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Fest & Flauschig

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Fest & Flauschig

2 Episoden · DE / EN / FR / IT / ES

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Über den Podcast

Fest & Flauschig mit Jan Böhmermann und Olli Schulz. Der preisgekrönte, verblüffend fabelhafte, grenzenlos fantastische Podcast für sie, ihn und es.

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Drollige Drillinge – Fest & Flauschig

2026-10-241:15:46Original: DE

Das Originaltranskript bleibt auf DE. Kein Audio-Player.

Zusammenfassung

In „Drollige Drillinge“ von Fest & Flauschig sprechen die Hosts Jan Böhmermann und Olli Schulz über persönliche Fundstücke, Kultur und aktuelle Themen. Die Folge beginnt mit Audioknistern und einem Austausch über ein mögliches Audiotestament. Einer der Hosts erzählt von seiner Sammelleidenschaft für seltene Vinyl-Erstpressungen von Ozzy Osbourne und davon, weshalb ihm dieses Hobby trotz seiner Kosten wichtig ist. Später geht es um eine Zuschrift zum McRib: Eine ehemalige McDonald’s-Mitarbeiterin beschreibt dessen Zubereitung in den 1980er-Jahren; die Hosts sprechen auch über mögliche wirtschaftliche Gründe dafür, dass der Burger nur zeitweise angeboten wird.

Weitere Themen sind ein Leak aus AfD-Postfächern, die Reaktionen auf einen Bühnenwitz über den Verkauf von Handtüchern und persönliche Erfahrungen mit missglückten, zu weit gehenden Gesprächen. Die Hosts erinnern sich außerdem an regionale Fernsehaufnahmen aus ihrer Jugend und diskutieren Airfryer sowie kleine Küchengeräte. Ausführlich berichtet einer der Hosts von einem Metallica-Konzert in der Sphere in Las Vegas: Er lobt die Band und das Erlebnis, kritisiert aber, dass die spektakuläre Leinwand die Musiker beinahe in den Hintergrund dränge. Auch der Film „Rose“ von Markus Schleinzer mit Sandra Hüller wird begeistert empfohlen. Zum Schluss stellen die Hosts im Rahmen ihrer Rubrik „Local Heroes“ das familiengeführte Hotel Am Kring im westlichen Münsterland vor. Die Folge verbindet persönliche Anekdoten und Kulturgespräche mit politischen Kommentaren, technischer Unordnung im Videopodcast und einem Ausblick auf den noch nicht näher angekündigten Weihnachtszirkus.

Kernaussagen

01

Die Hosts sprechen über ein Audiotestament

Aus der Diskussion über Vinylsammlungen und deren möglichen Verbleib entsteht die Idee eines Audiotestaments. Einer der Hosts schlägt vor, darin auch den Umgang mit den Erstpressungen festzuhalten.

02

McRib-Zubereitung laut einer ehemaligen Mitarbeiterin

Eine von den Hosts vorgelesene Mail beschreibt, dass der McRib in den 1980er-Jahren zunächst auf Kundenwunsch zubereitet und mit einer Soße serviert worden sei. Die Absenderin erinnert außerdem an verschiedene Soßen und ein Erfrischungstüchlein.

03

Kritik an der Sphere-Inszenierung

Einer der Hosts schildert den Metallica-Auftritt in Las Vegas als gutes Konzert, findet die Animationen auf den riesigen LED-Flächen aber auf Dauer störend. Im Gespräch wird außerdem kritisiert, dass die Venue mit ihrer visuellen Wirkung die Band überstrahlen könne.

04

„Rose“ wird als herausragender Film gelobt

Einer der Hosts schwärmt von Markus Schleinzers Film „Rose“ mit Sandra Hüller und Caro Braun. Besonders hebt er die Geschichte einer Frau hervor, die nach dem Dreißigjährigen Krieg unter männlicher Identität einen Hof übernimmt.

05

„Local Heroes“ stellt das Hotel Am Kring vor

Die Hosts lesen eine Mail über einen Familienbetrieb im westlichen Münsterland vor. Alwin und seine Angehörigen führen das Hotel und Restaurant weiter, nachdem der Bruder aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musste.

06

Der Airfryer bleibt umstritten

Einer der Hosts kündigt an, nach Rückmeldungen aus dem Publikum drei Airfryer für Einrichtungen zu kaufen. Der andere erklärt, dass er das Gerät nicht in seiner Küche haben möchte und eine Politik gegen große Küchengeräte verfolgt.

07

Persönliche Gespräche können in Oversharing kippen

Einer der Hosts erzählt von einem Gespräch, in dem er sich provozieren ließ und zu persönliche Dinge aus dem Umfeld anderer erzählte. Er beschreibt, dass ihm schon während des Monologs klar wurde, wie unangebracht die Offenheit war.

Die wichtigsten Learnings

01

Der McRib war laut Zuschrift kein besonders gefragter Burger

Laut der vorgelesenen Erinnerung wurde der McRib in den 1980er-Jahren selten bestellt und deshalb auf Kundenwunsch zubereitet. Die Absenderin berichtet auch, dass später die Barbecue-Soße eine größere Rolle bei der Zubereitung bekam.

02

Die Sphere fasst laut Gespräch 20.000 Menschen

Im Gespräch wird die Sphere als riesige Indoor-Veranstaltungshalle mit einer LED-Außenfläche und einer großen Innenleinwand beschrieben. Einer der Hosts nennt eine Kapazität von 20.000 Menschen.

03

Ein Freimarkt-Erfolg durch eine eigene Essstrategie

Einer der Hosts erinnert sich an einen Zuckerwatte-Wettbewerb bei Radio Bremen. Statt die Zuckerwatte vom Stiel zu essen, drückte er sie zu Klumpen und konnte so nach eigener Erinnerung fünf oder sechs Stück essen.

04

Ein Piepei zeigt den gewünschten Härtegrad an

Einer der Hosts empfiehlt ein musikalisches Piepei, das im Wasser mitgekocht wird. Bei der Melodie „The House of the Rising Sun“ seien seine Eier nach sechs Minuten perfekt.

05

Das Hotel wirbt mit Radwegen im Münsterland

In der vorgelesenen Mail beschreibt Alwin die Umgebung des Hotels als Ziel für Fahrradtouren. Die Region biete flache Strecken, lange Radwege und Touren in Richtung niederländische Grenze.

Spannende Aussagen und Diskussionen

01

Deeskalation bei verhärteten Fronten

Einer der Hosts von Fest & Flauschig spricht sich dafür aus, in verhärteten Konflikten nicht reflexhaft ein Bekenntnis oder eine Floskel zu übernehmen. Die andere Seite der Diskussion fragt, ob derjenige, der Deeskalation für sich beansprucht, auch tatsächlich dafür geeignet sei.

02

Emma und Alice Schwarzer

Ein Host berichtet von Alice Schwarzers Ankündigung, dass Emma zum Jahresende aufhören solle. Im Gespräch geht es auch um frühere feministische Bedeutung, spätere Auseinandersetzungen und die Diskussion um trans Frauen und TERFs.

03

Eine Theorie über gesellschaftliche Verbindungen

Einer der Hosts vergleicht die Verbindungen zwischen Menschen mit einem dünnen Spinnennetz: Eine Veränderung an einer Stelle könne das Muster anderswo beeinflussen, ohne dass ein direkter Zusammenhang erkennbar sei. Der andere bringt dafür die Begriffe „morphische Felder“ und „Weltgeist“ ins Gespräch.

04

Kritik an der AfD und ihrer Anhängerschaft

Einer der Hosts äußert sich scharf über die AfD und beschreibt, dass er nach entsprechenden Kommentaren im Podcast negative Reaktionen erhalte. Im weiteren Gespräch wird darüber diskutiert, wie politische Haltung, Kunst und Popkultur zusammenhängen können.

05

Der Bühnenwitz über Handtücher wird missverstanden

Ein Host erklärt, dass der vermeintliche Verkauf von Handtüchern bei Konzerten ein wiederkehrender Gag sei. Er ärgert sich darüber, dass manche ihn weiterhin für eine tatsächliche Verkaufsaktion halten, und erzählt, dass lokale Presseberichte den Scherz als Ausraster dargestellt hätten.

06

Jugendaufnahmen und Regionalfernsehen

Einer der Hosts erinnert sich an einen Zuckerwatte-Wettbewerb, der in einem Regionalmagazin von Radio Bremen aufgegriffen wurde. Er beschreibt, wie gern er als Jugendlicher Buten und Binnen sah und später selbst bei einer Aktion mitmachte.

07

Airfryer und kleine Küchengeräte

Die Hosts tauschen gegensätzliche Ansichten über Heißluftfritteusen aus. Einer lehnt große Küchengeräte wie Airfryer und Thermomix ab, während der andere von Rückmeldungen überzeugt wurde, dem Airfryer noch eine Chance zu geben.

08

Musikauswahl: Founders D.C. und The Smiths

Ein Host kündigt Musik von Founders D.C. an und sagt, er habe die Band bereits früh für vielversprechend gehalten. Der andere möchte „Girlfriend in a Coma“ von The Smiths zur gemeinsamen Playlist hinzufügen.

09

Der Weihnachtszirkus bleibt angekündigt, der Ort geheim

Die Hosts bestätigen, dass der Fest-und-Flauschig-Weihnachtszirkus wieder stattfinden soll und Geld gesammelt werden soll. Den konkreten Veranstaltungsort verraten sie noch nicht, geben aber Hinweise auf einen kleineren Ort und einen schönen Saal.

10

Metallica in Las Vegas als teures Spektakel

Einer der Hosts berichtet, dass er zwei Tickets für Metallica in der Sphere erhalten habe und das Konzert mit einem alten Freund besuchte. Er beschreibt die Show als musikalisch stark, hadert aber mit der kommerziellen Inszenierung und den hohen Preisen.

11

Die Sphere als Konkurrentin der auftretenden Band

Im Gespräch wird der Gedanke aufgegriffen, dass ein Veranstaltungsort mit einem besonders dominanten Erscheinungsbild mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann als die auftretenden Künstler. Einer der Hosts findet, dass die Sphere diesen Effekt stärker als die Hamburger Elbphilharmonie verkörpere.

12

Las Vegas: hohe Preise und persönliche Begegnungen

Einer der Hosts beschreibt Las Vegas als teuer und wenig familienfreundlich, berichtet aber auch von angenehmen Gesprächen mit Menschen vor Ort. Besonders der Austausch mit zwei Zwillingen aus Colorado bleibt ihm in Erinnerung.

13

Wie „Rose“ entstanden ist

Ein Host erzählt, dass die Filmproduktion für „Rose“ historische Kulissen errichtete und Teile davon ein Jahr der Natur überließ, damit sie authentischer wirken. Außerdem hebt er die Arbeit des Editors Hansjörg Weißbrich hervor.

14

Empathie und die Kunst der Fernsehmoderation

Ein Host erinnert an Peter Alexander, der in seiner Show persönliche Grüße an einsame und vermisste Menschen gerichtet habe. Er meint, ein aufrichtig vorgetragenes, rührendes Moment könne auf das Publikum wirken, warnt aber zugleich davor, es als bloße Parodie zu behandeln.

15

Familienbetrieb nach schweren Einschnitten

Die Hosts lesen vor, dass die Familie hinter Am Kring den Hotelbetrieb nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden eines Bruders weiterführt. In der Mail wird außerdem der Tod des Vaters an ALS genannt und der Wunsch, das Lebenswerk der Eltern zu bewahren.

16

Filmempfehlungen und Skepsis gegenüber Komödien

Einer der Hosts lobt „Rose“ und möchte außerdem „Digger“ sehen. Zugleich äußert er Vorbehalte gegenüber dem Film „Der perfekte Urlaub“, nachdem er Trailer und negative Kritiken gesehen hat.

Kontroverse Aussagen

01

Kunst und Empathie als politische Abgrenzung

Im Gespräch wird behauptet, besonders rechtsextreme Menschen hätten häufig keine gute Musik, Kunst oder Empathie für Menschen außerhalb der Norm. Das ist eine pauschalisierende politische Einschätzung eines Hosts, keine im Podcast belegte allgemeingültige Tatsache.

Fragen und Antworten

Warum sammelt einer der Hosts Vinyl-Erstpressungen?

Einer der Hosts von Fest & Flauschig sagt, dass er Erstpressungen wegen ihrer Seltenheit und ihrer Originalausgaben sammelt, obwohl er selbst anmerkt, dass ihn das Hobby viel Geld kostet und von außen womöglich wenig sinnvoll wirkt.

Wie wurde der McRib laut der vorgelesenen Erinnerung in den 1980er-Jahren zubereitet?

Laut der Mail einer ehemaligen Mitarbeiterin wurde das Patty gegrillt und anschließend in eine helle Soße eingelegt. Weil der Burger selten bestellt worden sei, habe man ihn damals auf Kundenwunsch zubereitet.

Warum möchte einer der Hosts keinen Airfryer?

Einer der Hosts von Fest & Flauschig erklärt, dass er große Küchengeräte ablehnt und seine Küche auf wenige Geräte wie Toaster und Mixer beschränken möchte.

Was kritisiert ein Host an Metallicas Auftritt in der Sphere?

Ein Host findet das Konzert musikalisch gelungen, empfindet die aufwendige LED-Inszenierung aber als störend und meint, die Venue könne die Band zu sehr in den Hintergrund rücken.

Wo liegt das Hotel Am Kring?

Laut der im Podcast vorgelesenen Mail befindet sich das Hotel Am Kring im westlichen Münsterland, in Amelo nahe Vreden und der niederländischen Grenze. Im Gespräch werden außerdem die Adresse Kring 6 bis 8 und die Postleitzahl 48691 genannt.

Worum geht es im Film „Rose“?

Ein Host erzählt, dass Sandra Hüller eine Frau spielt, die nach dem Dreißigjährigen Krieg als Soldatin zurückkehrt, sich als männlicher Erbe ausgibt und einen Hof übernimmt. Als das Dorf erwartet, dass sie heiratet und Kinder bekommt, entsteht ein Konflikt.

Themen und Fachgebiete

  • Fest & Flauschig
  • Jan Böhmermann
  • Olli Schulz
  • McRib
  • Vinyl und Erstpressungen
  • Metallica und The Sphere
  • Film Rose
  • Airfryer
  • Local Heroes
  • Hotel Am Kring

Originalaussagen

“Es ist ein eigenes Ding von mir, dass ich nur Erstpressungen oder so sammle von Vinyl und damit einfach viel zu viel Geld ausgebe.”

“Bei verhärteten Fronten hilft es nicht, sich das eine oder das andere Bekenntnis oder die eine oder andere Floskel anzueignen”

“Ich möchte keinen Thermomix. Diese ganze Scheiße will ich alles nicht.”

“Die größte Herausforderung ist, genügend Gäste zu erreichen.”

Vollständiges Originaltranskript

DE · 402 Abschnitte · nicht übersetzt

Vollständiges Originaltranskript · 1:15:31

0:00Speaker A

Amen. Fest und flauschig. Es ist der 25. Oktober 2026. Es ist Sonntag. Und was machst du denn so ein zerknirschtes Gesicht direkt?

1:14Speaker B

Ich habe gerade so ein Knistern auf den Ohren, komischerweise.

1:17Speaker A

Vielleicht eine Serie kleiner Schlaganfälle?

1:19Speaker B

Nee, ich glaube, das warst du, der gerade so geknistert hat. Sag mal was.

1:23Speaker A

Hallo, hallo, hallo. Das war das Intro von Thomas Hauber. Star Trek Fest und Flauschig. Vielen lieben Dank und einen schönen Sonntag wünsche ich dir, mein Lieber. Zerknirscht aussehender Knisterfreund Oliver.

1:36Speaker B

Ich bin hier mitten in Vorbereitung zu meiner Tour, du Frechdachs. Ich habe andere Sachen zu tun. Ich habe nämlich noch einen Job neben dieser ganzen Scheiße hier. Ich muss auch noch andere Leute glücklich machen. Morgen geht's wieder los. Kleinkunst-Olli ist wieder unterwegs und spielt auf den Theaterbühnen dieser Welt, kann sich frei entfalten und wird nicht so gegeißelt und gefesselt und geknebelt und in Schranken gewiesen. Hallo liebe Leute, wie schön, dass ihr wieder dabei seid. Ich fange mal an mit der schönsten Nachricht des Tages, die blende ich gleich mal ein.

2:02Speaker A

Also ich finde, dass ich das gehört habe, Anna-Maria Fercici: Meine Schwester schenkte mir meine erste Brust-OP.

2:08Speaker B

Das ist Geschwisterliebe. Hast du von deinem großen Bruder auch mal eine Penis-Operation bekommen?

2:16Speaker A

Ja, aber ich hätte mich auch über eine Brust-Operation gefreut. Ich bin da inzwischen nach ein paar Jahren in der Woke-Bubble völlig offen, was das Geschlecht angeht.

2:23Speaker B

Aber die nehmen dich ja nicht richtig an. Du klopfst immer an die Tür und du wirst immer wieder rausgeschubst, weil du bist einfach zu weiß und hetero.

2:29Speaker A

Aber ich meine, vielleicht kann es ja im Laufe dieser Sendung werden, weil ich kann dich direkt mal offenlegen. Mir wurde heute schon die Frage gestellt, wann es denn bei mir soweit ist mit Free Palestine. Das war der Einstieg in unsere Konversation. Jan, wann ist es denn bei dir soweit mit Free Palestine? Dabei müsstest du mich doch eigentlich besser kennen.

2:45Speaker B

Ich habe von mehreren Leuten Nachricht bekommen. Wir geben Jan Böhmermann noch 4, 5 Wochen, bis er sich auch wieder irgend so ein politisches Gewand übergestülpt hat, weil er von seiner fast minderjährigen Redaktion wieder mal irgendwie so bearbeitet wurde. Aber das ist ja zum Glück bald vorbei.

3:00Speaker A

Nee, und die Redaktion ist zurzeit eh, hat ganz andere Sachen im Kopf, weil die macht gerade Unruhen in Frankreich. Also die sind alle gar nicht da.

3:07Speaker B

Wirklich?

3:07Speaker A

Die schmeißen da irgendwie Louis-Vuitton-Läden kaputt und so. Nein, ich bin ein Fan von der grundsätzlichen Deeskalationstaktik. Bei verhärteten Fronten hilft es nicht, sich das eine oder das andere Bekenntnis oder die eine oder andere Floskel anzueignen, sondern Da ist die Deeskalationstaktik und das ist schmerzhaft.

3:28Speaker B

Meinst du, du bist der richtige Mann für Deeskalation?

3:30Speaker A

Ich weiß, wie Eskalation geht. Ich weiß auch, wie Deeskalation geht. Olli, sag mal, wenn es bei uns hoch hergeht wie zwischen zwei verfeindeten Volksgruppen, wer ist denn derjenige, der immer wieder mit einer Friedenstaube ankommt? Wer ist es?

3:46Speaker B

Ich. Psychologisch bin ich das. Hör auf! Natürlich. Hör auf! Doch, ich bin es eigentlich, weil ich auf dem Weil ich denke in viel größeren Zyklen als du. Das kann man sagen. Ey, ganz kurz am Anfang. Ich habe eine freudige Nachricht. Ich habe sie lange gesucht. Das würde dich überhaupt nicht interessieren, aber jetzt ist es. Was kommt jetzt? Weißt du, was das hier ist?

4:06Speaker A

Eine Schallplatte von Ozzy Osbourne. Genau.

4:08Speaker B

Heute zeige ich mal ein paar Sachen in die Kamera. Das ist das Debütalbum von Ozzy Osbourne von 1980. Blizzard of Oz. Ein Wortspiel.

4:14Speaker A

Blizzard of Oz. Ah, von Wizard of Oz natürlich.

4:16Speaker B

Ja, genial. Und die Rückseite sieht so aus. So hatte ich sie viele Jahre. Aha. Da ist er so drauf, so eine Live-Szene. Das wurde aber, und ich weiß, das ist wirklich Nerdtum, erst Jahre später darauf gepackt bzw. in der Zweitpressung. Seitdem gibt es diese Platte so und ich wollte unbedingt die Erstpressung haben.

4:33Speaker A

Was ist auf der hinten drauf?

4:34Speaker B

Auf der ist das vorne drauf. Und jetzt pass auf, hinten ist dieses Bandfoto drauf.

4:39Speaker A

Wie uncool.

4:41Speaker B

Ja, vor allem wie uncool, dass er da einfach das Hemd, das sieht man vielleicht, da sieht man so ein Stück Bauchfalte. Das wurde nicht richtig zugemacht. Also man hat da ganz schnell ein Foto genommen von ihm Auch wie der Bassist Bob Daisley da guckt mit dem heruntergezogenen Kopf. Das ist alles nicht gut und das ist trotzdem total selten. Es ist beides das Gleiche, es ist die gleiche Musik drauf. Trotzdem habe ich 50 € bezahlt, um diese Platte zu haben, weil ich so ein Maniac bin.

5:07Speaker A

Aber nur fürs Cover, es ging dir gar nicht um die Platte.

5:09Speaker B

Ja, weil es die englische Erstpressung ist. Und jetzt frage ich mich manchmal auch, ich bin so in Foren, was soll der ganze Scheiß? Es bringt niemandem was. Ist auch niemand, der nachts vor meiner Tür steht oder tagsüber und sagt, geil, dass du die Erstpressung von Ozzy Osbourne hast. Es ist ein eigenes Ding von mir, dass ich nur Erstpressungen oder so sammle von Vinyl und damit einfach viel zu viel Geld ausgebe. Weil du kriegst es eigentlich— macht man es nur, weil man das Cover oder das haben will. Und ich weiß, dass es eigentlich ein schwachsinniges Hobby ist von mir. Und das ist aber total wichtig, Erstpressungen zu haben.

5:40Speaker A

Du denk doch mal daran, du hast doch das Hausboot von Gunter Gabriel ausgeräumt. Denk doch mal an die, die nach dir kommen. Denk mal an die, die nach dir kommen. Die haben gar keine Wertschätzung für Erstpressungen. Für die ist das alles nur Oh, jetzt müssen wir von Olli hier die ganzen Sachen rausholen. Was ist denn das überhaupt?

5:54Speaker B

Im Falle meines Ablebens meldet euch bitte bei meiner Familie und fragt nach den Erstpressungen. Und dann?

6:01Speaker A

Und dann? Das Audiotestament. Ey, das können wir mal machen. Das Audiotestament von Olli und Jan.

6:06Speaker B

Finde ich gar nicht mal so schlecht.

6:09Speaker A

Hast du ein Testament gemacht?

6:11Speaker B

Klar.

6:11Speaker A

Wirklich?

6:12Speaker B

Ja.

6:12Speaker A

Auch so mit Patientenverfügung und so was wie so ein Spießbürger?

6:15Speaker B

Habe ich nicht gemacht. Ich möchte nur darauf hinweisen, auch wenn es jetzt mitten in der Sendung ist, wir sind Lisa Podcast, dass jedes Mal, wenn du redest, es rauscht in meinem Kopf. Also als wenn irgendwie da was.

6:24Speaker A

Ich hoffe, es ist für mich ein Zeichen schon mal auf deine Erstpressungen zu geiern.

6:27Speaker B

Ja, also erst komm. Das ist ja. Ich habe auch gerade heute wieder gelesen, dass jemand gestorben ist wegen irgendwas, was wegen Podcast.

6:34Speaker A

Weil im Podcast gesagt wurde, dass er gestorben.

6:36Speaker B

Nee, weil er im Podcast. Ich glaube ein Podcaster oder so was oder ein YouTuber. Ich weiß es nicht. Ich kenne aber.

6:41Speaker A

Kann ich leider nicht. Tut mir total leid. Ein junger Mann, glaube ich 36 Jahre alt, an einer Hirnblutung gestorben.

6:46Speaker B

Ja, habe ich nur eben gerade gelesen, als ich mich vorbereitet habe auf diese Sendung. Kann jetzt aber.

6:50Speaker A

Muss ich aber mal ganz kurz einen kleinen Wink mit dem Zaunpfahl in die Gen Z und alle Leute, die sich jetzt gerade so eine Twitch Person Personality aufgebaut haben unter so einem alten Künstlernamen, irgendwie so Knossi, MontanaBlack und so. Das ist spätestens dann ungeil, wenn man ins Gras beißt. Das ist irgendwie, also hat nicht so den gleichen Wert, wie wenn man jetzt sagt, keine Ahnung, wer ist denn jetzt kürzlich noch gestorben?

7:11Speaker A

Irgendjemand mit einem tollen— Tim Curry ist tot. Das geht doch ganz anders runter, als wenn man jetzt sagen würde, ich hoffe, er lebt noch lange, Knossi ist tot oder so was. Also dass man bei der Wahl seines Twitch-Streaming-Namens auch schon mal so ein bisschen daran denkt, dass man irgendwann, wenn es ins Alter geht, den langsam ablegen damit das nicht so super unangenehm ist bei den Nachrufen. Aber trotzdem Beileid und so schlimm, wenn junge Leute sterben.

7:32Speaker B

Der harte Kerkerling meiner Meinung nach der YouTube-Welt, von der fröhlichen Energie, die der immer hatte. Ich finde ja so eine fröhliche, positive— ich weiß nicht, ob der die immer noch hat, aber vor ein paar Jahren habe ich mir mal angeguckt auf Twitch so ein bisschen das Sommerangeln mit Sidur, der da irgendwie in einem höchst illegalen Zustand durchs Bild gelaufen ist. Und ich dachte, Mensch, der macht— am Anfang habe ich, ich hatte ja sogar ganz am Anfang sympathische Gefühle für MontanaBlack, weil ich dachte, ey, YouTube gibt jetzt Leuten, die nicht die Möglichkeit normalerweise haben, weil sie einen Sprachfehler haben oder weil sie vielleicht nicht dem Idealstandard von gewissen Ansprüchen entsprechen, die die Möglichkeit haben, jetzt auch Geld zu machen, sich Fans zu holen.

8:11Speaker B

Und dann kam ja dieser Shitstorm, wo dann diese 12— ich wusste nicht, dass die Fans alle 12 sind, noch keine Haare am Sack. Und dann so: Ey, ihr kennt noch nicht den Monte-Effekt, wenn Monte seine Armee auf euch schickt und dann ist alles voll. Der Monte-Effekt. Und an dem Abend hab ich gedacht: Okay, scheiße, Mann. Ich habe oft in meinem Leben Leuten Sympathie zugesprochen oder so, die es eigentlich vielleicht dann nicht verdient haben, beziehungsweise die sich dann doch später, als der Erfolg kam, charakterlich in eine andere Richtung entwickelt haben.

8:40Speaker A

Aber da sieht man, wie dieser SPD-Mindset bei dir so tief drin ist, dass du erst mal in Menschen so was siehst wie einen Resozialisierungsfall. Ich sehe in den Menschen nicht das Schlechte, sondern immer einen Resozialisierungsfall. Also immer so ein: Ich möchte Menschen immer eine Rampe ins Leben hinein bauen. Das kommt aus deiner— du bist SPD-sozialisiert, das merkt man.

9:00Speaker B

Ja, du doch auch. Was willst du mir denn jetzt erzählen? Du bist ein absolutes SPD-Kind, du bist ein Arbeiterkind aus Bremen.

9:05Speaker A

Ich kann das vor allem nicht übers Herz bringen. Also angenommen, ich müsste ernsthaft in eine Partei eintreten, selbst wenn mir viele Parteien näher sind, allein aus so sentimentalen Gefühlen heraus, weil ich weiß, dass die Generation vor mir alles so SPDler waren, das könnte ich gar nicht, ohne dass auf mehreren Friedhöfen in Bremen sich in mehreren Gräbern mehrere Leute drehen würden. Wenn ich in eine andere Partei einsteigen würde, würde ich natürlich Never ever machen. Ich bin bleibe überparteilich.

9:31Speaker B

Aber ich habe. Du bist ein Meister der Eskalation und ein Meister der Deeskalation. Deeskalation meine ich ja.

9:37Speaker A

Ich habe in dieser Woche also es ist was Schreckliches passiert beziehungsweise was Schönes passiert. Da muss ich mir ganz kurz was holen. Ich muss mal kurz aufstehen, auf die andere Seite des Büros laufen. Ich muss dir noch was zeigen, was bei mir an der Wand hängt.

9:48Speaker B

Warte. Sehr gerne. So, Jan geht jetzt weg und holt was und ich suche solange eine Mail raus, die für Komma die in den Magrip. Ja, beinhaltet.

9:55Speaker A

Es geht um die Hand. Und zwar habe ich—

9:57Speaker B

ja, jetzt geht's weiter hier mit der Hand.

9:58Speaker A

Und zwar hat mich eine schreckliche Nachricht ereilt, die für mich fast noch schlimmer ist als die Todesmeldung von einem Streamer. So schrecklich das auch ist. Und zwar ist in dieser Woche bekannt gegeben worden, dass die berühmte Feministin erster Generation Ali Schwarzer und ihr beliebtes Kölner Frauen- und Feminismusmagazin Emma aufhören Ende des Jahres.

10:20Speaker B

Ich weiß. Die mögen dich sowieso nicht.

10:22Speaker A

So, guck mal, ich habe an meiner Wand nämlich seit 2023 das hier hängen. Ich war mal auf dem Cover der Emma. Sexiest Man Alive: Jan Böhmermann. Und der Grund war, dass ich mich in meiner Sendung für Rechte von Transfrauen ausgesprochen habe und gesagt habe, Transfrauen sind auch Frauen. Und dass diese ganzen TERFs, also die quasi sagen, wir sprechen Transmenschen die Rechte ab, dass die scheiße sind. Und dass die TERFs— ein anderes Wort für TERF ist TERD. Und das reichte aus, um mich quasi als— und das Geile Das Geile ist immer, wenn Leute kommen, die nicht so genau hingucken, dann denken die: Guck mal, die Emma hat ihn zum Sexiest Man Alive gewählt. Ist das nicht toll?

10:59Speaker B

Ich habe das auch erst falsch gelesen. Ich dachte eigentlich, hätte es gepasst. Du hast dich immer eingesetzt für Frauenrechte, warst kurz selber von der Transformation. Ich habe dich dann noch zurückgehalten, wie du mich damals mit dem Kauf der Rolex. Wir haben uns gegenseitig— Aber da gab es natürlich Sachen, weil du dich dann auch mal wieder gleich da reingeschmissen hast in einen Krieg, den man auch ganz anders, beziehungsweise Diskussionen, die man vielleicht heute anders führen könnte.

11:20Speaker B

Aber es muss ja auch immer Feuer im Spiel sein. Nichtsdestotrotz muss man mal bedenken, dass Ali Schwarzer in den 70er Jahren wirklich eine wichtige Person für die feministische Bewegung war und auch von vielen Leuten einfach sehr geschätzt wurde für das, was ist. Es passiert halt nun mal, dass du im Alter wunderlicher wirst oder gewisse Sachen nicht mehr akzeptierst. Das alles hat zu einer großen Reiberei geführt, die sich glaube ich vor allem im Internet abgespielt hat.

11:43Speaker B

Du hast ja auch gerne mal dann TERFs gesagt.

11:45Speaker A

Ich habe einmal TERFs gesagt, dann haben die einfach nicht aufgehört aufzuregen. Ich war schon 7 Themen weiter, wieder bei 8, 9 Sendungen, da haben die sich immer noch total aufgeregt.

11:53Speaker B

Wenn du so Worte hier, manchmal bringst du ja so Worte mit in den Podcast wie TERFs. Und ich finde, Turf klingt für mich wie ein kleiner Kuchen oder so, weißt du, ein kleiner cremiger Kuchen. Also ich hätte noch 2 von den Turfs, hätte ich gerne noch dabei, aber ohne Sahne.

12:06Speaker A

Turf Your Enthusiasm mit Larry David. Ja, na ja, auf jeden Fall hat die Emma, hat Alice Schwarzer jetzt bekannt gegeben, und zwar es lag nicht an wirtschaftlichen Gründen, sagt sie, sondern es ist einfach vorbei. Und ich habe kurz gedacht, Moment mal, ist das jetzt, weil quasi Weil ich aufgehört habe, weil ich gesagt habe, ich höre auf mit der Sendung und Ali Schwarzer sich gedacht hat, was Männer können, das können wir Frauen schon lange und wir machen eine Woche eher Schluss.

12:30Speaker A

Hat das was miteinander zu tun? Ich habe es dann unten in der Redaktion angesprochen. Alle haben mich ganz so nach dem Motto, der ist ja völlig durchgedreht, nur weil seine Scheißsendung jetzt aufhört. Wir sind eh alle pisst auf ihn und jetzt denkt er auch noch, dass er die Emma beerdigt hat. Aber pass auf, meine Theorie war, so habe ich das nämlich den Kolleginnen auch erklärt. Ich glaube nämlich nicht, dass es einen direkten kausalen Zusammenhang gibt.

12:48Speaker A

Aber ich glaube schon, dass über der gesamten Menschheit so ein ganz dünnes Spinnennetz liegt. Weißt du, stell dir mal vor, über allem liegt so ein Spinnennetz und wenn irgendjemand, also beispielsweise jetzt ich, eine größere Veränderung in dem Spinnennetz durchführt, indem man sich selber da rausnimmt aus diesem Spinnennetz oder irgendwie einmal mit dem Finger durchs Spinnennetz geht, dann heißt es ja gar nicht, dass man jemand anders direkt beeinflussen muss.

13:09Speaker A

Aber das Netz verändert sich, das Muster verändert sich und eine Bewegung—

13:12Speaker B

Heißt das nicht auch morphische Felder? Sind das nicht die sogenannten morphischen Felder?

13:15Speaker A

Ja, oder mein Kollege Tim sagte, du redest vom Hegelschen Weltgeist. 150 Jahre später. Ja, hast du das gerade selbst erschlossen. Ich finde aber das Bild von so einem dünnen Spinnennetz, was man eigentlich nicht sieht. Kennst du diese im Fahrradschuppen, wenn man manchmal so aus Spaß so macht und die Arbeit von, die wochenlange Arbeit von einer Spinne mit einem Fingerzeig kaputt macht? Und so was glaube ich, liegt manchmal über der Welt drüber. Ich habe zum Beispiel öfter das Gefühl, dass ich spüre, dass ich das spüre, obwohl wir weit auseinander sind, wenn es dir schlecht geht.

13:40Speaker B

Wirklich?

13:40Speaker A

Ja. Oder wenn es dir gut geht.

13:42Speaker B

Also ich habe Ähnliches.

13:44Speaker A

Also man merkt das so ein bisschen. Dinge kommen, also wenn was passiert, dann kommt es immer so zusammen und mehrere Sachen passieren nacheinander. Und ich denke immer, über allem liegt so ein dünnes Gewebe und wenn man das verändert oder wenn man selber da reinsticht, dann ändert sich bei anderen Leuten an ganz anderen Stellen auch was und es ist alles so im Ungleichgewicht.

14:02Speaker B

Ich finde die Theorie gar nicht schlecht. Ich habe das Gefühl nämlich auch gerade, dass man— ja, ja, ja, ja. Also dieses Spinnennetz, das ist so witzig, weil ich habe tatsächlich gerade eine Spinne bei mir auf dem Balkon gehabt. Die hat ein riesiges Netz an der Tür gemacht und jeden Tag habe ich es weggemacht und jeden Tag hat sie es wieder aufgebaut. Ja, das ist vielleicht auch ein Zeichen dafür. Guck mal, wir versuchen dieses Netz immer zu halten, trotzdem, auch wenn es manchmal brüchig ist.

14:23Speaker B

Das gesellschaftliche Netz, könnte man vielleicht sagen. Wo wir gerade bei Gesellschaft sind, jetzt wo wir hier diese Sendung heute ausstrahlen, ist der Maghreb Geschichte. Und der Maghreb ist jetzt vorbei. Viele Männer über 50, ich eingeschlossen, weinen jetzt schon dieser merkwürdigen, diesen Frikadellenbrötchen hinterher. Aber ich würde eine Mail kurz vorlesen. Von Annette. Annette schreibt: Lieber Olli, zu deiner Frage im letzten Podcast vom 18.

14:48Speaker B

Oktober bezüglich des McRib kann ich weiterhelfen. Ich habe nämlich in den 80er Jahren mein Studium größtenteils bei McDonald's verdient. Der Patty vom McRib wurde gegrillt wie die anderen Hamburger Patties auch und anschließend mindestens 2 Stunden in eine helle Soße eingelegt, ähnlich einer klassischen Schweinebratensoße. Die genaue Zusammensetzung der Soße kenne ich aber nicht. Da dieser Artikel eher unbeliebt war damals und selten bestellt wurde, haben wir ihn immer nur auf Kundenwunsch fertig zubereitet.

15:16Speaker B

Er kam in das Brötchen, die Garnierungen dazu, und der Kunde musste die schwierige Frage Western-Curry- oder Senfsoße beantworten, die in einem kleinen Plastiktütchen dazu gereicht wurde, nebst einem eingepackten Erfrischungstüchlein, was es nur zu McRib gab. Ich erinnere mich da noch genau dran. So war es, 3 Soßen gab's: Western-Curry, Senf. Da warst du auch noch zu klein. Ich glaube, du bist erst eingesprungen, als '89 war nämlich Comeback.

15:41Speaker B

'85 war er weg für 4 Jahre schon mal. '89 kam er zurück, der McRib. Ey, ganz kurz, hallo Sky oder irgendjemand, ich bin bereit für die Doku über den McRib.

15:50Speaker A

Ich sehe dich schon vor so einer grünen Wand sitzen mit so ernsten Fragen zum Thema McRib. Die McRib ist was, ist ein Achtteiler für die ARD-Mediathek. Also No Angels, Jan Delay, was war noch?

16:03Speaker B

Echt?

16:03Speaker A

Und dann der McRib, die Doku. Darf man wahrscheinlich nicht wegen Werbung oder Schleichwerbung oder so was.

16:08Speaker B

Wahrscheinlich nicht. Jedenfalls machte die Barbecue-Soße, die ist früher Western-Soße, wurde dann umbenannt, wohl deutlich mehr als 90% der georderten Soßen aus. Und so wurde das Produkt geändert. Künftig kam der McRib sofort nach dem Grillen in einen Topf mit der Barbecue-Soße, in der er dann 2 Stunden behaglich mariniert wurde. Ich vermute mal, dass das auch der Grund für diese Änderung war, die gegen Ende der 80er Jahre erfolgte.

16:30Speaker B

Wenn ich mich nicht sehr täusche, stiegen danach auch die Verkäufe. Trotzdem war der McRib nie ein Spitzenprodukt in den Zahlen, weit hinter den anderen Burgern zurück und eher kompliziert in der Herstellung. Von daher vermute ich mal ganz stark, dass es auf jeden Fall wirtschaftliche Gründe hat, dieses Produkt künftig nur noch als Aktionsartikel ab und zu mal im Programm zu haben und nicht, wie uns gewisse Parteien jetzt glauben machen wollen, aus Rücksicht auf Menschen muslimischen Glaubens.

16:54Speaker B

Ich weiß es natürlich nicht, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ziemlich viele Burger bei McDonald's nach wie vor Schweinefleisch enthalten, halte ich das für unwahrscheinlich. Ich übrigens auch. Ich habe McDonald's damals einen relativ guten Arbeitgeber kennengelernt. Okay, jetzt halt die Fresse, es reicht mir jetzt. Danke, Annette! Herzliche Grüße auch an Jan von Annette aus Hannover. So viel darf ich, glaube ich.

17:13Speaker A

Liebe Grüße an Annette! Aber ich finde das super, McCrip nur auf Kundenwunsch. War das dann so in den 80er Jahren, dass im Backstage-Bereich von so— Die Kamera ist aus, Olli. Oh, immer geht deine Kamera aus. Immer wieder geht die Kamera aus bei Oliver Scholz. Es ist für mich Zeit, mal in die Schippe Tüte reinzugreifen. Ich habe leckere Chips mir geholt, aber weil ich nicht Bock habe, fett zu werden, habe ich das Viererpack geholt.

17:42Speaker A

Ich habe mir Chips geholt, aber ich bin in einem Alter, wo ich aufpassen muss, dass es nicht zu sehr ansetzt, und deshalb habe ich mir das Viererpack geholt, immer mit so kleineren Portiönchen. Ob es in den 80er Jahren im Backstage-Bereich von McDonald's wohl so ein McRib-Schwein gab, das immer nur, wenn jemand McRib bestellt hat, so ein bisschen was von seinem Fleisch hergeben musste, und weil das nicht so oft vorkam, hat es einfach quasi nachwachsen lassen.

17:59Speaker A

Einfach so, ja.

18:01Speaker B

Das ist von Studio Braun, Alter, mit der Kotelettstanze. Fleisch vom Leben rennt. Da haben die gesagt, dass man mit der Stanze genau das Steak raufmacht und dann verheilt das Tier wieder. Und dann kann man das Tier ewig benutzen als essbares Tier und es lebt trotzdem. Hat allerdings so große Wunden und Pflaster und läuft auf der Wiese rum, so eingewickelt wie eine Mumie. Also natürlich irgendwie so halb geil nur, aber die Kotelettstanze, das ist von Studio Braun, von ihrer ersten CD. Echt? Ja, ja.

18:25Speaker A

Kann man aus Versehen einen Stift verschlucken? Aus Versehen Studio Braun Gags neu erfunden. Zweites großes Thema diese Woche, damit wir diese wichtigen Themen abgehakt haben: AfD-Leak. In den Investigativredaktionen und journalistischen Redaktionen in ganz Deutschland war die Internetdownloadgeschwindigkeit gedrosselt, weil alle sich dahinter gehängt haben, diesen 300-Gigabyte-Leak-Schinken aus irgendwie diese AfD-Postfächer, die irgendein Hackerkollektiv ins Internet gestellt hat.

18:52Speaker A

Und ich habe jetzt damit nichts zu tun, ich möchte das alles gar nicht wissen, ich brauche keine Leaks von denen, um rauszufinden, dass das Faschos sind, denen nicht zu trauen ist und die sofort verboten gehören. Aber das war ein Riesending und ich weiß nicht, ob zum Ausstrahlungszeitpunkt von Fest und Flauschig schon mehr krasse Sachen dabei rausgekommen sind. Also dass vielleicht jemand rausgefunden hat, jemand den Beleg gefunden, dass sie rechts sind oder rechtsextrem.

19:13Speaker A

Hat das was mit dir gemacht? War das ein Thema für dich diese Woche?

19:16Speaker B

Das war kein Thema für mich.

19:17Speaker A

Ich merke schon, wie du wegguckst von der Kamera.

19:19Speaker B

Ich gucke gerade weg, weil ich dir was zeigen will, auch zum Thema AfD, was mich wirklich irgendwie Was so bemerkenswert ist.

19:24Speaker A

Aber Anna-Maria hat ihren ersten Busen von ihrer Schwester geschenkt bekommen. Einfach so?

19:29Speaker B

Einfach so.

19:30Speaker A

Stell dir mal vor, du bist so ein Mensch, dass du deinen Geschwistern einfach Brustoperationen schenkst. Das ist ja auch ein Mist. Am Ende sagst du durch die Blume oder durchs Silikonkissen, sagst du damit ja auch, ich finde, dass deine Brüste zu klein sind oder nicht schön genug.

19:44Speaker B

Oder, das sieht gerade gut aus mit den Haaren, so ein bisschen. Du siehst gut aus heute. Mal ganz kurz, wenn ich was anderes— Nee, lass mal. Mach mal nicht jetzt. Du siehst richtig— Das mag ich. Weißt du, wer das auch so hat? Ulf Poschardt. Der hat das auch so. Der macht auch immer so mit den Haaren, bevor er ansetzt, um eine Sache zu klären.

20:04Speaker A

Ich habe nur noch— Ich bin— Guck mal, ich habe auch mein privates Hemd heute. Ich habe extra meinen Markus-Lanz-Ausschnitt. Guck mal, so einen ausgeleierten V-Ausschnitt habe ich hier. Oder so einen— Weil ich immer so Kugelschreiber trage.

20:12Speaker B

Nee, du siehst gut aus. Ich finde ernsthaft, das ist ja kein ironisches Kompliment. Irgendwie siehst du heute gut aus. Du hast irgendwas, als wenn du gerade Geschlechtsverkehr hattest.

20:21Speaker A

Nee, nicht gerade. Ich hatte gerade keinen Geschlechtsverkehr. Vor der Sendung? Vielleicht habe ich gleich noch Geschlechtsverkehr nach der Sendung.

20:27Speaker B

Ja, aber da sieht man vorher, sieht man nicht so gut aus wie nachher. Vorher nur im Dunkeln bei mir noch. Also wirklich ganz ehrlich.

20:34Speaker A

Nein, kann ich nicht bestätigen.

20:34Speaker B

Auch um Schutz und die anderen zu schützen.

20:36Speaker A

Ich habe lange keinen Geschlechtsverkehr mehr gehabt und möchte auch in absehbarer Zeit. Jetzt, wo Ali Schwarzer und die Emma Schluss machen, traue ich mich das sowieso nicht.

20:43Speaker B

Aber ganz ehrlich, ich muss auch noch mal zur AfD was sagen. Ich weiß, dass man ganz oft, gibt es dieses Ding, ey, man darf nicht alle AfD-Wähler als dumme Leute, ja, stell das mal dahin. Doch, darf man auch schon. Und jedes Mal, wenn ich hier im Podcast was über die AfD sage und die Dummheit dieser Partei und dass es Verbrecher sind und dass diese Partei nichts bringen wird und dass diese Leute echt einem Irrglauben auferlegt sind zu denken, die werden irgendwas machen, schreiben mir mindestens, Jan, 5, 6, oh, der peinliche Schulz, haben wir es nicht mehr nötig, Handtücher auf der Bühne zu verkaufen? Und dann merke ich auch, wie dumm das ist.

21:19Speaker A

Wie hast du das auf der Bühne gemacht?

21:20Speaker B

Ganz einfach. Ich habe jede Tour, das weißt du auch noch, immer so einen Gag gemacht, dass ich irgendwann anfange, das Publikum zu bepöbeln oder dass ich irgendwas verkaufe. Und irgendwann haben wir im Potsdam gesagt, ihr filmt das jetzt alles, stellt es ins Internet und sagt, komisch geworden, Bolli Schulz. Früher gab es Musik und gute Stories, jetzt verkauft er mit seiner Band Handtücher. Und dieses Ding gibt es auf YouTube noch und bis heute.

21:40Speaker B

Ich zeig dir nur mal 10 Sekunden. Pass auf. Das war ich und hier verkaufe ich Handtücher auf der Bühne. Die müsst ihr euch mal angucken, das sind wirklich gute Sachen. Max trägt ein neues aus der Kollektion, dann haben wir auch alte da, die verkaufen wir alle da hinten. Also wenn ihr Lust habt, willst du es mal anfassen, einer von euch? Wenn man— fass mal an, das ist gute Qualität. Und wenn ihr Lust habt, mein Drummer da vorne, guck mal, wie überzeugt.

22:05Speaker B

Isa am Bass hinten denkt sich auch so, ja, halb guter Gag, den ihr macht. Ich mach aber erstmal um das hier. Jetzt pöbel ich rum und sag gleich spiele ich Musik, aber erst wenn Handtücher gekauft. Aber wir haben so ein paar Sachen und es wäre cool, wenn ihr euch das da vorne mal angucken würdet. Außerdem haben wir eine Mitgliedschaft im Olli Schulz Club, wo ihr jeden Monat für 59 Euro Produkte zugeschickt bekommt. Und Arne zeigt auch noch mal kurz.

22:30Speaker B

Na gut, das reicht jetzt ja auch. Aber bis heute. Es gibt das Gleiche gibt es auch im Schwerin. Olli Schulz kriegt Nervenzusammenbruch. Es ist jedes Mal ein Gag und jedes Mal Da ist normalerweise die Lokalpresse drauf angesprungen und hat gesagt, Olli Schulz rastet aus, beschimpft Publikum. Die dürfen aber nicht mehr kommen bei meinen Konzerten seit letztem Jahr. Und es ist wirklich auch ein Zeichen dafür, dass es ja wohl offensichtlich nicht, dass ich Handtücher verkaufe, obwohl wir sehr gut spielen.

22:58Speaker B

Aber es ist jedes Mal, jedes Mal, oh, Herr Schulz, na, müssen wir keine Handtücher mehr verkaufen? Also wir leben in einer Zeit, wo es noch nicht mal mehr was bringt, also einen Gag aufzulösen oder Ähnliches. Und es kommt, es ist zur letzten Sendung auch vorlässig wieder so Leute, ach der Typ, der die Handtücher auf der Bühne verkauft. Ich finde es so witzig und auch teilweise leider ein bisschen traurig und leider auch ein Beweis dafür, dass da doch ganz viele dumme Leute sind.

23:21Speaker A

Ja, ganz viele dumme Leute und die ganzen peinlichen Fotos, die sie mir zum Beispiel immer versuchen unterzuschieben, wo ich da irgendwie angeblich aussehe wie so ein 15-Jähriger mit Zahnspange und Locken und so. Guck mal, wie scheiße er ausgesehen hat. Ja Mann, weil ich mich verkleidet habe und mir eine Perücke aufgesetzt habe. Das ist nicht echt, Mann.

23:36Speaker B

Aber das wirst du, die sind so Also ich glaube noch nicht mal, dass die alle dumm geboren sind, sondern dass die jetzt schon so lange in diesem ideologischen Internet-Wichsfilm drin sind, dass auch— und das ist nämlich auch das Problem, das muss man auch noch mal ganz kurz sagen. Wir müssen nicht immer Rechte-Bashing machen, aber rechte Leute haben meistens keine, also vor allem ultra Rechtsextreme, Rechtsextreme, um es mal deutlich zu sagen, haben keine geile Musik, haben keine geile Kunst, haben keine Empathie für irgendwie Sachen, die außerhalb der Norm des typischen laut, dunkel, hell, hahaha ist.

24:07Speaker B

Und das ist aber nur am Anfang ihres Lebens so, habe ich gesehen. Gesehen heute, die Story von dir mit dem Zucker. Ich wollte einmal ganz kurz sagen, es ist einfach ein offener Beweis, wenn du kein Empfinden hast für Kunst, Kultur und dein Humor immer mehr schwindet, dass du dich vielleicht zu lange in einem sehr ernsten Radius, der nur noch aus Hass, Hetze bewegt, dich bewegst selber und damit einfach auch selber ein dummer Mensch wirst.

24:31Speaker A

Aber wir müssen mal nach vorne gucken.

24:33Speaker B

Ja, ich weiß es.

24:33Speaker A

Ich wollte einmal ganz kurz sagen, mich regt es ja auch so ein bisschen auf, aber ich denke dann irgendwie, das ist jetzt seit Jahren das Gleiche. Das hält einfach auf.

24:40Speaker B

Ich sag das für unsere jüngeren Zuhörer:innen, dass die das wissen. Es ist echt ein gutes Zeichen, wenn jemand erstmal sagt AfD und du denkst dir auch noch, ja, vielleicht hat er ja ein bisschen recht. Und dann aber zu sehen, was macht der Typ denn sonst? Wofür steht der? Was für Musik hört er? Hört er wirklich nur diese 3 typischen Bands, die sich der verfassungsfeindliche Rock irgendwie machen oder Ähnliches? Oder ist da irgendwas Feingänzliches oder irgendwas? Es muss ja noch nicht mal— es reicht ja schon, wenn er Lady-Gaga-Fan wenigstens wäre oder was weiß ich. Popkulturelles. Aber das ist ja meistens nichts davon vorhanden. Es ist ja einfach nur born this way.

25:11Speaker A

Ich habe diese Woche eine alte Aufnahme wiedergefunden von Die hat Buten und Binnen, meine Bremer Radio-Filmredaktion.

25:15Speaker B

Ich finde die so süß. Leider bist du nur ganz kurz zu sehen.

25:18Speaker A

Regionalmagazin gepostet, weil es ist gerade Bremer Freimarkt und ich freue mich schon sehr, dass ich— ich werde dieses Jahr auch wieder auf den Freimarkt gehen. Ich war letztes Jahr nicht da, vorletztes Jahr war ich da. Das ist unser Volksfest. Also in Hamburg der Dom Das ist ja egal, weil ihr habt es glaube ich drei oder vier Mal im Jahr bei euch.

25:33Speaker B

Einmal.

25:33Speaker A

Dreimal. Freimarkt ist nur einmal im Jahr und ich gehe total gerne hin. Ich freue mich auch schon.

25:38Speaker B

Ich war da auch schon.

25:39Speaker A

Auf jeden Fall habe ich 1997, das ist diese Woche aufgetaucht auf der Website von Buten und Bin, wirklich war beim Buten und Bin Zuckerwatte-Wettessen mitgemacht. Ich habe das glaube ich auch schon mal im Podcast erzählt.

25:48Speaker B

Hast du auch schon erzählt.

25:49Speaker A

Und dann und dann sind habe ich diese Aufnahmen wieder gesehen, aber auch lustig, weil das wahrscheinlich zehn Jahre her ist, dass ich das erzählt habe, dass Leute völlig ausgeflippt sind.

25:56Speaker B

Hä?

25:56Speaker A

Das ist ja irre, was sind wir? Ja, ich habe einfach früher auch schon Fernsehen bei Fernsehsachen mitgemacht und habe bei Gewinnspielen mitgemacht.

26:03Speaker B

Aber wusstest du in dem Augenblick, als du das gemacht hast, dass Fernsehen anwesend ist?

26:06Speaker A

Oder kam das erst später? Das war eine Aktion von Buten und Bin selber.

26:09Speaker B

Ach, das war eine Buten und Bin-Aktion selber? Ich dachte, die haben nur einen Bericht gemacht darüber.

26:12Speaker A

Ich war ein merkwürdiges Kind. Ich habe mit 15 jeden Abend Buten und Bin geguckt mit meinen Eltern, das Lokalmagazin von Radio Bremen. Also ich absolut süchtig danach, habe es jeden Abend geguckt, habe auch später dann mein erstes Praktikum gemacht und fand das total geil, bei diesem Zuckerwatte-Wettessen mitzumachen.

26:26Speaker B

Ich habe Hamburger Journal geguckt, das ist ja das Depot. Pendant gewesen.

26:29Speaker A

Ja, genau. Also die Lokalberichterstattung, das war bei uns in Bremen wirklich richtig gut und politisch und irgendwie spannend und manchmal auch skurril, weil Klaus Grobecker verlässt das Studio wütend im Gespräch mit Wolfgang Lindel, er wollte ja den meistens nicht, Christian Berg oder so. Und dann habe ich bei diesem Zuckerwatte-Wettbewerb mitgemacht als 16-Jähriger und habe einen Rieseneimer mit Fahrtchips gewonnen.

26:49Speaker B

Also wir haben alle zum Scooter fahren.

26:51Speaker A

Ich konnte danach 2 Wochen lang umsonst auf dem Freimarkt alles machen, weil ich ganz viele Chips bekommen habe.

26:57Speaker B

Einfach rein in den Schlitz, den Chip und dann losgefahren.

26:59Speaker A

Genau. Und mein Trick war beim Zuckerwatte-Wettessen. Ich habe nämlich nicht einfach die Dinger vom Stiel gegessen. Ich habe die einfach genommen und platt gemacht zu so kleinen Zuckerklumpen und die einfach wie Bonbons gegessen. Da habe ich 5 oder 6 Stück von gegessen. Genial, oder?

27:11Speaker B

Richtig geil. Traust du dir zu, in einer Minute eine Scheibe Toast zu essen?

27:16Speaker A

Nee, traue ich mir nicht zu. Wieso? Kann man das nicht?

27:18Speaker B

Das war damals eine Wette. Wetten, dass du es nicht schaffst, in einer Minute eine Scheibe Toast zu essen. Oder war es eine Minute? Ich weiß es nicht mehr. Und ich glaube, ich habe es damals versucht. Ich habe es nicht hingekriegt. Ich bin echt ein guter Esser. Der Olli ist ein guter Esser, wurde mir immer zugetragen. Aber das ist wirklich süß. Und ich habe ja auch so was. Das ist ja auch so eine kleine Verbindung, dass es von uns beiden halt schon Aufnahmen aus der Kinderzeit gibt, weil es uns beide vor die Kamera gezogen hat.

27:42Speaker A

Wirklich. Und das war früher ein größerer Aufwand als heute, wo ja überall Kameras sind, an allen Geräten.

27:48Speaker B

Kannst ja nirgendwo mehr deinen Penis rausholen. Also wirklich, überall sind Kameras.

27:51Speaker A

Wir mussten früher noch mit dem Bus ins Medienzentrum fahren oder zum offenen Kanal nach Findorf, um dann dort die Kameras anzuschmeißen. Wir hatten keine Kameras. Ist bei dir der Laptop an? Es kommen immer so E-Mails.

28:05Speaker B

Ja, ich kann es nicht ändern. Das gehört dazu. Auch das ist Teil unseres—

28:09Speaker A

Naja, das waren im Grunde genommen alle Informationen. Also das waren alle krassen Sachen diese Woche. Ansonsten kann ich nur nach vorne schauen.

28:15Speaker B

Ich habe noch ein paar andere krasse Sachen.

28:16Speaker A

Was hast du denn noch am Zettel?

28:17Speaker B

Katja Krasavice hat 18 Führerschein wieder. 18 Psychologen mussten daran. Ich frage mich, warum da 18 Psychologen? Ich habe ja auch mal für ein Jahr den Führerschein verloren gehabt und musste auch zur MPU. Und weißt du was? Ich bin hingegangen, habe mich 2 Nächte und Tage darauf vorbereitet, weil ich hatte gehört, das ist richtig hart, dass du nicht so einfach dadurch kommst. Und wenn sie auch keinen Bock haben und dich erkennen als prominenten Labertypen aus dem Fernsehen oder aus dem Podcastbereich, dass sie dann vielleicht nicht den Promi-Bonus spielen, sondern ganz im Gegenteil denken, den lassen wir richtig.

28:47Speaker B

Und dann bin ich dahin und habe angefangen Also wo ich den Führerschein bei meiner Kindheit und habe dann irgendwie so eine wahnsinnig lange Geschichte und irgendwann meinte wirklich die Psychologin: Ist gut, Herr Schulz, das ist schon alles genug, was Sie gesagt haben. Weil ich bin auch sehr persönlich geworden. Ich bin ja dann manchmal so, dass ich denke: Warum nicht erzählst du das einfach mal aus deiner Kindheit?

29:06Speaker B

Was dich so habe ja auch nicht immer Zeit, also finde ja auch nicht immer jemand, der sich das alles anhören will.

29:11Speaker A

Und ist eine tolle Gelegenheit, eine Psychotherapie und am Ende kriegt man einen Führerschein zurück.

29:16Speaker B

Ja, so ein bisschen war es so. Und dann hat die wirklich gesagt. Das ist jetzt aber sehr persönlich alles, Herr Schulz, was Sie erzählen. Dachte ich, ja, aber ich will ja auch mal chillen jetzt hier mit meiner Familie und so. Und in dem Augenblick merke ich auch, ach Scheiße. Übrigens hatte ich letzte Woche genauso eine Situation. Kennst du das? Ich weiß, du bist von uns beiden, die Leute würden sagen, du bist der kontrolliertere Typ, der auch besser drauf aufpasst.

29:40Speaker B

Und ich bin der Emotionale, der viel zu weit nach vorne prescht. Aber kennst du so Momente, wo du auf einmal anfängst, fängst mit einem langen Monolog, merkst, okay, das war jetzt— und dann im Kopf, nee, ist falsch, den bringe ich jetzt hier nicht. Und dann, und dann gehst du, dann biegst du ab in eine Richtung, und dann kommt nur noch Scheiße bei raus und denkst, ich habe mich so blamiert.

30:00Speaker A

Diese Woche, nicht nur heute, ist mir das passiert. Ich fing an, weil mich— ich, es waren, ich sag mal so, es waren kontrolliertes, es war ein Gespräch im Betrieb, es waren kontrolliertes, diplomatisches, freundliches Gespräch. Und irgendwann, weil die Fronten Und dann knisterte es schon so in der Luft, knisterte so wie bei dir im Kopf gerade. Und dann merkte man schon gleich, sagt einer ein Wort und gleich provoziert einer den anderen.

30:20Speaker A

Und dann hab ich mich provozieren lassen und fing dann an, eine super persönliche Geschichte zu erzählen über irgendwelche— kann ich jetzt gar nicht öffentlich erzählen— über irgendwelche Leute aus dem persönlichen Nahbereich, die irgendwie irgendwelche Sachen, schlimme Sachen erlebt haben. Und komplettes Oversharing, sagt man, glaube ich. Man erzählt viel zu viel. Und dann habe ich dabei schon gemerkt: Ach du Scheiße, was erzählst du das denn hier?

30:39Speaker A

Die wissen nicht, von wem ich hier rede. Es ist ja völlig out of line, was du hier gerade bringst. Und habe dann versucht, irgendwie wieder rauszukommen. Habe mich schon so in Rage geredet und war teilweise selbst schon gerührt von meinem Monolog.

30:50Speaker B

Ja, das ist das Schlimmste, wenn man selber merkt, dass man so auf einmal Tränen so leicht, oh Hilfe, dass man die Augen so leicht wässrig und man so emotional und dann merkst du, der Typ nebenan oder die Frau nebenan, der hat was anderes aufzuarbeiten. Da ist was anderes in dem drin, was da irgendwie brodelt. Ja, ey, ich habe es auf dem Elternabend gehabt. Ich sag's, ich will es auch nicht zu persönlich werden, aber ich wollte auf den Elternabend, eigentlich wollte ich sagen, erzieht eure scheiß Kinder und Hört auf, den Lehrern die Schuld zu geben.

31:15Speaker B

Stattdessen habe ich dann, während ich angefangen habe, also jetzt so kurz, habe ich angefangen, ja, wir haben ja auch, ey, passt mal auf, Leute. Und dann denke ich, jetzt wird es zu hart, und sag dann solche Sachen wie, ja, Social Media und so, das ist ja auch alles schwierig für Kinder heutzutage. Dabei wollte ich eigentlich sagen, hört auf, hier, Alter, zu dementieren. Ihr seid verantwortlich für eure Kinder und ihr versucht jetzt gerade irgendjemand, der hier sowieso übermüdet ist.

31:37Speaker B

Und ich muss sagen, ich habe eine unglaubliche Sympathie für Lehrer, die momentan arbeiten, weil es sind zu wenig Lehrer. Wir haben immer noch seit dreieinhalb Jahren vorne eine Schulsendung zu machen. Es sind zu wenig Lehrer. Es gibt Probleme an Schulen, die einfach auch daran liegen, dass nicht genug Geld investiert wird. Müssen wir jetzt gar nicht erst machen. Und ich wollte eigentlich aber auch sagen, jetzt hört mal auf und macht euch mal stark, dass eure Kinder einfach im Unterricht ruhig sind, damit die anderen— weil das ist das Thema gewesen.

32:02Speaker B

Und dann habe ich aber gemerkt, nee, und habe dann mittendrin angefangen in irgendeine Richtung. Und am Ende habe ich gedacht, Alter, hast du eine Scheiße gelabert. Kennst du das?

32:13Speaker A

Ich kenne es. Ich kenne es. Es ist mir heute passiert. Es ist wahnsinnig unangenehm. Und wenn es ganz schlimm läuft, dann sind das so Momente, wo man sich manchmal auch später, manchmal sogar Jahre später daran erinnert, dass man richtig einen richtigen Fehler gemacht hat, richtig beschissen war in der Situation. Richtig dumm, Alter.

32:28Speaker B

Das ärgert mich manchmal auch. Aber das liegt nun mal daran, dass wenn man das Risiko eingeht, weil ab und zu hat man dafür auch in seinem Leben schon mal was Gutes gesagt und auch zur richtigen Zeit und dann auch dafür vielleicht verdient Applaus gekriegt. Aber manchmal ist es so, du wagst dich raus und denkst, ah, hätte ich jetzt nicht machen sollen. Alles okay bei dir?

32:45Speaker A

Ja, ich sehe hier gerade Bild-Zeitung: Migration, AfD-Chef gibt Fehler zu. Ich so, Moment mal, was ist denn das? Bei Ronzheimer, klick drauf, ist dann nur ARD-Chef gibt Fehler zu. Florian Hager, 50, im Ronzheimer Studio gibt Fehler bei der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung zu. Ich wundere mich vor allen Dingen, weil Florian Hager sieht aus wie Kurt Krömer mit Bart. Der sieht eins zu eins aus wie Kurt Krömer mit Bart und hat einen Kapuzenpullover an, auf dem ein schwarzer Kapuzenpullover. Er bei den Krawallen in Frankreich dabei, Paris dabei, Louis Vuitton eine Scheibe einschmeißen. Aber vorne auf seinem, auf seinem Pullover drauf ist ein ARD-Logo.

33:25Speaker B

Okay, keine Ahnung.

33:27Speaker A

Wie machst du das? Wie machst du das? Da müsste ich mich bei dir Wie kannst du das zeigen? Weil ich will das nicht zeigen, einfach so.

33:34Speaker B

Ups, jetzt ist die Kamera schon wieder aus.

33:36Speaker A

Was ist die Kamera wieder aus?

33:38Speaker B

Macht doch nichts.

33:39Speaker A

Meine Kamera ist an. Wenn meine Kamera jetzt angeht, dann wird uns Spotify wegen Vertragsbrüchigkeit die Ohren langziehen und dann ist vorbei mit Fest und Flauschig. Schluss mit lustig. Wie machst du das, dass du das dann— du hast da eine Software für oder wie machst du das?

33:55Speaker B

Ich habe hier so ein Ding, so ein RODECaster-Video-Ding. Da kann ich das auf das eine, auf das andere— ich habe einen zweiten Laptop angeschlossen. Das kannst du auch bald alles machen. Ja, wir machen mal ganz kurz Musik, weil wir hier technische Probleme haben.

34:05Speaker A

Haben wir?

34:06Speaker B

Ich weiß nicht, was es ist, aber auch das gehört alles dazu. Wir sind immer noch in den Kinderschuhen, was unseren Podcast, im Videopodcast angeht. Ich möchte ganz kurz sagen, ich nehme das zurück mit dem Airfryer. Mir haben ganz viele Leute geschrieben, der Airfryer ist doch geil, gib ihm noch eine Chance. Trotzdem haben sich jetzt 3 Einrichtungen gemeldet, und wenn ich mit der Tour vorbei bin, kaufe ich bei irgendwo irgendeinem von den Elektronikmärkten 3 Airfryer und bringe die vorbei.

34:29Speaker B

Aber natürlich nur medienwirksam, mit anderen Worten, die Kamera läuft mit, damit auch alle sehen, was für ein großer Guru ich bin. Nichtsdestotrotz, Drillinge im Airfryer sowieso meine Lieblingskartoffel ist der Drilling.

34:41Speaker A

Also die Drillinge sind das nicht die von von die Drillinge im Airfryer ist das nicht nicht von Tobi?

34:45Speaker B

Das sind andere Drillinge, die sind auch die dürfen vielleicht waren die auch mal mehr Freier. Die Drillinge im Airfryer ist ein guter Titel. Aber bei mir gab es Bei mir gab es heute Drillinge im Airfryer. Kennst du auch Drillinge, oder? Die Kartoffeln?

35:08Speaker A

Amaya, Leila und wie heißen sie noch?

35:11Speaker B

Mach mal kurz hier, hör mal zu. Kennst du Drillinge?

35:14Speaker A

Ja, na klar, diese kleinen Kartoffeln.

35:15Speaker B

Liebst du die auch so?

35:17Speaker A

Ich lieb die auch so.

35:18Speaker B

Aber hast du die schon mal im Airfryer gemacht?

35:20Speaker A

Ich hab keinen Airfryer und es kommt auch nicht in die Küche, der Airfryer.

35:24Speaker B

Ach so, warum hast du mich denn nicht unterstützt bei meinem letzten Pamphlet gegen den Airfryer?

35:27Speaker A

Hab ich! Ich habe gesagt, Airfryer ist scheiße. Steht nur rum, ist dummes, groß, zu großes Gerät. Ich habe bei mir die No-große-Geräte-Politik in der Küche. Es gibt einen Toaster, es gibt Mixer und das war's. Ich möchte keinen Thermomix. Diese ganze Scheiße will ich alles nicht.

35:42Speaker B

Und hast du noch die Aufladestation für dieses kleine Vibrationsei, was du dir während der Sendung im Postsex da in der Küche—

35:48Speaker A

Ja, das habe ich natürlich. Das zählt nicht. Oh, ich habe mal von meiner Mutter so ein geiles Piepei geschenkt bekommen. Das ist so ein kleines Ei. Ei mit so 3 Melodien und das schmeißt man mit ins Wasser rein. Und wenn man die, wenn dann, je nachdem wie hart man das haben möchte, muss man das bei der entsprechenden Melodie rausholen. Bei mir ist immer bei The House of Rising Sun, ist immer genau 6 Minuten, dann sind die Eier perfekt. Das Piepei.

36:12Speaker B

Sind sie?

36:12Speaker A

Ja. Gruß aus Böhmis Küche. Kleiner Tipp: Das Piepei. Es sieht aus wie ein Gaggeschenk, aber es ist eines der besten Küchensachen ever.

36:20Speaker B

Wir machen kurz Pause. Ich will mal kurz was überprüfen hier.

36:23Speaker A

Check mal kurz, ob da bei dir der Ah, habe ich noch einen lustigen Gag für dich. Wie heißt das? Pass auf, meine Mann. Schnell, warte, warte, warte, warte.

36:32Speaker B

Bin ganz aufgeregt gerade.

36:33Speaker A

Ist ein Practical Joke. Warte, warte, warte, ist ein Practical Joke. Warte, ich hab's gleich. Finde ich nicht. Pass auf, egal. Pass auf, ich habe jetzt nicht. Wie heißt das? Wie heißt das, wenn man Schokostecker, Schokostecker, männlichen Schokostecker, weiblichen Schokostecker, wie heißt das?

36:50Speaker B

Wenn man den da reinschiebt?

36:51Speaker A

Ja, männlichen Schoko in weiblichen Schoko.

36:53Speaker B

Schokokuss.

36:57Speaker A

Schokokuss!

36:58Speaker B

Schokokuss! Der ist süß. Oder hast du den selber ausgedacht?

37:00Speaker A

Haben wir selbst ausgedacht. Das ist beim Warm-up. Schokokuss. Und alle im Publikum so: Hohoho, wieso das denn?

37:05Speaker B

Fanden die witzig oder nicht so?

37:06Speaker A

Fanden sie witzig, aber hat keiner verstanden so richtig, glaube ich.

37:08Speaker B

Das ist auch wieder so ein Humor von so Leuten über 40, 50, die das— wir werden wunderlich, Jan. Und ihr da draußen werdet auch alle wunderlich. Ich pack jetzt einen Song. Ich pack jetzt einen Song. Ich weiß, ich sag immer, geht immer noch so, als wenn wir eine Radiosendung wären und Musik noch relevant wäre. Ich weiß, hat sich alles geändert. Aber die neue Founders D.C.-Platte ist wieder mal sehr gut. Diese Band bringt es echt alle 2 Jahre.

37:27Speaker B

Und ich sag jetzt mal ganz kurz hier, ich weiß, dafür kriege ich auch am Ende meines Lebens keinen Orden, aber als die erste Single von denen rauskam, da war das Album noch nicht draußen, da haben wir die Is It Too Real, habe ich die hier schon gespielt. Ja, und mit anderen Worten, ich wusste von der ersten Single an, dank meines Freundes Rasmus Engler, der meinte, das ist die bestproduzierte Punk-Single, die ich seit Jahren gehört habe, bei Too Real wusste ich auch sofort, diese Band wird groß.

37:50Speaker B

Und diese Band ist groß. Ich gehe nicht, ich kann nicht zum Konzert, Leider. Aber ich gehe nächstes Jahr im Sommer hin. Die haben einen Song gemacht mit Rosalía, heißt sie glaube ich, die ja bekannt wurde durch diesen Berghain-Song. Where Is Gone heißt der Song und das reicht auch, euch mit einem Song glücklich zu machen. Ich kriege ganz viele Nachrichten. Ich habe momentan nicht die Zeit, aber ich packe irgendwann wieder eure ganzen Songs noch auf die Liste bzw.

38:13Speaker B

versuche ein paar davon abzuspielen. Ich weiß, es wird immer härter als Musiker Aufmerksamkeit zu erregen bzw. außer du machst irgendwelche Videos und hältst deine Brüste oder machst revolutionäre Texte auf dem Eurobeat oder so, damit Kannst du momentan was reisen? Ansonsten ist momentan auch für viele Bands— es gibt aber auch immer noch geile Bands, muss man sagen. Wo war ich letzte Woche auf dem Konzert? Bei den Strokes, habe ich glaube ich schon erzählt.

38:34Speaker A

Hast du schon erzählt.

38:35Speaker B

Alles Weitere, du hast ja auch noch ein Lied, was du raufpacken möchtest.

38:37Speaker A

Ja, ich möchte gerne mal wieder einen Klassiker von den Smiths auf die Fidi und Bumsi Playlist packen. Und ich glaube, dieser Song ist noch nicht drauf. Er heißt Girlfriend in a Coma.

38:50Speaker B

Ja, super Song, finde ich fantastisch.

38:52Speaker A

Einfach nur so, um mit Tränen im Knopfloch an Morrissey zu denken.

38:55Speaker B

Und das Konzert, in dem du alleine— erzähl nochmal von dem Konzert.

39:00Speaker A

Nein, das nicht. Ich habe mir versucht, die neuen Sachen von Morrissey anzuhören. Er hat jetzt glaube ich letzte Woche wieder eine Single rausgebracht. Also ich habe auch völlig vergessen, gar keinen Überblick mehr über dessen Veröffentlichungsrhythmus. Der macht immer so ganz komische, mal einen Song, dann so eine komische EP. Der denkt auch gar nicht mehr in Alben. Ich habe da völlig den Überblick verloren und sehne mich dann so ein bisschen zurück, nachdem ich diese belanglosen neuen Songs von ihm höre, immer an die guten alten Zeiten. Und Girlfriend in a Coma ist Ist ein toller Song.

39:26Speaker B

Auch gerade wenn man vorletzte Platte oder so war ganz gut noch.

39:29Speaker A

Ja, fand ich auch.

39:31Speaker B

Aber irgendwie war ein guter Song.

39:33Speaker A

Ja, so ein paar gute gibt's immer noch dabei. Aber es ist irgendwie alles ein bisschen off. Aber hey, wir sind gleich wieder da.

39:38Speaker B

Wir checken jetzt und dann reden wir über die Ausschreitungen in Paris und geben euch wirklich die Einschätzung, die ihr braucht.

39:43Speaker A

Und einer von uns beiden schenkt dem anderen eine Brustoperation. Aber wer, das verraten wir gleich erst.

39:48Speaker B

Bleibt also dran. Auf alle Fälle dranbleiben.

39:50Speaker A

Es lohnt sich.

39:52Speaker B

Noch werden wir nicht ersetzt durch Roboter. Und das ist natürlich fürs Kreuz gar nicht gut.

40:19Speaker A

Bravo! Mein Gott, wie süß seht ihr denn aus!

40:22Speaker B

Seid ihr fertig mit Haya Haya machen?

40:25Speaker A

Ja! Bravo! Bravo!

40:34Speaker B

Wow! Wow! Geht ihr den Mund angucken? Wie sie sich freuen, das ist so niedlich!

40:44Speaker A

Wo ist der Mund?

40:46Speaker B

Oh, wo ist der Mund? Gar nicht da, ne? Oh, so ein Mist!

40:50Speaker A

Oh nee, veräppelt! Wo ist der Mund? Wo ist der Mund? Ich freue mich jetzt auf meinen Abend. Ich habe natürlich noch einen Code für euch: Anna-Maria2 bekommt—

41:05Speaker B

ihr habt einen Bestellwert von 65€—

41:08Speaker A

2 Seamless Pieces und sonst. Viel Spaß! Wo ist der Mond? Hey, schönen Sonntag, liebe Freundinnen!

41:17Speaker B

Hallo! Hallo! Ich sehe hier immer noch so ein Testbild. Ach, da ist er schon wieder! Mann, da geht aber einiges schief bei uns.

41:25Speaker A

Heute ist aber der Wurm drin bei Fest und Flauschig.

41:28Speaker B

Ja, aber auch nur ein klein bisschen, weil auch das gehört dazu. Und oft sind die chaotischsten Sendungen die besten, habe ich mal gehört.

41:34Speaker A

Ja, ich habe eine tolle Überraschung für dich, Olli.

41:36Speaker B

Oh, ich lehne mich mal zurück. Ich lehne mich zurück.

41:39Speaker A

Ich würde gerne unabgesprochen verraten, wo wir dieses Jahr den Fest und Flauschig Flauschig-Weihnachtszirkus machen, einfach so, weil ich sie auf dem Zettel stehen habe. Ja, dürfen wir also nicht verraten.

41:46Speaker B

Nein, das Problem ist, wenn du damit anfängst, und das ist auch eine Angst, die viele Hörer:innen haben, Jan, viele Hörer:innen haben das Problem, dass wenn wir erstmal eine Veranstaltung ankündigen, du jede Woche mindestens 15 Minuten darüber redest, dass wir bald diese Veranstaltung haben.

42:02Speaker A

Ja, aber ich finde, wir haben dieses Jahr so einen tollen Ort für den Fest-und-Flauschig-Zirkus. Es wird ihn wieder geben. Viele haben ja gedacht letztes Jahr, oh nein, Oh nein, oh nee, was kann jetzt noch kommen? Kann jetzt noch kommen? Oh nee, oh nee, oh nee, wo ist der Mund? Oh nee! Aber nee, wir machen den Weihnachtszirkus natürlich weiter. Wir sammeln am Ende des Jahres wieder Geld ein gemeinsam, und dieses Jahr werden wir in einem tollen Örtchen sein, was ganz klein ist, beschaulich, und ist eines der schönsten Theater, die es überhaupt in der gesamten Bundesrepublik Deutschland gibt.

42:32Speaker A

Ja, ist eines der schönsten Veranstaltungssäle. Okay, mehr nicht, mehr gibt's Wir verraten noch nicht mehr, aber es ist eine der schönsten Veranstaltungssäle, die es überhaupt in Deutschland gibt. Ihr könnt ja mal raten.

42:44Speaker B

Es ist nicht München, es ist nicht Köln, es ist nicht Hamburg, es ist nicht Stuttgart, es ist nicht Nürnberg, es ist keine Frankfurt, keine Big-Player-Stadt.

42:53Speaker A

Nein, es ist eine Big-Player-Stadt, aber welche Stadt es sein wird, wo wir sein werden, das verraten wir noch nicht. Aber ihr könnt ja mal—

42:59Speaker B

hey, ich denke, du wolltest das jetzt doch verraten.

43:01Speaker A

Nee, ich wollte es nicht verraten. Ist eine gute Idee, einfach nur so einen Tipp zu geben. So einen kleinen Hinweis, so ein Brotkrumen schon mal so wie bei Hänsel und Gretel. Vielleicht nächste Woche dann noch ein Tipp oder so.

43:10Speaker B

Finde ich stark, finde ich gut. Wie der Prominente im Sack, es gibt immer einen Tipp mehr. Damals, weißt du, bei Donnerlippchen mit Jürgen von der Lippe, die Sendung, da gibt es immer noch mal gerne so einen Tipp. Jan, ich weiß ja nicht, ob du heute noch die Lust und Zeit hast, große 5 mit mir zu machen, oder ob das Lust und Zeit hätte ich.

43:26Speaker A

Du hast mir eine Liste geschickt, ich finde das ganz gut, ehrlich gesagt, muss aber gestehen, ich würde das improvisieren wollen, weil ich nicht so ganz Also ja, können wir gerne machen.

43:36Speaker B

Dann, ich habe, ich habe auch noch so längere Themen, aber die spreche ich mal in Ruhe an. Ich habe ja noch eine Reise gemacht, von der wollte ich dir noch erzählen, aber ich weiß nicht, ob ich da heute— ich war in den Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich und habe da letzte Woche, das ist gar nicht mitbekommen, guck mal, so geschickt, du kriegst es ja gar nicht mehr mit. Einmal im Jahr besuche ich das Land von Donald Trump, um da auch Unruhe zu stiften und mich nicht in die, in die, was zu weisen zu lassen, in Schranken weisen zu lassen, um zu sagen, nein, weil dieser Diktator, dieser Dumme, diese Orange da am Start ist, fahre ich da nicht mehr hin.

44:10Speaker B

Ich gehe immer noch dahin, um den Leuten Beistand zu geben. Jeder Euro hilft, sage ich immer. Und ich habe mir tatsächlich Metallica in der Kugel, in der Sphere, angeguckt, die Metallica-Show. Und jetzt kommt's, das ist eine der— da wird es wieder Futterneid geben, aber darf ich deswegen meine Geschichte nicht erzählen? Doch, ich habe die Karten umsonst gekriegt, weil ich Kontakte Was? Ich habe 2 Tickets bekommen. Man hat mir das angeboten, dann habe ich lange wirklich gezögert, auch wirklich mal jetzt ernsthaft dahin zu fliegen oder nicht.

44:38Speaker B

Ich habe gedacht, gibt's jetzt einmal, ich habe diese beiden Tickets und ich habe immer noch dieses Trauma, dass mir ja einer angeboten hatte für das Ozzy-Ozbourne-Konzert letztes Jahr und ich bin da nicht hin und es hat mich wirklich im Schlaf verfolgt, dass ich da nicht war und das Geld, das hätte mich allerdings Geld gekostet, nicht ausgegeben habe, weil das war wirklich ein großartiger Tag, Musiktag gewesen. Live Aid des Heavy Metal kann man eigentlich sagen.

45:00Speaker B

Und da habe ich gedacht, ey, jetzt wenn Metallica Ich will mir das angucken. Ich war an dem besagten Abend da, wo James Hetfield eine Ansage gemacht hat, die wohl von Linken und Rechten gerade instrumentalisiert wird, obwohl er nicht ein politisches Wort gesagt hat. Das habe ich letztes Mal schon gesagt. Und ich kann es hier, ich mache es gleich mal direkt, ich war auch in dem Hotel, was zusammenarbeitet mit dieser The Sphere.

45:21Speaker B

Es ist alles kapitalistisch so aufgebaut, du gehst aus dem Hotel raus durch verschiedene Gänge und dann bist du schon in der Kugel drin. Dann bist du da schon. Und auch wenn das alles geil ist mit diesen ganzen wie nennt sich das, was da angeblieben ist? LED.

45:36Speaker A

Einen ganz kurzen Schritt zurück, weil ich glaube, viele sich da gar nichts drunter vorstellen können. Das ist glaube ich die größte Indoor-Veranstaltungshalle der Welt. Das ist eine gigantische Kugel von außen.

45:44Speaker B

20.000 Menschen passen da rein.

45:45Speaker A

Es sieht von außen aus, das kann alle Gestalt annehmen, kann aussehen wie ein Smiley oder wie ein Fußball. Eine riesige Kugel, wo LED außen ist und innen drin eine riesengroße LED-Wand. Und ein Kollege von mir war schon da und er meinte, das sei unglaublich beeindruckend gewesen, weil man einem gigantischen Riesenkino sitzt. Aber Metallica müssen dann noch unten auf dieser kleinen Minibühne spielen.

46:05Speaker B

Auf dieser kleinen Bühne, die danach geahmt ist, die sie auch auf ihrer Tour haben. Eine Rundbühne, wo es dann auch Tickets gibt für den sogenannten Moshpit, der allerdings dann glaube ich 9000 Dollar oder 8000 Dollar kostet.

46:15Speaker A

9000 Dollar?

46:17Speaker B

Ja, mit Meet and Greet. Dann kommt ein genervter Lars Ulrich, der Drummer, und sagt, hey, schön, dass ihr da seid. Dann kannst du ein Foto machen und dann kannst du da sein. Und inzwischen sind die Fans auch so alt, dass es sich gar nicht mehr lohnt, im Snakepit zu sein, weil keiner moscht mehr richtig. Nach 2 Liedern tut dir der Rücken und der Nacken weh und es ist einfach Ey, ich sag's dir ehrlich, ich habe mich gefreut, weil sie auch eine Setlist gespielt haben mit Songs, die sie nicht normalerweise so häufig spielen.

46:38Speaker B

Das war alles ganz cool. Was mich einfach genervt hat, waren diese ganzen— also es sieht aus wie so diese Illustration, die LED, also diese, na, wie sagt man das, die Animationen sehen aus wie aus dem Tagebuch von einem 13-jährigen Pubertären, der sich so Fantasy-Monster vorstellt. Ich finde das alles so mittelgeil. Und nach ein paar Liedern habe ich gedacht, oh Alter, jetzt können die auch mal 3 Lieder spielen ohne diese ganzen, also dieses ganze Ding, weil es nervt mich irgendwann.

47:09Speaker B

Ich bin glaube ich nicht so ein visueller Typ. Es war trotzdem tolles Erlebnis, da gewesen zu sein. Es war aber auch ein Cockblocker-Erlebnis mit 20.000 grauhaarigen Männern meines Alters, die sich alle in einem Pop-up-Store— Jan, ich war in einem Pop-up-Store, der ist auch in dem Hotel drin, da kannst du alles kaufen und kannst dich fotografieren mit den verschiedenen Alben von Metallica und so. Und dann sind da halt Männer, Frauen kommen ihren Männern zuliebe mit und alle tragen so ein neues Metallica-Shirt und laufen dann durch dieses Casino unten in dem Hotel rum.

47:41Speaker B

Und da wollte man irgendwie nicht dazugehören, ganz ehrlich. Da habe ich so gedacht, ah, ich bin zwar auch noch Fan der alten Schule, natürlich nur nostalgische Gründe, die letzten 3 Platten gingen mir am Arsch vorbei von der Band, aber ich will auch die alten Hits hören. Und ich mag auch James Hetfield, weil der einen begleitet. Mein erstes Konzert war im Mai 1990, habe ich die gesehen in Hannover zur Justice for All Tour.

47:59Speaker B

Ich habe auf alle Fälle das alles als eine riesige Melkmühle gesehen des kapitalistischen Dings. Aber es waren die 4 geilsten Tage, die ich seit langem hatte. Weil ich war mit einem ganz alten Freund da, mit dem ich seit 20 Jahren keinen Urlaub gemacht habe. Und wir waren zusammen im Urlaub da und wir hatten einfach 4 fantastische, 3, 3,5 fantastische Tage.

48:21Speaker A

Nur kurz, kurz 2 Gedanken zur Venue. Weil was wir an der Elphi, der Hamburger Elbphilharmonie, vor einigen Jahren schon angefangen haben zu kritisieren, dass der Veranstaltungsort irgendwann prominenter ist und ein größeres Ego hat als die Leute, die da auftreten.

48:33Speaker B

Richtig.

48:34Speaker A

Das ist bei The Sphere in Las Vegas natürlich noch viel schlimmer. Und ich gebe zu, ich wusste natürlich, dass du in Las Vegas warst, weil du hast mir ein paar Fotos und Videos zugeschickt. Und wie ich da auf diesen Videos, was du mir zugeschickt hast, die du mir zugeschickt hast, Metallica, diese Überband, auf dieser mini kleinen, auch mittelmäßig beleuchteten Bühne, wo nur so ein paar Moving Lights da am Fuß rumstehen.

48:53Speaker B

Aber das ist generell ihr Stil. Die haben keine Verstärker mehr auf der Bühne. Da steht dieses Schlagzeug, das soll so rudimentär sein. Ich finde es auch so mittel, muss ich ehrlich sagen. Im Stadion von funktioniert das ganz gut.

49:03Speaker A

Du kannst auf der Bühne, kannst du doch auf diesem Sphere, kannst du doch, weil der Star ist dieser riesige Bildschirm und die Band und selbst Metallica wird irgendwie so ein bisschen degradiert wie zu so einem Pianospieler bei einem Stummfilm. Der wird einfach quasi— ich zeig dir mal ein Video kurz, damit die Leute sich das vielleicht vorstellen können. Fest und Flauschig ist ja auch ein Videopodcast. Den alten offenen Kanal-Charme zurück zu Spotify gebracht hier bei Fest und Flauschig.

49:27Speaker B

Ich darf jetzt, guck mal, schlecht vorbereitet, Ich darf jetzt die Fotos mit den Stripperinnen hier nicht zeigen.

49:33Speaker A

Und du darfst vor allem keine Songs von Metallica spielen. Ich weiß gar nicht, wir müssen das dann wahrscheinlich den Tieren draußen— das kommt dann deren Rechtsabteilung und macht uns den Podcast kaputt, weil du irgendwie Metallica zeigst.

49:43Speaker B

Das machen wir gar nicht.

49:44Speaker A

Es sah auf jeden Fall so super klein aus im Vergleich zu dieser—

49:49Speaker B

ja klar, das ist vorm Konzert jetzt reingegangen, und das ist schon beamtlich, wenn du reingehst. Dann guckst du so nach oben. Oha, das sieht schon echt geil aus, ne? Und jetzt ist alles, sieht ja eigentlich aus, wenn da wirklich diese Fahnen hängen. Das ist also wie eine unglaubliche Leinwand. Und auch das alles, und da unten ist dann die Bühne. Das ist alles beeindruckend. Und auch Metallica haben, muss man sagen, richtig geil gespielt.

50:19Speaker B

Alle, die über den Schlagzeuger lästern, der hat richtig Feuer gegeben an dem Abend. Und es war auch ein geiles Konzert, das Konzert an sich. Und mit dem alten Freund Freund da zu sein in Las Vegas. Ich habe das letzte Mal vor 9 Jahren mit Tausendmark Andre und Andy B zusammen Las Vegas besucht. Das sind auch 2 alte. Und jetzt waren wir da einfach und haben uns das angeguckt, waren vorher noch, und das war das Tolle eigentlich, darüber könnte ich jetzt wirklich 2 Stunden reden und 2 Stunden Videos und Fotos zeigen.

50:42Speaker B

Ich habe auch einen kleinen Film gemacht. Ich weiß nicht, ob sich sowas lohnt online zu stellen. Ist auch immer so deprimierend, wenn dann so 800 Leute sich das angucken. Und wenn also, also da war ich im NOFX Punkrock Museum und habe Bilder gesehen und oben war noch eine Lemmy Motorhead Ausstellung. Da ist mein Musikerherz komplett aufgegangen. Aber das kannst du doch Schneid das doch zusammen.

50:59Speaker A

Und wenn da jetzt nicht GEMA-Musik drin ist, kannst du das doch nächste Woche einfach zeigen oder übernächste Woche irgendwann, wann du Lust hast. Das kann man ja jetzt machen. Und Leute, wenn ihr uns hört und das nicht seht, dann skippt ihr einfach ein bisschen nach vorne, wenn ihr kein Bock habt.

51:09Speaker B

Ja, viel mehr habe ich jetzt auch gar nicht. Ich will auch gar nicht so viel zeigen. Es war auf alle Fälle ein Megakonzert. Ich brauche diese ganze LED-Wände nicht. Ich glaube, da gibt es bestimmt noch andere Bands. Ich glaube, für einen Film kann das geil sein. Aber ich glaube, ich bin gar nicht der Typ, der das— und ich finde auch, manche Sachen waren echt albern, die da so projiziert wurden an die Wände. Ich glaube auch, dass James Hetfield Die kriegen viel Geld dafür, aber er meinte auch: Welcome to an event where technology and music collides. Aber also ironisch hat er das gesagt.

51:39Speaker A

Wo meinst du denn, dass die bestimmen können, was da auf der Leinwand zu sehen ist? Oder sind das zwei getrennte Gleise, die dann irgendwie am Abend zusammengeführt werden?

51:46Speaker B

Das wird von irgendjemand gemacht. Das sieht mir auch sehr nach KI aus. Das wird irgendjemand alles machen. Wahrscheinlich ist es auch KI. Keine Ahnung. Und die werden das dann abnicken und werden sagen: Yeah, that's great. Ich glaube jetzt nicht, dass die so ganz tief da drin sind in diesen Sachen. Irgendwann bei One, da haben sie One, diesen Antikriegssong, ganz legendärer Song, gespielt. Da liefen nur so Soldaten Längst habe ich gesagt, so, jetzt reicht's.

52:04Speaker B

Der Song ist groß genug, die Band ist groß genug. Ich möchte jetzt gerne, dass ein Defekt ist. Es fängt auch so an, als wenn es so einen Defekt gibt, dann kommt die Band. Der Anfang ist gigantisch, wenn die auf die Bühne kommen und dieses Intro und vorher läuft noch It's a Long Way to the Top. Dann werden Fotos gezeigt von Fans aus der ganzen Welt mit dem T-Shirt und wie sie vor der Halle stehen und sonst was. Das ist alles sehr herzlich, sehr fandienstlich.

52:25Speaker B

Aber wenn man irgendwie 1000 Dollar für ein Ticket zahlt, dann ist es das Mindeste, dass man wenigstens das Gefühl suggeriert bekommt, die Band liebt die Fans noch. Aber Ja, ich habe Metallica diesen Sommer schon mal gesehen. Es war trotzdem das geilere Konzert. Es war auch ganz geil. Es waren auch neben uns coole Leute, die da waren. Es ist natürlich auch—

52:43Speaker A

Las Vegas war das geilere Konzert.

52:44Speaker B

Ja, also die da zu sehen, obwohl es auch im Olympiastadion war. Da hatte ich auch tolle Plätze und war auch in diesem Moshpit drin und so. Und irgendwie, umso älter ich werde, umso mehr geht man doch in die Musik seiner Vergangenheit und wird dann doch zu so einem Typen, der sich da irgendwie drin suhlt oder Erinnerungen hat. Es war auf alle Fälle gut. Trotzdem glaube ich, also ich habe Las Vegas vor 9 Jahren das letzte Mal gesehen.

53:06Speaker B

Dieser Strip, das ist so umgebaut. Es gibt auch genug Plätze, Videos online auf YouTube, die einem sagen, Las Vegas is dying. Und es ist, glaube ich, wirklich so, dass die kapitalistische Schraube im Endstadium ist und nicht mehr fester gezogen wird, sondern bald abfällt. Dieses Gefühl habe ich immer mehr, wenn ich in solchen Plätzen bin oder ähnlich, weil es ist nicht mehr wirklich familienfreundlich. Du kannst kein, du kriegst kein günstiges Essen.

53:30Speaker B

Es ist alles arschteuer da. Es ist super teuer.

53:33Speaker A

Das war ein Beitrag aus der beliebten Fest und Flauschig Rubrik. Stimmt. Der komplette Ausverkauf der Bundesrepublik Deutschland. Und mich macht's in einem Ausmaß glücklich.

53:55Speaker B

Der komplette Wahnsinn in Germany.

53:59Speaker A

Allein dafür hat sich alles gelohnt. Ausverkauf. Verkauf der Bundesrepublik Deutschland sogar in Las Vegas. So schlimm ist es schon. Aber schön, dass du da warst. Schön, dass du ein bisschen mal den Eindruck der großen weiten Welt zu uns in diesen kleinen—

54:12Speaker B

Ich muss sagen, ich werde da noch ein paar Tage dran zehren. Das hat mir wirklich Spaß gemacht, mal ganz kurz rauszukommen. Und der schönste Moment war auf dem Old Strip. Das will ich noch kurz erzählen. In die Casinos, ins Golden Nugget zu gehen. Und dort sitzen an diesen ganzen Automaten, diesen Spielautomaten viele Frauen jenseits der 40, 50, 60, rauchen Kette, trinken mittags eine Margarita. Und spielen, um zu vergessen.

54:37Speaker B

Und ich kann das irgendwie ganz gut nachvollziehen in einer Zeit, in der vieles wirklich für viele Leute nicht mehr greifbar ist und so. Ich habe mich mit echt vielen Leuten unterhalten, die alle über Trump rumgeflucht haben. Ich weiß nicht, ob die den gewählt haben oder nicht. Da sind wirklich viele Typen mit Käppi und Karohemd, die aber alle relativ cool waren. Ich habe also wirklich nette Gespräche geführt. Am Ende noch mit 2 Zwillingen aus Colorado, die mir erzählt haben, dass sie einfach einmal im Jahr nach Las Vegas fahren, dass sie alles zusammen machen, leben zusammen, sind Zwillinge, teilen sich alles.

55:06Speaker B

Völlig so irre, aber ganz herzliche Amerikanerin. Und das war auf alle Fälle, es ist einfach immer gut rauszukommen und mal mit anderen Menschen zu sprechen, die nicht gerade in deiner näheren Umgebung wohnen.

55:19Speaker A

Und ein kleines bisschen Kultur sich zu genehmigen. Und ergänzend zu deinem Kulturtipp Metallica.

55:25Speaker B

Also ich weiß jetzt nicht, ich weiß ja nicht, ob ich euch empfehlen kann, so viel Geld auszugeben, um euch das anzugucken, falls ihr mit dem Gedanken spielt. Da würde ich doch vielleicht lieber warten, bis sie noch mal nach Deutschland schon oft vorkommen.

55:35Speaker A

Oder The Sphere vielleicht mit einem anderen Programm? Ich habe das von—

55:38Speaker B

Das muss ein Konzert sein.

55:40Speaker A

Es gibt ja diesen Film The Wizard of Oz, wo dann irgendwie auf so einer riesigen Leinwand dieser alte Film mit Judy Garland präsentiert wird.

55:47Speaker B

Der wurde auch selbst am Metallica-Showtag tagsüber gezeigt. Ich hatte erst überlegt, mir den auch anzugucken, aber ich dachte, das ist ein bisschen viel jetzt für die Augen.

55:54Speaker A

Das läuft also nachmittags quasi?

55:56Speaker B

Die wird gemolken, die Maschine, von morgens bis abends.

55:59Speaker A

Ich habe am letzten Wochenende in Köln einen Kinofilm gesehen. Köln ist ja eine Filmstadt, eine alte Medienstadt, und manchmal merkt man das noch. Es gibt das Fantasy Filmfest bei uns in Köln, es gibt aber auch EdiMotion Filmfestival. Das ist ein Filmfest, also ein Filmfestival, was sich vor allen Dingen um den Beruf des Editors, der Editorin dreht. Also da werden große Filme aus der ganzen Welt eingekauft und ganz oft ist es so, dass hinterher dann die Editoren, also die Cutter hat man früher gesagt, die Schnittkünstler, die den Film, die in dem Film ja fast so sehr leben wie Regisseure.

56:29Speaker A

Also Quentin Tarantino hätte ohne seine Cutterinnen seine ganzen Filme nicht machen können. Und das Edimotion Film Festival, das hat eben den Schwerpunkt Editing und Schnitt. Und da habe ich den neuen Film, ich glaube, der ist sogar Oscar-Kandidat, ein österreichisch-deutscher Film mit Sandra Hüller, Rose von Markus Schleinzer. Dieser Schwarz-Weiß-Film, hast du wahrscheinlich schon mal einen Trailer gesehen, mit so einem zerschossenen Gesicht da steht.

56:51Speaker A

Das war, ich schwöre, es war ein fantastischer Film. Ich habe schon so viele Filme gesehen dieses Jahr, es war so ein guter Film, dass ich gedacht habe, wer ist denn Markus Schleinzer? Film? Rose mit Sandra Hüller.

57:01Speaker B

Ach so, Rose, ja, du redest schon von Rose, alles klar.

57:03Speaker A

Und der Film ist von Markus Schleinzer, der hat Regie geführt und hat auch das Drehbuch mitgeschrieben oder auch hauptsächlich geschrieben. Wahnsinnig toll, Sandra Hüller extrem gut. Die zweite Hauptdarstellerin Caro Braun hat mich fast noch ein bisschen mehr von den Socken gehauen als Sandra Hüller. Und dieser Film ist in Schwarz-Weiß, ich weiß, man muss sich ein bisschen durcharbeiten, aber ich habe danach erstmal Markus Schleinzer gegoogelt, weil der Film so unglaublich gut war.

57:28Speaker A

Schauspieler, hat vorher nur 2 Filme gemacht, und dieser Film ist wirklich so unglaublich großartig. Es geht um eine Frau nach dem Dreißigjährigen Krieg, die aus dem Krieg zurückkommt, als ein Waisenkind war und im Krieg dann quasi das andere Geschlecht angenommen hat, also einfach in Männerklamotten gekämpft hat, was früher einigermaßen häufig war. Einfach eine Frau, die sich als Mann angezogen hat und einfach mitgekämpft hat, weil sie sonst nichts hatte, was sie machen sollte.

57:49Speaker B

Zum Beispiel Jentl mit Barbra Streisand, auch ein Film.

57:52Speaker A

Genau, aber keine, jetzt gar kein queerer Film oder gar keine, gar kein Gender-Kram, sondern ein Glück, wirklich Sondern wirklich eine Frau, gespielt von Sandra Hüller, die Hauptdarstellerin Rose, die im Dreißigjährigen Krieg kämpft als Soldatin. Dann fällt ein Kamerad von ihr und der Kamerad hat ihr vorher was von einer Erbschaft erzählt, von einem Hof, den er erben sollte. Und Sandra Hüller merkt sich das alles und geht dann nach Ende des Krieges zu diesem Hof und gibt sich als dieser Erbe aus und erbt diesen Hof, renoviert den.

58:22Speaker A

Und irgendwann kommt dann das Dorf und sagt zu ihr, ja, jetzt aber hast du hier einen Hof von uns geerbt und so, und es klappt ja alles ganz toll, aber langsam muss auch mal einer von uns Dorfmädels heiraten und Kinder bekommen, was sie natürlich in eine relativ große Herausforderung bringt. Und das ist so ein bisschen der Plot des Films. Ein unglaublich toller Film. Und vor allem das, was total krass ist, danach gab es dann bei der Vorführung so ein paar Fragen, konnte man stellen an den Cutter, an den Editor Hansjörg Weißbrich.

58:45Speaker A

Der saß auch dann da und er hat zum Beispiel erzählt, dass der Film mit einer derartigen, mit einem derartigen Aufwand hergestellt wurde. Das spielt alles im 17. Jahrhundert, im Dreißigjährigen Krieg danach. Das heißt also alles super rudimentär, super viel so Mittelalter oder Spätmittelalter. Wo man sich da reinversetzen muss. Und die haben Kulissen gebaut, und damit das authentisch ist, haben die das Dorf oder die Kirche, die Kapelle, wo Rose heiratet, oder das Haus, wo Rose das, was Rose dann renoviert, gebaut, und haben die das ein Jahr stehen lassen, damit die Natur sich das wieder so ein bisschen zurückholt, damit das echt aussieht.

59:17Speaker A

Also völlig crazy.

59:20Speaker B

Ich würde mir jetzt gerade jeden Film mit Sandra Hüller angucken, weil die hat einfach einen Lauf.

59:24Speaker A

Also ganz ehrlich, digger aus. Hast du Hast du da eine Meinung zu?

59:26Speaker B

Habe ich noch nicht gesehen, möchte ich gerne sehen. Die Meinungen sind so gespalten, dass ich eigentlich da auf niemanden hören will. Den muss ich mir angucken, weil der Regisseur ist eigentlich ein geiler Regisseur. Der hat schon eigentlich—

59:36Speaker A

Birdman hat er gemacht.

59:37Speaker B

Birdman, Alter, ist das ein guter Film.

59:39Speaker A

Ja, und ich finde auch, also es wird sehr viel runtergeredet und vor allen Dingen bei Digger mit Tom Cruise, wo Sandra Hüller nur eine ganz kleine Rolle spielt, aber sie wurde in den Trailer reingeschnitten. Da sieht man, wie heiß sie ist. Ich glaube, wenn Rose eingeschnitten eingereicht wird. Es ist der, nee, es ist der österreichische Beitrag bei der Oscarverleihung 2027, und es müsste mit dem Teufel zugehen, und der Teufel ist in diesem Fall dann wahrscheinlich ein Deutscher, wenn das nicht passiert, wenn dieser Film keinen Oscar bekommt. Das würde mich echt wundern.

1:00:05Speaker B

Das ist wirklich, ich habe das, habe ich schon gesehen, sowohl das Poster habe ich öfter gesehen wie auch den Trailer.

1:00:11Speaker A

Ich weiß nur so ein Detail, die hat, die hat, Sandra Hüller hat im Dreißigjährigen Krieg das Gesicht zerschossen bekommen. Man hat so ein zerfetztes Gesicht und ganz schlimme Narbe, fantastische Maske und hat dann aber an so einem Lederbändchen die Kugel, die ihr das Gesicht zerfetzt hat, um den Hals hängen und ab und zu in so spannenden, wenn es dramaturgisch wird, kaut sie raus, nimmt sie die Kugel in den Mund und du hörst dieses Klackern von der Kugel zwischen den Zähnen.

1:00:35Speaker A

Du weißt, das Geräusch, das klingt so furchtbar, dass du genau über das Geräusch schon weißt, wie dieses Metall in ihrem Mund schmecken muss. Also das ist wirklich fantastisch und Caro Braun als die, das kann man sagen, als die Tochter, als die, die Frau, die dann an Sandra Hüller, an Rose, von der alle glauben, dass sie ein Mann ist, als Ehefrau gegeben wird. Unfassbar, unfassbar.

1:01:00Speaker B

Den hast du im Kino gesehen?

1:01:01Speaker A

Im Kino, genau. Und eben bei dem EdiMotion Film Festival, das war wirklich ganz toll, hat echt Spaß gemacht. Also so morgens, ich einfach morgens dann nur mit Nerds, es waren nur irgendwelche Leute, die editoren waren oder oder einfach ich habe einmal für die für die für für Radio eins Berlinale bin ich in die Berlinale auch gegangen und musste da Filme bewerten und da warst du so morgens um elf oder so im Kino meine Kamera ist wieder aus ja wenn wir über Filme sprechen aber das das gibt mir die Gelegenheit wollen wir die großen fünf machen Olli nee wir machen Feierabend ich muss packen Jan du musst kacken ich muss packen nee noch nicht aber wollen wir dann wissen die Local Heroes machen mit dem Hotel was du mir geschickt wollen wir nicht wissen die Local Heroes machen mit dem Hotel Hotel.

1:01:41Speaker B

Ja, das ist so eine rührende— guck mal, das ist gut, das solltest du— habe ich dir extra geschickt, weil es geht da um Empathie.

1:01:47Speaker A

Was soll das denn heißen?

1:01:48Speaker B

Das ist eine Sache, die dir noch gut zu Gesicht stehen würde, wenn du denn noch der große Samstagabend-Showmaster werden willst. Deswegen ist es manchmal auch ganz ehrlich, ich sag dir mal, ich gebe dir mal einen Tipp jetzt als alter Kollege, der dich beobachtet, ja, der auch mal früher im Fernsehen eine Zeit lang war. Kennst du noch Peter Alexander? Alexander?

1:02:07Speaker A

Ja, kenne ich.

1:02:09Speaker B

Am Ende von seiner Show, der hatte die große Peter-Alexander-Show, da wurde immer noch was rühriger. Und heute ganz besonders grüße ich hier diese Oma, die mir geschrieben hat, sie hat ihr Enkelkind seit 2 Jahren nicht mehr gesehen. Das liegt daran, dass die Familie weggezogen ist. Ein kleiner Gruß auch an unsere einsamen Herzen, an die Menschen, die gerade alleine vor dem Fernseher sitzen. Und damit, und da sitzen so viele, die haben sich vor Rührung in die Hose gepisst, und das mit Recht.

1:02:33Speaker B

Und weißt du warum? Weil Peter Alexander das auch noch mit so einer authentischen Art und Weise gemacht hat. Der hatte das, wir vorhin beredet haben, wenn du so anfängst, von dir selber ergriffen zu sein. Für die armen Herzen und so was von Herzen, Jan, das kann Wunder wirken manchmal.

1:02:48Speaker A

Soll ich das mal ein bisschen probieren?

1:02:50Speaker B

Nein, nicht jetzt. Aber du sollst das jetzt nicht wieder verarschen.

1:02:54Speaker A

Nein, will ich nicht. Aber ist doch mal schön, dass wir so ein Teil von uns—

1:02:57Speaker B

Nicht Fernsehklauen.

1:02:58Speaker A

Nee. Hey Leute, wenn ihr da draußen einsam seid, dann ist die nächste Rubrik was für euch.

1:03:02Speaker B

Fest und Flauschig präsentiert Local Heroes. Kleine geile Läden in deiner Umgebung. MBSF Fußpflege, Motorradzubehör, Suppenküche, Malerei, Anglerbedarf, Kosmetik und vieles mehr. Du hast einen kleinen geilen Laden aufgemacht und wir unterstützen und supporten dich.

1:03:26Speaker A

Entschuldigung, aber ist supporten und unterstützen nicht das Gleiche? Okay, du hast mir eine Mail geschickt und ich habe die schon gelesen und ich war schon ein bisschen gerührt und fand es irgendwie eine gute Idee.

1:03:37Speaker B

Ich finde es auch eine schöne Sache. Das ist eine Mail, die ich bekommen habe und an Jan weitergeleitet habe.

1:03:43Speaker A

Das ist alles, was du erzählen willst?

1:03:44Speaker B

Der Inhalt liest du jetzt vor.

1:03:46Speaker A

Ich will nicht alles, ich will das jetzt nicht alles vorlesen. Lange Mail, kannst du nicht mir ein bisschen helfen?

1:03:49Speaker B

Nein, du liest das jetzt einfach mal vor.

1:03:51Speaker A

Moin Jan, moin Olli. Eigentlich geht es in dieser Mail nicht um ein Hotel. Es geht darum, wie eine Familie versucht hat zu verhindern, dass das Lebenswerk ihrer Eltern innerhalb weniger Wochen verschwindet. Verschwindet.

1:04:02Speaker B

Oh Gott, ja, komm.

1:04:04Speaker A

Meine Eltern, schreibt uns Alwin. Ist es richtig? Alwin? Ja, Alwin schreibt uns. Alwin: Meine Eltern haben 1986 ein kleines Hotel mit Restaurant im westlichen Münsterland gekauft und über fast 4 Jahrzehnte mit unglaublich viel Herzblut aufgebaut. Ich bin dort aufgewachsen, habe meine komplette Kindheit zwischen Hotelzimmern, Küche und Restaurant verbracht. 2012 hat mein älterer Bruder den Betrieb übernommen, um aus dem Hotel Restaurant am Kring in Amelö oder Amelo, Amelö, Amelö, die fabelhafte Welt der Amelö, das gemacht, was es heute ist: ein familiengeführtes Hotel mit einer hervorragenden Küche, auf die wir alle ziemlich stolz sind.

1:04:44Speaker A

Dann kam der Einschnitt. Das führe ich jetzt nicht weiter aus, weil es glaube ich, auch wenn er das schon sehr anonymisiert geschrieben hat, immer noch sehr persönlich ist für dieses große Publikum. Es kam ein Einschnitt und sein Bruder musste den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Für uns, schreibt jetzt Alwin weiter, gab es plötzlich nur zwei Möglichkeiten: entweder das Hotel zuschließen oder als Familie einspringen.

1:05:07Speaker A

Und wir haben uns für Letzteres entschieden. Alwin schreibt weiter: Ich habe mich deshalb für zunächst ein Jahr von meinem eigentlichen Beruf freistellen lassen, und seitdem führe ich den Hotelbetrieb gemeinsam mit meiner Mutter, meiner Frau, meiner Schwester und meinem Schwager weiter. Keiner von uns hat sich diesen Weg ausgesucht, aber wir wollten nicht zusehen, wie fast 40 Jahre Familientradition Geschichte einfach so enden.

1:05:29Speaker A

Dazu kommt, dass unser Vater auch noch an ALS verstorben ist nach langer Krankheit. Vielleicht spielt das auch eine Rolle, warum wir das alles auf uns genommen haben. Es fühlt sich einfach richtig an, sein und das Lebenswerk unserer Mutter weiterzuführen. Die größte Herausforderung ist dabei gar nicht die Arbeit, die machen wir gerne. Die größte Herausforderung ist, genügend Gäste zu erreichen. Wir liegen in einem kleinen Dorf mit rund 1000 Einwohnern.

1:05:51Speaker A

Auf dem Land reicht selbst eine sehr gute Küche oft nicht aus, wenn die Menschen gar nicht wissen, dass es sie gibt. Dabei ist unsere Region wunderschön. Das Münsterland rund um Amelö ist ein Paradies. Amelö würde ich jetzt mal sagen. Itzehoe heißt auch Itzehoe, ne? Ja, Itzehoe. Amelö ist ein Paradies für Fahrradtouren. Flache Strecken, kilometerlange Radwege, Natur, viele Touren, die direkt über die niederländische Grenze zu führen.

1:06:20Speaker A

Für Radfahrer ist unser Hotel ein idealer Ausgangspunkt oder Zwischenstopp. Deswegen muss ich sofort an eure Rubrik Local Heroes denken. Nicht weil wir Mitleid möchten, sondern weil wir uns wünschen, dass vielleicht ein paar Menschen mehr erfahren, dass es einen solchen Familienbetrieb wie unseren noch gibt. Vielleicht entscheidet sich der eine oder die andere irgendwann für einen Kurzurlaub oder eine Fahrradtour ins westliche Münsterland und kehrt bei uns ein.

1:06:45Speaker A

Das würde uns helfen. Und freuen wahrscheinlich auch. Vor allem würde es dazu beitragen, dass das, was unsere Eltern aufgebaut haben, eine Zukunft hat. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, das zu lesen.

1:06:56Speaker B

Schreibt das finde ich jetzt wirklich rührend und ich finde es wirklich. Wie heißt das Hotel?

1:06:59Speaker A

Das Hotel heißt amkring.de. Das schreibt sich am also am und dann kring kring.de. Ich habe mir schon die Website angeguckt. Die sieht hervorragend aus. Die Preise. Ich habe so ein Pfeifen in der Lunge.

1:07:13Speaker B

Das ist eine Popcornlunge. Die kriegst du vom Welpen.

1:07:16Speaker A

Ach so, ja, kann sein, zu viel gewelbt heute. Es sieht richtig toll aus, das Essen sieht extrem gut aus, das Hotel sieht geschmackvoll aus. Am Kring in Amelo, die Adresse kommt jetzt, kommt die Adresse noch: Kring 6 bis 8 in 48691 Freden, Amelo im westlichen Münsterland. Ich gebe mal direkt ein, wo das ist ungefähr, welche Stadt so am nächsten ist.

1:07:42Speaker B

Ich sehe es auch gerade, ich bin auch gerade Hotel.

1:07:46Speaker A

Das ist das Hotel von Alwin Amkring. Da ist es top rated. Amelo. Die nächstgrößere Stadt ist weiß man nicht. Oh Gott! Freden, Ahaus, Freden.

1:08:00Speaker B

Aber dann ein bisschen. Du hast doch auch so eine Affinität für so eine Ecken, oder?

1:08:04Speaker A

Winters ja natürlich. Ich bei der E-Scooter-Tour zum Beispiel bin ich nur in solchen Hotels gewesen und wie viele tolle Landhotels es gibt und da Das ist wirklich sehr nah an der niederländischen Grenze. Es ist die nächstgrößere Stadt.

1:08:15Speaker B

Sieht voll schön aus, auch die Homepage.

1:08:19Speaker A

Enschede ist die nächstgrößere Stadt. Man ist superschnell in Holland. Amkring sieht richtig gut aus. 4,8 Bewertungen bei Google, obwohl ich bei Google eigentlich nie was draufgebe. Die Zimmerpreise sind super. Eine Übernachtung 75 €, da kannst du wirklich nicht meckern.

1:08:33Speaker B

Da kannst du nichts sagen.

1:08:34Speaker A

Das ist wirklich nicht viel.

1:08:36Speaker B

Hey Leute, unterstützt mal bitte Amkring. Ich finde, das ist so herzlich geschrieben, klingt alles so nett. Und wenn ihr irgendwie sagt, vielleicht, da ihr kommt von Olli und Böhmi, gibt es vielleicht noch eine kleine Scheibe extra Toast morgens.

1:08:49Speaker A

Badhopferl oder morgens einfach noch so einen kleinen Smoothie of the day. Es gibt sogar 2 Restaurants, nämlich einmal Bischkers Stuben. Das ist das hier. Es ist eher fein, nehmünsterländische Köstlichkeiten. Das ist ein Restaurant und das andere Restaurant ist Clemens Speisen nach Clemens Art aus der deutsch-französischen Küche. Also das sieht alles sehr gut aus.

1:09:12Speaker B

Amkring, ich sag's noch einmal, Amkring. Fahrt dahin, Amkring.

1:09:16Speaker A

Lieber Alwin, liebes Team von Alwin, liebe Familie von Alwin, wir hoffen, dass sich viele Fest und Flauschig-Zuhörerinnen und Zuhörer zu euch verirren nach Ammerloh in der Nähe von Vreden an der holländischen Grenze westlich von Münster. Das würde uns sehr freuen. Schickt uns mal ein Feedback, ob was angekommen ist. Ich habe ein Feedback bekommen von letzter Woche von Fatis Backfisch, hat mir geschrieben, hat super funktioniert.

1:09:37Speaker A

Hat geschrieben, Fatih hat geschrieben. Ja, ich guck mal kurz bei Instagram rein, hat es mich ganz frisch heute gekommen. Fatih's Backfisch: Guten Tag, Herr Böhmermann, letzte Woche Local Heroes, wir haben Ihren Podcast gesehen, wo Sie sich zu unserem Laden äußern, und wollten uns recht herzlich bei Ihnen und die schönen und netten Worte bedanken. Es freut uns sehr, dass Sie ein positives Erlebnis bei uns hatten. Sie sind immer herzlich willkommen.

1:09:56Speaker A

In diesem Sinne, hört man ja auch nicht so häufig. Es ist selten, dass Leute mir sagen, ich Herzlich willkommen!

1:10:03Speaker B

Das war mal wieder für euch fest und flauschig präsentiert: Neue kleine geile Läden in deiner Umgebung. MBSF-Fußpflege, Motorradzubehör, Suppenküche, Malerei, Anglerbedarf, Kosmetik und vieles mehr. Du hast einen kleinen geilen Laden aufgemacht und wir unterstützen uns Supporten dich.

1:10:29Speaker A

Entschuldigung, aber supporten und unterstützen nicht das Gleiche?

1:10:33Speaker B

Halt die Schnauze!

1:10:35Speaker A

Bäm! Ich habe auch noch einen Kultur-Nicht-Tipp, aber es ist vielleicht ein bisschen gemein. Ich habe nämlich ganz viele Trailer und so Material und Pressefotos gesehen von dem neuen Film von den Machern von Fuck You Goethe, Der perfekte Urlaub, wo wirklich alle dabei sind, wie so ein— hast du das auch gesehen? Elias M'Barek, Caroline Herfurth spielt mit, es ist Florian David Fitz, Wodan Wilke Möhring. Es ist im Grunde genommen so ein Fernsehfilm-Lineup, aber im Kino, es wird wirklich so alles noch mal alles angezapft, was geht. Kultiger Mallorca-Urlaub und so ganz schlimme Verrisse habe ich dazu gelesen. Und da habe ich schon gedacht, das ist nichts für mich.

1:11:10Speaker B

Schade, ich habe da wirklich nicht die Zeit finden, da reinzugehen. Aber Rose will ich sehen.

1:11:16Speaker A

Rose ist wirklich richtig gut, das war richtig guter Film. Und Digger will ich komischerweise auch sehen.

1:11:20Speaker B

Ich will ihn auch sehen. Ich muss auch sagen, Also die Magnolia, Castle Magnolia damals gesehen von Paul Thomas Anderson, diesen Episodenfilm, wo ja Tom Cruise diesen Männer, die eigentlich Andrew Tate spielt, eigentlich so eine Vorahnung, wie man die Frau zähmt, so ein Machotypen. Und dann ist diese Szene, wo er seinen Vater am Sterbebett noch mal trifft, der ihn irgendwie nie geliebt hat, der ihn auch so, also man sieht, man kriegt da echt so ein Ding.

1:11:45Speaker B

Und diese Szene, da spielt Philip Seymour Hoffman im Hintergrund den Butler des Vaters von Tom Cruise. Tom Cruise, und das ist halt auch, kann man auch nachlesen, ziemlich bekannt. Tom Cruise, das war nicht geplant, sollte da zusammenbrechen und heulen am Bett, und Philip Seymour Hoffman sollte einfach dahinter stehen, betroffen gucken. Dem liefen aber auch die Tränen, nicht weil das im Drehbuch war, sondern weil der so umgehauen und ergriffen war von Tom Cruise in diesem Moment, der diese Rolle, der diese Szene gespielt hat, dass ihm selber die Tränen runterkamen.

1:12:12Speaker B

Ich muss sagen, dass ich Tom Cruise, ich gucke jetzt auch nicht alle Mission: Impossible Filme und sonst was, aber ist irgendwie so eine stabile, der, also Hollywood ist irgendwie tot, aber solange Tom Cruise dann noch ab und zu alle 2 Jahre einen krassen Film macht, gibt es ja noch so Lebenszeichen, denke ich. Und irgendwie kann ich, und irgendwie so schlimm ist glaube ich Scientology gar nicht. Ach Quatsch.

1:12:31Speaker A

Also meldet euch einfach mal.

1:12:32Speaker B

Ey, oh Gott, ey Leute, man muss aufhören. Man kann nicht mehr so ironische Sachen sagen. Eure Schuld.

1:12:37Speaker A

Jetzt dreht er völlig durch. Nicht nur ist er am Anfang schlecht gelaunt, guckt, und jetzt am Ende sagt er, tretet alle Scientology bei.

1:12:45Speaker B

Ja, und ich weiß, dass ich jetzt eine lange Mail von jemandem kriege, ey, am Ende das mit Scientology, weil ich habe selber einen in meiner Familie, der ist abgedriftet und Soll ich meinen, ja, Leute, der Podcast kann nicht alles retten.

1:12:56Speaker A

Wir sind der Podcast für die Leute, die in der Familie ein bisschen abgedriftet sind. Und Abdriften ist alles eine Frage der Perspektive. Also ich sag mal, aus der Perspektive, aus Perspektive der Sonne ist die Erde auch abgedriftet, sag ich mal. Aus unserer Perspektive ist der Mond abgedriftet.

1:13:13Speaker B

Willst du noch mal die Abschlussmusik machen, damit wir Tschüss sagen können? Dann machen wir gar nicht mehr so was. Machen wir gar nicht mehr.

1:13:17Speaker A

Aber das ist übrigens ein Feedback, was ich bekomme, dass Leute sich beschweren, dass wir immer, dass ich aufhören soll, das hier immer zu spielen.

1:13:22Speaker B

Ich bin da Richtung Elmshorn raus. Nein! Ja. Elmshorn?

1:13:26Speaker A

Bist auch nicht mehr da hinten?

1:13:28Speaker B

Nö. Wohnen da noch andere, die du kennst? Nein.

1:13:30Speaker A

Und du fährst mit dem Auto da raus?

1:13:31Speaker B

Das mache ich nie.

1:13:32Speaker A

Ja. Nö. Ja, aber es ist manchmal wichtig, dass wir auch visuelle Reize, wir sind ein Videopodcast.

1:13:41Speaker B

Und wichtig ist auch, dass man nicht das tut, was die Hörer:innen von einem verlangen.

1:13:45Speaker A

Wichtig ist auch, dass man die Schnitze Software, wir überfordern die Schnittsoftware. Und ich glaube, Andreas wird sich, wird fluchen sowieso über diese Folge, weil wenn ich jetzt die Musik im Hintergrund anmache, wie immer, mache ich jetzt einfach mal. Jetzt läuft die Musik. Es kann aber sein, dass ihr gerade gar nichts hört, weil unsere Filter, diese Spotify-KI-Filter, das alles rausfiltern. Es kann sein, ja, es kann alles sein, alles kann das sein.

1:14:10Speaker B

Liebe Leute, vielen Dank, dass ihr wieder zugehört habt. Vielleicht sehen wir uns irgendwo auf Tour. Ich bin jetzt unterwegs in Deutschland. Ich werde es trotzdem wieder hinkriegen, mit absolut formidabler Laune hier mit dir zusammen diese Sendung zu moderieren. Nichts soll uns daran hindern, den Erfolgszug unseres Podcasts weiterfahren zu lassen Richtung Sibirien oder wohin es uns auch treibt. Es war mir eine große Ehre, wieder mit dir zu sprechen.

1:14:33Speaker A

Es war eine große Ehre, mit dir zu sprechen. Die Ehre ist ganz meinerseits.

1:14:35Speaker B

Heute siehst du irgendwas. Ich finde, dass du irgendwas heute, was ein bisschen echt gut aussieht. Guck mal, dieser Blick, dieser Hundeblick jetzt gerade. Du Du hast irgendwas heute, bist so ein Bad Boy für mich, echt jetzt. Ja, ey, du hast heute was. Wie Daniel Nicolau, der mich ins Gesicht anguckt und wirklich, du weißt, was hast du für ein tolles Hautbild? Ja, du hast auch ein gutes Hautbild.

1:14:56Speaker A

Schöne Haut.

1:14:57Speaker B

Ich war bei meinem Hautarzt und habe dann hier irgendwie so einen schwarzen Fleck am Hals. Ist das ein schwarzer Fleck, der weg muss? Ist das was Gefährliches? Immer der, nö, nö, es kommt vom Sauchen und Rauchen, das kriegt man jetzt im Alter, auch wenn man aufgehört hat. Ich so, ah geil. Also Jan, du hast alles richtig gemacht.

1:15:11Speaker A

Du hast auch alles richtig gemacht. Ey Leute, ihr habt auch alles richtig gemacht. Habt eine schöne Woche, habt einen schönen Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag sind wir wieder dabei, fest und flauschig bei Spotify und überall sonst, wo es Podcasts gibt.

1:15:21Speaker B

Und dann gibt es wieder einen kleinen Tipp mehr, wo der Weihnachtszirkus stattfindet.

1:15:24Speaker A

Oh, ich mache mich spannend.

1:15:26Speaker B

Was für ein Cliffhanger, ey.

1:15:28Speaker A

Also macht's gut, Leute.

1:15:29Speaker B

Tschüss.

1:15:30Speaker A

Bis dann. Tschüss.

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