:15:45Speaker B
Und dann hast du aber, du hast gerade ein wichtiges Wort gesagt, nämlich Korruption. Und man könnte sich ja durchaus die Frage stellen, warum? Also das ist das Meta. Warum ist alles so scheiße? Und alles ist, ich gehe aufs Einwohnermeldeamt und kann meinen Personalausweis nicht verlängern, weil ich keinen Termin bekomme. Bekomme, und dann kriege ich vielleicht einen, und dann ist der Prozess auch da blöd. Ich mache den Fernseher an, und alles, was da kommt, ist irgendwie blöd, wenn es irgendwie, wenn es aus Deutschland ist.
1:16:10Speaker B
Und sind wir so doof, oder gibt es andere Mechanismen, die das begünstigen könnten? Und dieses Korruptionsding scheint mir ein Riesenteil zu sein. Auch, ich sag mal, wenn wir über Migration sprechen und so, da gibt es ja ganz viele Leute, die sich die Taschen voll machen genau damit. Und Korruption muss ja nicht sein, hier hast du mal 1000€ und dann machst du das mal. Aber diese High-Level-politische Ämterkorruption— du hast mich ja jetzt gewählt in den Aufsichtsrat von dem oder den Beirat, und jetzt pass auf, ich könnte für deinen Film stimmen, dann stimmst du aber auch für meinen.
1:16:45Speaker B
Und wenn wir das lang genug machen, kommen hier unsere Filme immer durch. Das heißt, ich habe meine Schäfchen im Trockenen, du in deinem. Das ist scheißegal, dass es keiner guckt und das ist auch blöd, aber es ist ja Solange die anderen Filme auch schlecht sind, mega mega. Dann sagen wir einfach, wir orientieren uns an guten Werten und wir möchten der Bevölkerung oder nicht der Bevölkerung, sondern den Zuschauern einfach das vermitteln.
1:17:06Speaker B
Und das ist doch wahnsinnig gut. Und wenn irgendwo halt Kohle umverteilt wird, dann solange funktioniert das. Aber wenn man diesen Umverteilungshebel abdrehen würde und auf einmal sagen würde, okay, ihr kriegt halt eure Steuern zurück, wenn ihr viel Steuern bezahlt habt, dann kriegt ihr viel zurück. Und dann wären wir auf einmal in so einem richtigen freien marktwirtschaftlichen Modell. Und das, da scheinen wir sehr weit weg von zu sein.
1:17:29Uwe Boll
Ja, weil die wissen, es funktioniert eben nicht. Weil wer würde jetzt eine Blu-ray kaufen bei Müller oder Media Markt von dem Film mit den 2 Türken? Eben gar keiner. Also niemand kauft das. Da kauft man heute noch 30-mal mehr RoboCop, wenn man noch mal auflegt, als irgendein deutscher Film, der gedreht wurde. Ist auch, ich habe ja mal geguckt, zum Beispiel jetzt jetzt sowas wie House of the Dead oder Alone in the Dark hat mehr Geld gemacht als alle geförderten deutschen Filme der letzten 20 Jahre zusammen.
1:18:03Speaker B
Das scheint mir sehr viel zu sein.
1:18:04Uwe Boll
Ja, aber so ist es ja, wenn man eben 30, 40 Millionen in Amerika alleine gemacht hat und dann werden—
1:18:09Speaker B
du meinst den Profit, du meinst den Umsatz.
1:18:12Uwe Boll
Ja, aber Umsatz muss man ja auch berechnen, wie viel von diesen 120 deutschen Filmen im Jahr machen ja nur 10 überhaupt Kinoumsatz. Der Rest macht ja in dem Sinne gar keinen Die verkaufen nicht ins Ausland, die verkaufen keine Blu-rays, die strahlen den dann ab bei dem produzierenden Sender. Das heißt, diese Filme machen gar keinen Umsatz. Null. Weil dieses Geld vom Fernsehen ist ja schon verbraucht worden für die Produktion, ist ja kein Rückfluss.
1:18:35Uwe Boll
Ist ja nicht so, ein Sender sagt, der ist so geil, den Film kaufe ich dir ab für 500.000, sondern wir haben den ja mitproduziert, jetzt müssen wir noch ausstrahlen. Und daher ist das natürlich, diese Förderung an sich, jetzt auch empirisch bewiesen, eigentlich komplette Geldverschwendung. Weil die Komödien wie Fuck You Goethe oder hier Winnetou, Bully Herbig oder so, die würden ja auch ohne Förderung gemacht werden.
1:19:00Uwe Boll
Die kann man ja auch, die, die recoupieren sich ja im Kino in dem Sinne auch, ne. Die spielen ja stellenweise 30, 40 Millionen in Deutschland an der Kinokasse ein. Da bleibt dann die Hälfte beim Kino, aber die Hälfte kommt auch wieder zu denen zurück. So, aber das sind eben wirklich Das sind wirklich noch nicht mal 5% der produzierten Filme. Die anderen ist eben dieses Perpetuum mobile. Und die andere Sache mit Korruption ist auch, als ich bei Taurus Film war, wir hatten noch die Odion, Ein Fall für Zwei und so weiter, alles bei uns auf dem Gelände.
1:19:28Uwe Boll
Und zum Beispiel dieses Urlaub vom Alltag, das war SWR und irgendein anderes Ding. Und der Geschäftsführer meinte so, Sie müssen jetzt nach Teneriffa, Fuerteventura, Sie produzieren jetzt hier die nächste Staffel Urlaub vom Alltag. Der Hirschmann hieß der Unterhaltungschef Südwestrundfunk. Der kam dann mit seiner Frau und hat da einfach Urlaub gemacht die ganze Zeit. Der ist tot, also ich kann jetzt auch in die Tonne drehen.
1:19:52Uwe Boll
So, und dann kam er zu mir: Ja, geben Sie mal Taschengeld, geben Sie mal Taschengeld. Ja, und ich so: Wie Taschengeld? Meine ich, Sie sind doch hier der Unterhaltungschef vom SWR. Sie haben doch, wenn Sie hier sind— das ist ja schon ein Witz, dass der eine Dienstreise dahin machen konnte. Der hing da nur am Strand rum und so weiter und am Pool. Und dann meinte er: Ja, ist aber immer so, Alter, wenn ich dabei bin, kriege ich mal ein paar hundert Taschengeld am Tag, da können wir ein bisschen einkaufen gehen.
1:20:15Speaker B
Wirklich?
1:20:15Uwe Boll
Ja, da habe ich gesagt, kannst vergessen. Und das hat keine 10 Minuten gedauert, da kriegte ich den Anruf, Kohle geben, das Geld geben. So, und jeder Auftrag, wir hatten zum Beispiel damals der Gras, der Geschäftsführer von Taunus Film, der war auch vorher Geschäftsführer Sat.1. Der Unterhaltungschef von Sat.1 war Peter Gerlach. So, Peter Gerlachs Frau, was für eine Überraschung, arbeitete für uns, für Taunusfilm. Ja, so, dann kam Kurklinik Rosenau, 12 Folgen, 20 Millionen.
1:20:52Uwe Boll
Natalie Entschätzung Baby Strich, 3 Filme von Sat.1 und so weiter. So läuft die Branche komplett durch. Das ist nur so. Ich sage auch immer so Filmstudenten, wenn ich mal gefragt werde, so Leute, sage ich euch, Leute, Wenn ihr glaubt, ihr habt eine super Idee und schickt die zur ARD oder ZDF, also, aber ihr seid ein Nichts quasi, einfach so junge Leute wie wir damals, bevor wir German Five getrieben haben, und ihr glaubt, die rufen euch an und geben euch eine Million und so weiter, das ist komplett ausgeschlossen.
1:21:20Uwe Boll
Das wird einfach niemals passieren. Ihr könnt das Citizen Kane einreichen, das interessiert die einen Scheiß. So, und das ist alles, werden diese Aufträge unter der Hand vergeben. Und ich habe auch geschrieben, auch da in diesem Buch da zum Beispiel, dass natürlich Quoten existieren. ARD und ZDF leugnen Ja, bis heute, dass irgendwelche Produzenten Quoten haben. Also bestimmte, so Quote bedeutet, ihr macht einfach für uns 3 Fernsehspiele im Jahr.
1:21:46Uwe Boll
Die sagen dann nein, keiner hat eine Quote. Das ist natürlich eine totale Lüge, weil immer bestimmte Produktionsfirmen, NDF, die schon ewig dabei sind, wenn die eine Serie weggekickt kriegen, die läuft nicht mehr oder so, das dauert dann 4 Monate, dann haben die die nächste Serie. Ne, weil die sich schon ewig kennen und das geht einfach so, dass sie fahren zusammen in Urlaub und dann, Junge, ich habe jetzt 10 Angestellte, müssen wieder 6 Folgen irgendwas kriegen, ne.
1:22:14Uwe Boll
So, und so werden diese Aufträge vergeben, komplett. Deshalb finde ich auch, dass ARD und ZDF, diese Idee vom Weimar, dass die privatisiert werden sollten, oder das ZDF mal, finde ich super, weil dann fällt die GEZ weg, der Bürger spart endlich mal Geld und die müssen endlich mal lernen zu wirtschaften. Ne, dass die einfach mal begreifen, dass nicht irgendwelche Luschen am Schluss sogar 15.000, 20.000 € Rente kriegen wie diese Programmdirektoren.
1:22:42Uwe Boll
Der Wahnsinn! Wie viel müsste man in die Rentenkasse einzahlen, um 20.000 im Monat ausgezahlt zu kriegen? Die haben so ein Verpflegungssystem erschaffen, Pensionsrückstellungen, bezahlen ihre Stars oder Podcast hier, die hier Miosga, Ilne und so verdienen, also sich dumm und dusselig auf Kosten des Gebührenzahlers. So, Und die Leute, die Fiction machen, sind ja oft auch Tochterunternehmen, Studio Hamburg, Bavaria und so weiter, die sowieso schon verbandelt sind.
1:23:06Uwe Boll
Aber eben auch so diese alten Koryphäen, mit denen sie schon immer zusammenarbeiten. Und das ist einfach so ein Kreislauf und da kommt man als Außenseiter gar nicht rein. Und ich sage, also wenn ich, das ist ja so, ich habe jetzt schon so viele Filme gemacht und mit so vielen Leuten auch natürlich geredet, die mich um Rat fragen und so. Ich wäre ein Nichts, ein Nichts, und hätte nichts mehr zustande gebracht, wenn ich nicht das Glück gehabt hätte, dass der Wömpener damals mir die 3, 4 Millionen gegen 25% eingesammelt hätte.
1:23:40Uwe Boll
Das ist mir vollkommen klar. Das war der wichtigste Moment meines Lebens. Nicht, dass Jason Statham und ich bin am Set und drehen einen 60-Millionen-Film. Super. Aber das war nicht der entscheidende Faktor. Der entscheidende Faktor war, dass ich genau da das Glück hatte, dass der eine Typ mit einem Nichts von Uwe Boll das Geld eingesammelt hat, ne? Dass der, weil der wusste ja gar nicht, hätte ja auch total in die Hose gehen können, ne?
1:24:06Uwe Boll
Und dann hätte seine Anleger ihm gesagt, ey, hast du den Arsch auf, der Boll kann überhaupt gar keine Filme drehen. Ja, so. Und aber ich habe den Film dadurch gezogen, trotz wirklich, ich habe den Englisch immer eine 5 in der Schule, ich war, das war mein schlechtestes Fach, und dann ausgerechnet ich drehe in Amerika Und bei dem ersten Film, mit dem Zankdemoni, ich hatte echt Probleme. Also ich hatte natürlich das Skript in Englisch und so übersetzen lassen.
1:24:30Uwe Boll
Und ich hatte aber echt— ich habe teilweise nicht verstanden, was ich da geredet habe. Aber ich habe es dann eben durchgezogen und geschafft, dass Geld zurückkam. Und das war der entscheidende Moment in meiner Karriere. Nicht wenn immer die Leute sagen hinterher, mit den Stars oder irgendein Kack. Das war der Moment, ohne den wäre nach Amoklauf wahrscheinlich tatsächlich, und dann eben noch das erste Semester dieser Deutsche Comedy, aber dann wäre ich da, was weiß ich, Urlaub vom Alltag Produktionsleiter geblieben die nächsten 50 Jahre, wenn ich Glück gehabt hätte.
1:25:00Uwe Boll
So, also das muss man schon so sehen, ne. Aber ich muss noch eine Story kurz erzählen, so geil, so wo ich in Hollywood war und habe, ich brauchte ja Schauspieler, wo ich zum ersten Mal da war, ne, und dann saß ich bei so einem Italiener Und habe gegessen. Und da kam Mickey Rourke rein mit seinem Hund, so ein Chihuahua, setzte sich an den Nebentisch ganz alleine und aßen Carpaccio. Und der Hund mit ihm auf dem Tisch hat mit ihm das Carpaccio gegessen.
1:25:25Uwe Boll
So, und ich hatte mein Drehbuch von Sanctimony, also von diesem Film, im Auto, ne? Und ich so, und bin rübergegangen zu Mickey Rourke und ich so, Micky, drehen Film und so weiter, und so weiter. Und ich so, genialer Film, Serienmörderfilm, du kannst den Polizisten spielen oder den Serienmörder, ist mir scheißegal. So, damals war der ja auch noch nicht so abgefuckt, ne. Also ich meine, wir reden jetzt hier von dem Jahr 2000, vor 26 Jahren.
1:25:54Uwe Boll
Und, Skript, und ich dann zum Auto gerannt, ja, so paar hundert Meter, Skript ihm gegeben, meine Nummer gegeben, die ich da hatte, Und dann Mitternacht rief er mich an, 3 Uhr. Ich habe das Skript gelesen. Ich schmeiße ihn von der Brücke. Morgen Abend um 7 Uhr wieder bei dem Italiener treffen uns, ziehen wir den Deal klar. Dann kam ich am nächsten Tag wieder dahin. Er mit so einem holländischen Kamerateam kriegte irgendwie den Live Achievement Award aus Holland.
1:26:23Uwe Boll
Und er so, ja, hier ist mein neuer Regisseur Uwe Boll und so weiter. Und der mit diesem Team da, also ein Reality-TV. Ich so, was ist denn jetzt los? Ich denke, wir reden jetzt. Und er so, nein, hier kriege ich den Preis und so weiter. Also es kam zu keinem Gespräch. Und er so, morgen Abend um 7 Uhr wieder bei dem Italiener. Dritter Tag, ich wieder zu dem Italiener am dritten Tag. Er sitzt mit seinem Anwalt da und ich hatte so 250.000 für die Rolle für ihn und der Anwalt so eine Million.
1:26:49Uwe Boll
Und ich sage, das habe ich nicht, ich habe nur die 3, 3,5 Millionen für den ganzen Film und so weiter, habe ich nicht. Und die hatten schon bestellt, hatten Essen bestellt, da standen die auf und gingen weg, das war's. Und ich saß dann so mit 3 Pasta und so weiter. Also, Mickey Rourke war weg. Es fangen an zu essen und da steht Jean-Claude Van Damme. So, du hast ja Zeit. Muss ja einfach erzählen, weil das ist einfach so die verrückteste Story überhaupt.
1:27:13Uwe Boll
Und Jean-Claude Van Damme stand da und wartete auf Valet Parking, dass sein Auto kam. Ich raus auf dem Sidewalk und ich so: Jean-Claude, ich habe das super Drehbuch für dich und so weiter. Und er so: Morgen früh. Genau dasselbe Scheiß. Morgen früh Beverly Hilton Hotel um 9 Uhr morgens. Ich so, alles klar. So, ich zum Beverly Hilton Hotel. Ich war natürlich 8:30 Uhr schon da, ging dann in den Breakfastraum, so am Gucken, keine Sau da.
1:27:39Uwe Boll
Dann bin ich, habe ich draußen gewartet, um zu gucken, ob er, ob einer kommt, ne. So, und dann kam Auto, Scheibe ging runter. Also bist du der Deutsche hier, Uwe, oder was? Ich so, ja, steig ins Auto. Auto. Ich ins Auto, wir fuhren Beverly Hills, Riesenvilla, Gate zur Villa, Poolhaus. Bob Evans, Chef von Paramount, Produzent von Der Pate, unsere absolute Legende, und Jean-Claude Van Damme. Bob Evans im Bademantel, saßen da rum, wahrscheinlich schon beide Kokain genommen, Arzt kommt.
1:28:14Uwe Boll
Und der Evans so zu mir, was ist das denn für ein Film? Ich so, Serienmörder und so weiter, ein bisschen wie American Psycho. Also zum Van Damme, mach den Film with the crazy German. Do the movie with the crazy German. Und der Van Damme, nein, gib mir das Geld für den. Also er wollte das Geld von mir und ich sollte Replikant drehen, ein anderer Film, den er tatsächlich hinterher gedreht hat. Und ich so, nein, es geht nicht.
1:28:36Uwe Boll
Ich meine, ich habe Geld von deutschen Investoren, die wissen, was ich drehe. Das geht nicht. Dann ging eine Dreiviertelstunde hin und her. Van Damme, ich mache es nicht. Dann haben sie wieder zurückgefahren, bin ich wieder gefahren. Das war also so nur so, aber der Wahnsinn, innerhalb von 2 Tagen als absoluter quasi junger so Nichts so reingesponnen zu werden. Das war schon, da werde ich nie vergessen, wie absurd das war, dass man auch im Nachhinein Jahre später sagt, ja, Bob Evans war ich mal im Poolhaus mit, wo Leute denken, die Legende aus Hollywood, Love Story und so gemacht.
1:29:09Uwe Boll
Also das will ich natürlich nicht missen, diese Sachen. So, weil man mal kurz in Hollywood war, die schon so Eindruck hinterlassen haben über die Zeit, wo man so irgendwie denkt, sind ganz normale Leute irgendwie auch. Ja, so, aber man hat dann schon so Déjà-vus, wenn man so vor manchen Leuten steht, die man so nur aus Filmen vorher gekannt hat.
1:29:30Speaker B
Aber das waren ja zweimal, ich meine, das zwei Megastars, denen du kalt gepitcht hast, ich habe hier einen Film. Und in Hollywood ist jetzt durchaus so, dass der ein oder andere mal einen Film hat. Ja, so, das heißt, das müssen die sehr häufig bekommen. Und trotzdem haben die beide gesagt, lass uns noch mal treffen für den Film. Das wäre, ich sag mal, wenn ich jetzt, keine Ahnung, irgendeinen deutschen Topstar treffen würde im Café und der kennt mich nicht und dann sage ich, pass auf, ich will einen Film drehen, dann sagt der doch in gar keiner Welt, ja, lass uns morgen noch mal treffen.
1:30:04Speaker B
So, in Deutschland würde sagen, danke, alles Gute, wir können gerne ein Foto machen und ich wünsche dir ein richtig schönes Leben, aber bitte kontaktiere mich nicht So, aber 2 Hollywoodstars in 2 Tagen oder 3 Tagen, die Mentalität scheint eine ganz andere zu sein.
1:30:19Uwe Boll
Ja, ganz gut. Die sind auch Hustler, ne? Die wollten ja auch immer mehr Geld verdienen und so. Beide waren da, glaube ich, gar nicht so auf dem Peak ihrer Karriere mehr. Es ging schon ein bisschen abwärts. Ich weiß nicht, wann 9½ Wochen war und so weiter, war aber schon ein paar Jahre vorher. Aber ich glaube auch, dass ich relativ selbstsicher aufgetreten bin, dass ich so, so, es ist alles in Sach und Fach, Financing ist sehr— das habe ich immer gesagt.
1:30:41Uwe Boll
Direkt Financing ist da. Ich glaube, das ist das Allerwichtigste in Hollywood, dass man sagt, ich muss jetzt nicht mit deinem Namen noch versuchen, Geld zu raisen, sondern ich habe das Geld, den Film können wir drehen, zügig, ne. So, und das fanden wohl beide sehr interessant. Wobei ja beim Van Damme hatte ich dann den Eindruck, der wollte einfach, dass ich ihm das Geld gebe für Replikant, also für den Film, den er— der hat gedacht, wenn der Typ Geld hat, den überrede ich morgen mit Bob Evans an der Poolvilla, dass der mir jetzt einfach dann sein gesagt, die Kohle pumpen wir da rein, ne.
1:31:11Uwe Boll
Und aber das war schon trotzdem, war schon interessant, dass er da auch nicht nachgegeben hat. Das hat mich echt gewundert. Also wenn Bob Evans ihm doch sagt, mach doch den Film mit dem Deutschen, ja, ich meine, denkt man doch, ja komm, dann gibt er mal einen Ruck hier.
1:31:27Speaker B
Vielleicht war das abgekartet, dass sie das immer machen, ja, mach das mit dem.
1:31:30Uwe Boll
Hatte ich später noch mal hier Kevin Costner, Schwerter des Königs, wo dann Jason Statham hinterher mitgespielt hat. Da hat Kevin Costner, war in the run, und ich habe mit dem telefoniert, und für die Rolle, die dann Jason Statham gespielt hat. Und er so am Telefon, ja gut, wir müssen mal besprechen, ich komme mit meinem Privatjet hier nach Vancouver. Da war ich schon in Kanada, nach Vancouver kostet $42.000, kannst ja überweisen, ich komme mal hoch.
1:31:54Uwe Boll
Ich so, nö, meine ich, ich komme runter, zwar mit Air Canada für $350, meinte ich, und dann gehen wir in Restaurant, ich zahle das Restaurant, dann können wir uns in Ruhe über die Rolle unterhalten. Nein, der wollte unbedingt Der hat auch einen Pilotenschein, so wie John Travolta oder keine Ahnung. Der wollte unbedingt, wahrscheinlich musste der seinen Jet bewegen, ich habe keine Ahnung, aber der hat darauf beharrt.
1:32:16Uwe Boll
Ja, und habe gesagt, kannst vergessen, das mache ich nicht. Und der so, ja gut, dann leck dich, so ungefähr aufgelegt. Das war's mit Kevin Costner. Das war so meine Interaktion mit Kevin Costner, wo man aber auch denkt, dann habe ich den Agenten noch angeschrieben, habe gefragt, was soll das? Weil, meine ich, wenn der zusagt, fliege ich den mit dem Privatjet hier zu den Dreharbeiten. Aber dann ist auch der Hauptdarsteller, meinte ich, kann aber doch nicht für ein Mittagessen 42.000 Dollar bezahlen, nur damit er dann absagt und hat dann 42.000 Dollar für seinen Privatjet da gekriegt, ne.
1:32:46Uwe Boll
Und der Agent, ja, der ist, das ist eben so, das ist ein Test, ob du loyal bist. Und ich so, so einen Scheiß habe ich im Leben noch nicht erlebt, ne. Das war dann sozusagen das Diskussionsende mit Kevin Costner da.
1:32:58Speaker B
Das ist ein Test, ob du dumm bist, würde ich jetzt so ungefähr.
1:33:01Uwe Boll
Aber damals war ja stupid German money. Es gab sehr, sehr viele, die einfach Geld in Deutschland Race haben und haben dann das Geld da abgegeben. Ich habe auch später politisch versucht, Einfluss zu nehmen. Lasst doch wieder, auch heutzutage müsste man eigentlich sagen, lasst doch wieder Privatinvestoren in Filme investieren, aber nur deutsche Kosten zählen. Dann muss man, kann man auch in Deutschland drehen. Also so, wenn, wenn das wäre doch ein Trigger, um internationale Produktionen nach Deutschland zu holen, wo man sagt, ja gut, wenn das Geld für Deutsche ausgegeben wird, deutsche Hotels, also Filmequipment leihen und so weiter, Das darf steuerlich abgesetzt werden und die anderen Kosten nicht.
1:33:41Uwe Boll
Also wenn ich jetzt Will Smith einfliege, gib dem 10 Millionen, kriege ich nicht 5 Millionen Steuer wieder, sondern das ist dann Pech. Aber alle anderen Sachen, deutsche Crew, die Nebendarsteller, da kriege ich quasi auch als Investor 50% Abschreibung. Fand mal die FDP gut, die bei 1% im Moment noch steht.
1:34:00Speaker B
Das ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal für die Idee, wollte ich sagen.
1:34:04Uwe Boll
Aber so mehr so liberale, also mehr so kapitalistisch denkende Leute finden die Idee ja gut, weil da muss man auch gar nicht mehr so viel staatlich machen, weil dann könnte ja Geld von Privatleuten kommen dafür, ja, so für Filmproduktion. Und aber hat keine Partei mehr weiterverfolgt, nehmen lieber direkt Staatsgelder und versenken sie für irgendwelche Filme, ne.
1:34:26Speaker B
Ja, das scheint aber auch, ich meine, dann das führt uns direkt zu einem aktuellen Film. Der ist ja vermutlich ökonomisch sehr erfolgreich.
1:34:35Uwe Boll
Ja, so wäre aber noch viel erfolgreicher gewesen, wenn er gleichzeitig weltweit gestartet wäre und nicht nur in Amerika und Kanada. Als der dann explodierte, sozusagen, da konnten wir Cash nur in Amerika und Kanada erstmal machen, weil er ja im Rest der Welt gar nicht verfügbar war, als X den Film gepusht hat, quasi.
1:34:55Speaker B
Da müssen wir dann steigen, vielleicht da mal ein. Gibt es noch zwischen der John-Claude-Van-Damme-Geschichte und dem Citizen Vigilante irgendwas, wo du sagst, also das passt jetzt nicht mehr zur Entwicklung? Weil du hast halt mehr Filme gemacht, dann war die Filmförderung vorbei, dann ist halt mehr Kohle geflossen, du hast großer Deal gemacht und dann gefühlt poppt auf einmal Citizen Vigilante auf. Oder gibt es noch was, was ich übersehen habe, wo du sagst, ey Junge, das ist doch das Event meines, das zweite Event meines Lebens neben den 4 Mio. mit den 25% Provision?
1:35:28Uwe Boll
Also gut, die, die Filme, wie gesagt, das war natürlich immer ein Adventure, irgendwelche Filme zu drehen, die auszuwählen. Aber man muss bei Citizen Vigilante einen Augenblick vorher anfangen, nämlich bei meinem Film Hanau über diesen Mord da in den Shisha-Bars. Der hat ja auch einen Presseskandal in Deutschland ausgelöst, und da gab es meinen Plan, eine Trilogie zu drehen: Deutschland im Winter. Es gab mal Deutschland im Herbst, Kluge, diese ganzen, der Terror, RAF und so weiter damals.
1:36:00Uwe Boll
Und ich fand so, wir sind jetzt wieder in so einer politischen düsteren Situation, und ich fange an mit Hanau, den finanziere ich quasi selber und zeige einfach die Tatnacht in Hanau, bilde die nach. Weil ja Tobias Radtgen meines Erachtens gestört war, natürlich total gestört der Typ, aber da ging es ja um Rechte Terror, kann man sagen. Er hat Ausländer gehasst.
1:36:24Speaker B
Genau, wie man das—
1:36:26Uwe Boll
oder wirklich, ich meine, du musst ja auch überlegen, er hat ja eigentlich nicht irgendwelche Migranten in dem Sinn erschossen, sondern Leute, die schon ewig hier sind und so weiter. Also die Auswahl von ihm war jetzt irgendwie komisch, um es mal so zu sagen.
1:36:36Speaker B
Und seine Mutter vor allem.
1:36:38Uwe Boll
Ja, und ihn selber.
1:36:40Speaker B
Genau, aber dass jemand sich selbst— aber das, also ich hatte jemanden, Angehörigen hier von jemandem, der da gestorben ist, und das wird ja immer geframed als Terroranschlag, als rechtsextremer Terroranschlag. So, das kann man so sehen. Man könnte aber auch die, die Interpretation Amoklauf zulassen.
1:37:00Uwe Boll
Es war ein Amoklauf.
1:37:00Speaker B
So, und wenn man jetzt sagt, okay, beim Terroranschlag bringe ich meine Mutter mit um, das irgendwie würde ich sagen, hat das Geschmäckle. So, Amoklauf passt aus meiner Sicht wesentlich besser als Terroranschlag. Aber die Medien sprechen vom rechten Terror von Hanau.
1:37:17Uwe Boll
Ja, aber das machen die bei auch wenn Islamisten Amok laufen, sind sie ja Rechtsterroristen. In der Kriminalstatistik werden oft, wenn da einer in die Menge fährt, kommt aus Saudi-Arabien, der wird dann als rechter Anschlag sozusagen gewertet. Also in der Kriminalstatistik, muss ich noch mal gucken, aber also so und so viel islamistische Täter wurden als rechte Täter eingestuft, was natürlich gut aussieht in der Kriminalstatistik, damit nicht so Ausländer oder Migranten so Anschläge machen.
1:37:47Uwe Boll
Aber ich sah den Film auch, und deshalb bin ich ja zwischen alle Fronten geraten mit Hanau, als Lonely-Wolf-Killer. Das war der Typ, psychisch gestört, hat sich radikalisiert, war gegen Migranten, ja, aber war ja auch, hat ja gedacht, er hat Basic Instinct erfunden und so weiter, ist gechippt vom CIA. Er war quasi durch. So, und warum die Angehörigen während der Dreharbeiten, sind ja dann die Angehörigen ausgefahren Keiner wusste, was ich drehe.
1:38:13Uwe Boll
Keiner hat den Film gesehen und die Angehörigen haben dann über den Bürgermeister von Hanau gesagt: Wie kann Uwe Boll so einen Film drehen? Und boom! Jede Zeitung hat das aufgeschnappt und hat geschrieben: Wie kann Uwe Boll so einen Film drehen? Unser beschissener Uwe Boll, der besser schon vor 20 Jahren aufgehört hätte, Filme zu drehen. So und er hat gesagt: Freunde, was flippt ihr vollkommen aus? Ihr müsst doch erstmal abwarten, dass der Film ist, ne.
1:38:37Uwe Boll
So, und es ist eben die Tatnacht. Und jetzt nicht, man, und er liest sein Pamphlet ja vor in dem Film. Und das Pamphlet zeigt ja, ohne diese 60 Seiten von seinem, also Diary sozusagen, hätte ich den Film nicht gemacht, wenn ich da keinen Zugang zu gehabt hätte oder so. Aber das war für mich ja dieses Psychogramm eines Gestörten. Und die Angehörigen fanden natürlich scheiße, wegen auch wegen ihrer Klage, Es wurde ja immer gesagt, die Polizei hat menschliche Schutzschilde benutzt mit den Opfern.
1:39:09Uwe Boll
Also die haben ja schon versucht, das zu framen als die Polizei war involviert und wie auch immer. Wenn man aber die Tatnacht einfach mal darstellt, also im Hanau ist ja jetzt nicht, sagen wir mal, die Bronx, also wo man gewohnt ist, jeden Tag werden Leute erschossen. Also der fährt los, knallt die in der Shisha-Bar ab, ist wieder im Auto innerhalb von zweieinhalb Minuten, fährt zu dem Kiosk, hält an, knallt die da ab, fährt nach Hause, bringt seine Mutter um und sich selber.
1:39:35Uwe Boll
Die Polizei hat ja gar keine Chance gehabt. Ich meine, wo soll denn die Polizei herkommen? Also da fährt da einer nachts rum in Hanau um die Uhrzeit, wo nichts passiert, der nur in der Tanke normalerweise rumhängt. Und auf einmal kommt so ein Spruch: Schießerei, wie auch immer. Jetzt fahren die zu der Shisha-Bar, da war der schon wieder weg. So, das heißt, mein Film ist eigentlich, beschützt in dem Sinne auch die Polizei oder Krankenwagenfahrer und so weiter, die eben nichts dafür konnten und das auch nicht verhindern konnten.
1:40:05Uwe Boll
Aber mit dem habe ich auch geredet, der vom Waffenamt, vom Ordnungsamt, der war stinksauer auf mich, ne, weil natürlich der Film zeigt, ohne gesagt hat, er kann ja auch nichts dafür wegen Datenschutz und so weiter, aber natürlich hätte man dem die Waffen abnehmen müssen Jahre vorher. Der war zigmal bei dem Staatsanwalt, der war aufgefallen, der ist gestört. Sein Vater ist ja auch komplett durch, der Vater ist glaube ich gestorben dieses Jahr, und Der Vater hat sogar die Waffen wiedergekriegt von ihm.
1:40:34Uwe Boll
Die Tatwaffen hat er wieder ausgehändigt gekriegt hinterher. Das ist unfassbar, unglaublich. Aber der Skandal war eigentlich für mich der, dass natürlich Tobias Radtke wäre niemals Amok gelaufen mit dem Messer. So, und dass der die Waffen hatte, weil er war ja wie so ein Bankkaufmann-Typ, also ohne Pistole und so wäre der ja nirgendwo hingegangen. Das Risiko wäre er gar nicht eingegangen. Und deshalb hätte man dem natürlich die Waffen abnehmen müssen, weil der nur wirklich auffällig war jahrelang.
1:41:05Uwe Boll
So, und das halte ich für ein Versagen. Ich bin ja gar nicht dafür, dass jetzt Jägern, die AfD-Mitglieder sind, die Waffen abgenommen werden. Da ist ein Skandal auch, ja. Aber dass dem die Waffen gelassen worden sind, und da geht es wiederum, Waffenämter oft haben noch Karteikästen, das kann keiner mal eben gucken, ne. Also so ein Polizist, der jetzt den da vor sich hat, wo der da labert, die CIA hat mich geschippt und ich bin eigentlich der Autor von Basic Instinct 2.
1:41:30Uwe Boll
So, da muss man normalerweise auf den Knopf drücken und erst mal gucken, hat der Typ Waffen? So, und da muss man schon mal sagen, also besser ist, die Waffen holen wir schon mal ab. Wer weiß, in welche Richtung es geht. Darum geht es in diesem Film im Endeffekt. So, und dann habe ich Run gedreht, der auf der italienischen Urlaubsinsel spielt, an einer Plamme, James Russ und so weiter, wo Flüchtlingsboote ankommen. Und habe ich auch in Kroatien gedreht und da aber eben spielt in Italien, wo man eben sieht diese Flüchtlingsboote und immer mehr Flüchtlinge machen den Tourismus kaputt, die Insel kaputt, die Leute sind fed up, also Touristen bleiben aus und die meisten wollen einfach nur ein besseres Leben wie auch immer, aber werden sind dann enttäuscht auch von den Schmugglern, es ist gefährlich wie auch immer und die Situation gerät außer Kontrolle, wo ein Migrant hat sozusagen der will nicht verhaftet werden und so weiter, der nimmt ein Kind als Geisel.
1:42:24Uwe Boll
Und der wird dann von hinten von so einer Tauchlehrerin mit einer Harpune erschossen und fällt dann aber um mit der Machete aufs Kind. Kind auch tot. So, jetzt wird die verhaftet wegen fahrlässiger Tötung, ne? Und dann der Vater sagt eben, also entweder wird die freigelassen oder ich räume hier ab. Dann wieder Uwe Boll, ne? Also muss ja auch entertaining sein über Hollywood. Und der, die greifen dann eben dieses Asylantenheim an am Schluss.
1:42:51Uwe Boll
Das war der zweite Teil von Deutschland im Winter. Und es ist nicht mehr Deutschland im Winter, sondern steht für mich für Europa, für so, wie, was läuft hier schief, ne? Dass eben, dass die schmeißen auch Leute von Bord und so weiter. Wir haben ja 40.000 Tote, glaube ich, im Mittelmeer. Das ist alles scheiße. Das Schmuggeln ist scheiße, diese Bootsfürchtung sind scheiße, ist auch scheiße, diesen zu suggerieren, wir fischen euch auf, gar kein Problem.
1:43:17Uwe Boll
Man hat diese ganze Rettungsflotte so. Und das war der zweite Teil. Und dann eben Citizen Vigilante war das Ende. Also so, das war so auch für mich, das war wieder so eine Amoklauf-Situation wie damals, wo ich gesagt habe, so, das ist jetzt der Schlusspunkt, die werden einfach erschossen. Und wenn man eben mal so ganz brutal weiterdenkt, wie soll es denn ausgehen? Also ganz brutal gesagt, jetzt hat man immer mehr Migranten hier reinkommen, alles Moslems, machen eine Moschee auf nach der anderen und bevölkern die Schulen.
1:43:51Uwe Boll
Wir müssen alle Ramadan, kriegen wir was mit zu essen und so weiter. Und die kriegen immer mehr Kinder wie die Deutschen und so weiter. In England sehen wir es ja schon. Dann ist natürlich eine akute Gefahr, in 20, 30 Jahren sind wir ja bei 50/50, ne. So, und umso mächtiger, sagen wir mal, die Partei wird, dann die Islampartei, in England hat man das ja auch schon zum Großteil, werden politische Positionen besetzt, Sachen werden verändert.
1:44:18Uwe Boll
Alles, was jetzt der AfD unterstellt wird, ihr wollt den Schulplan verändern und so weiter und so fort, passiert dann natürlich schleichend. Man nimmt immer mehr Rücksicht, es wird in öffentlichen Plätzen gebetet und so weiter. Schweinefleisch am besten nicht mehr, Leberwurst darf keiner mehr essen. So, das geht also peu à peu, bis dann natürlich die entscheidenden Positionen auch alle besetzt sind. Und als sozusagen Filmemacher skippe ich das alles und habe dann eben so einen Vigilanten, der jetzt schon sieht, es läuft in die komplett falsche Richtung.
1:44:47Uwe Boll
Und ich bin das Gesetz, weil das Gesetz komplett versagt, die Richter versagen, die Rechtsprechung versagt, und ich gehe raus und korrigiere diese Fehler der Regierung, der Politik, aber eben leider mit Gewalt. Und für mich war auch, wo die FSG hat den Film ja nicht freigegeben, dreimal hintereinander. Beim dritten Meeting war ich dann auch dabei, in der FSG mit der Jury geredet und so, und habe gemerkt, Sinn Sie werden den Film nicht freigeben.
1:45:15Uwe Boll
Aber ich habe gesagt, für mich ist der Film keine Gewaltverherrlichung, sondern eine drohende Utopie, dass wenn man es komplett übertreibt, wird es Gewalt geben. Weil normalerweise, sagen wir mal, heimische Bevölkerung wird nicht einfach so komplett abhaken und sich unterordnen. Wie Hollebeck geschrieben hat in Unterwerfung, dass man dann einfach peu à peu werden alle Moslems und dann leben wir alle unter der Scharia-Law.
1:45:45Uwe Boll
Das glaube ich nicht, dass es passiert. Ich glaube, dass es da schon Revolte gibt und auch, dass man quasi Europa nicht einfach so komplett abschreibt und dann sagt, ja gut, dann sind wir jetzt wie in Algerien oder so. Ich glaube schon, dass es gewalttätig wird. Und deshalb bin ich dafür, moderat Migration zu stoppen, erstmal zu stoppen. Wir haben genug aufgenommen, gibt auch keinen Grund, noch Leute aufzunehmen. Also warum?
1:46:14Uwe Boll
Also Syrien ist kein Krieg mehr und so weiter und so fort. Also Kriegsflüchtlinge gibt es in dem Sinne gar nicht mehr. Und man muss einfach sagen, so, die Leute, die hier sind, die gewalttätig werden, werden wieder abgeschoben. Die Arbeitspflicht muss eingeführt werden, dass die arbeiten müssen. Wenn sie dann nicht arbeiten, werden sie wieder abgeschoben. Oder wenn sie hier Hassprediger sind und so weiter, Moschee zu abschieben.
1:46:37Uwe Boll
Das ist eigentlich nichts anderes. Für mich ist das eine normale logische Überlegung, wie man in Gefahrensituationen reagieren sollte, ne. So, und dass das jetzt quasi gemarkert wird als rechtsradikal, ist nach meiner Einschätzung ein riesiger Skandal und verstößt natürlich auch gegen alles, was ich gelernt habe noch an der Uni, dass man alles bezweifeln sollte, wie du am Anfang ja auch festgestellt hast. Ich zweifle an allem, ne.
1:47:05Uwe Boll
So, und man muss einfach sehen, das ist eine strukturelle Gefahr für die Demokratie in Europa. Das ist die Gefahr der Islamisierung. Das ist eine viel größere Gefahr als Ulrich Siegismund oder sowas, ja. So, den einfach nur blind unterstellt wird, sie sind alle Adolf II und wollen Auschwitz wieder aufmachen. Das wird ja so, das schimmert ja mit in jeder Aussage von Maischberger und Co. Und das hat also nichts mit der Realität zu tun.
1:47:33Uwe Boll
Gibt es in Deutschland irgendwelche Nazis? 100% gibt's. Ich würde mal sagen, in der AfD sind vielleicht auch Nazis, ja, so. Aber die Leute, die in der AfD was zu sagen haben, und auch das Parteiprogramm, habe ich den Eindruck, dass die nicht die Demokratie abschaffen wollen. Aber sie wollen auch a) nicht verboten werden und b) dass sie mal gehört werden. Weil viele Dinge sind ja nun mal so logisch, dass man einfach sagen muss, ja Freunde, was wollt ihr denn?
1:48:05Uwe Boll
Habt das mal zu Ende gedacht. Das, was ich jetzt versucht habe, mit Migration irgendwie klarzumachen, man muss Sachen auch— ich bin sehr so existenzialistisch so angehaucht, dass man einfach so, man muss es zum Entscheidungspunkt mal nachdenken, was passiert denn dann wirklich, Und wir können so, wie es ist, nicht weitermachen, auch finanziell nicht. Plus die, die tatsächliche, die Sicherheitsrisiken überall, Böller und alles Mögliche, Sicherheitsdienste bei der Kirmes ohne Ende.
1:48:35Uwe Boll
Ja, was ist das denn, wenn man da sagt, Migration nichts zu tun, dann hat man sie nicht mehr alle, dann ist man krank, ne. Also die Leute, die all dieses immer wieder schönreden, verdienen entweder an der Migration oder aber leben einfach im Traumland, was mit der Realität eben nichts zu tun hat. So, und ich glaube, dass wir da in so einem wirklichen Kulturclash jetzt sind, wo sich alle Parteien zusammengerauft haben und sich überlegen, wir ändern an der Realität nichts.
1:49:06Uwe Boll
Also wir gehen trotzdem finanziell drauf und Dritter Weltkrieg, Russland wird uns alle umbringen, scheißegal. Hauptsache, die AfD kommt nirgendwo an die Regierung. Also das ist ja so der Status quo, den wir im Moment sehen, dass es gibt keine Einsicht, dass vielleicht die Leute die AfD gewählt haben in den verschiedenen Wahlen jetzt schon, weil sie den anderen Parteien aber auch gar nichts mehr zutrauen. Nichts. So, diese Idee kommt denen gar nicht.
1:49:36Uwe Boll
Die glauben, sie müssen ihre Politik besser verkaufen. Aber wo ist jetzt die Politik? Das ist wirklich lustig. Das ist also so eine reale Absurdität, also eine totale Realsatire. Und man denkt sich Also ich sag mal so, Olaf Scholz ist im Vergleich zu Friedrich Merz wie Konrad Adenauer. Also wirklich, so muss man wirklich sagen. Also wir haben ja nach der, wir haben wirklich auch nach der Ampel haben wir doch alle gedacht, schlimmer kann es ja gar nicht mehr werden, ne?
1:50:07Uwe Boll
Und die kühnsten Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen, indem wir uns in der Situation, in der wir uns jetzt befinden, indem man jemanden hat wie den der quasi den Schuss weder hört noch sieht, der dann einfach nicht begreift, dass die Wähler sind komplett verzweifelt. Und ich glaube, der Boom der AfD ist ja wirklich darauf zurückzuführen, dass man mit diesen Altparteien komplett abgeschlossen hat. So, und für mich ist eigentlich ein Wunder, dass die AfD nicht 50% schon hat überall.
1:50:40Uwe Boll
Das ist eigentlich für mich die Überraschung und nicht, dass sie so stark geworden ist. Sind, aber basierend auf den Fakten. Die Fakten sind: Nie wieder links, wir schmeißen alle Asylanten raus etc. etc. Dann wird er gewählt, die Schuldenbremse steht, er sagt immer, wir haben ein Ausgabenproblem. So, jetzt ist Merz gewählt mit all diesen Slogans und schafft es wirklich innerhalb von 2 Tagen, das komplette Gegenteil von dem zu machen.
1:51:07Uwe Boll
Eine Billion neue Schulden. Naja, sind keine Schulden, Investitionen zählen nicht. So, ne, so, und schafft es quasi, alles, was er gesagt hat, als totale Witzveranstaltung ad acta zu legen und dann noch uns zu sagen, wir sind die Idioten. Also, wir, also, du kritisierst mich, du bist ein Nichts, ich verklage dich, wie auch immer. Das ist der Status quo. Und die, die jetzt immer noch sagen, ich kenne sehr viele, die sagen, Ja, aber trotzdem, AfD kann man doch nicht wählen.
1:51:40Uwe Boll
So, da muss man natürlich die Frage zurückstellen, ja, aber wen denn sonst? Also ich meine, alle anderen machen ja exakt das Gleiche. Es kommt immer auf dasselbe dann raus. Also es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: gar nicht mehr wählen, Tierschutzpartei wählen, Politik abhaken, oder die AfD wählen. Würde sich aber ändern, wenn man mal mit der AfD zusammen regiert, wenn man mal Sachen macht mit der AfD, die ins Boot holt und sagt, lass uns mal ganz gezielt jetzt dieses Thema Migration auch gegebenenfalls paar Gesetze ändern, dass man jetzt mal schneller zu Potte kommt.
1:52:10Uwe Boll
So geht's nicht weiter. Die verkaufen 8 Asylanten, die nach Afghanistan zurückgeführt werden, als Erfolg. Also ich meine, das wird dann, das steht dann in der Bild-Zeitung: Abschiebeflug nach Afghanistan mit 8 Leuten ist ein Erfolg. Und das zeigt mir, dass die nicht begriffen haben, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung sagt, gesagt, nee, da müssen ein paar Hunderttausend müssen weg. Also ihr müsst euch schon jetzt andere Dinge hier— man muss nicht wie die ICE in Amerika vielleicht vorgehen, aber man muss schon Leute dann auch tatsächlich rausschmeißen und abservieren.
1:52:45Uwe Boll
So, und das, man kann sich jedem recht machen im Leben, ne. Also man muss immer Leuten vorm Koffer scheißen, im Business oder sonst wo, wo man sagt, ja, das mache ich aber nicht, endet Aber die brauchen man, man braucht mal eine klare Struktur. Und da würde natürlich die AfD beim Abschiebebereich zum Beispiel sicherlich mit der CDU alles verabschieden, was die einbringen würden gegen den Willen von allen anderen und würden einfach sagen: Ganz genau, wer hier mit der Axt durch die Innenstadt läuft, wird verhaftet und am nächsten Tag ausgeflogen.
1:53:19Uwe Boll
Ende. Und nicht auch, aber erst kriegst noch drei Anwälte, rennst noch mal mit der Axt dreimal durch die Gegend, wirst dann noch mal verhaftet, kriegst ein psychologisches Gutachten, kriegst trotzdem 2000 Euro jeden Monat. Monat. Das muss sich ändern. Und wenn das nicht geht, müssen Gesetze geändert werden. Da muss einfach gesagt werden, jedes Sicherheitsrisiko wird ausgeschlossen. So, weg. So, das ist einfach— ich verstehe das nicht.
1:53:41Uwe Boll
Wenn einer bei dir zu Hause rumlaufen würde und würde komplett die Sau abgeben, ne, da würdest du doch auch— das war's, Junge, du bist jetzt aus meinem Haus und gehst jetzt da den Hang runter und bist weg. So, und sonst würde die Situation doch komplett eskalieren. Verlieren. Baseballschläger, verpiss dich jetzt! So, aber so muss auch der Staat denken, ne. Man wird ja vorgeführt ohne Ende, und die Leute nutzen das natürlich auch aus.
1:54:08Uwe Boll
So, und es gibt natürlich auch Leute, die keine Straftaten begehen, aber den Sozialstaat ausnutzen, und die müssen natürlich auch weg. Die müssen entweder arbeiten oder weg, ne. Und vor allem müssen sie gesagt kriegen, pass auf, nach 3 Monaten gibt's von uns nichts mehr, keine So, ja, und dann würde natürlich gewisser Druck erzeugt, dass man auch irgendwo mal arbeiten muss. Und ohne, sonst gewöhnt man sich daran. Man sitzt dann da, ich kriege auch so Geld, also Wohnung habe ich umsonst, 6 Kinder, 3, 6 mal 300.
1:54:37Uwe Boll
So, ja, das ist doch klar, dass die Leute das ausnutzen, wenn es da ist. Dann nutzt man es auch, ne. So, wenn ich in Kanada einen Film drehe und kriege 38% wieder, die nehme ich mir. Ist ganz einfach. So, und so ist es auch so. Du musst denen klar— die kommen aus Ländern, wo klare Ansagen sind, und das brauchen die. Die verstehen ja auch klare Ansagen. Und das, ich denke, so muss das Problem behandelt werden. Also ganz konkret daran gehen und sagen, also Freunde, die Sozialhilfe und so gibt's alles nicht mehr.
1:55:13Uwe Boll
Das Thema muss jetzt ja, ihr könnt arbeiten, wir geben euch einen Job, irgendwie Stadtwerke, sonst irgendwas, Müllabfuhr, scheißegal. Und wenn ihr da nicht erscheint, dann werden wir euch verhaften und abschieben. So, das sind jetzt die neuen Regeln, ne? Und das ist überhaupt nicht unmenschlich, sondern alle anderen müssen ja auch arbeiten, ne? Also ist ja nicht— ist ja stellenweise, wird man schon behandelt in Talkshows oder so, wird man ja als Unmensch bezeichnet.
1:55:40Uwe Boll
Wenn man solche Sachen sagt, wie ich gerade sage. Dabei sage ich ja auch, ich meine, meine Eltern hatten nichts. Also wenn ich nicht angefangen hätte zu arbeiten und hätte irgendwie Geld gekriegt, wäre ich Lehrer geworden oder sonst irgendwas, wo ich Geld mit verdient hätte. Aber es war klar, ich erbe jetzt nichts oder werde jetzt von selber irgendwie ein Auto kaufen können. Ich muss dafür arbeiten. Das ist das Normalste der Welt.
1:56:05Uwe Boll
Das ist eigentlich so die mentale Situation hinter diesem Film. Und ich wusste natürlich, dass der Triggerpunkt ist eben, dass er wirklich so weit geht, die dann umzubringen. Das war aber wichtig, dass man jetzt nicht so einen Wischiwaschi-Film macht, so ein deutsches Drama. Und dann sagt der eine, ja, ich bereue es. Und dann, ja gut, aber dies und jenes. Sondern dass man einmal zeigt, wenn ihr quasi Gewalt ausbricht, dann ist es ganz schwer, das wieder einzudämmen.
1:56:43Uwe Boll
Also das ist ja, du hast ja auch Kickboxen und sowas alles gemacht, ne? Ich habe geboxt und so weiter. Wir waren sicher beide auch in Situationen, wo Gewalt ausgebrochen ist, auch wo Leute sich geprügelt haben und so weiter. Und die Leute, die mit sowas überhaupt keine Erfahrung haben, die denken immer sozusagen, Situationen sind immer was, was ich zu kontrollieren, ne. Aber wenn mal der Mob losgelassen wird, dann können auch ganz schlimme Sachen passieren, ne.
1:57:11Uwe Boll
So, und das, das will ich nicht. Ich will schon, dass der Rechtsstaat gewinnt, aber ich glaube, so wie wir es jetzt machen, wird der Rechtsstaat verlieren, also am Schluss. Und das kann nicht das Ziel sein von der Demokratie. Oder auch, ich glaube schon, unsere Staatsform ist die beste, die die es gibt. Ja, also soziale Marktwirtschaft und Demokratie, das ist, was wir erhalten sollten. Aber wir machen alles, um es zu zerstören gerade.
1:57:39Uwe Boll
Und wenn man jetzt zu Ende denkt, nehmen wir mal an, die AfD wird nur noch verboten, geoutet und so weiter. Wenn die AfD verboten wird, wird es rechten Terror geben. Da gibt es ja noch mal einen Rechtsruck, noch einen viel stärkeren Rechtsruck, weil dann alle denken, also ihr ignoriert 40% der Bevölkerung, 30% der Bevölkerung und verbietet uns jetzt, wir sind jetzt kriminell Ja, dann werden wir auch mal kriminell. Also das muss man nicht glauben, dass da Leute dann einfach so einen Strich drunter machen und sagen, na gut, dann geht es einfach immer so weiter.
1:58:10Uwe Boll
Also das wäre schon ein großer Fehler natürlich, so eine Partei wie die AfD zu verbieten.
1:58:16Speaker B
Ja, ich meine, ein AfD-Verbot wäre aus meiner Sicht das Ende der Demokratie. Das ist relativ klar. Weil, gehen wir rückwärts durch, wenn man die verbieten würde, dann sagst du zu Recht, dann wird es rechten Terror geben. Wenn es rechten Terror gäbe, dann würde man sagen, also Männchen, wir müssten mal die Leute verhaften, die vorher die Partei geleitet haben. Und außerdem sehen wir die rechten Terrorzellen. Also machen wir jetzt mal so eine Militärpolizei, die Regeln hart durchsetzt, und dann sind wir im totalitären Staat.
1:58:42Uwe Boll
Ja, so.
1:58:43Speaker B
Und dann zu sagen, hey, ich möchte aber eine neue Partei gründen, die hat so ein ähnliches Wahlprogramm, aber ist nicht so extrem, und wählt uns doch bitte. Ich glaube, das ist vorbei. AfD-Verbot wäre aus meiner Sicht das Gleiche wie komplette Abschaffung der Demokratie. Wenn das passiert, musst du ausreisen, solange du noch kannst. Und das ist ganz egal, ob links oder rechts, ist völlig egal, sondern das ist, dann sind wir wieder da, wo wir in der DDR waren oder wo wir halt vor 1945 waren.
1:59:12Speaker B
So, das wäre problematisch. Wo ich dir zustimme zu deiner impliziten These, sage ich jetzt mal, das ist ein, du hast gesagt, das ist so ein Gedankenexperiment, aber ich glaube, dass das eine Stimmung in der Bevölkerung ist. Also diese Anti-Migrationsstimmung und die ist ja in Teilen auf jeden Fall berechtigt, in Teilen sicherlich unberechtigt. Also nicht jeder Migrant ist ein Krimineller, das ist ja relativ klar. Aber auch nicht jeder Migrant ist einfach vom Himmel runtergekommen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
1:59:40Speaker B
Das ist halt auch relativ klar. Und diese Migrationsgewalt, die ist real. Ich hatte neulich hier so einen forensischen Psychiater, der sagt, also wenn irgendjemand behauptet, dass es keinen Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität und Gewalt gibt, das ist einfach falsch und das ist dumm. Okay, da können wir da schon mal Haken dran machen, weil das kommt ja ganz viel aus der linken Ecke, so dass es alles was Schlechtes gibt.
2:00:00Uwe Boll
Deutsche genauso viele, genau dieselben Straftaten bei uns. Totaler Quatsch.
2:00:03Speaker B
Völliger Quatsch. Ich habe neulich mal ein Reel gesehen aus Großbritannien. Da wurde gefilmt, dass ein Migrant dort auf so ein Auto geschlagen hat. Irgendwie, keine Ahnung, ob der unter Drogen war oder einfach nur aus Spaß, hat oben aufs Auto geschlagen. Ist der Typ ausgestiegen aus dem Auto und der hat den nach allen Regeln der Kunst verhauen. Und der hat am Boden gelegen und hat dem immer weitergegeben und weiter und weiter und weiter.
2:00:27Speaker B
So, das Grundding, hey, du hast irgendwem das Eigentum beschädigt, da draufgehauen, eine dominante Position, Gewalt ausgeübt. Okay, da steigt jetzt einer aus, haut den um. Da kann man nur sagen, ist Gewalt eine Lösung? Schwierig, aber irgendwie nachvollziehbar. Was würde ich tun, wenn ich— renne ich dann zur Polizei und sage, die hat auf mein Auto gehauen? Ja, gibt's keine Beweise, macht er beim nächsten Mal wieder.
2:00:50Speaker B
So, da könnte man sagen, okay, da bewegen wir uns in dem Graubereich. Wo wir uns nicht mehr im Graubereich bewegen, ist halt als der weitergehauen hat, und der war schon fast bewusstlos.
2:01:01Uwe Boll
Dann ist schon fast Mordversuch am Schluss, oder? Oder genau.
2:01:04Speaker B
Und dann dachte ich, okay, wie sind die Kommentare? Und das Ding hatte, ich glaube, 100.000 Likes und 20.000 Kommentare. Und die Kommentare waren, Junge, endlich tut sich mal was! Und ja, das, ich habe mir das Reel schon 10 Mal angeguckt und finde es immer wieder schön. Das, das ist die Stimmung. Das ist ja, sind ja keine keine russischen Bots, vermutlich nicht, ne, sondern es ist die Stimmung in der Bevölkerung. Und das politische Korrekte ist aber, nein, nein, ich, es ist schon gefährlicher geworden, aber so wirklich kann man ja auch nicht sagen, man darf ja auch nichts mehr sagen.
2:01:36Speaker B
Und dann ist halt genau die Frage, wenn dieser Punkt kommt, wo der Mob ausbricht, was dann passiert. Und ich glaube, es gibt eine, so eine, so ein Schwelbrand in der Bevölkerung, den man nicht sieht, den sieht man medial sowieso nicht, weil was man Ideale sieht, hat mit der Realität meistens wenig zu tun. So, und dann ist halt die Frage, was passiert, wenn das Volk mal wirklich sauer ist und wenn es so einen Zündmoment gibt.
2:01:59Speaker B
Und da kann ich mir durchaus vorstellen, dass es da fast bürgerkriegsähnliche Zustände gibt. Das haben wir in Großbritannien gesehen. Ich finde aber auch diese Story glaubwürdig von jemandem wie dem Citizen Vigilante. Dass der sagt, ich nehme jetzt mal so wie Batman das Recht in meine eigenen Hände und hier gibt es Unrecht. Und Batman ist vielleicht, ich sag mal, ein sehr weißer Superheld, aber auch in den neueren Batman-Filmen ist er durchaus nicht mehr nur so weiß, sondern ist so ein brutaler Superheld, ist eben nicht nur nett, sondern der ist halt irgendwie böse.
2:02:33Speaker B
Ich verstehe die Geschichte. Und jetzt könnte man sagen, okay, du bist Künstler, jetzt hast du einen künstlerischen Film gemacht, über das. Du könntest auch einen künstlerischen Film machen über, ich sag mal, das linke Pendant. So Maja T., wir treffen uns und schlagen Neonazis zusammen und versuchen, die uns umzubringen, ne? Und feiern sich dann als Helden der Bühne. So, genau. Und da gibt's sicherlich, weiß nicht, ob es da Filme zu gibt, aber das wäre auch eine schöne, spannende Geschichte.
2:03:02Speaker B
So, und jetzt bist du damit rausgegangen. Und gab es schon mal, du hast gesagt, zu Hanau gab es auch Theater, Aber gab es schon mal so viel Theater wie zu Citizen Vigilante?
2:03:11Uwe Boll
Nein. Und weil, wie du sagst auch, ich habe natürlich auch gesehen unter dem Trailer und diese Sachen, die gepostet worden sind, dass viele sagen, auch international, also nicht nur in Deutschland, sondern endlich mal einer, der es zeigt. Endlich mal einer. Aber viele waren auch so traurige Kommentare. Also wie die Frau am Anfang, die erstochen wird. Diese sinnlosen Taten und so weiter. Sprichst mir aus der Seele. Es haben auch, ich habe bestimmt 20 E-Mails gekriegt oder Direktmessages von Frauen, die vergewaltigt worden sind.
2:03:47Uwe Boll
Die gesagt haben, endlich zeigt mal einer, was damit mit den Wichsern da passieren muss, sozusagen. Also klar, das ist für einige Rachefantasie, für andere aber auch so eine Acceptanz, dass es nicht nur diese Parallelwelt von Dunja Halali gibt. Ja, das ist wirklich so. Wir haben ja eine Welt in öffentlich-rechtlichen und so weiter. Ich kenne auch viele, die gucken quasi nur öffentlich-rechtlich, die denken, es gibt überhaupt keine Migrantengewalt und Hunderte von Massenvergewaltigungen und so weiter.
2:04:17Uwe Boll
Ich habe auch bei irgendeiner Filmseite in Deutschland Interview gegeben mit einer so aus Berlin und die so, ich wohne in Berlin, ist alles sicher und so weiter, ist gar kein Problem. Ich sage, dann zieh doch mal so ein Judenkäppi auf und geh mal durch Neukölln. Meine ich, wo du vielleicht wohnst, ist nichts, aber du kannst doch nicht die Kriminalstatistik ignorieren. Und dann, die hat dann eben nicht nachgewiesen. Ich glaube, das Video haben die nie veröffentlicht, den Podcast mit mir, weil ich gesagt habe, das darf nicht geschnitten werden, so wie das jetzt, also die Streitigkeit, so muss es raus.
2:04:44Uwe Boll
Und das wollten die wohl nicht machen, die wollten das zu meinen Ungunsten schneiden, deshalb haben sie es nie released. Und ich habe ihr dann auch gesagt, ich so, also jetzt zeigt mir doch mal die Massenvergewaltigung im Schwimmbad Busch von Peter, Paul, Stefan und Philipp von einer 15-jährigen Migrantin, das verdrehe ich auch als Film. Zeig mir doch den Fall. Weil jetzt, also ich meine, die Massenvergewaltigungen sind immer von Migranten, immer, fast immer.
2:05:11Uwe Boll
Ja, aber manche, und es geht doch überhaupt nicht darum, irgendwie Kriminalstatistik, die Deutschen machen genauso viele Verbrechen, wird dann immer gesagt, ne. So, ja, aber doch nicht diese Random Crimes, diese Sachen, die du gehst durch die Innenstadt, einfach abgestochen von hinten, hast überhaupt keine Chance. Wer macht denn sowas? Die Banditos? Nein, das waren die, die, die Geisteskranken, und da kann man sagen, die sind traumatisiert, aber das ist mir doch egal, wenn ich dann tot bin und da verblute.
2:05:37Uwe Boll
Ich will das nicht. Ich will so ein Sicherheitsrisiko nicht eingehen für die. Ich schulde denen gar nichts, weder Eritrea noch Somalia. Wir schulden denen nichts. So sieht es ganz konkret aus. Das ist so eine Denke, die sich hier verbreitet hat, nach dem Motto, wir müssen die ganze Welt retten, auch wenn wir komplett pleitegehen. Das ist absurd. Und diese, diese, diese zufälligen Sachen oder auch Schulbullying und so weiter, diese, diese, diese Sachen, das ist fast alles Ausländer, immer, ne.
2:06:03Uwe Boll
Da kann man sagen Migranten oder nicht Migranten, aber die kommen alle aus dem Ausland, Mittlerer Osten, also Machotypen und so weiter. Und ich meine, ich kenne sie vom Boxen von früher und so, also die Mentalität ist heißblütiger und so weiter. Und die verstehen dann eben, die haben Respekt vor Stärke, ne. Wenn klar ist, pass auf, Kampf losgehe ich hier nicht, ne, so, dann da kommen, entwickelt sich Respekt. Und aber der Punkt ist einfach, diese Kriminalsachen, also diese Assaults und Messerstechereien, das ist eine Gefahr für die Innenstädte, für die Sicherheit, oder auch für Mädchen, die nachts noch mal rausgehen, einen trinken gehen wollen und so weiter.
2:06:42Uwe Boll
Das ist eine echte Gefahr, und die hat sich enormst erhöht durch die Massenmigration, enormst, um Hunderte von Prozent erhöht. Alles andere ist Sugarcoating. Die ticken nicht mehr sauber. So, und zusätzlich ist man einfach— meine Frau kommt aus Kanada, sie merkt einfach auch, immer mehr so Vollburka-Frauen rennen rum, viel mehr in den letzten paar Jahren. Es ist also eine ganz andere Nacht nach Merkels 2016-Nummer. Die letzten Jahre kamen mehr so wirklich religiöse, wo die Männer auch noch im Kaftan rumlaufen und so, wo man überhaupt nicht erkennt, dass die sich da assimilieren wollen, sondern die sind jetzt hier, weil sie hier leben wollen und Geld wegkriegen, ne.
2:07:19Uwe Boll
So, aber die, die denken noch nicht im Entferntesten dran, vielleicht war alles scheiße in Afghanistan, wo ich gelebt habe, oder in Syrien, und ich will mich jetzt da anpassen, wo ich jetzt lebe, weil es da friedlich ist, da ist es entwickelt, also ich sehe hier Fortschritte und ich bin derjenige, der mich, der sich anpasst. Das passiert dann nicht, sondern die denken nur, jetzt sind wir hier, sieht ganz gut aus, Eis schmeckt lecker, aber wir ändern doch nicht unsere innere auch Religiosität und so, das ändern die einfach nicht.
2:07:51Uwe Boll
So, und das ist schon sichtbar, auch in Innenstädten, dass mehr so wirklich strengere religiöse Leute mittlerweile da sind und rumlaufen. Und das ist auch schlecht.
2:08:02Speaker B
Ja, lass mich da mal eine Lanze für die Burkaträgerin brechen, weil ich glaube, dass es ein zutiefst menschliches Bedürfnis ist, sich selbst auszuleben und nicht anzupassen. Also wenn wir gucken, Dubai ist ein arabischer Hub, schwer muslimisches Land, viele Westler gehen darunter. Niemand wird auf den Gedanken kommen, ich gehe nach Dubai und nehme jetzt mal den Islam an, damit ich mich in die Kultur integrieren kann.
2:08:29Speaker B
Sondern man sagt, ich gehe darunter, um fucking Geld zu verdienen, weil das ist der Pitch, den die machen. Du kannst hier runterkommen, du hast gutes Netzwerk, alles ist eng zusammen, zahlst keine Steuern, hast du Bock? So, und dann sagen wir, ja okay, wir gehen darunter. Niemand kommt nach Mallorca und sagt, also pass mal auf, ich esse kein Schnitzel mehr, sondern ich mache jetzt Tapas, weil das ist einfach hier der Style.
2:08:49Speaker B
Wenn man sich anguckt, so deutsche Enklaven, wo halt die Ensandten sind, die sind halt deutsch. Und die im Zweifel feiern, die gibt es mehr Oktoberfeste, keine Ahnung, irgendwo in Singapur oder in, keine Ahnung, Johannesburg, als es die irgendwo in Deutschland gibt, weil man feiert halt seine Heimatkultur gerade in der Fremde. Und da ist halt die Frage, was für ein Angebot macht das Land? Und wenn das Land das Angebot macht, leben Leute, kommt bitte her, ihr könnt machen, was ihr wollt, wir geben euch Kohle und wir bilden euch aus.
2:09:23Speaker B
Und wenn ihr hier Kinder habt, dann können die kostenlos in Schule und so weiter. Und wir haben höchsten Respekt vor euren Traditionen, macht das so, wie ihr das meint, happy happy. Dann finde ich, kann man jetzt nicht sagen, ihr bösen Leute, warum tragt ihr eine Burka? Das ist ja das Angebot, was wir machen. So, und dementsprechend, wir würden auch als Deutsche, wenn die Schweizer sagen würden, pass auf, du kriegst bei uns, kriegst du das Zehnfache des deutschen Durchschnittsgehalts, das kriegst du, und du musst nicht arbeiten, und mach dein deutsches Ding, kannst du Bier trinken und happy happy.
2:09:51Speaker B
Ja, wir wären auch alle da drüben, natürlich so, aber die Schweizer sind halt nicht so doof, dieses Angebot zu machen, weil die wissen ja dann, wer dann kommt, ne. So, ich komme da nicht, du kommst da nicht, dann haben wir halt die Mallorca-Jungs, nichts gegen die Mallorca-Jungs, aber irgendwelche Alki-Deutschen, die da Stress machen. So, Aber wir als Land machen halt dieses Angebot und sagen, kommt zu uns, ihr kriegt die Kohle, benehmt euch, wie ihr wollt.
2:10:14Speaker B
Und wenn ihr dann merkt, wenn ihr euch schlecht benehmt, dann therapieren wir euch, weil wir wirken dann, wie man so schön sagt, edukativ auf euch ein, dass Gruppenvergewaltigung nicht so gut ist. Und das ist verrückt. Aber verrückt sind nicht die, die kommen. Also ein paar vielleicht schon. Aber verrückt ist, dass wir als Land dieses Angebot machen. Und das ist der Weird Shit, würde ich sagen.
2:10:37Uwe Boll
Ja, da hast du vollkommen recht. Aber es gibt ja auch, sag mal, ich sehe auch so, dass viele, die jetzt so Burka tragen und so weiter, die sind stolz darauf. Genau, die sind das so gewohnt. Die sehen sich jetzt nicht als ausgebeutete Frauen oder so, obwohl sie es ja im Prinzip sind. Aber sie merken es nicht oder interessiert sie nicht. Und sie gucken runter auf deutsche Frauen auch. Ja, es gibt es ja auch. Also so, und aber Wie du sagst, du musst das Angebot verändern, du musst die Regeln verändern und du musst einfach auch sagen, gut, du kannst jetzt schlecht Schwimmlehrerin in einem Burka werden oder Sportlehrerin.
2:11:10Uwe Boll
Also du musst dich schon auch kleidungsmäßig in bestimmten Situationen anpassen, sozusagen. So, da wird dann ein Schuh draus. Aber diese Regeln müssen eben auch enforced werden. Das ist eben so eine Sache mit so halbgaren Nummern und immer noch einer, wenn man sagt, Leute randalieren beim Abschiebeflug und werden dann nicht abgeschoben. Das wäre wie so beim Banküberfall. Ich werde in der Bank verhaftet und flipp aus und diese heißt doch zu viel Arbeit.
2:11:40Uwe Boll
Jetzt kannst du wieder nach Hause gehen. Sag uns, wo du wohnst, dann kommen wir in 3 Wochen noch mal vorbei und verhaften dich für den Banküberfall. So ungefähr ist ja diese Mentalität. Das ist natürlich vollkommen eigentlich undenkbar, weil ein Abschiebeflug bedeutet ja, man ist quasi rechtskräftig muss man raus.
2:11:57Speaker B
Verurteilt zum Abgeschobensein.
2:11:59Uwe Boll
Und am Flughafen würde man ja auch niedergetackelt werden, wenn man jetzt einfach durchläuft, ne. Dann wird man mal sehen, wie die einen chasen durch die Gänge, bis sie einen haben, und dann wäre das das Ende. An dem Tag fliegt man nicht mehr, das ist jetzt schon klar, ne. So, und aber warum soll das anders sein, wenn man abgeschoben wird, wenn das klar ist jetzt, Rechtsprechung, er muss weg? So, das gibt's doch gar nicht, dass man dann damit davonkommt.
2:12:23Uwe Boll
Ich meine, wofür hat man Handfesseln, Fußfesseln, Sack überm Kopf, wie auch immer, ne? Das sind aber so Sachen, das zeigt sich jetzt schon, dass viele Leute haben Hemmungen, weil sie nicht Nazis genannt werden wollen, die in der Rechtsprechung bei der Polizei, wie auch immer, das ist sozusagen die Nazi-Kolbe wird rausgeholt gegen die, die einfach nur das Recht vollstrecken wollen. Und Richter, merkt man ja auch, sind voller Zweifel, ob sie überhaupt wie so Massenvergewaltiger— der Hamburg-Fall, den habe ich ja im Film genommen, der Stadtparkfall— die dann quasi sagen, die armen Migranten am Schluss, die traumatisiert hier ankommen, keiner hat sich um sie gekümmert, da mussten sie natürlich vergewaltigen.
2:13:02Uwe Boll
So, und das, das ist natürlich fast Realsatire, ne, wo man einfach sagen muss, ja gut, also habt ihr mal an die Opfer gedacht, auch zwischendurch mal so ungefähr? Und das war der Grund, wo du sagtest, wenn die Leute reagiert haben, wie so ein Befreiungsschlag war der Film. Weil man, es muss man ja auch sehen im Zuge der, wo sind denn andere Filme wie Citizen Vigilante? Die gibt's ja gar nicht. Also das ist der Lonely Rider, der zeigt, so läuft's ab auf den Straßen etc.
2:13:35Uwe Boll
Und hier haben wir einen, der strikt zu, also Clint Eastwood-mäßig. Und die anderen Filme haben immer Migranten als Helden oder als die voll integriert sind. Das wird ja verzweifelt versucht vom Öffentlich-Rechtlichen, auch von der Filmförderung und so weiter, dass man macht keine Filme, wo man hat auch Transen, die Mörder sind oder so. Nein, es ist sozusagen, die versuchen verzweifelt quasi Minoritäten, wie auch immer, positiv darzustellen, um ja nicht das Volk zu instruieren, Genau, auch Transen können Mörder sein oder so, ne.
2:14:12Uwe Boll
So, die scheißen sich quasi in die Hose von morgens bis abends. Und das führt ja genau zu dieser Reaktion dann, wenn so ein Film wie Citizen Gigante kommt, dass sich urplötzlich alle drüber total aufregen einerseits, aber andererseits eben auch total abfeiern, ne. Weil die dann eben sagen, ja, endlich hat mal so ein Film gemacht, der da mit dem Hammer mal reinhaut und mal klar macht, was machen wir hier. Wenn Witzfiguren werden ausgelacht von den Tätern, die wissen, es passiert nichts, ne.
2:14:39Uwe Boll
Und in den Schwimmbädern auch diese ganzen Vorfälle, immer dieses, dieses Rumgebulli-Sein und so weiter. Meine Frau war in Mainz im Schwimmbad mit unserem Sohn, ich war nicht dabei. Und dann sind sie da, stellen sich an, um Eis zu kaufen, da kommen so 5, was weiß ich, Afghanen, gehen einfach vor die, ne, und sagen so, halt's Maul, ja. So, so Leute gab's immer, ist jetzt nicht nur auf Migranten bezogen, aber Das geht eben nicht, ne.
2:15:07Uwe Boll
Also da muss man einfach sagen, Leute, wenn ihr euch überhaupt nicht benehmen könnt, ist ja auch in der Schule so, dann gibt's disziplinarische Maßnahmen, ne. So, und dann müssen eben auch die Leute nicht nur aus dem Schwimmbad entfernt werden, sondern nie mehr da rein dürfen. Dann habt ihr eben Pech gehabt, ganzen Sommer kommt jetzt nicht mehr rein, weil ihr hier so einen Scheiß gemacht habt. So, aber auch diese Sachen, viele Leute im Schwimmbad auch arbeiten, haben auch Angst.
2:15:30Uwe Boll
So Bademeister oder so, ne? Wenn da so 10 Leute im Mob sind, dann sagen wir mal auf, naja, ist Feierabend, wir treffen dich draußen. So, das ist ja nicht so, dass die, dass diese, dass diese Leute quasi Angst haben vor körperlichen Auseinandersetzungen.
2:15:45Speaker B
Ja, ich glaube, da ist genau der Punkt. Du sagst, solche Leute gab es immer, die sich dann vorgedrängelt haben. Aber zumindest in meiner Jugend war es halt so, wenn das passiert ist, dann gab es halt eine Schelle oder halt eine irgendwie körperliche Auseinandersetzung, und dann haben die sich geprügelt, weil irgendjemand gesagt hat, du darfst nicht vor mir in die Schlange gehen, das verletzt hier meine Ehre. Und dann haben wir gelernt, respektive bringen wir unseren Kindern bei, dass körperliche Auseinandersetzungen doof sind und dass wir im Zweifel uns eher zurückhalten sollen.
2:16:14Speaker B
Und in der Schule lernen jetzt die Kinder Nein sagen, und dann, wenn man geschlagen wird, dann muss man noch mal Nein sagen oder Halt, Stopp. Aber um Gottes Willen wollen wir nicht, dass Kinder in der Schule zurückschlagen, sondern wir wollen anti-autoritär, nicht anti-autoritär, sondern anti-Gewalt. So, und wenn du das matchst mit Leuten, die aber auf Stärke und auf Respekt sind, ja, dann fallen die da wie Heuschrecken drüber her.
2:16:38Speaker B
Und warum sollten die sich eine Schlange stellen, wenn du gewohnt bist, ich erkämpfe mir den Platz in der Schlange und ich brauche ja vor keinem Respekt zu haben? Ja, dann springen ja vorne rein, wir sind alle die kleinen Mäuschen. Also ein Bademeister früher, ich hatte fucking Angst vorm Bademeister, die waren rustikal So, heute, keine Ahnung, die Bademeister, ich verstehe auch, dass eine 10-zu-1-Situation ist eine andere als damals, aber das ist ja nicht von heute auf morgen gekommen.
2:17:04Speaker B
Aber wir hatten, ich weiß noch, wie der hieß damals, wenn der gepfiffen hat, dann haben wir uns alle kurz zusammengezuckt und dann hat der geschrien und das war halt irgendwie maskulin dominant und wir waren halt die kleinen Jungs und hoffentlich hat diese— und das scheint irgendwie der Angst gewichen zu sein, weil die Dominanzhierarchie ist sehr klar. So, niemand hat mehr Angst vorm Bademeister, gibt Securities, und da hat man auch keine Angst vor Security und Bademeister.
2:17:30Speaker B
Du hast Angst, wenn die Polizei kommt mit der Hundertschaft, aber vorher hat keiner irgendwie Angst. Und das haben auch, das haben wir passieren lassen. Genau so, und das haben wir passieren lassen. Ihr könnt alle reinkommen, und es gibt dann, und dann kommt wieder die, die Vollidioten aus den Medien, wie hieß dieses Ding, als es da diese Übergriffe gab in dem dieses komische Maskottchen, was dann das Codewort sein sollte für ich brauche Hilfe.
2:17:59Speaker B
Und gleichzeitig war das auch so ein Gummi-Ding im Schwimmbad, oder? Ja, so ein Gummi-Ding. Und die haben dann so ein Plakat gemalt, und dann war quasi das Beispiel, dass irgendwie eine übergewichtige schwarze Frau, also es war also wirklich so, so von einem Deutschen angepackt wird unter Wasser. Ja, irgendwie lebensgefährlich.
2:18:19Uwe Boll
Der böse Deutsche Deutsche, der da jetzt fingert unter Wasser.
2:18:23Speaker B
So, und auch das kommt vor, ne. Also ich glaube nicht, dass alle Deutschen— wir hatten ja vorher schon, vor der großen Migrationskrise hatten wir ja schon Kriminalität. Also so ist ja auch nicht. Aber das, was jetzt passiert, ist irgendwie— ich glaube, wir haben uns das ganz, ganz erheblich selbst zuzuschreiben. Weil also im Unternehmen sagst du immer, wenn ein Unternehmer zu mir kommt, sagt, meine Mitarbeiter sind scheiße, dann fragen wir, ja, wer hat die denn Ja, scheiße, ich wohl doch.
2:18:49Speaker B
Die benehmen sich aber scheiße. Ja, aber ist schon dein Ding. Und wer hat's gemacht? Ja, wir. Wer hat die denn gewählt? Ja, wir. Und wer könnte es denn besser machen? Ja, auch ja, wir. Und dann kommt aber immer so was: Ja, aber man muss ja auch echt aufpassen, was man heute sagt. Nee, nee, nicht man muss aufpassen, sondern du hast Angst, sagst nichts und versuchst mir das als eine Tugend zu verkaufen, weil du ja so wahnsinnig sensibel bist.
2:19:12Speaker B
Bist und man heute nichts mehr sagen darf. Nee, nee, die Tatsache, dass du sagst, man darf heute nichts mehr sagen, das ist genau das Problem. Weil das Gesetz, dass du es nicht sagen darfst, das gibt's nur in Teilen. Also bisschen was gibt's ja schon. Wir lassen es halt mit uns machen. Und ja, dementsprechend ist alles, jedes Volk bekommt die Politik, die es verdient.
2:19:32Uwe Boll
Absolut. Und diese, ich meine, ich habe meinen Söhnen gesagt, ihr schluckt Links, rechts, Hacke, Kick. Absolut. Ja, also so nach dem Motto, also du hast ja oft so Bullying-Videos in der Schule, wie die dann zusammengeprügelt werden oder so. Und du musst dann einfach stehen bleiben und kontern. Also so, das ist natürlich einfacher, wenn man schon sich oft geprügelt hat oder so, aber man darf sich auf jeden Fall den Schneid nicht so einfach abkaufen lassen.
2:20:01Uwe Boll
Und also kampflos soll man nicht untergehen. Klar hat man keine Chance gegen 10 Leute, aber trotzdem. Trotzdem, man darf jetzt nicht einfach so von Anfang an den Bückling machen. Das gehört ja auch zum Größerwerden, Erwachsenwerden dazu. Finde ich schon wichtig, dass man eben sagt, ja, wir waren aber vor euch dran, ne, so, und wir gehen jetzt wieder vor euch, ne. Und dann eben auch dem Verkäufer sagt, die drängeln hier vor, die anderen, die in der Schlange sind, hier guck mal, die Arschlöcher, die drängeln auch vor bei euch.
2:20:28Uwe Boll
Wie auch immer, dass man dann den Mob quasi aktiviert, so, da müsste man dann psychologisch sozusagen vorgehen und das ist aber wichtig, wenn man jetzt von Anfang an, okay, so, das ist sozusagen leider der Weg zum direkten Untergang, weil das natürlich auch so eine Charaktereigenschaft ist, die, die sozusagen, die dann hinterher auch dazu führt, man hat kein Rückgrat und man versagt, ne. So, man ist irgendwie so, man kriegt das nicht hin.
2:20:58Uwe Boll
Und das ist, da war für mich, muss ich sagen, die Zeit beim Boxen wichtiger als im Handball und so weiter, weil man kriegt ja am Anfang ziemlich die Fresse voll, auch beim Sparring und so. Und so viel Mitleid gibt es dann auch nicht. Und wo wir damals hier bei Bayer Leverkusen— Felix Sturm hat mit mir angefangen, kenne ich, seit er 10 ist, Adnan Karadžić, wir hatten Zeljanka, Bundesliga, mehrfacher deutscher Meister, die Leute und so weiter.
2:21:27Uwe Boll
Wir hatten schon schon eine Kombination da. Auch Michael Schäfski hat bei uns geboxt, mit dem habe ich öfter Sparring gemacht, richtig leider, bin ich froh, dass ich noch stehen kann. So, aber das sind natürlich so, der Vorteil war da, man lernt natürlich viel mehr, wenn die anderen viel besser sind, sozusagen. Aber leider tut es auch scheiße weh. So, und viele hören natürlich gerade beim Kampfsport sehr schnell wieder auf, weil sie merken, scheiße, ist ja doch nicht, genau, ist jetzt nicht hier Karate oder so.
2:21:57Uwe Boll
Und so, aber Aber das, wenn man da mal dann durchgeht und bleibt dann jahrelang irgendwie dabei, das kann man später wieder abrufen, wenn so Stresssituationen auch sind, wo man dann einfach— warte mal, in New York habe ich so einen Film gedreht, First Shift, so ein Polizeifilm, und die Crew wollte nach 5 Tagen streiken, weil sie die Union wollte. Also die wollte so Unionverträge, und wir haben einfach gesagt, das ist ein Independent-Film, wir haben das Geld nicht, und ihr habt ja unterschrieben eure Arbeitsverträge.
2:22:24Uwe Boll
Und dann sind 21 Leute, haben aufgehört zu streiken, und dann kamen Leute, Aufhören zu arbeiten. Und die kamen dann zum Set auch und haben mit anderen Gewerkschaftsmitgliedern gearbeitet, nicht mehr. Hier haben sie richtig so Druck aufgebaut, auch auf andere. Und da war dann wichtig, dass sozusagen— also mir ging der komplette Marsch vorbei, ganz ehrlich, weil ich habe ja früher Filme immer selber gemacht. Also ich so, na und?
2:22:44Uwe Boll
Habe ich eben keinen Garderoben-Heini mehr? Ich habe den Schauspielern gesagt, holt euch aus dem Ding euer Kostüm. Ihr wisst ja, was euer Kostüm ist. Selber anziehen. Schauspieler haben alle mitgemacht. Und nein, aber da ist dann wichtig, so Streikbrechern auch oder so: Geh weg! Also wir mussten ja, die haben auch den Set versperrt. Also die wollten, dass man da nicht durchgeht durch die Menge und so. Und dann bin ich natürlich der Erste, der durchgegangen bin und gesagt: Ja, verpiss dich, du Spast!
2:23:08Uwe Boll
Ja, so, so, das ist aber, das lernt man eben eher, wenn man auch so ein bisschen in der Jugend körperlich auch mal aktiv war, sozusagen. Ja, so dass man dann einfach nicht einschüchtern lässt und denkt irgendwie: Pass mal auf, du Ihr seid die Vertragsbrecher. Ihr habt meine Verträge unterschrieben. Ihr arbeitet hier für 300 Dollar am Tag, 400 Dollar am Tag und jetzt urplötzlich nach vier Tagen die wollen uns ja erpressen, dass da noch mal 20, 30 Prozent draufkommen.
2:23:35Uwe Boll
Das haben wir einfach nicht gemacht. Und dann stellt sich raus, das machen die andauernd bei anderen Filmen auch und immer wird nachgegeben. Weil immer alle sagen der Regisseur: Oh, das kann ich nicht machen. Guck mal hier die arme Gewerkschaft. Wie auch immer, ne? Die scheißen sich alle in die Hose und wir haben das brutalst durchgezogen. Ganze Film ohne die weitergedreht.
2:23:50Speaker B
Crazy German, ne?
2:23:51Uwe Boll
Genau, genau. Aber ich hatte ja auch Deutsche dabei, Kamerateam und so. Also wir haben gesagt, das interessiert uns nicht hier, die können sich alle verpissen, solange die Schauspieler bei uns bleiben. Und die haben alle gesagt, ja, ihr habt vollkommen recht, so geht das nicht. So, aber, aber das ist eben auch in der Schule oder solche Sachen. Und dieser Roman von diesem Houellebecq, diese Unterwerfung, der ja schon 15 Jahre alt ist, wo er gesagt hat, Frankreich so peu à peu passt man sich dann immer an und gibt dem Druck nach, ne.
2:24:21Uwe Boll
Auch dieses öffentliche Beten von Moslems in Parks, das sind ja, also das ist ja Machtdemonstration. Guck mal, wie viele wir sind, ne. Diese, ja, aber auch ein bisschen, da kann ich auch in die Moschee gehen oder zu Hause beten, ne. So, und das dann eben so, so öffentliche Sachen gemacht werden, das ist auch so eine, ja, zeigen wir schon, wir werden immer mehr und so weiter. Ist ja schon so als auch politisches Demonstration.
2:24:46Speaker B
Also wenn ich jetzt sagen würde, ist der Megapark auf Mallorca eine deutsche Machtdemonstration in Spanien, könnte man so sehen. Also ich als Mallorquiner würde das so empfinden, zu sagen, die Schinkenstraße, Ballermann 6, das haben die ja damals auch verboten, da durfte der Ballermann nicht mehr der Ballermann sein.
2:25:02Uwe Boll
Ja, aber das war was anderes wie jetzt da, ich bin jetzt hier mitten in der Innenstadt und rolle meinen Teppich aus.
2:25:09Speaker B
Ja, ich glaube, da kann man geteilter Meinung sein. Ich verstehe, dass man es als Drohkulisse empfinden kann. Genau. Und dann heißt es aber nicht, dass es als Drohkulisse gemeint ist, sondern wenn wir jetzt, ich sag mal, wir können unser deutsches Oktoberfest in Johannesburg, das können wir irgendwo in der Halle machen oder wir machen das draußen im Park. So, dann lass uns draußen im Park machen, weil normalerweise ist der Park total gefährlich.
2:25:32Speaker B
Wir können da nicht reingehen. Aber wenn wir da alle hingehen und beide alle den Hupen haben, dann macht uns keiner was. Und das kann man als Drohkulisse sehen. Das kann aber auch sein, hier ist schön draußen, es sind 25 Grad, guck mal, wie schön die Sonne scheint. So, I don't know.
2:25:47Uwe Boll
Ja gut, das könnte man jetzt auch so sugarcoaten. Man kann natürlich auch sagen, wo sind denn jetzt die ganzen Christen, die den Volkspark blockieren und da beten oder so? Also gibt deutlich weniger wie jetzt Moslems, die offen auch, auch in New York, wo der ganze Platz Straßen werden gesperrt und dann kommt da kein Auto mehr durch. Solche Sachen passieren. Und ich finde das einfach, das ist so ein bisschen so, wir zeigen, wir sind jetzt, wir werden mehr.
2:26:11Uwe Boll
Finde ich jedenfalls, kommt bei mir so an. Aber das ist, ich glaube, das ist nicht wirklich kriegsentscheidend. Aber entscheidend ist, dass man eben dieses Langsame, na gut, so schlimm ist es auch nicht, dann wird sich da angepasst und da angepasst und das akzeptiert. Und wir haben in Deutschland eben auch so eine Mentalität, wie man ja auch merkt, wie so ein vorauseilender Gehorsam war schon immer im Deutschen, ne, wo man dann sagte, ich will auch keinen Ärger, ich sag einfach nichts mehr.
2:26:38Uwe Boll
Oder wie du auch sagst, mit dem, man hat Angst, bestimmte Sachen zu diskutieren. Und man sieht ja auch diese Talkshows im normalen Fernsehen, sind ja alle, sind immer dieselben Gäste, es dreht sich immer ums Selbe, alle unterbrechen sich immer gegenseitig, und dann wird wieder gesagt, da siehste, haben wir wieder fertig gemacht, den Schubballer, oder sonst Und das ist einfach auch so eine Sache, wo man— ich bin ja mit Öffentlich-Rechtlichem aufgewachsen, und damals gab es eben auch im Öffentlich-Rechtlichen Gerd Löwenthal, ZDF Magazin, auch Bett Narts, Ditfurth, diese ganzen Leute.
2:27:11Uwe Boll
Da hat man den Eindruck gehabt, ob links oder rechts, die waren aber hauptsächlich Journalisten. Die wollten erstmal wissen, was ist der Sachstand, und haben auch immer versucht, beide Seiten irgendwo zu repräsentieren. Das ist weg. Jetzt geht es nur darum, wer wird heute das Opfer. Also im Zweifel einer von der AfD oder so, ja, oder einer, der gegen die Impfung ist, sonst irgendwas. Das ist unser Opfer. Und dann haben wir wieder 4 Typen, die eigentlich auch von nichts eine Ahnung haben, aber zu viert sind sie schon mal relativ stark.
2:27:38Uwe Boll
Genau, und dann wird immer gestichelt und hier und da. Und dann haben sich ja Leute wie, nehmen wir mal Herles, Krone-Schmalz, alle, Peter Hahne, alles vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Leute gelten jetzt als Schwurbelgeisteskranke. Nur weil die so geblieben sind, wie sie immer waren. Also ich meine, Krone-Schmalz, letzte Woche habe ich gesehen bei der Maischberger, da diese Nummer, wo man denkt irgendwie, also sie hat doch in Russland gelebt, sie war doch die Russland-Korrespondentin und wird jetzt hier behandelt, als ob sie von Russland überhaupt keine Ahnung hat und weiß gar nichts.
2:28:07Uwe Boll
Und man denkt irgendwie auch, Krone-Schmalz war immer quasi eine total solide, würde ich mal sagen, liberale Reporterin. Reporterin nicht im Verdacht, rechtsradikal zu sein, oder auch nicht linksradikal, gar nichts, sondern einfach eine saubere Reporterin. Und das hat dann überhaupt keine Konsequenzen. Also die wird dann einfach fertiggemacht. Und dann dürfen im Heute-Journal Filme gefaked werden nach dem Motto, wir müssen irgendwie zeigen, ein Eisagent nimmt ein Kind, verhaftet ein Kind.
2:28:40Uwe Boll
Haben wir nicht. Ja, dann mach es doch. Wofür haben wir denn AI? Und dann wird das gezeigt und dann kommt das raus. Und sowohl Schausen als auch Holalali und so hat keine Konsequenzen. Früher wären die dafür strafrechtlich verfolgt worden wegen Volksverhetzung. Das ist, was die gemacht haben. Die haben nicht nur Beweise gefälscht, die haben die Nachrichten gefälscht, wo der Mensch davon ausgeht, vor allen Dingen vom Steuerzahler bezahlt, da wird ein Höchstmaß an Sorgfalt angewendet.
2:29:07Uwe Boll
Und das haben die mit Füßen getreten und es ist nichts passiert. Und immer wieder wird gelogen. Gelogen. Ich lese ja wirklich, dadurch dass ich sehr, aber 7 Jahre in Kanada gelebt und so weiter, ich lese fast mehr US-Presse und Zeitung als deutsche Sachen. Und wenn man diese, das erlebt, wie bestimmte Dinge in Deutschland dann weiter gestrickt werden oder berichtet werden, die in Amerika angefangen haben, und wie das rumgedreht wird, wo man sich wirklich sagen muss, was ist das, was, was passiert hier, ne?
2:29:40Uwe Boll
Und solche in den USA, was in Deutschland keiner bisher diskutiert hat, ist, warum greift Selenskyj jetzt russische Dieselkraftwerke an, ne? So, in Deutschland sagen alle, ja, der zeigt jetzt den Russen mal, wo der Hammer hängt, endlich mal wird zurückgeschlagen. So, der Dieselpreis geht ja durch die Decke, es gibt ja einen Dieselschortage. Die Amerikaner in der Analyse sagen schon, weil der Selenskyj durch den Dieselpreis die Wahl, die Midterms beeinflussen will in Amerika, so dass die Demokraten gewinnen.
2:30:13Uwe Boll
Ja, weil der will ja den Trump nicht, der weiß ja, an sich hat er da bei der Regierung, die können ihn nicht leiden, aber die wollen jetzt auch nicht komplett die Ukraine fallen lassen, verkaufen ihre Waffen dahin, wie auch immer. Aber der weiß, in Amerika der Preis, und Diesel beeinflusst ja alles, Schiffe, LKWs, dass es ein Riesenkicker ist für die Midterms. Der Trump kommt aus dem Iran-Nummer nicht raus, jetzt wird der Preis immer höher, Inflation, zack, Midterms weg, lame duck.
2:30:42Uwe Boll
Wir wollen die Demokraten wieder stärker haben, weil die geben uns immer alles, was wir wollen. So eine ganz gezielte Beeinflussung, obwohl er gewarnt wurde, hör auf, diese Dieseldinger da zu bombardieren. Aber wo in Deutschland hat das jetzt mal einer gesagt, ne? So, wenn man da nicht sozusagen einfach mal, also New York Times oder solche Sachen, wo das ein bisschen so angesprochen wird, mitkriegt. Und das war bei so vielen Dingen so, ne.
2:31:07Uwe Boll
Also bei dem Charlie Kirk, wo der erschossen wurde, das war absolut absurd. Ja, den habe ich oft in Amerika auf Podcast gesehen und so weiter. So, und also Charlie Kirk, natürlich total gläubiger Christ, auch sagen wir mal wirklich natürlich in dem Sinne radikal, aber vom Typ her immer eloquent, total intelligent. Ich habe nie gesehen, dass er sich über Leute lustig gemacht hat. Der hat nie Leute vor diesen ganzen, die ihn da interviewt haben oder da die Fragen gestellt Hat man in Unis nicht einmal gesehen, dass er einen komplett vernichtet hat.
2:31:39Uwe Boll
Der hat immer gesagt, es gibt, überleg dir noch mal, mach dies oder so. Jetzt gerade bei Transsexuellen und so weiter, bevor du dich operieren lässt, überleg dir mal, wie der hier zerstört wurde. Als der, die haben den zelebriert, dass der erschossen wurde, in den Kopf geschossen. Ja, da muss man wirklich sagen, ach so, Gewalt von Geisteskranken wie der Typ, der den erschossen hat, Das ist gut, wenn es die richtigen Leute trifft, ne?
2:32:07Uwe Boll
Und da muss man wirklich sich fragen, so, also dieses zweierlei Maß, ne? Wenn ihr, wo der Höcke hier war, ja, wo er dann hier, was war das, Deutschland, was war da noch mal, ich weiß nicht mehr, Deutschland für immer, oder nee, nee, alles über D-Punkte, ganz genau. Aber sowas zum Beispiel, so ein Satz, wie kann denn sowas strafrechtlich relevant sein, dass da lächerlich. Also in Amerika würde ich drüber lachen, da kann man alles sagen, interessiert überhaupt gar keinen.
2:32:35Uwe Boll
Aber der Punkt ist, wo man dann einfach sagen muss, also da wird mit der Schieblehre gemessen, weil man da Ansätze finden will, und auf der anderen Seite wird quasi abgefeiert, wenn so ein Typ vor laufender Kamera in den Kopf geschossen wird. Ja, er war ja auch ein Hassprediger gegen den Islam, wie auch immer, ne. Dabei hat er auch nie negativ über den Islam geredet, der ist eben Christ, ja, also Competitor zum Islam.
2:33:02Uwe Boll
So, und das waren so Sachen, wenn man es wirklich mehr so von der amerikanischen Sicht und das da verfolgt, das geht, das ist einfach unglaublich, in welcher Radikalität wir hier schon in Deutschland abgewichen sind mit dem Support der öffentlich-rechtlichen Medien, die das ja blind supporten, diese, diese ganze Nummer, die abläuft, ne.
2:33:25Speaker B
Die supporten das ja nicht nur, also in dem Fall von, von Kirk, die haben es Und auch im Fall von diesen KI-Fakes, die haben es auch gemacht und es gibt keine Konsequenzen. Aber ich glaube, das zieht sich so durch. Also sowohl, ich sag mal, das Beispiel von der Schwimmbadschlange, also der Menschenschlange im Schwimmbad, wo sich jemand vordrängelt und keiner sagt mehr was. Dann hast du halt irgendwie so diese Ideologie in den Redaktionen und es gibt einfach keine kantigen Typen mehr, sondern alle haben irgendwie Angst. Das siehst du jetzt, finde ich, am sichtbarsten. Wir haben den erfolglosesten Kanzler der Geschichte.
2:34:00Uwe Boll
Wir aber absolut.
2:34:01Speaker B
Und der ist der unbeliebteste. Und normalerweise stehen in jedem Unternehmen, also Manager sagen das, je nachdem wie hoch die sind, 80% der Zeit ist Abwehren von Angriffen auf den eigenen Stuhl. So, und den könnte der, der fällt ja quasi fast vom Stuhl, der will auch vom Stuhl springen, aber es findet sich ja niemand, der den Job machen will. Und jetzt wäre eigentlich die Zeit, wo jemand so aus der, also so habe ich mir sagen lassen, aus politisch informierten Kreisen, dass die A-Kandidaten Angst haben, Bundeskanzler zu werden, weil die können ja nichts machen in der Koalition mit der Brandmauer, ist scheiße.
2:34:38Speaker B
Sondern wirst du Bundeskanzler und kannst nichts machen, bist ein Failure, und dann ist deine politische Karriere ja vorbei. Ja, dann bist du immer noch versorgt mit allen möglichen Geldern und Ämtern und so, aber Bundeskanzler wirst du nicht zweimal, wenn du einmal schlecht bist. So, und jetzt könnte es eigentlich jemand geben aus der zweiten Reihe, jemand, ich sag mal, so ein damals so ein Karl-Theodor zu Guttenberg, so sein bester Zeiten, der hätte gesagt, denke ich mal, keine Ahnung, habe ihn noch nie getroffen, aber hier habe ich die Chance, was zu formen, und ich mache das.
2:35:08Speaker B
Ich kick den oben weg, das ist ja nicht schwer. So, dann stelle ich mich nach vorne, ich reiße die scheiß Brandmauer ein, und dann regiere ich mit aktuellen Mehrheiten. Dann bringe ich Gesetzentwürfe ein, im Prinzip das Wahlprogramm, was ich, mit dem ich vor anderthalb Jahren als Partei gewählt worden bin. So, und und dann mache ich auf einmal Politik, weil das geht ja so mit CDU-AfD-Mehrheiten. So, die würden dieses Ganze— ich meine, wer aus der SPD hat noch irgendwie was zu melden, ne?
2:35:35Speaker B
Die sind alle weg. So, und es gibt aber niemanden in Reihen der CDU, der sich das traut, sagt, pass auf, wir räumen jetzt mal auf. Es gibt einfach keinen. Sind alles, so scheint es mir, weil sonst wäre ja einer da, irgendwie glattgespülte, ängstliche Inkompetente, Oder halt erfolgreiche Karrierepolitiker, die Angst haben, ihre Karriere zu gefährden. Aber so den, ich sag mal, den Citizen Vigilante in der Politik, also in der CDU, gibt's dann auf jeden Fall nicht.
2:36:05Uwe Boll
So, das, nee, aber man regt sich immer, die Leute, ja, sowas wie Millet geht ja gar nicht und so weiter, ne. Aber in Wirklichkeit war ja Millet super, ganz genau, und hat die Inflation von 260% auf 20% gesenkt. Wenn es einem Land dann so schlecht geht, dann wollen die Leute plötzlich einer, der einfach alles durchsetzt, wo dann einfach gesagt wird, so, jetzt ist aber endgültig Feierabend. Da sind wir ja in Deutschland noch nicht.
2:36:27Uwe Boll
Den meisten Leuten geht es dann doch noch zu gut im Endeffekt nach dem Motto, ja, wir kriegen das schon ein bisschen, 3% weniger hier, 0,2% da. Man hat so den Eindruck, den Leuten ist gar nicht klar, was in Deutschland abgeht mit der Deindustrialisierung, unsere Industriepreise viel zu hoch, Energiepreise viel zu hoch. Zu hoch, VW macht zu, wie auch immer. Es ist ja sichtbar, dass es abwärts geht und dass wir den Zug der Zeit ziemlich verpasst haben bei vielen Dingen.
2:36:53Uwe Boll
Und trotzdem ist zu viel Substanz noch da, dass die Leute so, ja gut, ich habe mein Häuschen, wie auch immer. Sie sind besorgt, aber so richtig aktiv wird keiner. Aber der zweite Punkt ist noch viel wichtiger, glaube ich, nämlich die Leute, die in Deutschland in die Politik gehen, nehmen wir mal Philipp Amthor und solche Luschen, ja, wenn man, ich denke, das kann ja nicht wahr sein. Die sind ja an sich lebensuntüchtig, ne.
2:37:16Uwe Boll
Also der, der Kühnert oder solche Leute, die waren ja alle, der war im Callcenter, Eskenwarf Straßenmusikantin, wie auch immer. Das sind ja Leute, die würden ja in keinem anderen Job mehr wie 3.000, 4.000€ machen können von der Qualifikation und so weiter. Also sitzen sie sich den Arsch platt in irgendwelche Kommunalverbände, kleben Pakete, sagen immer ja, alles gut und so weiter. Dann sind sie im Landesding, ne, so im Landestag kriegt man ja so 7.000 bis 10.000€ Euro, entwickelt sich langsam schon richtig.
2:37:46Uwe Boll
Jetzt will er noch in den Bundestag. So, und für die ist das alles, was sie haben, das ihre Existenz. Und die werden natürlich, sagen wir mal, einen Teufel tun, dagegen den Strom zu schwimmen, und sagen, jetzt, Merz muss jetzt weg, jetzt. So, weil die wissen, das sickert durch, ich bin der Erste, der weg ist. Weil es ist ja immer so, die Ersten, die die Revolte anstiften, werden leider erschossen auf dem Weg. Und die haben dann keine Chance mehr.
2:38:11Uwe Boll
Und das ist ja dann auch so eine so eine Schweigespirale. Die sitzen dann sicherlich da. Jetzt nehmen wir mal an, in Mecklenburg-Vorpommern, die sind ja weg, die verdienen ja gar nichts mehr jetzt, sie kommen nicht ins Parlament. So, jetzt sitzen die da und denken so, eine Scheiße, der Mertes hat uns alle versenkt, ich habe meinen Job verloren, womit verdiene ich jetzt Geld? Ja, jetzt muss ich wieder DHL-Paketbote werden.
2:38:30Uwe Boll
So, ja, und die sind sozusagen dann erst, oder die wenigen jetzt, aber es kommen ja immer mehr Leute, werden jetzt sozusagen aufstehen ständig, weil durch diese CDU-Wahlklatschen, die die überall kriegen, verliert ja immer quasi die Hälfte der Abgeordneten, verliert ja ihr Leben.
2:38:47Speaker B
Ja, die verlieren ihren Job.
2:38:49Uwe Boll
Ihren Job. Und werden dann vielleicht noch verbeamtet.
2:38:51Speaker B
Ich wollte gerade sagen, mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es einen Plan B, wo guck mal, dann kannst du doch hier Vorstand von oder Aufsichtsrat und so. Die schustern sich schon, glaube ich, ihre Mandate zu. Dass man jetzt irgendwie gestern im Landtag saß und heute Hartz IV holt, weil man ja nichts mehr zu tun hat. Ich kenne nicht einen Fall so, aber vielleicht kenne ich den Fall auch einfach nicht. Aber so scheint es mir nicht zu sein, sondern die sind versorgt. Ja, und das ist halt korrupt am Ende des Tages.
2:39:18Uwe Boll
Es ist korrupt und es ist eben leider, denke ich, auch von der finanziellen Zukunft von Deutschland, diesen Lebensstandard, den wir jetzt die letzten 10, 20 Jahre hatten, werden wir nicht ohne gravierendste Änderungen halten können. Da ist die Migration Thema. Aber die andere ist Industriepreise, Strompreise, Anreize, eine Firma hier aufzumachen auch. Das ist ja irre, macht ja kein Mensch. Und Steuer, dass steuerlich einfacher ist, dass es auch besser ist steuerlich.
2:39:48Uwe Boll
Ich hatte den Podcast bei dir gesehen mit dem Ökofarmer, da mit dem Dach, verschiedenen Dächern. Ja genau, wo man irgendwie denkt, das kann doch alles nicht wahr sein. Und das ist wirklich der Die müssen es einfach mal begreifen. Das hat der Melle ja gemacht. Der Melle hat einfach die Hälfte der Ministerien komplett abgeschafft. Und wenn einer eine Kneipe aufmachen will, dann mach's doch auf. Also ich meine, es gibt jetzt nicht mehr 23 Inspektoren, die kommen: Ist hier auch die Fußleiste behindertengerecht?
2:40:13Uwe Boll
Das muss alles weg, sondern es muss einfach gesagt werden: Den einen Rollstuhl schieben wir auch darüber, auch wenn da ein Hubbel ist. Aber wir machen euch nicht mehr kaputt, bevor ihr überhaupt Geld verdient. Wir fördern sozusagen Leute, die Unternehmer oder Leute, die was machen wollen, und fallen auch nicht mehr auf, sagen wir mal, im Ländervergleich ins Nirvana, ne. Gibt es in Deutschland bei 2% CO2-Ausstoß weltweit den Grund, selber komplett vernichtet zu werden und in die Steinzeit abzusteigen, wenn alle anderen einen Scheiß drauf geben, ne?
2:40:52Uwe Boll
Ich meine, das ist ja auch die Sache. Ich bin für Erneuerbare, Ich finde Solar auf dem Dach, ich bin eigentlich dagegen, aber es reicht ja nun mal nicht, auch für die Industrie, es reicht einfach nicht. Und die Preise führen dazu, dass eben Chemie abwandert, große Industrien abwandern und vor allen Dingen gar keiner kommt. So, da muss man doch reagieren, da muss man sagen, wir können nicht kaputt gehen wegen Luisa Neubauer, nur weil die uns jeden Tag ins Mikrofon schreit, sondern wenn wir 50% der Welt Umwelt vor Pollution verantworten würden, da hätten wir einen richtigen Impact.
2:41:26Uwe Boll
Aber bei 2% werden wir eben unseren eigenen Tod leider nicht verhindern, ne. Also wenn alles wahr ist mit Klimaveränderung und das alles, Industrie ist die Schuld für den ganzen Klimawandel, nehmen wir mal einfach an, es ist wahr, aber es bringt uns ja trotzdem nichts. Ich meine, wir können einfach sterben, oder 98% pumpen die anderen dann hoch. Der Ukraine-Krieg hat mehr CO2 losgelöst letzten 4 Jahren als die ganze Industrie in Europa.
2:41:52Uwe Boll
So, da muss man sich auch fragen, wo sind denn da die Grünen, die sagen, ja gut, also zuallererst gehen wir mal unter wegen Climate Change, also müssen wir doch mal jetzt hier aufhören, Krieg zu machen, um zu überleben. Wenn man wirklich denkt, wir sterben durch CO2, da muss man den Krieg deswegen alleine beenden müssen und sagen müssen, scheißegal jetzt, was gerecht ist oder so, ihr müsst sofort aufhören, die Raketen abzuschießen, so, oder Panzer vorwärts geradeaus zu und so fort.
2:42:16Uwe Boll
So, und die, diese ganzen Sachen sind ja alle nahezu absurd, wenn man sie so zu Ende denkt. Ja, und das ist die so, die, die, diese Absurdität, ne, mit der Krone-Schmalz noch mal, die sagte, wir müssen zu einem Ende vom Krieg kommen, wir haben zu viele Tote, wir haben zu viel Geld weg, wir haben, es ist einfach vernichtend, die Ukraine zerfällt, 20 Millionen Leute weg, wie auch immer. Was machen wir? Warum wollen wir diesen Krieg weiterführen, voller Begeisterung auch, nach dem Motto, ja gut, jetzt müssen wir noch 500 Milliarden in die Wirtschaft pumpen, in die Rüstung pumpen, damit wir dann alle kämpfen gegen Russland.
2:42:51Uwe Boll
Das ist das Beste, was uns jemals passiert ist. So, ja, aber so kommt das jetzt, so kommt es ja rüber, ne? Und man denkt irgendwie, also ja, du bist dafür, diesen Krieg zu beenden, Wagenknecht, Alles Schwarzer, wer auch immer, ihr seid alles russische Spione, ihr seid gekauft, bezahlt von Putin. Und man irgendwie, ja, was ist denn jetzt euer Ziel als Deutschland? Wollt ihr, dass hier Frieden ist, wir sicher sind, dass die Wirtschaft sich erholt, dass man nicht auf der Straße abgestorben wird?
2:43:20Uwe Boll
Was ist denn jetzt euer wirkliches Ziel? Was macht ihr da, ne? Weil wo du eben gesagt hast mit dem, die Leute reden nicht mehr, ich meine, nehmen wir mal an, man ist die Politik, die etablierten Parteien zerfallen, bei jeder Wahl wird es immer beschissener, die AfD ist was bei 50%, überall. Krieg ist die letzte Variante, die dann immer so kommt, ne. Warum macht der Selenskyj keinen Frieden? Da müsste ja gewählt werden, dann ist er vielleicht auch weg, ne.
2:43:43Uwe Boll
Wahrscheinlich ist er dann weg, wenn mal gewählt werden würde in der Ukraine. Und man muss nicht die Ukraine fallen lassen, aber man muss trotzdem sehen, dass jetzt von Selenskyj nicht unbedingt die größte Motivation ausgeht, die ganze Zeit diesen Krieg zu beenden. Seine Leute sterben an der Front, ne. Und ich habe auch mal Podcast hier in meinem Mini-YouTube-Kanal Uwes Woche gemacht, wo ich Oskar hieß, die ukrainische Söldnerin, die mittlerweile Söldner in Afrika ist, also ist eine richtige Söldnerin, aber die ist aus der Ukraine, hat dann an der Front gekämpft, die habe ich interviewt.
2:44:16Uwe Boll
Und die meinte auch, wir mussten uns unser Equipment kaufen, ne. Also dass der Soldat an der Front, die kriegt 200 € im Monat und so weiter, und die sind, die müssen da Essen kaufen, die Verpflegung läuft nicht, Die Waffen kommen nicht und so weiter. Verrückt. Und ich habe dann auch gesagt, das kann jetzt nicht wahr sein. Und die so, ja, so ist es aber. Und deshalb hat es auch aufgehört. Deshalb ist er auch abgehauen hinterher, weil er gesagt hat, ich lass mich hier nicht noch von einer Drohne abschießen.
2:44:39Uwe Boll
Und ist jetzt geheuert in Afrika von so Blackwater oder irgendwie so was. Und man denkt irgendwie, ja, wir pumpen so viel Geld in die Ukraine, also nicht nur Waffen, ja auch Geld. Wie kann es sein, dass die Leute nicht quasi zumindest an der Front also Top-Notch-Ärzte, Verpflegung und so weiter haben. Aber es sieht wohl ziemlich bitter aus da an der Front für viele, ne, dass auch die Lebensmittelverpflegung, das ist alles nicht so richtig klappt.
2:45:10Uwe Boll
So, und jetzt denkt man doch gut, was wollt ihr denn? Glaubt ihr, Putin zieht einfach ab und sagt, hier, die Krim kriegt wieder, leck mich am Arsch, wir haben eine blöde Idee, tut mir leid, wir haben verloren. Dann fliegt er nämlich auf einmal beim Fensterputzen auch in Moskau aus dem dritten Stock irgendwann. Das kann er nicht, das kann er, er kann, er kann nicht aus der Nummer rauskommen, ohne diese besetzten Gebiete, zumindest wie sie jetzt sind, zu behalten.
2:45:39Uwe Boll
Das ist einfach logischer Menschenverstand. Und würden alle jetzt sagen, nein, der verliert, wir drängen ihn, die Ukrainer gewinnen, sie drängen ihn raus, Schlagzimmer, aber die würden das alle jetzt argumentieren, wenn sie jetzt besitzen würden. Ich persönlich glaube aber nicht daran. Ich glaube einfach, dass der Putin diesen Krieg nicht verlieren wird, und habe schon Anfang an auch gesagt. Und ich glaube, dass der, bevor der diesen Krieg verliert, wird der Kiew nuklear auslöschen.
2:46:05Uwe Boll
Das ist meine persönliche Überzeugung. Bevor der Putin wirklich sagt, wir haben Krieg verloren, wir ziehen komplett wieder ab, schmeißt er eine Taktik-Atombombe auf Kiew und zeigt, ich habe es euch angekündigt, es Feierabend. So glaube ich einfach, ne. Also kann auch sein, dass sie nicht macht. Hoffentlich macht das nicht. Aber ich würde es mal so rum sehen: Es wäre für alle Beteiligten besser, wenn man das irgendwie einschlafen lässt, gegebenenfalls an dieser Frontlinie, und einfach so keiner schießt mehr.
2:46:38Uwe Boll
Das ist jetzt wie eine Grenze. Die Ukrainer könnten ja sagen, das akzeptieren wir nicht, dass das nicht mehr Ukraine ist. Aber es ist eben jetzt erstmal so, wie damals DDR eine Mauer gezogen. Aber man hört mal auf mit dem pausenlosen Umbringen und mit dem pausenlosen Bombardement hin und her, weil jetzt wird das Damage ja größer, wie in Russland ja auch, ne. So, also da muss doch irgendwo, muss man sich doch finden können.
2:47:02Uwe Boll
Aber in all diesen Jahren hat der, die einzigen, die das versucht haben die ganze Zeit, sind die Amerikaner. Die, ich habe nur von Starmer oder jetzt Burnham, dass er derselbe quasi, Macron und März hört man, oder Wadephul, diese Leute, die haben mit keinem Moment versucht, Russland an den Verhandlungstisch zu bringen, mit keinem Moment. Und haben immer nur gesagt, ihr könnt ja den Krieg sofort beenden, immer dasselbe.
2:47:28Uwe Boll
Und die Maischberger und alle sagen das die ganze Zeit, ihr könntet, Putin könnte den Krieg morgen beenden. Nee, kann er nicht, weil keiner beendet den Krieg, wenn er dann tot ist. Also er kann den Krieg auch nicht einfach so beenden. Wenden und abziehen. Das passiert nicht, das wird niemals unter keinen Umständen passieren. So, und wir haben doch gar kein Interesse daran, so viel Geld in die Rüstung zu stecken. Wir haben doch gar kein Interesse daran, dass deutsche Soldaten würden an der Front sterben und so weiter.
2:47:55Uwe Boll
Ja, sobald eine Rakete in Frankfurt einschlägt, als Beispiel, keine Nuklearrakete, aber irgendwo die Russen sagen jetzt einmal, komm, wir schießen mal eine Rakete da rein, ein Haus weg, würden 20 Millionen Deutsche am selben Tag Deutschland verlassen. Das würde passieren. Sagen, wir haben es euch immer gesagt, ihr seid solche Vollidioten, ihr bringt euch in den Dritten Weltkrieg rein. Das würde passieren. Riesenauto-Strom, ne, nach Mallorca.
2:48:17Uwe Boll
So, hoffentlich beteiligen sich. Und ich glaube einfach, diese, diese, den Leuten, die Russen sind ja jetzt nun mal nicht eine kleinen, unbedeutendes Ländchen oder so. Nein, die haben die Power, diesen Krieg wirklich zu beenden jeden Tag. Und leider alle, die ganze Welt zu beenden in dem Sinne. Warum? Klar, wir sollten jetzt auch nicht sagen, oh, ich habe so eine Angst, ich gebe ein. Aber man muss doch einfach realistisch sein und sagen, anscheinend ist doch Putin happy mit dem, was er bisher erobert hat.
2:48:48Uwe Boll
Es ist ja jetzt auch nicht mehr die große 30.000 Panzer gegen 10.000 Panzer. Es geht mehr um Drohnen hin und her und Bomben hin und her. Es muss doch möglich sein, dass Leute sich an den Tisch setzen und sagen, ey, was machen wir hier die ganze Zeit. Einfach sagen, es kostet auch zu viel Geld, mal abgesehen davon, und zu viel Menschenleben. Es muss Schluss sein. So, aber der Selenskyj hat da kein Interesse dran, und anscheinend die europäischen Spitzenpolitiker auch nicht, und von der Leyen und so, weil die begeistert dann mehr Geld drucken, begeistert, was weiß ich, unser Wirtschaftswachstum ist ja rein von uns kreiert, ne, die paar 0,4% ist ja unsere eigene Verschuldung, wo wir dann der Rüstung Aufträge gegeben, sonst würden wir jedes Jahr 1% schrumpfen von der Wirtschaft, seit Jahren.
2:49:33Uwe Boll
Ja, so, und das ist einfach, es ist verheerend, was wir, wie, was wir für Politik machen, ne. Also ich, ich verstehe das einfach gar nicht. Wie kann man gegen Frieden sein, nur um zu zeigen, ja, wir haben die dickeren Eier, wir sind die besseren Menschen, die besseren Menschen, und deshalb lass mal alle sterben, weil wir die besseren Menschen sind, ne. Also, und das ist natürlich Also wie ich aufgewachsen bin, schwer dazu Flugschalen.
2:49:58Uwe Boll
Die Grünen, die waren ja die Partei der totalen Verweigerung für jeden Krieg und so weiter. Und jetzt gar kein Problem.
2:50:06Speaker B
Ja, das verstehe ich auch nicht. Ich habe da neulich jemand mit quasi jemandem Grünen darüber diskutiert, über diese ganze Russland-Geschichte. Als ich früher irgendwie eine Pistole cool fand, hat mein ganzes Umfeld gesagt, nein, Waffen sind böse, Waffen sind böse, weil Kriege und so, dann sterben Menschen. Ich sage, ich finde das aber cool, wenn es knallt und da fliegt vorne was raus und so, fasziniert mich irgendwie.
2:50:29Speaker B
Und die gleichen Leute, die mir damals erzählt haben, Waffen sind böse, sagen heute, wir müssen unbedingt in der Ukraine und so kämpfen, weil wir kämpfen dagegen das Böse. Und ich sage, welche, was hat sich geändert zu deiner Position damals? Ja, der Putin ist ja böse, sagen. Vorher gab es das Böse in der Welt nicht. Angenommen, stimmt, aber dann hast du gedacht, es gab kein Böses und deswegen sind Waffen doof. Also ist doch, wenn du 4 bist, dann kannst du so reden, aber nicht, wenn du erwachsen bist.
2:50:58Speaker B
Das ist ja Quatsch.
2:50:59Uwe Boll
Aber der Koreaner ist ja auch böse in Nordkorea. Es gibt ja genug Böse, gibt genug Diktatoren und so weiter, und deswegen fangen wir nicht überall Kriege an, ne. Man muss aber mit Sachen aushalten und leben, dass das Regime in Teheran böse ist, steht außer Frage. Aber es bringt eben nichts. Es ist also, wir können nicht alle Bösen besiegen. Man muss auch mit Bösen versuchen, in dem Sinne auszukommen und auch Handel und Wandel zu treiben, damit die nicht noch böser werden.
2:51:30Speaker B
Also, und möglicherweise sind die anderen, die sind die gar nicht so böse, wie wir denken. Und möglicherweise sind wir gar nicht so gut, wie wir denken. Das kommt ja auch noch mal dazu.
2:51:38Uwe Boll
Ja, ich glaube nicht, dass wir so gut sind, wie wir alle denken.
2:51:41Speaker B
Na ja, ist ja unwahrscheinlich. Lieber Uwe, wir müssen mal kurz zu deinem Film rein, bevor wir dann zum Abschluss kommen. Wie ist das passiert dann, dass Citizen Vigilante so absurd gehypt worden ist, inklusive Elon und der ganzen Welt, die auf einmal auf deinen Film geguckt hat?
2:51:59Uwe Boll
Ja, muss man schon fast sagen, dank der FSK in Deutschland. Es kam ja dann pressemäßig raus, der Film ist in Deutschland gebannt.
2:52:07Speaker B
Ja, also der normale Ablauf war, du hast den Film gedreht und da wusstest du schon, ja okay, es ist kontroverser Film. Du kennst auch kontroverse Filme, Jana und Gedöns, und du hast ja viel Kontroverses in deinem Leben gemacht. So, und dann war der halt fertig, und dann bist du, hast du bei der FSK angerufen, hab gesagt, ich habe einen neuen Film, wollt ihr den mal angucken?
2:52:25Uwe Boll
So ungefähr. So, es gab einen deutschen Vertrieb, die den gekauft haben, den Film, die haben FSK eingereicht, und dann meinten die, scheiße, wir kommen nicht durch die FSK und so weiter. Ja, so, und dann ist natürlich die Auswertung in Deutschland stark eingeschränkt, ja, weil man dann eben über Österreich Schweiz nur noch vertreiben kann, die das ja nicht so haben wie in Deutschland mit der FSK, sondern da ist eben in allen anderen Ländern ist eigentlich ab 18 das Höchste der Gefühle.
2:52:49Uwe Boll
Aber dass jetzt Filme einfach so quasi nicht erlaubt werden, das gibt es in anderen Ländern nicht. Also alle meine Filme, auch in Amerika ist der Film ab 16, noch nicht mal ab 18, haben immer meine Filme komplett uncut gezeigt. Aber die FSK in Deutschland hat oft bei meinen Filmen gesagt, das muss weg, das muss weg, das muss weg. Nur bei Citizen Vigilante ging es ja um die Aussage. Da konnte man jetzt nicht sagen, schneid einmal weg, wie irgendeiner erschossen wird oder so, sondern der Film könnte zur Gewalt anregen gegen Migranten.
2:53:22Uwe Boll
So, und ja, was soll man da machen? Da kann man jetzt nicht großartig was anderes. Ich habe ja nichts anderes gedreht. Das ist dann der Film. Und dann war klar, Politikum, zweite Gremium auch abgesagt. Dritte Gremium, wo ich dann selber auch reden konnte mit dem Gremium, Wie war das, dieses dritte Meeting? Das ist ein Applikationsscreening, also noch mal zum dritten. Und dann, es ist ja so, die haben ungefähr 150 Prüfer, die kommen in Wiesbaden regelmäßig zusammen, so 8 Leute immer.
2:53:51Uwe Boll
Die gucken einen Film und sagen ab 16, ab 18, wie auch immer. Und die sind natürlich, diese Prüfer sind alle von der Uni, Verdi, Gewerkschaften, Politik. Es ist jetzt nicht 5 Döner-Guys aus der Innenstadt, guckt euch mal aus der Tischtennis-Halle an, dann feiern die den ab, geben den frei für ab 12 und gehen nach Hause. So, sondern das sind Leute, die sich ernsthaft Gedanken um die arme Jugend Schutz machen. Und die, wenn man die dann sieht, als ich die gesehen habe bei dem Screening, war mir schon klar, ich kann es mir schenken.
2:54:20Uwe Boll
Also ich durfte 10 Minuten mit denen reden. Ja, weil das einfach so 40-jährige Karens sind, ne, die mit dem E-Bike zum Screening kommen. Da weiß man auch, die gucken maximal Tatort mit Lena Odenthal, und für die ist das unakzeptabel. So, trotzdem lassen ja Filme wie John Wick dann durch, weil John Wick oder so ist ja vom Gewaltlevel jetzt nicht harmloser, eher brutaler. Aber da ist die politische Komponente, fehlt ja vollkommen.
2:54:47Uwe Boll
So, und da sahen sie eben diese politische Komponente und haben gesagt, na, das darf die Masse nicht sehen. Wir müssen jetzt— das habe ich da auch argumentiert— ich so, Sie schützen ja ab 18 die Jugend, Sie sitzen hier zum Jugendschutz, nicht zum Erwachsenenschutz. Das heißt, diesen Film ab 18 nicht freizugeben bedeutet ja, Sie sagen auch, Erwachsene sollen den Film nicht sehen. Das ist ja die wirkliche Message, wenn man so ein Urteil macht.
2:55:10Uwe Boll
Weil wenn man kein Kennzeichen kriegt, der Müller, der Media Markt dürfen die DVD nicht verkaufen, die Streamer, also Amazon, können den Film nicht zeigen. Das heißt, man verhindert ja dann wirklich quasi das öffentliche Zeigen des Films. Und das war in dem Sinne, ich habe es ja auch gesagt, wie politische Zensur. Zensur. So, und das hat Elon Musk gelesen. Der hat den Film nicht gesehen, sondern es war bei X dann Thema, ne.
2:55:40Uwe Boll
Da haben ja auch Leute drüber geschrieben ebenso, und er so, ja, geht ja gar nicht. Also so kennt man ihn ja auch, ne, also wenn es um Meinungsunterdrückung geht. Und dann hat er sich wahrscheinlich den Trailer angeguckt oder den Film, das weiß ich jetzt auch nicht, weil ich mache in USA so ein Podcast, Uwe Boll Raw, mit Gary Otto. Und Gary Otto whatsappte mir, meinte, ich habe gerade eine Direct Message bei X bekommen von Elon Musk.
2:56:07Uwe Boll
Und ich so, ja gut, also im Ernst, Parodie-Account, wie auch immer, ne. So, weil ich, mein Ding bei X war Shadowban seit 7 Jahren. Da gibt's doch so ein Programm, da kannst du gucken, ob du Shadowban bist. Und ich war Shadowban 7 Jahre lang, auch wo Elon Musk übernommen hat, blieb ich Shadowban. Also mir hat er keine Message geschickt, weil er mich wahrscheinlich gar nicht gesehen hat, auch auf X. Ist auch lustig irgendwie, ne, zum Thema Meinungsfreiheit.
2:56:31Uwe Boll
So, aber dann sagt er, ich will diesen Film zeigen. Und ich dann so, und er so, was soll ich denn jetzt antworten? Und ich so, ich rufe jetzt den US-Vertrieb an, Quiver, die den Film in Amerika und Kanada ja lizenziert hatten. Ja, ich kann ja einfach ja sagen, dann würden die ja vollkommen ausflippen. Dann hatte ich die am Telefon, die meinten dann auch, ja gut, das ist doch nicht Elon Musk, ne. So, und ich sehe, was soll ich denn machen?
2:56:54Uwe Boll
Ich habe ihn nicht auf Rechner, mein Podcast-Typ. Und der, man kann ja nur Direct Message dann beantworten an dem Ding, ne, also der konnte das Gespräch jetzt nicht für uns eröffnen oder so. Der musste jetzt einfach tippen, was wir dem sagen. So, und dann quillen wir so, ja, frag doch mal, wie soll das denn vonstattengehen? Also so nach dem Motto, what's the plan, ne? Und er so, ich will den für 48 Stunden bei X weltweit einfach jetzt hochladen, den Film, und der ganzen Welt den Film zeigen.
2:57:25Uwe Boll
So, und dann haben wir diskutiert und haben überlegt, na gut, ja, nur 48 Stunden, also jetzt nicht für immer, ne, weil es würde ja wirklich dann auch die Erlöse schädigen, wenn er jetzt für immer bei X umsonst gewesen wäre. Und er hat gesagt, okay, aber wir müssen schon jetzt hier einen Beweis haben, dass Sie Elon Musk sind, und wir müssen irgendwie mit irgendeinem reden. Also da muss ja mal die zweite Ebene zu drängen.
2:57:46Uwe Boll
Und dann kam eine E-Mail-Adresse, die sollten wir Und diese E-Mail-Adresse hat dann Quiver angeschrieben, also der Vertrieb. Die haben das mit denen klargemacht, den Film hochgeladen, und dann brach ja die Welt aus, weil eben Elon Musk es gemacht hat, ne? Weil der nicht nur so viel Follower hat, sondern weil das ja auch politisches Statement ganz klar war. Der fand das gut, weil in dem Film passiert ist, der warnt ja immer vor dieser Islamisierung und so weiter.
2:58:12Uwe Boll
Und dann saß ich quasi Podcast nach Podcast nach Podcast über die Sommermonate. Und Armie Hammer ja auch, der Schauspieler ja auch, der war wirklich 2 Wochen auch jeden Tag 5 Podcasts. Und dann hat er ein Schlusslicht gezogen, hat gesagt, Schnauze voll, weil es hört einfach nicht auf. Und so, und dadurch wurde das so ein Thema. Und dann hat man auch gemerkt, die Filmkritiken waren ja meistens negativ, Aber die Zuschauerreaktionen waren extrem positiv.
2:58:44Uwe Boll
Also keiner meiner Filme in meiner gesamten Filmkarriere hat so viel positive Zuschauerkritiken gekriegt. 92% positiv auf Rotten Tomatoes. Das ist so ein Wert, wie so Odyssee hat von Christopher Nolan. Also von den Zuschauern super Bewertung. Von den Kritikern, oh mein Gott, ging das wieder los. Schlechteste Regisseur der Welt. Egal, da kann ich drehen, was ich will, es endet immer gleich. Dann gingen wir auf Nummer 1 bei Apple und Nummer 1 bei Amazon, Nummer 1 bei Fandango und Nummer 1 bei Google Play in den USA, wo die Leute dann eben kaufen mussten, auch Geld bezahlen mussten.
2:59:21Uwe Boll
Dadurch habe ich natürlich mein Geld schon wieder dann reingekriegt innerhalb von 2 Wochen im Prinzip durch diesen Erfolg. Aber der Rest der Welt war ja überhaupt nicht vorhanden. Also es gab keinen Vertrieb in Frankreich, Italien, und die haben dann natürlich alle schnell gekauft. Als sie gemerkt haben, ach du Scheiße, der Film geht auf Nummer 1 in Amerika. Ich meine, wir haben den Michael-Jackson-Film verdrängt für 4 Tage, was ja für so einen kleinen Film wie den vollkommen ausgeschlossen ist.
2:59:49Uwe Boll
Da sind sonst nur so die 200-Millionen-Dollar-Filme in den Top 5. Und dann wurde der Rest der Welt dann relativ schnell verkauft. Aber die müssen das ja synchronisieren und so weiter. Deutschland kommt ja jetzt raus am 18.10. Erst, und auch auf Amazon. Also es kommt doch, ja, weil ein Rechtsgutachten wurde erstellt, dass das nicht strafrechtlich relevant ist, und dann kann man das anscheinend doch hochladen. Also kommt dann auch bei Amazon oder Apple in Deutschland wohl raus, sichtbar.
3:00:20Uwe Boll
DVDs und Blu-rays müssen alle in Österreich bei Gameware, heißt die Firma, bestellt werden. Aber die senden ja auch nach Deutschland, nur die Blu-rays und DVDs werden natürlich nicht in Deutschland verkauft, also wo man die jetzt einfach so beim Media Markt oder so kaufen kann. Das ist, das geht nicht, das wird nicht gemacht. So, aber zum Glück kann man dann doch im Stream gucken, weil natürlich tonnenweise Leute schreiben jeden Tag, ja, und wo ist denn der Film in Deutschland, ich verstehe kein Englisch und so weiter und so fort, wollen den in Deutsch sehen.
3:00:52Uwe Boll
Ja, sehr zeitverzögert jetzt, ja. Aber ich habe also selber mit Elon Musk nie geredet, redet, oder der hat mich angerufen und mir nichts, nichts. Er hat nur einmal ja beim Economist bei diesem Interview in England, da hat die Frau gesagt, wie konnten Sie so einen rassistischen Film wie Citizen Vigilante hochladen? Und er so, ja, ist doch gut, der Film, also ich fand den gut. Das war jetzt seine, das war meine Öffentlichkeit, wo eine Stellungnahme abgegeben hat.
3:01:19Uwe Boll
Sonst gab es also keinen direkten Kontakt zu ihm jetzt, also ist nicht mein Buddy. Wir alle denken jetzt, dass ich den hier auf der WhatsApp-Schnelldial-Taste habe. So ist es auch nicht.
3:01:31Speaker B
Wie schnell das gehen kann. Machst du so einen Film, dann sagen die keine Freigabe, quasi Zensur. Dann postest du das, andere posten das und Elon stellt es online und auf einmal ist das nicht mehr haltbar. Und dann habt ihr dieses Rechtsgutachten gemacht oder hat der Filmvertrieb gemacht in Deutschland wahrscheinlich und ist dann damit gegen diese FSK-Konzepte vorgegangen. Und ich meine, das sind ja jetzt dann Monate, die das gedauert hat, dass man den—
3:01:57Uwe Boll
und immer Geld, ne? Man muss immer Geld bezahlen für jedes Screening, fürs Rechtsgutachten und so weiter. Und das ist natürlich auch so ein Ding wie deutsche Bürokratie, ne? Es ist einfach irrsinnig. Auch bei diesem Kein-Kennzeichnen gibt es auch noch 3 Fälle von: leichte Jugendgefährdung, schwere Jugendgefährdung und Volksverhetzung. Verhetzung. So, und wir gelten als leichte Jugendgefährdung. So, ne, habe ich auch gewundert, aber egal.
3:02:26Uwe Boll
Auf jeden Fall leichte Jugendgefährdung, und da kann man damit so ein Rechtsgutachten durchsetzen, dass man dann doch hochladen kann für Streaming-Purposes. Da steht dann natürlich nicht freigegeben unter 18 Jahren, bitte sofort abschalten, wie auch immer. Aber das ist eben Deutschland, es ist alles so, wie wir früher am Anfang gesagt haben, mit der Förderung, mit dem Fernsehsender, diese komplexe Bürokratie, ne. Und das ist wie so ein Perpetuum mobile, wo die Leute— es ist ja auch so, wenn ich Förderung kriege, werde ich natürlich auch für Filmfestivals eingeladen, weil die Sender sitzen auch in den Jurys.
3:02:58Uwe Boll
Das ist so ein Ding, wenn dann immer deutsche Filme gehypt werden auf irgendwelchen Festivals. Ja, aber wie kommen die denn da rein? Die kommen da rein durch zig Telefonate von den Förder-Einrichtungen, von den Sendern. Die rufen dann in Venedig an: Ihr müsst diesen Film zeigen und so weiter. Und das ist einfach so, wirklich so. Die haben sich da so eine Wohlfühloase geschaffen, die losgelöst vom Markt eben ist. Also deutschen Film oder jetzt vom deutschen Filmemacher ein Film, der in USA auf Platz 1 war im Verkauf, ja, das hat es noch nie gegeben.
3:03:38Uwe Boll
Noch nie. Und Ergebnis: Keinen interessiert's. Könnten ja auch mal Leute schreiben, nicht, ich bin ja schließlich Regisseur der Welt und wir wie auch immer, sondern ja, was für ein Erfolg für einen deutschen Film, von einem selber finanziert, auf gut Glück in Kroatien gedreht, aber eben auf den Punkt politisch den, den Nerv getroffen. Sowas ist ja eigentlich auch mal, wo man sagen muss, das ist doch mal toll, wenn ein Film den Nerv trifft, dass da die tonnenweise, die High-Society-Leute, dass Piers Morgan bei mir anruft und sagt, wir, du hast ein scheiß Mikro, wir senden noch ein Mikro über Nacht zu morgen bist du dran bei Piers Morgan und so.
3:04:18Uwe Boll
All diese Sachen, das ist ja vollkommen teilnahmslos in Deutschland an den Leuten vorbeigegangen. Und ja, ich habe mir so ein Probeplakat gemacht, Citizen Vigilante Teil 2, habe ich bei X hochgeladen, 1,7 Millionen Views. Da zeigt man auf einmal die Leute, also aber nicht nur wegen mir, sondern eben vor allen Dingen aber auch, ja, mach weiter. Mache ich ja auch, mache einen zweiten Teil.
3:04:44Speaker B
Wann kommt der?
3:04:45Uwe Boll
Nächstes Jahr dann, den drehen wir im Winter, ne. So, ja, aber ist doch ganz klar, sage ich auch allen, ich bin Filmproduzent, und wenn man mal was hat, wo man mal kein Geld verliert— jetzt also Run, der Film vorher, hat Geld verloren— da sagt man auch, bin ich denn bekloppt? Das Ding hat funktioniert, wir machen noch einen, ne. Also alles andere wäre bekloppt als Filmproduzent, ne, weil man ja sowieso keine Chance hat normalerweise gegen diese 200 Millionen Dollar Filme Aufmerksamkeit zu erzielen. Und hier haben wir es.
3:05:19Speaker B
So, ja, ich meine, dass irgendjemand auf die Idee kommen kann, okay, dann hast du so einen Riesenerfolg gemacht, jetzt bitte noch keinen zweiten mehr machen. Also natürlich machst du 17 davon im Zweifel.
3:05:29Uwe Boll
Ja, absolut. John Wick 3, 10, 14. So, aber so schlimm wird es wahrscheinlich auch nicht werden. Aber man muss mal was machen. Der wird dann in Amerika spielen, der Film. Aber man muss da was hinterherschieben. Es gibt ja noch andere Themen auch. Aber es zeigt auch, dass die Leute offen sind, auch mal wieder Filme, die mit der Realität zu tun haben. Eine frühe Apokalypse Now, Vietnamkrieg und so. Filme haben früher viel schneller oder auch stärker die Realität mal widergespiegelt.
3:05:58Uwe Boll
Und das ist auch so ein bisschen heutzutage, das ist alles so belanglos, diese Filme. Gut gespielt, gut gemacht, aber irgendwie für mich, also hat mit meinem Alltag nichts zu tun, hat mit der Welt nichts zu tun, mit der ich mich täglich als auch politischer Mensch auseinandersetze. Da mache ich doch lieber Filme, die, wo ich auch sage, so, da ist mal, setze ich einen anderen Ton rein, wie jetzt eine Fernsehdiskussion kann, indem man mal Sachen macht, zeigt.
3:06:23Uwe Boll
So ist es auf so einem scheiß Flüchtlingsboot, ne? Und wenn ich die Klappe aufreiße, schon mal über Bord, auf Wiedersehen. So, das sind auch, wenn man das mal inszeniert, dann auch nachts auf dem Ozean, sowas haben wir da gedreht, dann fühlt man auf einmal so, ja, so ist das auch, so eine Katastrophe, auf so einem Boot zu sitzen, ne? So, vor allem wenn der Seegang mal ein bisschen höher wird. Und das fand ich immer das Faszinierende, warum ich Spielfilme machen will, weil man eben mit diesem Fiction-Bereich ist man nicht gezwungen, wie so ein Dokumentarist zu sein, sondern kann eben seine eigenen Ideen einfach mal zeigen, dass man sagt, so guck mal, das ist aber, wenn es so passiert, das ist, wenn es so passiert, so kann es auch gehen.
3:07:01Speaker B
Ja, crazy Uhr, also wirklich, was da passiert ist in wenigen Sekunden fast, die das dann entschieden haben, und das konntest du nicht steuern. Es hätte auch ein einfach keine Freigabe bekommen können, hätten wir nie davon gehört. Und auf einmal wird es dann, geht es viral und hyperviral mit Elon. Das ist ja halt verrückt, verrückt, verrückt, verrückt. Wir müssen langsam zum Schluss kommen. Ich habe aber noch eine Frage vor der letzten Frage. Ich habe ja aber nur in einem Auszug gelesen von deinem Hauptdarsteller, dem Hammer, dass der sich, der hat irgendwann angeblich gesagt, dass er das Drehbuch nie ganz gelesen hätte und quasi gar nicht wusste, auf was er sich einlässt.
3:07:41Uwe Boll
Ja, das ist natürlich Quatsch. Er hat, also es war so, er war, ich habe mit ihm darüber geredet, das war im Puck-Magazin in den USA, stand dann drin, er hätte sich vom Film irgendwie distanziert, gesagt, oh mein Gott, das ist viel zu radikal, wie auch immer. Aber wenn man den Artikel noch mal liest, der dann von allen einfach abgeschrieben wurde, er hat gar nichts gesagt, sondern er war mit einer Gruppe von irgendwelchen Freunden, die dann ihn attackiert haben, so nach dem Motto, ey, der ist doch verrückt geworden, MAGA-Film, Rechtsradikale, wie auch immer.
3:08:11Uwe Boll
Und dann er gesagt, ja gut, ist radikal und so weiter, ja, vielleicht scheiße gewesen, wie auch immer, für meine Karriere. Also er hat sich dann so gegeben nach dem Motto, ich hätte auch lieber in Spider-Man jetzt mitgespielt. Ja, so, und das hat jemand, der an dem Tisch irgendwie saß, der Pressetante da gesteckt, und die hat diesen Artikel geschrieben, er distanziert sich vom Film. Hat er aber nicht. Er hat auch danach Interviews gegeben in Australien, wurde in Australien rauskam, hat er auch weiter Interviews gegeben.
3:08:42Uwe Boll
Also er steht zu dem Film. Das Drehbuch war natürlich totaler Blödsinn zu sagen, ich wusste gar nicht, ich habe es einfach nur gespielt.
3:08:49Speaker B
Ja, ja, genau.
3:08:50Uwe Boll
Es steht zwar da, was passiert, aber dann war ich doch überrascht. Sondern er hat ja nun mal an Ort und Stelle, ist in jeder Szene im Film drin, ist der Hauptdarsteller. Und das hat er natürlich auch nie gesagt, das ist totaler Blödsinn. Der hat das eins zu eins so durchgezogen. Und da er ja auch Opfer einer Cancel Culture war, er hatte ja jahrelang eben nicht mehr die großen Rollen gekriegt vorher hier, Lone Ranger.
3:09:12Uwe Boll
Der hat ja Millionen auch für Filme gekriegt als Gage vorher. Und er wurde ja wegen Sexskandalen, kinky Bondage-Sex und so weiter, gecancelt. So, und ich wusste, der ist ein super Schauspieler, den kriege ich vielleicht billiger, ne. Also ja, da kommt wieder der Produzent durch, dass man denkt, der Typ könnte das eins zu eins spielen, der könnte auch James Bond spielen, der ist voll drauf. So, und dann habe ich ihn eben kontaktiert über Instagram.
3:09:38Uwe Boll
Instagram, weil er auch, der wurde gedumpt, Manager weg, alles. Gibt ja dieses IMDb Pro, wo die Adressen stehen, wenn man das abonniert. Da habe ich dann geguckt, war keiner mehr, nur noch sein Instagram-Kanal. Also das heißt, sie haben alle rausgeschmissen, Management. Und dann habe ich ihm über Instagram geschrieben, ich so, ja, ich habe einen Film hier, hast du Bock mitzuspielen und so weiter? Keine Antwort. Dann noch mal geschrieben, also ich bin schon wirklich Regisseur, guck doch mal Uwe Boll, google mal, wie auch immer.
3:10:05Uwe Boll
Ich habe wirklich daran für dich, in einem Film mitzuspielen. Und dann hat er geantwortet, und dann haben wir gezoomt, dann haben wir darüber geredet, dann habe ich ihm das Drehbuch geschickt, und so kam das, ne. Und habe ich natürlich für einen Bruchteil des Geldes nur gekriegt, zum Glück. Aber jetzt beim zweiten Teil will er wirklich nicht mehr mitspielen, weil er sagt, er muss, sonst kommt er in diese Schiene, und dann kommt er nie wieder in diesen Mainstream zurück, wo man James Bond sozusagen, genau, Stromberg, und dann kannst du nur noch Stromberg Ja, genau so.
3:10:35Uwe Boll
Und ich habe ihm natürlich gesagt, dass das selten dämlich ist, weil ich meine, jetzt hassen dich alle, die dich gecancelt haben, und dann hasst dich Maga auch. Ja, was ja klar, die Zuschauer werden dann sagen, wo ist sie denn? Aber der Punkt ist, deshalb spielt er in Amerika auch, der Film. Er ist ja in Kroatien quasi, er ist ja gar nicht in Amerika. Und in Amerika kann es ja auch Vigilantes geben, sozusagen. Drehbuch habe ich schon fertig.
3:11:03Uwe Boll
Es wird dann eben mehrere Vigilantes geben, ne, so, also mal eine kleine Gruppe bilden, ja, so. Aber es gibt natürlich da andere Handlungsstränge, Film wird schon anders, das kann man nicht eins zu eins, weil Amerika hat ja auch nicht dieses Migrantenproblem wie wir, ne. Ist auch so eine Sache, weil ich mit Amis diskutiere immer, die denken immer, die, die über die Grenze da gekommen sind, dass das genauso ist in Europa.
3:11:27Uwe Boll
Nee, aber in Europa, die arbeiten nicht und kriegen Geld von uns. In Amerika, die da illegal über die Grenze strömen, sind am Arsch. Die müssen irgendwo arbeiten und für sich selber eine Existenz aufbauen. Und so ist es ja auch. Da zieht man mal die Mexikaner aus Amerika ab, ist da Feierabend. Das ist die Realität. Deshalb verstehe ich, dafür war natürlich verkehrt, 8 Millionen Leute über die Grenze zu lassen unter der Biden-Regierung.
3:11:54Uwe Boll
Zeit. Aber die liegen dem Sozialstaat viel weniger auf der Tasche wie hier. Und klar gibt es da auch Gangs, vollkommen klar. Aber es ist, also die Kriminalitätsrate bei den Leuten, die darüber strömen, das ist ganz was anderes wie hier. Also die dealen vielleicht viele einigen mit Drogen oder so, aber es ist eine andere Nummer. Ich wüsste jetzt ganz selten in Amerika diese Random Crimes, Massenvergewaltigung, Stecherien in der Innenstadt.
3:12:22Uwe Boll
Das gibt's auch, aber nicht in dem Maße, wie es in Europa durch die Einwanderung kommt. Und eben die finanzielle Belastung für den Staat, glaube ich, ist deutlich geringer.
3:12:33Speaker B
Ja, und du hast wahrscheinlich einen viel stärkeren, nicht wahrscheinlich, sondern überhaupt einen sehr starken Patriotismus und eine starke Leitkultur. Also der American Dream ist auch für den Mexikaner, der über die Grenze geht, der will auch Millionär werden, der findet das geil. Und der hat eigentlich ein ähnliches Wertekonstrukt. Es gibt sicherlich kulturelle Unterschiede, Aber das ist ja nicht unbedingt gegeben bei uns. Wenn man sagt, okay, ich möchte gerne mein Leben lang Bürgergeld bekommen, dann ist es nicht unbedingt ein Wertematch.
3:12:58Uwe Boll
Und die sind Christen, die meisten. Also die fallen jetzt religiösmäßig ja gar nicht komplett neu. Natürlich gibt es ja viele Moslems auch in den USA und so weiter, aber die meisten, die ja aus Südamerika kommen, sind ja keine Moslems. Die haben ja auch Probleme mit den Somaliern, die da den Sozialstaat scammen und so. Das ist Das ja das sind Problem. die wirklichen Flüchtlinge, die sie so quotenmäßig immer mal aufgenommen haben. Aber da sind die ja nur im paar Hunderttausend-Bereich, während in Europa, ich meine, paar Nullen mehr.
3:13:29Speaker B
So ist es. Letzte Frage für dich, die ich relativ häufig stelle, fernab von Business und Film und Gedöns: Wenn du morgen aufwachen würdest mit Amnesie, du könntest dich an nichts erinnern, ich würde dir aber ein Post-it geben und da kannst du etwas für dich draufschreiben, Was für dich morgen relevant sein soll, wenn du sonst nichts mehr weißt? Was steht auf dem Post-it?
3:13:49Uwe Boll
Ich kenne die Frage. Ich würde natürlich auch eher die Telefonnummer von meiner Frau sagen, aber ich könnte auch sagen: Lies das Buch, was ich selber getippt habe.
3:13:58Speaker B
Ich halte es noch mal in die Kamera.
3:14:00Uwe Boll
Nee, aber dann würde ich mich zumindest am Schluss dran erinnern, wer ich bin, wo ich so herkomme. Ja, so, aber generell würde man natürlich wahrscheinlich taktisch klug jemanden aufschreiben, den man dann anruft und sagt, ich kann mich an nichts mehr erinnern, ich kenne dich irgendwoher, sonst hätte ich die Nummer nicht aufgeschrieben.
3:14:25Speaker B
Ja, also so ist es. Du wärst ja, du müsstest ja sicher sein, dass der dich auch nicht in die Richtung formen will.
3:14:34Uwe Boll
Oder meine Frau, die dann sagt, hör mal, Ich kenne sie nicht. Oder: Und deinen Haustürschlüssel habe ich weg.
3:14:41Speaker B
Dein Hobby ist Abspülen und was du besonders gerne machst, ist mir Kaffee bringen.
3:14:46Uwe Boll
Richtig. Ja, aber es wäre schon natürlich eine irrsinnig gute Idee für einen Film.
3:14:53Speaker B
Ich muss dich noch an eine Sache erinnern. Du wolltest noch über dein T-Shirt sprechen.
3:14:57Uwe Boll
Oh Gott, da müssen wir ganz schnell machen jetzt. Also treibella.com, da kann jeder mal draufgehen. Das ist ein App, der Also auch von meiner Frau, weil ihre Tochter gebullied wurde, sodass wir quasi wirklich die Schule und so verlassen mussten. Das finde ich, deshalb habe ich es angezogen, weil es folgendermaßen interessant ist: Der European Digital Act, von der Leyen, alle sagen immer, wir müssen die Kinder schützen, ne, so vor dem bösen Internet.
3:15:25Uwe Boll
Aber diese App, der ist im App Store nur für Apple iPhones im Moment, weil auch kein Geld da ist für Android im Moment. Aber das ist mit auch AI-Leuten entwickelt worden, so dass zum Beispiel, ist genauso wie WhatsApp, Facebook, also man kann texten, man kann Videomessages machen, aber die AI, Pornos, Hinrichtungsvideos und so weiter, wird automatisch, geht nicht durch. Dickpics geht nicht durch. Also ich bin ja großer Free-Speech-Typ, es Vollkommen klar.
3:15:58Uwe Boll
Aber für Teenager, Kinder und Jugendliche, die jetzt 10 Jahre alt sind, ist das, das funktioniert, das ist erwiesen, wie das funktioniert, ist auch zugelassen überall, Australien, England und so weiter. Das dürfte doch ausgerollt werden. Aber es eben komplett quasi finanziert von 2 Leuten und mir, ne. Und die, trotz Auftritten überall, also die war im Europäischen Parlament, hat sie darüber geredet und so weiter, alles herzlichen Glückwunsch, auf Wiedersehen, kein Markt kommt als Investment in Trebella, wo man ja sagt, Moment mal, ihr redet den ganzen Tag vom Schutz der Kinder und wollt aber dann alles verbieten, ne?
3:16:34Uwe Boll
Kein Handy mehr, kein Internet mehr und so weiter. Anstatt zu überlegen, haben wir nicht so was, was so ist wie WhatsApp, und aber auch wie, also man kann auch so eine Seite machen wie bei Facebook, also seine Hobbys und so weiter, was aber tatsächlich reguliert dass eben nicht mehr diese ganz extremen Sachen wie meine Kinder, also mein einer Sohn ist zwölf, der andere ist achtzehn, aber der Zwölfjährige auch der sieht Sachen wie Leute mit Motorrad verunglücken, weil er ist großer Scooter-Fan, Motorradfan und so weiter.
3:17:01Uwe Boll
Ja und dann hat man da so Videos wie Leute in selbst Einzelteile zerteilt werden und diese Sachen sind absolut beherrschbar und ausfilterbar schon am Anfang und wegen dem Bullying ist eben das auch Language so dann kommt dann bitte sagt das was anderes, ne? Also wie so ein Erziehungsding: Hör auf jetzt hier als Hure, ich bring dich um und so. Das geht nicht so. Und ich bin geschockt, weil das seit 2 Jahren ist, das sozusagen versucht, dieser so voranzutreiben.
3:17:30Uwe Boll
Und ich denke irgendwie, das kann nicht wahr sein, dass das keiner, dass man da kein staatliches Geld— habe ich die Deutsche Netzagentur geschickt, den Müller, der alles verbieten will, ne? So, der, der hier Trusted Flagger und so, da haben sie Hunderte Millionen für. So, da habe ich gesagt, da ist doch perfekt für, für quasi, dass der Government sagt, für Schulen nimmt das hier Trebella, ne. So, nichts. Die so, ja, viel Glück, können nichts damit anfangen.
3:17:55Uwe Boll
Ja, aber dafür jeden Hausdurchsuchung, der sagt, was weiß ich, merkt, das ist ein Vollidiot, boom, Hausdurchsuchung. Was soll das? Das, das ist Irrsinn. Und das zeigt für mich aber diese totale Verlogenheit. Deshalb wollte ich auch noch mal ansprechen heute, gut, dass ich mich daran erinnert hast, weil das ist ja eine totale— voll, das ist ja verlogen, sowas. Das ist total verlogen zu sagen, wir müssen die armen Kinder schützen, deshalb dürfen Erwachsene nichts mehr gucken und ihr Kanal wird verboten oder eben in den Hintergrund gedrängt.
3:18:23Uwe Boll
Ja, diese Sachen, das ist unsagbar. Und ja, wie gesagt, das ist für mich nahezu unglaublich, dass es da auch in England nichts— im englischen Oberhaus wurde das diskutiert, diesen Lords, die haben Treibeller diskutiert, ob das in England offiziell vielleicht gepusht werden sollte, ne, da auch Fördergelder reinkommen und so weiter, weil da waren zwei von Oxford University dabei, die diese KI programmiert haben. Ja, und das zeigt eben, wie Gesellschaft auch funktioniert, ne, wo man dann eben auch sagt, Ja, das Gute gewinnt nicht immer, wo man einfach selten— ja, das ist oft so.
3:19:07Speaker B
Ja, vor allem politisch. Also die Theorie ist ja, dass man das Social-Media-Verbot und so ist im Prinzip der Zwang zur ID-Pflicht auf Social Media, dass du nicht mehr anonym im Internet sein kannst, sondern dass du für alles quasi eine staatliche Erlaubnis brauchst. Weil wenn die Kinder, wenn man das die Infrastruktur für die Kinder baut, um die Kinder zu schützen, dann funktioniert es auch für die Erwachsenen. Und das, ich sag mal, du hast ja ganz gut erfahren, dass es ja scheinbar nicht so wahnsinnig viel um Jugendschutz geht, sondern möglicherweise um andere Themen.
3:19:38Speaker B
Weil sonst hätten die ja Bock auf die Galäp. In diesem Sinne, lieber Uwe, herzlichen Dank. Danke dir fürs Zuhören. Ich mache das Ganze hier, um klüger aus der Sache rauszugehen, als ich reingegangen bin. Und wenn das für dich auch der Fall ist, kann ich dir sagen, wo dieser Podcast herkommt, gibt's noch viel mehr auf YouTube, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt. Wenn du aber ganz sichergehen willst, dass keine Plattform entscheidet, ob du neuen Content von Ungeskript siehst, dann abonniere gern unseren Newsletter.
3:20:02Speaker B
Da kriegst du nämlich immer eine plattformunabhängige Info. Dass ich mich über dein Abo auf YouTube oder Spotify freuen würde, brauche ich nicht zu sagen, denn das weißt du ja schon längst. Ich freue mich, dass du dabei bist.
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